Suche Stagepiano (-1300€), Hilfe bei Kaufentscheidung

  • Ersteller Ersteller Naehmaschine
  • Erstellt am Erstellt am

N

Naehmaschine

Registriert
13.10.2026
Beiträge
9
Reaktionen
6
Hallo,

ich bin neu hier im Forum, möchte mich kurz vorstellen und natürlich um Hilfe bitten bei der Suche nach einem Digitalpiano.

In meiner Kindheit habe ich 8 Jahre recht intensiv Klavier gespielt (tgl.1h) und dann in der Pupertät, statt vernünftigerweise mit exzessivem Alkoholkonsum zu rebellieren, dieses schöne Hobby aufgegeben. Gespielt habe ich (und tue es 1x im Monat bei meinen Eltern immer noch) ein schönes, altes, flink zu spielendes Klavier, Flügel* gabs nur in der Musikschule.

Inzwischen bin ich über 50 und seit 10 Jahren steht ein Yamaha* P-45 im Wohnzimmer, die Tastenklapperei nervt meine Frau und mich der Klang und die Tastatur. Seltsames Ausklingen der Töne, die Tastatur irgendwie träge und die Tasten hinten schwerer als vorn. Kurz: es wird eher selten genutzt.

Aber jetzt hab ich mir einen Platz in der Küche erkämpft und kann und will mehr spielen. Passend dazu hat das P-45 den Geist aufgegeben.

Es muss aber kompakt bleiben und mglst auch transportabel sein (wenn auch eher selten).

Daher habe ich bei Tastenexpress in Berlin 2,5h Stagepianos ausprobiert (mit eigenem KH), mit dem festen Vorsatz nicht ohne Gerät aus dem Laden zu spazieren. 1300 € maximales Budget. Der Laden ist wirklich toll (nett und hilfsbereit ohne aufdringlich zu sein) aber ich stehe immer noch ohne Klavier da.

Hatte nicht erwartet, dass ich so wählerisch bin. Außer bei einem Piano hat mich immer etwas gestört.

Diese Ausnahme war das Roland* FP-90X, eine sehr gute, stabile Tastatur bei der diese Druckpunktsimulation nicht genervt hat (wie bei den billigeren Rolands), die beste spielbare Dynamik und sehr guter (Klavier-)Klang. Leider zu teuer.

Roland* FP10/30X/40/60X: nervige, träge (aber stabile) Tastatur mit gummiartiger Druckpunktsimu, Klang bis zum FP40 sehr undynamisch, 60X besser, aber diese Tastatur…

Kawai ES920/520: besonders das 920 hat einen sehr guten Klang aber die Tastaturen sehr instabil, geradezu wackelig. Kawai ES120, bessere Tastatur, ziemlich leicht, aber viel stabiler, Klang ok

Casio PX-S5000/6000: zu Beginn fand ich die Tastatur toll. Schnell, stabil, leicht, hat Spass gemacht, aber dann hat sie sich hinten wieder so schwer gespielt. Die Tastenlänge macht sich wirklich bemerkbar. War unschlüssig wie sehr mich das einschränkt. Klang war gut, Kopfhörerverstärker aber schwach. Hatte meinen alten AKG K501 dabei, der ist recht leise.

Yamaha*: P-145 und P-225 fand ich die Tastaturen nicht berauschend. P-525 war besser, aber nicht so gut wie das teure Roland. Zumal über 1300€.

Korg konnte ich leider nicht anspielen. Ist diese RH3 Tastatur gut für reines Klavierüben oder eher auf Bühnentauglichkeit ausgerichtet?

Momentan tendiere ich zum Kawai ES120, vielleicht der beste Kompromiss, das Casio PX-S5000 hat sich bis zur Tastenmitte auch sehr motivierend gespielt (beide eben etwas leicht, was im Laden ggf besser rüberkommt als zu Hause). An das Roland FP-90X versuche ich nicht weiter zu denken, das rastete richtig ein, aber diesen Preis für mein Hobby möchte ich der Familie nicht zumuten.

Habt ihr noch eine Idee, kompakt muss es aber bleiben, ein Standmodell wäre auch ok, auch wenn ich selbst einen schönen Holzständer für das Stagepiano bauen würde (ggf. incl Lautsprechersystem und Verstärker).

Danke fürs Dranbleiben,

viele Grüße,

Steffen
 

An das Roland FP-90X versuche ich nicht weiter zu denken, das rastete richtig ein, aber diesen Preis für mein Hobby möchte ich der Familie nicht zumuten.
Diese Herangehensweise ehrt Dich und Deine Familien-Solidarität, ist aber leider falsch, und Du würdest es langfristig bereuen.

