Uni/Musikhochschule Stücke für die Aufnahmeprüfung? Was eher nicht?

Ansonsten wär ich glücklich wenn ich irgendwie eine Mischung zwischen unterrichten und konzertieren finden kann
Du machst das schon richtig. Lass dich nicht von Leuten einschüchtern, die dir einreden wollen, daß man erstmal ein klares Ziel definieren muss. Wenn das nämlich nicht klappt, stehst du dumm da. Es gibt jede Menge unglückliche, gute Künstler, die kein Land sehen und vor lauter Existenzsorgen keinen Blick mehr für "schöne Inhalte" haben.
 
Deine Gedankengänge sind gut. Es ist nur wichtig, dass du sie weit genug denkst. Ich kenne viele Studenten, die sagen und denken "man könnte...", "ich würde gern..." und so weiter, gerade was z.B. Hochschulwechsel, Auslandsstudium, Projekte, Konzerte und so weiter angeht. Das Ding ist allerdings: Du musst das alles selbst machen, die Verantwortung liegt bei dir allein und sonst niemandem. Halbherzige Vorhaben werden meistens nicht funktionieren.
Zu deiner Beruhigung kann ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen: Hast du die Entscheidung erst einmal getroffen und gibst dir alle Mühe, sie zu realisieren, kommt "plötzlich" von vielen Seiten Hilfe. Es gibt immer Chancen und Möglichkeiten, du musst sie "nur" wahrnehmen und ergreifen. Willst du in Paris studieren? Dann kontaktiere Studenten und Profs, lies die Internetseite durch, fahr hin und schau es dir an, fang an zu üben und mach einen Französischkurs. Wo ist das Problem?
 
Du machst das schon richtig. Lass dich nicht von Leuten einschüchtern, die dir einreden wollen, daß man erstmal ein klares Ziel definieren muss. Wenn das nämlich nicht klappt, stehst du dumm da. Es gibt jede Menge unglückliche, gute Künstler, die kein Land sehen und vor lauter Existenzsorgen keinen Blick mehr für "schöne Inhalte" haben.
Ok danke das ist auch nochmal gut zu wissen. Dann ist meine momentane Unsicherheit wenigstens nicht ganz falsch:-D
 
Deine Gedankengänge sind gut. Es ist nur wichtig, dass du sie weit genug denkst. Ich kenne viele Studenten, die sagen und denken "man könnte...", "ich würde gern..." und so weiter, gerade was z.B. Hochschulwechsel, Auslandsstudium, Projekte, Konzerte und so weiter angeht. Das Ding ist allerdings: Du musst das alles selbst machen, die Verantwortung liegt bei dir allein und sonst niemandem. Halbherzige Vorhaben werden meistens nicht funktionieren.
Zu deiner Beruhigung kann ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen: Hast du die Entscheidung erst einmal getroffen und gibst dir alle Mühe, sie zu realisieren, kommt "plötzlich" von vielen Seiten Hilfe. Es gibt immer Chancen und Möglichkeiten, du musst sie "nur" wahrnehmen und ergreifen. Willst du in Paris studieren? Dann kontaktiere Studenten und Profs, lies die Internetseite durch, fahr hin und schau es dir an, fang an zu üben und mach einen Französischkurs. Wo ist das Problem?
Oki , klar das man alles selber machen muss ist offensichtlich. Ich will auch überhaupt nicht halbherzig an die Sache rangehen, es bleibt halt nur trotzdem immer eine leichte Unsicherheit was viele Dinge angeht vorhanden.
Paris werd ich vielleicht mal versuchen jedoch ist es da glaub ich doch sehr schwer reinzukommen aber naja versuchen kann mans ja trotzdem :-D und das mit dem französisch geht tatsächlich einigermaßen, hatte die Sprache jahrelang in der Schule lernen müsste ichs wohl nur etwas auffrischen :konfus:
 
