Unterschiede im Anschlag?

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Kidadda

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Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier und habe mal eine Frage, die ich bisher nicht geklärt bekommen habe und die mir nicht einmal eine seit 40 Jahren spielende Dame beantworten konnte :(. Ich habe gehört, dass die tiefen Töne des Klaviers schwerer anzuschlagen sein sollen, als die hohen. Stimmt das? Ich selbst konnte es bei einem richtigen Klavier nicht wirklich merken, wobei ich einfach nicht weiß, ob mir die Feinfühligkeit fehlt oder es einfach falsch ist. Demnächst möchte ich mir ein Digitalpiano kaufen und es heißt ja, man solle darauf achten, dass es einem echten Klavier möglichst nahe kommt. Leider ist ein solche Fakt nie erwähnt, nur, dass man die Anschlagsstärke generell in verschiedene Stufen einstellen könne. Aber existiert dieser Anschlags-Unterschied zwischen hohen und tiefen Tönen überhaupt? Ich wäre sehr dankbar für eine Antwort von euch :).

Liebe Grüße,
Kidadda
 
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Ouviexclassical

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rolf

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unterschiedlich schwer- bzw. leichtgängige Tasten sind mir bei einem gut gewarteten Flügel noch nicht begegnet (es wäre auch sinnlos, wenn z.B. Repetitionen im Bass schwerer als im Diskant wären)
 
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Kidadda

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Danke für die schnellen Antworten ... ich dachte, bei den Digitalpianos sei dies damit gemeint, wenn es bei der Auflistung der Funktionen heißt: "Touch (off, soft, normal, hard)" ... was bedeutet dies denn dann, wenn nicht die EInstellung der "Widerstände" der Klaviatur?
 
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Ouviexclassical

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Man stellt damit sozusagen ein, ob das Klavier hart oder weich ist. Mit dem Tastengewicht hat das nichts zu tun wie sollte man das auch technisch machen.
 
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Ouviexclassical

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"Off" bedeutet, dass man nicht mehr laut/leise/usw spielen kann.
 
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Kidadda

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Ach, wer weiß, was die moderne Technik heut alles so bieten kann, warum nicht auch Tastenwiderstände regulieren :). Naja gut, war dann wohl eine Fehlinterpretation meinerseits.
 
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Klimperer36

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Meines Wissens ist es so, dass die tiefen Töne eine etwas andere Anschlagsdynamik haben, da die Hämmer schwerer sind. Das wird bei teuren Digitalpianos auch simuliert. So heißt es z.B. über verschiedene Digitalpianos von Yamaha: "Genau wie bei einem traditionellen Klavier sind die Tasten der tiefen Töne schwerer gewichtet als die der hohen Töne. "
 
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Kidadda

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Ach sieh an, dann scheints wohl doch so zu sein ... leider sind mir die Yamahas ein klein bisschen zu teuer, um erstmal zu schauen, ob Klavierspielen was für mich ist ... hoffe, das mir empfohlene taugt auch was. Vielen lieben Dank für eure Antworten!
 

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Klavierbauermeister

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Ob schwerer oder schwergängiger , weiß jetzt nicht was Du da drunter verstehst.
Jedenfalls brauchst Du im Baß mehr Kraft zum drücken als im Diskant.
 
klaviermacher

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Klar ist die Klaviatur im Baß schwerer gewichtet als im Diskant.
Es gibt mehrere Vorgehensweisen bei der Gewichtung je nach Hersteller, Mechanik und sogar Modellreihe!
Manchmal hat die Bassregion ein um 2 oder 3 Gramm höheres Niedergewicht und manchmal nicht...
Spieltechnisch wirkt sich das sowieso nicht aus. Wenn der Wechsel eindeutig gefühlt wird, ist es auf alle Fälle falsch eingestellt!
 
