Triolen

J

Janik

Dabei seit
13. Juli 2008
Beiträge
276
Reaktionen
8
Hallo,
irgendwie kann ich noch immer keine guten Triolen spielen...
Wenn eine Achteltriole von der Dauer her eine halbe note entsprechen soll, dann müsste man ja bei der Note eine drittel Note spielen? Wie bekommt man das denn hin, zB mit einem Metronom?
 
B

Bachopin

Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
267
Hi fleissja,

eine Achteltriole geht über die Dauer einer Viertelnote und ist deswegen eigentlich einfach zu spielen. Du musst drei Noten auf einem beat (Metronom Schlag) spielen.

Schwieriger sind die Vierteltriolen. Vielleicht hast du die gemeint. Da muss man drei Töne auf zwei Beats spielen (3 über 2 Problem, Polyrhythmik).

Erstmal nur rhythmische Übungen machen. Also Metronom relativ langsam einstellen und dann versuchen 3 mal gleichmäsig nacheinander zu einen Metronom Schlag zu klatschen. Das erste Klatschen muss auf dem Beat beginnen, dann 2 mal zwischen dem Beat und das nächste 4. Klatschen muss direkt wieder auf dem nächsten Beat landen.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K

koelnklavier

Dabei seit
26. März 2007
Beiträge
2.612
Reaktionen
1.442
Erst einmal, damit keine Mißverständnisse auftreten: Bei Achteltriolen kommen drei Töne auf eine Viertelnote.

Sinnvollerweise trennt man das metrisch-rhythmische Problem zunächst von der Spieltechnik. Du mußt ein Gefühl dafür bekommen, was dort passiert, ohne daß Du Dich auch noch um die Finger kümmern mußt. Voraussetzung für die Arbeit mit Triolen (insbesondere im Wechsel mit Achteln) ist ein gutes Gefühl für den stetigen musikalischen Puls. So bequem es anfangs sein mag, jedes Achtel einzeln "auszuzählen", so bezieht der Puls sich in der Regel auf die Viertel. Ebenso ist es wichtig, ein eigenständiges Gefühl für den muskalischen Puls zu entwickeln, denn Puls also nicht ans Metronom "outsourcen", sondern selber zu empfinden.

Am ehesten bewältigt man solche Probleme mit Klopf- und Tipp-Übungen. (Beim Klopfen für jede Hand unterschiedliche Materialien benutzen, damit man die verschiedenen rhythmischen Verläufe auch klanglich differenziert erfassen kann.) Schwierig wird es, wenn Jugendliche oder Erwachsene diese Vorgehensweise für "kindisch" halten. Die Schere im Kopf macht einem dann das Leben schwer (sowohl für den Schüler als auch für den Lehrer).

Wer rhythmische Schwierigkeiten mit Triolen hat, sollte erst einmal überprüfen, wie souverän er mit der Zweiteilung und der Punktierung zurechtkommt.

Wie man "zählt", wurde hier schon des öfteren behandelt. Ich empfehle für den (Viertel-)Puls "pá-dam" mit zwei gleichlangen Silben und einer deutlichen Betonung auf der ersten Silbe. Mit einer Hand den Viertelpuls klopfen. Den geklopften Viertelpuls beibehalten und das "-dam" durch ein geringfügig schnelleres "-da-dam" ersetzen (auch hier drei gleichlange Silben mit deutlicher Betonung auf der ersten Silbe).

Das alles funktioniert nicht von jetzt auf gleich, sondern braucht seine Zeit. Die Erfahrung zeigt: je länger man den Umgang mit solchen ("lästigen") Arbeitstechniken vor sich herschiebt, desto schwieriger wird die Bewältigung.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

Dabei seit
22. Feb. 2007
Beiträge
5.134
Reaktionen
102
Hallo,
irgendwie kann ich noch immer keine guten Triolen spielen...
Wenn eine Achteltriole von der Dauer her eine halbe note entsprechen soll, dann müsste man ja bei der Note eine drittel Note spielen? Wie bekommt man das denn hin, zB mit einem Metronom?

Das Metronom sollte so eingestellt sein, daß es nicht mit der Triole in Konflikt kommt. Also auf Viertel, wenn du Achteltriolen spielst oder auf Halbe bei Vierteltriolen. Die erste von den 3 Triolentönen kommt dann auf einen Metronomschlag, die andern beiden dazwischen aber vor dem nächsten Metronomschlag.

Triolen bedeuten eine Beschleunigung. Wenn du vorher normale Achtel spielst und plötzlich kommen Triolenachtel, dann sind die schneller als die vorhergehenden Achtel (aber langsamer als Sechzehntel). Kannst du auch rein mit lautem Zählen ausprobieren:

1 - 2 - 1 - 2 - 1 2 3 1 2 3 1 - 2 - 1 - 2

Wenn du immer bei 1 auf dem Boden stampfst oder mit der Faust auf den Tisch haust, muß dieses Stampfen ganz gleichmäßig klingen, egal ob du gerade normale Achtel oder Triolenachtel zählst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom