Schwierigkeitsgrad bei Beethoven Sonaten Op. 10, 1; Op. 31,2 und Op. 90

Dieses Thema im Forum "Werke, Komponisten, Musiker" wurde erstellt von silversliv3r, 28. März 2010.

  1. silversliv3r
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    silversliv3r

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    Nach der Pastorale-Sonate Op. 28, von der ich nur den ersten Satz gespielt hatte, suche ich eine neue Sonate, die ich nun aber komplett spielen möchte. Bei Beethoven fällt's mir aber unglaublich schwer die Schwierigkeit einzuordnen, die Pastorale klang zum Beispiel auch deutlich einfacher als sie im Endeffekt war nach meiner Einschätzung.

    Diesmal würde ich gerne eine Moll-Sonate spielen, deswegen sind mir folgende 3 Sonaten im Auge geblieben:

    - Op. 10 No. 1 c-moll
    - Op. 31 No. 2 d-moll (Sturmsonate)
    - Op. 90 e-moll

    Wie schwer sind diese 3 Sonaten im Vergleich untereinander und vielleicht auch mit der Pastorale?

    Alles Liebe
     
  2. rolf
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    rolf

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    hallo,

    da der Vergleich sich lediglich auf den ersten Satz von op.28 beziehen kann (schade, dass Du den letzten nicht gespielt hast bzw. die komplette Sonate):

    die e-Moll Sonate komplett ist technisch ähnlich
    die Sturmsonate komplett ist schwieriger
    die c-Moll Sonate aus op.10 auch

    Meiner Ansicht nach kannst Du Dir jede von den dreien "vorknöpfen", wobei ich Dir die Sturmsonate vorschlagen würde: sie ist ein ganz wundervolles und echt "beethovensches" Stück.

    Gruß, Rolf
     
  3. Guendola
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    Guendola

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    Zum Schwierigkeitsgrad kann ich nichts sagen, Beethoven hat in seinen Sonaten überall Überraschungen eingebaut, über die ich stolpere. Aber einen Tip, um dir selbst ein Bild zu machen: Es gibt sämtliche Sonaten von Beethoven in zwei Bänden zu kaufen. Die machen sich im Musikzimmer sowieso gut und man kann gelegentlich darin herumklimpern und sich schon mal darauf vorbereiten, später etwas daraus zu spielen. Es heißt ja, diese Sonaten muß man sowieso zweimal lernen, um ihnen einigermaßen gerecht werden zu können ;)
     
  4. silversliv3r
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    silversliv3r

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    Ja, ursprünglich wollte ich sie komplett spielen, allerdings kam dann vieles dazwischen, sodass ich mich dazu entschlossen habe, eine neue anzufangen, mir ist bewusst, dass das Rondo (sauber zu spielen) eine ganz schön harte Nuss ist.

    Einen ähnlichen Eindruck wie du hatte ich auch, nur hab ich auch in der Schwierigkeitsgradtabelle bei http://pian-e-forte.de/ (die ich keinesfalls als Referenz heranziehe) angeschaut, wo letztere bei 7 und die anderen beiden bei 9 eingestuft werden, was mich dann etwas stutzig machen ließ. Und ich weiß es nicht aus Erfahrung, aber ich meine es so gehört zu haben, dass Beethoven mit zunehmendem Alter viel mehr "subtilere Schwierigkeiten" eingebaut hat, die die Gestaltung betreffen, in der Dynamik oder der Artikulation, welche natürlich von einem Nicht-Profi nicht so einfach rauszuhören sind.
     
  5. rolf
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    rolf

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    hallo,

    das hat mich auch stutzig gemacht: dort finden sich die Bilder einer Ausstellung bei Stufe 9, die Waldsteinsonate bei Stufe 10... freilich sind bei so einer großen Tabelle Tippfehler nicht auszuschließen.

    Den ersten Satz der Sturmsonate wirst Du nach op.18 erster Satz schaffen. Der letzte Satz wird bei ein paar Spielfiguren einige Gewöhnung brauchen, aber mit gutem Unterricht dürfte das auch realistisch sein. Die Arpeggien im mittleren Satz - das hängt davon ab, was Du schon bei ähnlichen Figuren kannst.

    Gestalterisch stellt natürlich jede sehr gute Musik hohe Anforderungen, aber ich finde, dass das eigentlich eine Bereicherung ist (zum nachdenken und entdecken einlädt).

    Wenn Du freilich Sorgen bzgl. "Technik" (oder dem Umgang mit etlichen typischen Spielfiguren der klass. Musik) hast, dann könntest Du auch anstelle der Sturmsonate die streckenweise sehr kniffligen, aber lehrreichen 32 Variationen c-Moll anfangen - - die sind quasi "Beethovens Etüden" (bis auf die letzte sind sie nur je acht Takte lang - ein fantastisches Kompendium)

    Gruß, Rolf