Unsicherheit ist ganz normal. Man sollte sich dadurch nur nicht verunsichern lassen...:lol:
Um ehrlich zu sein, mit 18 hatte ich, rückblickend, nicht besonders viel Ahnung.
Wobei ich möglicherweise dasselbe in 10 Jahren über mein jetziges Ich sagen werde :-D
 
Du musst das alles selbst machen, die Verantwortung liegt bei dir allein und sonst niemandem.
Soweit ich hier richtig mitlese, hat du dir deinen NY-Aufenthalt von Gönnern pampern lassen. Da wäre ich etwas bescheidener mit Ratschlägen bezüglich "Verantwortung". Verantwortung hieße, sich das Geld selbst zu verdienen. Und wenn das in NY scheitert, ohne Flugticket von Mami und Papi irgendwie wieder nach Hause zu kommen. Also, wenn jemand unsicher wegen seiner Chancen ist, habe ich vollstest Verständnis für dessen Vorsicht. Nicht jeder hat so ein gutes Auffangnetz, wie du. Aus eigenem sehr schmerzhaften finanziellen Scheitern, weiß ich wovon ich rede.

Falls man Bock auf lustlose Klassen hat, wäre mein Mastertip übrigens Schulmusik. Du lernst jede Menge an Vielfalt, wenn du gut bist, kannst du ebensoviel im Klavierunterricht lernen, wie ein Klavierstudent *, ein anschließendes Klavierstudium schließt ja niemand aus und als Lehrer hast du genug Ferien für kleine Konzertreisen und genug Geld, nur die Musik zu machen, die dir gefällt. Nur musst du halt ggf. mit Dummbeuteln klarkommen, die sich für nichts, aber auch gar nichts interessieren, außer ihrem Smartphone. ;-)

*) mein Lehrer hat nach seiner Laufbahn als Klavier- und Dirigierprof. noch am hiesigen Schulmusikstudiengang "gejobbt". Der wird die Studis kaum schlechter unterrichtet haben, als seine ehemaligen Klavierstudenten.
 
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Unsicherheit ist ganz normal. Man sollte sich dadurch nur nicht verunsichern lassen...:lol:
Um ehrlich zu sein, mit 18 hatte ich, rückblickend, nicht besonders viel Ahnung.
Wobei ich möglicherweise dasselbe in 10 Jahren über mein jetziges Ich sagen werde :-D
Ich glaube ehrlich gesagt das ist auch so eine Sache die wohl immer so sein wird, je älter man wird desto mehr Erfahrung sammelt man normalerweise:-D
 
Soweit ich hier richtig mitlese, hat du dir deinen NY-Aufenthalt von Gönnern pampern lassen. Da wäre ich etwas bescheidener mit Ratschlägen bezüglich "Verantwortung". Verantwortung hieße, sich das Geld selbst zu verdienen. Und wenn das in NY scheitert, ohne Flugticket von Mami und Papi irgendwie wieder nach Hause zu kommen.
...lernt und spielt man besser Klavier, wenn man so etwas hinkriegt? Wenn das so wäre, dann sollte man eigentlich erst nach einer Berufsausbildung und jahrelanger erfolgreicher Berufsausübung (da hat man Geld für Flugticketts und Auslandaufenthalte auf der hohen Kante) mit dem Klavier spielen beginnen...
--oder habe ich da was missverstanden? ;-)
 
Falls man Bock auf lustlose Klassen hat, wäre mein Mastertip übrigens Schulmusik. Du lernst jede Menge an Vielfalt, wenn du gut bist, kannst du ebensoviel im Klavierunterricht lernen, wie ein Klavierstudent *, ein anschließendes Klavierstudium schließt ja niemand aus und als Lehrer hast du genug Ferien für kleine Konzertreisen und genug Geld, nur die Musik zu machen, die dir gefällt. Nur musst du halt ggf. mit Dummbeuteln klarkommen, die sich für nichts, aber auch gar nichts interessieren, außer ihrem Smartphone. ;-)

