Stimmgabel mit zwei Tönen

F

FAB

Guest
Hallo!
Bevor ich mich hier für immer aus diesem Forum verabschiede, noch eine Frage zu meiner Stimmgabel:

Schlage ich sie relativ hart an (z.B. Tischkante), erzeugt sie nicht nur 440 Hz, sondern noch einen anderen Ton auf 2839 Hz. Daß das keine Oberwelle von 440 Hz sein kann, kann man sich leicht ausrechnen. An Oberwellen findet sich eigentlich nur schwach die erste auf 880 Hz, siehe Bild.
Kann mir das jemand mal erklären, wie der hohe Ton zustandekommt?
Das Spektrum von 300 Hz bis 22 kHz habe ich mal angehängt.
stimmgabel.jpg
 
D

DoctorGradus

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Sieht das Spektrum auch so aus wenn du den Stiel der Stimmgabel auf einen Resonanzkörper hältst? (Holzobjekte, etc.).

Erster Verdacht: Der kurze Stil schwingt vielleicht mit. du könntest mal die Gabelzinken halten und den Stil anschlagen.
 
F

FAB

Guest
Das Geräusch ist charakteristisch, wie wenn ein Schmied ein Stück Eisen bearbeitet.
Wenn die zwei Enden festgehalten werden, geht gar nichts. Der Stiel gibt keinen Ton von sich.

Halte ich den Stiel in der Hand und zusätzlich noch einen der Zinken fest, stelle ich fest, daß die 440 Hz viel schneller verklingen als der hohe Ton (ist auch logisch).

Auf einem Tisch hört man auch etwas, aber nicht so sehr, da die 440 Hz viel lauter sind als der hohe Ton.
Im Anhang mal eine Aufnahme (Stimmgabel in der Hand gehalten, mit einem Holzgriff angeschlagen). Die Qualität ist natürlich schlecht, aber man hört den hohen Ton sehr gut; das Rauschen kommt vom PC. Habe es stark komprimiert, damit man nach dem Anschlagen noch etwas hört von dem Ton.

Dieselbe Stimmgabel weich angeschlagen hört sich völlig normal an, wie schon erwähnt.

@fisherman:
Frag mal hier die Verantwortlichen dieses Forums, die wissen das ganz genau und vielleicht können die Dir die Sache aus ihrer Ansicht auch erklären. Es ist jedenfalls ganz, ganz mies. Will mich nicht weiter darüber aufregen, für mich ist clavio.de vorm. klavier-wissen.de ein für alle Mal Vergangenheit. Versteht mich nicht falsch - Ihr Mitglieder habt damit überhaupt nichts zu tun.
Ich bin froh, daß es noch andere Foren gibt, in denen man weitaus mehr Spaß hat und ich wünsche Euch allen noch viel Spaß hier und danke Euch für Eure hilfreichen Beiträge.
 

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Kulimanauke

Kulimanauke

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Bevor ich mich hier für immer aus diesem Forum verabschiede, noch eine Frage zu meiner Stimmgabel:
Dann verabschiede dich auch und stelle keine Fragen mehr.
... dieses Forums, die wissen das ganz genau und vielleicht können die Dir die Sache aus ihrer Ansicht auch erklären.
Und wie lautet deine Erklärung?

Doch sei es wie es sei: Wo Menschen sind, wird auch geschwächelt. Niemand hat Recht, niemand hat Schuld. Natürlich ist es immer einfach zu gehen. Das ist ja heutzutage Gang und Gebe.

Doch wenn du dich schon entschlossen hast, dann geh im Stillen. Was soll denn der Rest der clavianer mit deiner Aussage anfangen, zumindest wenn sie so provokativ klingt. Nun wirst du sicherlich sagen, fisherman hat doch gefragt. Mit einer provokativen Antwort von dir kann er allerdings auch nicht viel anfangen, geschweige, die Leser, die hier mitlesen. Hast du das nötig?

Ich will nicht moralisieren. Aber es ärgert mich einfach, wenn man in den Raum stellt, die anderen haben mir Böses angetan und ich kann nichts dafür. Den Weg des geringsten Widerstandes gehen - nein! Durch das Nadelöhr müssen wir alle gehen.
 
Fabian R.

Fabian R.

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@fisherman:
Frag mal hier die Verantwortlichen dieses Forums, die wissen das ganz genau und vielleicht können die Dir die Sache aus ihrer Ansicht auch erklären. Es ist jedenfalls ganz, ganz mies. Will mich nicht weiter darüber aufregen, für mich ist clavio.de vorm. klavier-wissen.de ein für alle Mal Vergangenheit.

