Suche Stagepiano (-1300€), Hilfe bei Kaufentscheidung

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  • #21
Ich konnte dank Ferien in den letzten Tagen ein fast neues Yamaha* P-525 zu Hause bei meinen Eltern in Ruhe ausprobieren. Direkt daneben stand mein altes Wandklavier.
Die ersten Worte meines Vaters, der ein sehr guter Klavierspieler ist (spielt und komponiert mit seinen 76 Jahren noch täglich), beim Anspielen vom Yamaha*: "Oh, ist das schwer".

Und tatsächlich wirkt die Mechanik des P-525 zwar ziemlich hochwertig (abgesehen von den schwarzen Tasten, die wackeln wie ein Lämmerschwanz), aber im Vergleich zu unserem Klavier anstrengend zu spielen.
Kann es sein, dass manche Hersteller die Tastatur hochpreisiger Modelle schwerer gewichten als die günstiger Modelle? Quasi als Qualitätsmerkmal? Ich bin nun kein Experte, aber gerade die guten und beliebten Flügel* an der Uni, oder vereinzelt von mir ausprobierte Klaviere und Flügel* im Theater, wirkten gerade nicht schwer sondern leicht zu spielen. Geradezu flink.
Wobei. Das Yamaha* P-525 hat in den Foren ja den Ruf eine leichte Tastatur zu besitzen. Mhh.

Der Klang hat mir beim Yamaha auch nicht sonderlich gefallen. Schwacher Kopfhörerverstärker, die internen Lautsprecher, bei sinnvoller Lautstärke, eher von der anstrengenden, mittenbetonten Sorte. Aber das ist tatsächlich sekundär, solange es nicht absolut störend auffällt.

Da ich nun recht lange mit unserem Klavier gegentesten konnte ploppte in meiner Erinnerung wieder das ES-120 von Kawai auf. Das wird diesbezüglich nochmal angetestet, wenn das Spielen tief in den Tasten nicht zu schwer ist (wegen zu geringer Pivotlänge (neues Wort gelernt)), könnte die leichte Tastatur gar nicht so schlecht sein, um lange ohne Ermüdung zu üben. Beim Yamaha waren meine ungeübten Hände nach 10 min ziemlich platt.

Und wozu mehr anstrengen als auf echten Klavieren?
 
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  • #22
Ah, noch eine (kleine, fiese) Anmerkung. Mein Vater meinte, die Tastatur des Yamaha P-525 erinnere ihn stark an die der billigen DDR Klaviere der 70er und 80er Jahre die an seiner Musikhochschule so herumstanden und die jeder Student mied oder nur nutzte wenn die besseren Klaviere und Flügel besetzt waren. Ich kenne diese trägen Mechaniken auch und finde, dass sein Urteil hier ein wenig zu brutal ist. Aber lachen musste ich trotzdem.
 
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  • #23
Gebrauchtes KAWAI MP11SE könnte für den aufgerufenen Preis schon drin sein?

Was ich vor 6 Jahren in der Preisklasse von 1.500 € probiert habe, hat mich alles nicht befriedigen können. Da habe ich dann doch lieber die 800 € mehr gerne draufgelegt, obwohl ich auch nur 1.500 € ausgeben wollte.
 
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  • #24
Man kann beim P-525 in den Einstellungen herumspielen und den Anschlag "leichter" oder "schwerer" machen. Was Du da beschreibst, kenne ich weder vom P-515 noch vom P-525, auch wenn es natürlich "nur" Stage Pianos sind, mit allen Nachteilen. Die eingebauten Lautsprecher tun allerdings, was sie sollen und in der Leistungsklasse halt können. Oder ich höre schlecht. Wer weiß das schon.
 
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  • #25
Und tatsächlich wirkt die Mechanik des P-525 zwar ziemlich hochwertig (abgesehen von den schwarzen Tasten, die wackeln wie ein Lämmerschwanz), aber im Vergleich zu unserem Klavier anstrengend zu spielen.
Was habt ihr denn für ein Klavier? Marke, Höhe, Alter? Viele alte Vorkriegsklaviere sind so abgespielt, dass sie sehr leichtgängig sind.
 