Wenn es für dich bei diesem Instrument Klick gemacht hat und sowohl Tastatur als auch Klang sich richtig anfühlen, dann solltest Du es nehmen.

Die Tastatur des FP-90 EX ist auch im FP-90, im Stage-Piano RD-2000 und RD-2000 EX verbaut, die Sounds sind wohl auch weitgehend identisch ("EX" heißt gleiche Hardware mit einigen zusätzlichen, aktualisierten Sounds).

Schau nach gebrauchten! Auf KlAnz aktuell die EXe vereinzelt für max. 1800€, ein weißes FP-90 für 1200€.
 
...

Aber jetzt hab ich mir einen Platz in der Küche erkämpft und kann und will mehr spielen. ...



Diese Ausnahme war das Roland FP-90X, eine sehr gute, stabile Tastatur bei der diese Druckpunktsimulation nicht genervt hat (wie bei den billigeren Rolands), die beste spielbare Dynamik und sehr guter (Klavier-)Klang. Leider zu teuer.

...

An das Roland FP-90X versuche ich nicht weiter zu denken, das rastete richtig ein, aber diesen Preis für mein Hobby möchte ich der Familie nicht zumuten.
Das ist der kürzeste Weg zu Ärger und Verdruss, über die Kaufentscheidung, über dich selbst, über die Familie...
 

PS: Willkommen im Forum!
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Meine Gattin hat sich als Ergänzung zum Pianino ein FP-90X, auch für den mobilen Einsatz, ausgesucht. Nicht zuletzt weil die Klaviatur recht angenehm zu spielen ist; auch sie mag eine leichtgängige, gleichmäßige Mechanik. Sie meint, mit dem Ding "ist es einfach, gut zu spielen". Klanglich begeistert es mich mit den eingebauten Lautsprechern nicht, am Kopfhörer geht es in Ordnung, an der HiFi-Anlage ist es auch passabel.

Eine zeitlang spielte sie fix in einem Proberaum mit anderen recht wilden Kerlen. Irgendwann war sie der Schlepperei überdrüssig und ich hab ihr ein RD-2000EX aufgequatscht. Die Klaviatur ist meines Wissens genau dieselbe, die Klangerzeugung auf einem anderen Niveau, insbesondere die neuen EX-Klänge und die E-Pianos gefallen mir als Zuhörer ziemlich gut.

Die Klangformungsmöglichkeiten wie auch die noch verständliche Editierbarkeit der Sounds sind genial, wenn man sich damit ein wenig beschäftigt. Das Gerät ist auch etwas leichter als das FP-90X, weil keine Lautsprecher verbaut sind. Anschlüsse etc. sind viel professioneller, dafür ist das Bedienfeld recht voll und will mal begriffen sein. Das FP-90(X) kommt vergleichsweise dezent rüber.

Als Laie wäre dieses Instrument meine Wahl, auch wenn es schmerzt. Weihnachten kommt ja …

Das RD-2000 kann man per Update gegen €€€ zu einem RD-2000EX pimpen, daher gibt es diese kaum gebraucht. So bleibt ein gebrauchtes FP-90 oder FP-90X (klanglich etwas weiterentwickelt sowie mit USB-Interface) der denkbare Kompromiss, wenn du mit dem Klang klarkommst und das Budget absolut limitiert ist.

Ach ja: Die Klaviatur unseres FP-90X macht je nach Jahreszeit auch schon mal ein wenig unschöne klapperig-prellende Geräusche in manchen Oktaven. Ganz im stillen Kämmerlein nervt das meine Herzensdame durchaus (beim RD-2000EX warten wir noch drauf). Aber auch das echte Klavier wird für sein Eigenleben kritisiert — irgendwas ist wohl immer.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Kreuzberg ☝️

 
Wow, tolles Forum, so schnell so viele Antworten...in Zeiten von KI und dem Niedergang so vieler Foren wirklich etwas besonderes. Danke!

Vermutlich hätte ich jemandem wir mir ähnliches geraten...kauf das Ding, sonst ärgerst du dich nur...aber das wird wohl bedeuten, dass ich eben einige Monate gar nicht spiele, bis das Geld angespart ist.

Gebraucht zu kaufen ist bei mechanisch so empfindlichen Geräten nicht meine erste Priorität, obwohl ich das sonst sehr gern mache.
Das Berliner Angebot (danke @ Tastenjunkie) werde ich aber mal anfragen, das ist nicht weit weg. Vielleicht hat es ja noch Herstellergarantie.