*) mein Lehrer hat nach seiner Laufbahn als Klavier- und Dirigierprof. noch am hiesigen Schulmusikstudiengang "gejobbt". Der wird die Studis kaum schlechter unterrichtet haben, als seine ehemaligen Klavierstudenten.
Schulmusik hatte ich auch mal drüber nachgedacht, jedoch muss ich echt sagen wenn ich mir die Musiklehrer an meiner Schule anschaue ist das nicht wirklich etwas was ich machen möchte (der eine schaut nur noch gefühlt 200 Jahre alte Dokus mit der Klasse , der andere singt fast jede stunde und Unterricht ist der Ausnahmefall:lol:) deswegen tendiere ich eher nicht dazu obwohl ich mal überlegt hatte weil man zb in Leipzig soweit ich weiß einen Doppelstudiengang machen kann (Schulmusik und Klavier künstlerisch gleichzeitig zb) sowas ist natürlich auch nicht schlecht:konfus:
 

...von Verantwortung verantwortlich reden kann also nur ein prall gefüllter, nicht von Vati und Mutti gesponsorter Geldbeutel? Oder missverstehe ich erneut was?
 
ja, hast du. :pokal:
Es ging nicht darum, unter welchen Umständen man besser Klavierspielen lernt, sondern um den Begriff Verantwortung. M.E. übernimmt der TE mit seinen Sorgen sehrwohl Verantwortung für seine Zukunft.
Mein Bild von @Stilblüte anhand ihrer Beiträge hier ist das einer sehr verantwortungsbewußten, eigeninitiativen, selbstbewußten und zielstrebigen Person, die Hilfe annehmen kann, wenn Sie sie baucht und ihre Möglichkeiten und Chancen nutzt. Woher hast Du Dein Bild gewonnen und woher kommt die Abwertung?
 
ja, die haben eben gemerkt, daß das keine Sau interessiert. :-) Ich wette, daß die mal engagierter waren.
Habe gerade mit einem Schulmusikstudenten gesprochen, der für eineinhalb Jahre eine Vertretungsstelle an einer Schule hatte. Er meinte, da sei man der letzte Fußabtreter. Auch für die Eltern - die finden Musik halt überflüssig. Als er die Schulleitung nach Saiten für die Gitarre fragte, sagten die ihm: "sowas organisieren die Lehrer hier immer selbst". Äh ja. Außerdem sämtliche Geräte zum Abspielen von Musik kaputt. Demnächst dann auch die Klavierstimmung selber bezahlen und so weiter... ;-)

Ich würde es auch nicht machen wollen. Deshalb schrob ich ja auch: "Falls man Bock auf lustlose Klassen hat...".
 
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Wer es als Musiker zu etwas bringen will, muss hohe persönliche Risiken eingehen und sollte sich darüber im Klaren sein, dass Scheitern jederzeit möglich ist. Bürgerliches Sicherheitsdenken und Kunst sind Dinge, die sich gegenseitig ausschließen. Jedenfalls am Beginn einer Karriere.

Oder, wie es meine frühere Klavierlehrerin ausdrückte: "Die Kunst ist eine Diva, der man nur ausschließlich huldigen kann."

Natürlich ist es in gewisser Weise verantwortungsbewusst, wenn man zunächst mal Schulmusik studiert. Aber wieviele tatsächlich konzertierende Musiker (und damit meine ich solche, die davon leben können) gibt es, die das gemacht haben? Wer den Sprung ins eiskalte Wasser nicht wagt, der sollte sich auch nicht allzu hochfliegenden Träumen hingeben.

Und was @Stilblüte angeht: Sie hat alles richtig gemacht. Natürlich hatte sie Sponsoren für ihren NY-Aufenthalt, aber sie hat sie selbst akquiriert. Das ist im übrigen auch eine Fähigkeit, die man mitbringen sollte, wenn man eine künstlerische Karriere anstrebt.