  • #26
Man kann beim P-525 in den Einstellungen herumspielen und den Anschlag "leichter" oder "schwerer" machen. Was Du da beschreibst, kenne ich weder vom P-515 noch vom P-525, auch wenn es natürlich "nur" Stage Pianos sind, mit allen Nachteilen. Die eingebauten Lautsprecher tun allerdings, was sie sollen und in der Leistungsklasse halt können. Oder ich höre schlecht. Wer weiß das schon.
Das bezieht sich allerdings nur auf die Empfindlichkeit der Elektronik, also wie stark man anschlagen muss, dass überhaupt ein Ton kommt. Was es hingegen nicht bedeutet: die tatsächliche (physische) Kraft, die man zum herunterdrücken der Tasten braucht.

Ich hab mir Anfang des Jahres auch ein P-525 gegönnt. Vorher hatte ich ausgiebig andere Marken und Modelle getestet. Das Yamaha war für mich vom Klang und vor allem Tastatur und auch Lautsprechern das beste. Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Das ist höchst subjektiv.
 
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  • #27
Ich merke gerade, dass ich wohl etwas zu absolut formuliert habe. Wollte niemandem sein Klavier madig machen oder meine Eindrücke verallgemeinern. Muss mal fragen wie alt unser Klavier ist, will nicht ausschließen, dass es eben zur besonders leichten Sorte gehört. Das MP11SE kriege ich von den Maßen leider nicht gut gestellt. Aber danke für den Hinweis.
 
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  • #28
Was es hingegen nicht bedeutet: die tatsächliche (physische) Kraft, die man zum herunterdrücken der Tasten braucht.
Stimmt, da war ich ungenau.

Da ich sowohl ein P-515 als auch ein P-525 im Zugriff habe, muss ich beim nächsten Mal drauf achten, ob es einen Unterschied gibt zwischen den Modellen und auch zu meinem alten akustischen Klavier, was den Krafteinsatz angeht.
 
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  • #29
Es ist im Privaten doch ziemlich bis völlig egal was andere von einer Tastaturmechanik oder dem Klang eines Instruments halten. Es muss einem primär selbst gefallen und zur Nutzung verführen! — Einzig für die Hersteller ist diese Statistik wichtig.

Meine Herzensdame mochte die paar ausprobierten Yamaha-Digitalklaviere auch alle miteinander nicht so recht. Je nach Modell lag es mehr am Klang oder an der Klaviatur. Die besseren Rolands waren dann zufällig nach ihrem Geschmack.

Das schlussendlich auch gekaufte Pianino ist auch eher eines der leichtgängigeren und sensibleren, ihrer Aussage nach — sie mag es halt so. Erst gestern schimpfte sie daheim über den "abgenudelten" und "eigenwillig zu spielenden" Flügel ihres Musik-Coaches.
 
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  • #30
Da ich nun recht lange mit unserem Klavier gegentesten konnte ploppte in meiner Erinnerung wieder das ES-120 von Kawai auf. Das wird diesbezüglich nochmal angetestet, wenn das Spielen tief in den Tasten nicht zu schwer ist (wegen zu geringer Pivotlänge (neues Wort gelernt)), könnte die leichte Tastatur gar nicht so schlecht sein, um lange ohne Ermüdung zu üben. Beim Yamaha waren meine ungeübten Hände nach 10 min ziemlich platt.

Und wozu mehr anstrengen als auf echten Klavieren?
Wenn das Ziel der Übungen nicht ist, auch suf echten Klavieren sehr gut spielen zu können, finde ich diesen Gedanken vollkommen legitim. Du musizierst für Dich selbst, nicht für andere. Prüfe beim ES120, ob Dir die Bedienung der Funktionen zusagt.
 
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