Trotzdem noch einmal die Frage, ob es sich lohnt zu versuchen noch andere Pianos anzuspielen und wenn ja welche. Meine Präferenzen sind vielleicht noch etwas unscharf formuliert gewesen. Ich werde zu 80% Klassik spielen. Anscheinend ist eine stabile Tastenführung für mich wichtig. Ob leicht oder schwer ist wohl weniger entscheidend, aber das Gefühl schnell spielen zu können (obwohl ich es derzeit gar nicht kann) ist relevant. Ich kann schlecht einschätzen ob solche "Spaßtastaturen" wie die von Casio/KawaiES120 auch langfristig Freude bereiten oder ob man da von der Leichtigkeit genarrt wird.

@ Austro-Diesel: Danke für die Beschreibungen, so etwas hilft wirklich.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Kawai VPC1 kommt nicht in Frage? Sehr gute Tastatur, Holztasten mit vernünftiger Führung ("Garnierung"). Man braucht allerdings zwingend einen Rechner oder ein Tablet.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
Gebraucht zu kaufen ist bei mechanisch so empfindlichen Geräten nicht meine erste Priorität, obwohl ich das sonst sehr gern mache.
Das Berliner Angebot (danke @ Tastenjunkie) werde ich aber mal anfragen, das ist nicht weit weg. Vielleicht hat es ja noch Herstellergarantie.
Beim Gebrauchtkauf muss man natürlich vorsichtig sein. Meine Erfahrungen damit ist allerdings, dass den allermeisten Vorbesitzern die guten teuren Stücke nicht weniger heilig sind/waren als dem Nachbesitzer in spe.

Das 1500 Angebot aus Kreuzberg ist ja vielleicht auch noch weiter Richtung 1300 verhandelbar...?!

Bei Deinem Budget kannst Du auch mal noch über die Variante Master-Keyboard plus Software-Instrument nachdenken. Größere Hemmschwelle aber deutlich mehr Preis-Leitung...

Einführende Bettlektüre :

 
  • #10
Das Kawai VPC-1 ist mir dann doch zu riesig.
Und auch wenn ich so ein Plugin gern mal ausprobieren werde, möchte ich doch, zumindest über Kopfhörer, auch ohne Zusatzgeräte spielen können.
Zumal ich dazu dann erst noch ein Ipad kaufen müsste.

Das Korg D1, wäre da vielleicht eine Überlegung wert. Kompakt, günstig, und man kann über Kopfhörer / Aktivboxen gleich spielen und ggf später mit VST - Plugin experimentieren. Die Tastatur wird oft gelobt.

Und das Studiologic SL88 GT MK2 hab ich noch gefunden. Wäre wie das Kawai VPC-1 nur mit Tablet zu nutzen, aber günstiger und viel kleiner.
Mhh..
 
  • #11
Wir scheinen bei Tastaturen einen ähnlichen Geschmack zu haben. Der Klang vom RD2000EX gefiel mir dann allerdings deutlich besser als der des FP90X.

Studiologic Numa X könnte bei deinem Budget noch interessant sein für dich. Die Tastatur fand ich definierter als bei Kawai und nicht übermäßig klapprig.
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #12
Überlege Dir gut, ob eingebaute Lautsprecher unbedingt sein müssen! In der Küche wirst Du ja wohl weit überwiegend über KH spielen?!? Für gelegentliche familiäre Vorspielaktionen tut es dann eine einfache Aktivbox oder ein langes Kabel zur Stereoanlage.

Ist ein iPhone vorhanden oder ein Mac? Dann wäre das mit den VST Recht einfach, es gibt kostenlose oder kostenlose Demo-Versionen zum ausprobieren. Wenn ein Klinkenausgang noch dran ist, geht das sogar ohne zusätzliches Audio-Interface.

Wenn man in dieser Thematik neu ist, möchte man nachvollziehbarerweise am liebsten eine All-in-one- / Plug-and-play-Lösung. Eine solche ist aber in hoher Qualität für <1300 schwierig und neu quasi unmöglich. Außerdem wirst Du sehr bald weiter experimentieren wollen, und dann werden die VSTs zunehmend interessant.

Ich habe lange die internen Roland-Sounds geliebt (damals allerdings noch Sample-basiert), es kam aber der Punkt, an dem ich sie satt hatte, und dankbar auf Pianoteq umgesattelt habe.

Vor diesem Hintergrund noch eine Option:

Ein gebrauchtes RD-800 (Vorgänger des RD2000) für ca. 700-900 !?! Seine PHA4 Tastatur ist der PHA5 sehr ähnlich, ob besser oder schlechter ist dann Geschmackssache. Die internen Sounds sind über KH sehr gut, dann hättest Du Plug-and-play und Restbudget für weiteren Peripherie-Schnickschnack...
 