Wovon redet der Kerl? Ich weiß von nichts :confused:
 
Stilblüte

Stilblüte

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Ich weiß auch nicht, was passiert ist, ehrlich.
Schade, wenn hier düstere Andeutungen gemacht werden, ohne dass die Beschuldigten über ihre Anklage aufgeklärt werden.
Man kann mit uns wirklich über alles reden, und ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass Fabian seeeeehr geduldig ist 8)
 
jomo

jomo

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Servus,

hast du bei gleichen Meßaufbau schon mal alternativ eine andere Stimmgabel benutzt?
Vielleicht hat das Teil ja einen kleinen Fertigungsfehler und erzeugt somit irgendein Artefakt.

Gruß
jomo
 
jomo

jomo

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Habe deine Anfrage mal in einem Akustikerforum eingestellt. Bin selbst neugierig, wie das zustande gekommen sein könnte.

Gruß
jomo
 
jomo

jomo

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...scheint eine harte Nuss zu sein, denn auch meine angehenden Akustikermeisterkollegen haben noch keine eindeutige Idee gehabt;)

Gruß
jomo
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Ich geh mal davon aus, weder ein Psychoanalytiker noch ein Hörgeräteakustiker wird der Stimmgabel den "falschen Ton" austreiben können. Und wenn es sich nicht um einen natürlichen Oberton handelt, ist hiermit der Beweis erbracht, daß es außer diesen "vorschriftsmäßigen" Obertönen auch noch andere Obertöne gibt. Könnte das nicht auch sowas ähnliches sein wie die Inharmonizität bei Klaviersaiten...? :rolleyes:
 
Guendola

Guendola

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Es wäre ja interessant, ein paar mehr Gabeln zu testen, um zu sehen, was im Allgemeinen alles auftaucht. Ich vermute jedoch, daß ein paar Ausreißerfrequenzen durchaus normal sind, denn 100% homogenen Stahl gibt es auch für die Raumfahrt nicht (die hätten am ehesten das Geld, das zu bezahlen). Mit anderen Worten: Kleine Unreinheiten gibt es vermutlich bei allen Stimmgabeln.

PS: Apropos Inharmonizität, geht es dabei um die Saitendehnung durch die Schwingung?
 
jomo

jomo

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...also so zwichendurch. Bei den Akustikern hat sich noch keiner mit einr Idee gemeldet. Da wird wahrscheinlich schlimmeres ausgeheckt.
Ich tendiere aber auch eher zu einer "unkontrollierten" Oberschwingung auf Grund einer "Materialunreinheit".
Somit können wir demnächst darüber diskutieren, welche Stimmgabeln am besten klingen:D

jomo
 
klaviermacher

klaviermacher

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Ich habe zwar keinen Beweis für meine Theorie, aber der Grund, warum hohe Frequenzen in der Stimmgabel auftauchen und nicht blos ein Sinuston um die 440Hz erklingt, erklärt sich für mich folgendermaßen: Die Zinken, die bei einer Stimmgabel nach oben ragen haben eine gewisse Materialstärke und gemäß dieser Materialstärke (sagen wir mal 3mm im Durchmesser) Knotenpunkte an jedem Ende dieser 3mm. Das gibt beim Schwingen einen anderen, viel kurzfrequenzigeren Ton, als den, der durch die Länge der Zinken bestimmt wird. FAB, messe im Vergleich dazu eine Triangel. Auch hier ist mehr als eine Frequenz zu hören.

Noch was bitte: Schlagt die Stimmgabel nie an einem harten Material an, wie eine Tischkante oder so, denn das tut der Gabel und dem Tisch nicht gut.

Wie macht man es richtig? Dazu setzt man die Stimmgabel vorher auf einem geeignetem Resonanzkörper auf, wie z.B. die Schädeldecke - soferne man nur selbst den Ton hören will, oder Gehäuse des Klaviers oder eine Tischplatte, so dass sie im Raum wahrgenommen wird, hält sie nur am unteren Ende fast an diesem Körper und dann schlägt man sie entweder mit einem belederten oder befilzten kleinen Schlägel oder mit den Fingern an.

LG
Klaviermacher
 
jomo

jomo

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Dazu setzt man die Stimmgabel vorher auf einem geeignetem Resonanzkörper auf,

Na dann kommt aber bei der FFT-Messung noch einiges an Oberwellen hinzu, weil ja nicht nur die nackte Gabel schwingt.
Aber trotzdem schön erklärt. Sollte man als Bedienungsanleitung für Stimmgabeln gleich noch in mehrere Sprachen übersetzen. Bei meiner war damals keine dabei:D

Gruß
jomo
 
Tastenscherge

Tastenscherge

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noch einfacher: Stimmgabel auf das Knie schlagen, der Knorpel ist weich genug. Danach auf eine Tischkante halten.
 
 

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