Um meine Stipendien und um meinen Korrepetitions-Job habe ich mich übrigens auch selbst gekümmert. Ich gebe gerne zu, dass ich aufgrund meines Elternhauses recht weich fallen würde, wenn es mit der Musik-Karriere nicht klappt. Aber ich bin 100%-ig sicher, dass ich das auch ohne diesen Background durchgezogen hätte.
 
Ich gebe gerne zu, dass ich aufgrund meines Elternhauses recht weich fallen würde, wenn es mit der Musik-Karriere nicht klappt.
Und allein dieses Wissen eröffnet völlig andere Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Wer genau weiß, daß er dann vielleicht keine Miete mehr zahlen kann und obdachlos wird, verhält sich - zu recht - um einiges vorsichtiger.

Aber ich bin 100%-ig sicher, dass ich das auch ohne diesen Background durchgezogen hätte.
Das behaupten sie alle *. Ich bin mir sicher, daß du zuallererst nicht von früh auf erstklassigen Unterricht genossen hättest ohne diesen Hintergrund und demzufolge auch nicht dort wärst, wo du jetzt bist. Sowas hängt z.B. auch nicht nur am Geld, sondern auch an den gesellschaflichten Kontakten der Eltern. Das wird gern unterschlagen. Du hattest und hast beste Möglichkeiten (wenn ich dich richtig verfolge, studierst du am Curtis College). Da kann man natürlich von hohen Erfolgsaussichten ausgehen. Sei jedem gegönnt. Mich stört nur diese Haltung von Privilegierten, die anderen sagen: "musst es halt nur wollen". Das ist schlicht Humbug. Da werden dann immer so vereinzelte Tellerwäschergeschichten rausgekramt, aber die Masse der Gescheiterten wird einfach unterschlagen. Der amerikanische Traum ist eben... ein Traum!

Achja: Stipendien und Korrepetitionsjob -- bekommt einer ohne deine Vorbildung nicht. Wie gesagt: sei dir gegönnt. Aber andere, die sich genauso um einen Job während des Studiums kümmern wie du, enden hinter der Theke bei McDonalds. Und da bleibt keine Zeit mehr zum Üben.

Ich möchte hier übrigens ausdrücklich betonen, daß ich dich nicht als versnobt wahrnehme und immer wieder gern von deinem Wissen was mitnehme. Aber es gibt auch die anderen Beispiele.

*) Auch Industriellen-Erben referieren immer wieder, daß sie sich das Studium an einer Elitehochschule und die Leitung und den Besitz der Fabrik quasi im Nachhinein verdient haben, indem sie den Laden so schön geleitet haben ;-) Hahnebüchener geht's eigentlich nicht.
 
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Mich stört nur diese Haltung von Privilegierten, die anderen sagen: "musst es halt nur wollen". Das ist schlicht Humbug.
Dass ich durch mein musikalisches Elternhaus als Kind optimal gefördert wurde, will ich gar nicht bestreiten. Aber viel geübt und intensiv dafür gearbeitet habe ich auch. Und es ist mein Glück, dass ich eben Musiker werden will. Wenn ich meine Zukunft jetzt als Fußballprofi oder Tennisprofi sähe, hätte ich dafür denkbar schlechte Voraussetzungen. Meine Eltern wären garantiert nicht jedes Wochenende mit mir zu irgendwelchen Turnieren gefahren.

Aber darum geht es gar nicht. Wenn man sich irgendwann entscheidet, eine Musikerkarriere einzuschlagen (oder auch eine Fußballerkarriere), dann funktioniert das nur, wenn man sich dem mit Haut und Haaren verschreibt. Da gibt es kein Abwägen - entweder man setzt alles auf eine Karte oder man lässt es und sucht sich einen "normalen" Beruf (z.B. Musiklehrer oder Sportlehrer - da kann man seine Neigungen wenigstens teilweise einbringen).
 

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