  • Like
Reaktionen: Bassplayer
  • #13
Ja, ich schrieb ja schon, eingebaute Lautsprecher sind nicht relevant, ein Kopfhörerausgang (den auch Töne verlassen ohne Tablet) wäre aber schön. Ein Ipad habe ich nicht, diese Kosten würden noch dazukommen. Ebenso Pianoteq. Das könnte Stück für Stück erfolgen, wenn ich erst einmal nur per Kopfhörer spielen könnte.
Sorry, ich komme mir hier auch schon ein bisschen seltsam vor. Wegen einem vergleichsweise günstigem Digitalpiano, so viele Fragen---und so viele Antworten. Andere haben Mäuse in ihrem Klavier. Das sind echte Probleme! Danke euch nochmal.

Ich werde also versuchen die Studiologic SL88 GT noch anzuspielen und das Korg D1, wenn dazu noch jemand eine Meinung oder Tipps hat....gerne.
 
  • #15
Oh, ich dachte das hätte die gleiche Tastatur wie das Studiologic SL88 GT. Ich komme langsam durcheinander. Das Numa x hat einen eingebauten Klangprozessor, das Studiologic SL88 nicht. Das dürfte der Unterschied sein.
 
  • #16
Oh, ich dachte das hätte die gleiche Tastatur wie das Studiologic SL88 GT. Ich komme langsam durcheinander. Das Numa x hat einen eingebauten Klangprozessor, das Studiologic SL88 nicht. Das dürfte der Unterschied sein.
Ja, das Numa X hat eine Klangerzeugung und ich hatte dich so verstanden, dass du auch vorrangig ein Digi mit Klangerzeugung suchst. Und es ist dann ratsam, sich beim Kauf auch einen Eindruck vom eingebauten Klang zu verschaffen.
 
  • #17

Und irgendwann dann mal das EX-Upgrade reinziehen.
 
  • Like
Reaktionen: Tastenjunkie
  • #18
Hallo.
Da du Korg erwähnt hast: Vor 10 Jahren hatte ich mir für Urlaubszeiten ein einigermaßen mobiles Instrument gesucht. Sound und Tastatur waren enorm wichtig, und das wurde Korg B1. Gibt es, glaube ich, heute als B2. Ich war lange Zeit wirklich sehr zufrieden damit, aber irgendwann hat das Tastenklappern angefangen, und seit einiger Zeit hat es an 2-3 Tönen unkontrolliert lauten Klang. (Habe schon gelesen, dass es an Kontakten liegen kann, aber noch nicht geprüft; es wird allerdings wohl bald sowieso wieder Zeit, sich nach einem Ersatz umzuschauen.)
Die Handhabung gefällt sehr, bis auf die Buchse vom Pedalkabel, die richtig blöd angebracht ist.
 
  • #19
Ich habe ein Kawai ES110 (Vorläufer des ES120) für Auftritte, seit über 10 Jahren reist es gelegentlich mir herum und muss drinnen wie draußen seinen Dienst tun. Probleme gibt es bislang keine, es tut seinen Dienst. Nervig ist nur die Bedienung über sehr wenige haptische Tasten, die in Verbindung mit den Klaviertasten gedrückt werden müssen, um verschiedene Funktionen aufzurufen. Das kann sich kein Mensch merken. Und der Pegel des Lineout ist an den Lautstärkeregler gekoppelt, so dass man zwingend einen Kopfhöreradapter einstecken muss, wenn man ausschließlich auf dem Lineout Sound haben will.

Als vollwertige Alternative zu einem akustischen Instrument würde ich es keineswegs sehen, länger darauf üben würde ich auch nicht wollen. Als Zweitinstrument würde ich es uneingeschränkt empfehlen. Man ist hier aber auch am unteren Ende der Preisklasse unterwegs.
 
  • Like
Reaktionen: Wiedereinsteigerin38
  • #20
Danke nochmal für eure Einschätzungen. Das hatte ich bei meinen Tests ja auch schon bemerkt , der Preis allein scheint nicht entscheidend, manchmal liegt einem auch die Tastatur eines günstigeren Modells mehr (bei mir war das bei Kawai der Fall) Ich werde nach dem Urlaub nochmal im Geschäft ausprobieren soweit es möglich ist und dann entspannt entscheiden. Eure Tipps und das Aufzeigen neuer Optionen haben sehr geholfen. Grüße Steffen
 
×
Dir gefällt Clavio.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Affiliate/Werbung
Elektron
Outbox 8
299 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben Unten