Klavierretter

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Bei einem Klavier (vor allem bei neueren) merkt man manchmal schon sehr deutlich dass ein höherer Widerstand - bei nicht getretenem rechten Pedal - zu überwinden ist. Das liegt dann aber zum großen Teil an den recht starken Dämpferfedern, die im Bass deutlich dicker sind. Bei getretenem Pedal ist dieser Effekt dann weg. Dann "spürt" man evtl. nur noch die etwas größeren bewegten Massen, weil die Basshämmer doch schwerer sind als die Diskanthämmer.
 
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Eleonore

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Bei meinem E- Piano (Yamaha CLP 470) lassen sich die Tasten im linken, tiefen Bereich etwas schwerer drücken, als die im rechten, hohen Bereich (weil einzeln gewichtet).
Die Einstellung "Hard, Medium, Soft" verändert nicht das "Drücken" an sich (bleibt immer gleich schwer oder leicht), sondern die Feinfühligkeit im Sinne von genauerem Spielen. Bei "aus" bleibt der Ton immer gleich, bei Soft kann man etwas lauter oder leiser spielen, bei Hard noch lauter, bzw. noch leiser.
Ist aber leider kein Vergleich zu einem echten Klavier........
Ich komme damit gut klar, meine kleine Tochter hat Probleme an einem echten Klavier. Sie spielt die Töne (etwas) ungleichmäßig laut und viel weniger schnell. Da merkt man eben, dass beim echten Klavier "wirkliche" Hämmer an die Saiten schlagen.

Eleonore
 
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Nica

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Spieltechnisch wirkt sich das sowieso nicht aus. Wenn der Wechsel eindeutig gefühlt wird, ist es auf alle Fälle falsch eingestellt!
Also entweder ich versteh hier was nicht oder alle akustischen Instrumente, an denen ich bisher saß, waren falsch eingestellt. Da waren immer die Tasten im Baß etwas schwerer als die in den hohen Lagen. Und bei meinem Digi auch. Warum sollten die Digihersteller sowas simulieren, wenn es nur schlechte akustische Instrumente haben?
 
fisherman

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Micha meint wohl, dass Du das nicht merken solltest, wenn Du nicht explizit drauf achtest.
 
rolf

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Klimperer36

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derart eingestellte Instrumente fass ich nicht an: ein Basstriller hat für die Finger nicht schwerer zu gehen als ein Diskanttriller (was sich hinter der Holzverblendung abspielt, ist Sache der Regulierung, die professionell zu geschehen und die Klaviatur gleichmäßig gewichtet einzustellen hat)
Ihr redet hier aneinander vorbei.

Bei guten Klavieren und Flügeln werden die Unterschiede der Hämmergewichte dadurch ausgeglichen, dass die Tasten aufgebleit werden. Hierdurch erreicht man, dass die statische Niederdruckschwere über den gesamten Bereich nahezu konstant gehalten wird. Da aber der Bassbereich insgesamt schwerer gewichtet ist, ist dort die dynamische Niederdruckschwere immer und bei jedem noch so gut regulierten Instrument höher. Nach Newton gilt nämlich immer noch: Kraft=Masse mal Beschleunigung. Das bedeutet, wenn der schwerer Basshammer auf dieselbe Geschwindigkeit gebracht (also beschleunigt) werden soll wie der leichtere Diskanthammer, so ist eine höhere Kraft nötig. Und eben jenes unterschiedliche dynamische Anschlagverhalten wird bei guten Digitalpianos simuliert.
 
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Klavierbauermeister

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derart eingestellte Instrumente fass ich nicht an: ein Basstriller hat für die Finger nicht schwerer zu gehen als ein Diskanttriller (was sich hinter der Holzverblendung abspielt, ist Sache der Regulierung, die professionell zu geschehen und die Klaviatur gleichmäßig gewichtet einzustellen hat)
Tz, Wahnsinn.... weiß ja nicht welche Flügel Du spielst...aber laß Dir mal von Klaviermacher ein Tastengewicht schicken und überprüfe das!
 
 

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