Methodik und Didaktik des Klavierunterrichts

Habt ihr Literaturvorschläge zur Methodik und Didaktik des Klavierunterrichts?

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m.berg

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Das Buch gibt es offenbar schon länger. Bereis 2012 hat @PianoPuppy im Faden " Bücher über das Üben" im Beitrag #2 darüber berichtet.
Vielleicht Neuauflage.
 
samea

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Das Buch gibt es offenbar schon länger. Bereis 2012 hat @PianoPuppy im Faden " Bücher über das Üben" im Beitrag #2 darüber berichtet.
Vielleicht Neuauflage.
PianoPuppy hat die alte Webseite verlinkt.
Mehr als die Startseite kommt da aber nicht. Sie ist down. Ich kenne die Seite zwar nicht, doch vermute ich, dass teilweise Inhalte des Buches dort zu finden waren.

Die neue Webseite ist
Das Buch ist laut Edition Peters eine Neuauflage.

https://www.edition-peters.de/EditionPeters_Neuerscheinungskatalog_2019.pdf
 
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brennbaer

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was haltet Ihr von Joszef Gats Buch "Die Technik des Klavierspiels"?
S. Bernstein schreibt in einem seiner Bücher (sinngemäß, den genauen Wortlaut habe ich nicht im Kopf), dass es ein Muss für jeden ernsthaften Klavierspieler sei.
Ist aber leider vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich oder in Bibliotheken verfügbar.
 
maxe

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Günter Philipp

Klavierspiel und Improvisation

ISBN 3-930550-23-7

ein wunderbares Buch, DIN A4 800 äußerst lehrreiche und unterhaltsame Seiten eines Dresdner Klavierprofessors aus der Oberlausitz.

Der thüringische Verlag hat auch buchgestaltungsstechnisch ein sehr ansprechendes Werk geliefert.
 
maxe

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Ein etwas sehr komplexes, vergeistigtes Werk ganzheitlichen Ansatzes, dass aber trotzdem reichhaltige praktische Erkenntnisse liefert:

Czeslaw Marek

Lehre des Klavierspiels

ISBN 3 7611 0367 0
 
rolf

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Ein etwas sehr komplexes, vergeistigtes Werk ganzheitlichen Ansatzes, dass aber trotzdem reichhaltige praktische Erkenntnisse liefert:

Czeslaw Marek

Lehre des Klavierspiels

ISBN 3 7611 0367 0
...beispielsweise die Akkorde am Beginn des b-moll KK Tschaikowski soll man laut Marek "aus großer Hubhöhe schlagen" (empfiehlt er da als martellato, sich selbst ordnet er in die Chopintradition ein...) zwar ist vieles ok in diesem monströsen neopositivistischen Buch, aber wie gezeigt ist manches apodiktische da mit Vorsicht zu genießen...
 
maxe

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Manches bei Marek ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, ja z.B.
ob man Mareks "Versuch graphischer Darstellung des Vorgangs des Musizierens" wirklich auf die Goldwage legen sollte, kann an dieser Stelle offen bleiben.

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brennbaer

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Für gehobene Ansprüche lohnt sich alles von Goldenweiser und Feinberg, auch von Busoni, d'Albert und Cortot; ansonsten Georgii, Kratzert, Werner, Bernstein (mit etwas Vorsicht auch Marek)
hätte da mal ne Frage zu Cortot.
Habe auf pianostreet eine Diskussion zu Cortots Buch "Grundbegriffe der Klaviertechnik" angelesen.
Ein User lehnt Cortot mit der Begründung ab, dass seine Übungen genauso unmusikalisch wären, wie Hanon-Übungen und sie deshalb genauso unnötig wären.
Zudem schreibt er, dass Cortot dennoch ein sehr guter Spieler gewesen wäre und zwar nicht wegen seiner nicht besonders guten Technik, sondern trotz.
Jetzt genießt Cortot hier im Forum bei den Profis, sofern ich das überblicke, einen sehr guten Ruf.
Was ist von den Aussagen auf pianostreet zu halten?

Eine andere Frage zu Cortot, und zwar zu seinen Fingersätzen.
Kann man sagen, dass diese generell empfehlenswert sind, oder nicht?
Falls ja, sind sie eher etwas für fortgeschrittene Spieler, oder für Spieler jeglicher Spielklasse?
 
M

m.berg

Guest
Also ich denke, daß ich von Cortots „Grundbegriffen der Klaviertechnik“ profitiert habe. Aber man sollte einen guten KL an der Hand haben, wenn man da was machen will.
Fingersätze sind natürlich nicht in Stein gemeiselt und können bei Bedarf angepasst werden. Damit man aber das Übungsziel nicht wegen ungeschickter Motorik verfehlt, sollte man hierbei über genügend Spielerfahrung oder eine kompetente Rückmeldung (KL) verfügen.
Ansonsten hört man immer wieder gebetsmühlenartig, daß man keinesfalls und nie und nimmer unmusikalisch üben dürfe, sonst ist man dumm und wird blind.
Ärgerlicherweise war Cortot trotz seiner unmusikalischen Übungen ein hervorragender Spieler. :teufel:
O sancta simplicitas .
 
playitagain

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Habe dieses Buch und ich kann es nicht empfehlen. Erstens obwohl gebraucht erstanden doch noch relativ teuer und zweitens schreibt er recht komplizierte schwer verständliche Sätze und das ist ungut zum Lesen.
Klare Nichtempfehlung von meiner Seite.
____
Ansonsten hört man immer wieder gebetsmühlenartig, daß man keinesfalls und nie und nimmer unmusikalisch üben dürfe, sonst ist man dumm und wird blind.
Ärgerlicherweise war Cortot trotz seiner unmusikalischen Übungen ein hervorragender Spieler. :teufel:
O sancta simplicitas .
Wahrscheinlich macht die Dosis das Gift. Wenn man täglich von 1h , 5 Minuten Fingerübungen welcher Art auch immer macht, kann ich mir kaum vorstellen dass dies schadet. Sofern man sich bewußt macht, dass dies nun eine mechanische Sache ist (die 5 Minuten) und dies bewußt so dem Gehirn suggeriert. Sich also auf eine gleichmäßige und flüssige Darbietung konzentriert.
 

B

brennbaer

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was genau ist denn unmusikalisch an den Übungen?
Ich kenn das Buch bislang nur vom Hörensagen. Demnächst kann ich mir mei eigenes Bild machen.
Wer schnell ist, kann sich übrigens gerade auf amazon eine der verbliebenen 2 englischen Ausgabe von Cortot für 7,10€ (inkl. Versand für Prime -Kunden) ergattern:
Rational Principles of Pianoforte Technique Piano https://www.amazon.de/dp/0048004839/ref=cm_sw_r_cp_apa_i_0imhDb0Y17XRZ
 
samea

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Nun ist da nur noch eins. Kostete heute 6,45 €. Ich möchte mir einfach selber ein Bild von dem Buch machen. In unserer Musikbibliothek steht es nicht. Das sagt aber nichts über die Qualität des Buches aus. Sie haben leider ein sehr geringes Budget. Sollte es für mich nicht geeignet sein habe ich also einen Abnehmer...
 
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Alter Tastendrücker

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ne Frage zu Cortot.
Habe auf pianostreet eine Diskussion zu Cortots Buch "Grundbegriffe der Klaviertechnik" angelesen.
Man muss Cortot sehr (!!!) differenziert betrachten. Ich versuche es mal anzudeuten:
1. Der Pianist Cortot vor etwa 1940 nervös, schlank und spirituell mit eleganter und leichter Technik. Nie ganz perfekt. Nach dem 2. WK stark nachlassende Sicherheit, aber fast immer interessante Ansätze, später in jeder Hinsicht nachlassend,, obwohl Gulda (ich glaube es war Gulda!?) meinte seine falschen Noten seien ihm immer noch lieber als seine eigenen richtigen.
2. Der Lehrer Cortot war wohl immer sehr anregend, geistesgegenwärtig und musikalisch.
3. Politisch, hat im 2. WK in Deutschland gespielt und galt als Anhänger des von den Nazis dominierten Vichy Regimes. Nach 1945 in Frankreich etwas angekratzter Ruf.
4. Herausgeber: seine Ausgaben sind immer interessant und geistreich, vor allem im französischen Original (sehr teuer, und viele Druckfehler), ob man die teils nerv- und fingertötenden Vorübungen alle macht ist Geschmackssache.
5. Grundlagen der Klaviertechnik: sehr französisch, extrem fingertechnisch ausgelegt mit Teil fingerbrecherischen Perversionen (Untersatzübungen!), für normale Menschen nur in homöopathischen Dosen genießbar. Hanon intellektuell um Längen überlegen! Nicht vergleichbar.
 
rolf

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1. Der Pianist Cortot vor etwa 1940 nervös, schlank und spirituell mit eleganter und leichter Technik. Nie ganz perfekt.
View: https://www.youtube.com/watch?v=TSDhxxB_IyQ

...sowas ist also nie ganz perfekt?... (den Schluß legt nicht mal Cziffra derart hin, sondern wirkt da zahmer und ist deutlich langsamer...)
Vermutlich wollten Haskil, Perlemuter, Horowitz und einige andere nie ganz perfekt spielen lernen, weshalb sie zum nie ganz perfekten Cortot gingen, um sich darin unterweisen zu lassen...;-)
 
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Barratt

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schreibt er recht komplizierte schwer verständliche Sätze und das ist ungut zum Lesen.
Klare Nichtempfehlung von meiner Seite.
Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind. :konfus:

Ich habe Einiges gelernt von den Cortot-Übungen. Mein Gehirn hat dabei einen neuen Zugang zu den Fingern gefunden. ("Oh danke, wusste gar nicht, dass dort eine Nervenbahn liegt und wie man sie ansteuert!") :idee:

Bin sie seinerzeit allerdings sicherheitshalber mit meiner Klavierlehrerin durchgegangen, denn als Anfänger durchschaut man manchmal nicht immer intuitiv, was genau die Essenz der Übung ist bzw. wie man sie gewinnbringend übt.

Und wo ich gerade daran denke ... ich sollte sie mal wieder hervorkramen. *notier*
 
Klavirus

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@Barratt: Marek war gemeint.... (nicht Cortot, der zu wenig schreibt, um missverstanden zu werden)
 
 

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