Melodie in der linken Hand?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Chopin-Liebhaber, 26. Jan. 2008.

  1. tastenblog.de
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    Der Weg zum sachkundigen Klavierlehrer ...

    Hallo Chopin-Liebhaber,

    da ich kein Klavierlehrer bin, sondern ebenfalls erst ein Klavier-Einsteiger, kann ich Dir nur nach meinem persönlichen Erfahrungs- und Höreindruck in Bezug auf Dein Hörbeispiel zum weiteren Vorgehen raten, ohne mir anzumaßen, Dein Klavierspiel wirklich im Detail beurteilen zu können:
    • Gehe Deinen weiteren Weg am Klavier schnellstmöglich zusammen mit einem erfahrenen Klavierlehrer, der Dein Potential weiter ausbauen und grundlegende Bewegungsvorgänge Deines Klavierspiels auf sicheren Boden stellen und darüber hinaus ausbauen kann.
    • Das Stück, welches Du spielt, ist schön und trotzdem technisch sowie musikalisch für Dich noch viel zu schwierig (meine persönliche Meinung). Es erinnert mich daran, wie ich damals (...) in meiner "nullten" Gesangsstunde (beim Vorsingen) and der MHS Köln ganz unbekümmert BWV 82 (Solokantate "Ich habe genug") gesungen habe und mich der Prof. nachher ganz verwundert angeschaut und mir ausbaufähiges, aber zur Zeit noch verschüttetes Potential bescheinigt hat ;) . Will sagen ...
    • Spiele häufiger klavierkundigen Menschen - erste Instanz könnte der neue Klavierlehrer sein - vor, die Dir wohlwollend bzw. unvoreingenommen gegenüberstehen und deren Meinung Du schätzt, um Selbst- und Fremdwahrnehmung regelmäßig miteinander abzugleichen.
    • Übe hin und wieder an einem "echten" Klavier oder Flügel, um Deine Arbeit an differenziertem Anschlag und Dynamik voranzutreiben.
    • Sei offen auch für technisch und musikalisch Neues / Altes - Bach's Inventionen, Sinfonias, Suiten, WTK u.a. werden nicht umsonst als Grundlage für differenzierten und sicheren Anschlag auch in vertrackten, polyphonen Strukturen hergenommen.
    Bach läßt sich sehrwohl dynamisch und agogisch spannend, durchhörbar und "unakademisch" musizieren. Auch das eher akademisch angelegte WTK muß sich nicht steril und "dahergenagelt" anhören.

    Beste Grüße aus dem Rheinland

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  2. Chopin-Liebhaber
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    Chopin-Liebhaber

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    Danke für den Ratschlag tasternblog.de.
    Allerdings werde ich ihm nicht folgen können. Hab nämlich auch vor Gesangsunterricht zu nehmen (die Anmeldung ist schon raus, warte nur noch auf die Bestätigung, dass es losgehen kann). :D

    Und für zwei was hab ich denk ich nicht genug Geld. Aber Singen ist auch meine größere Leidenschaft, da zieh ich es lieber vor, dass prof. zu machen.

    Und so ganz nebenbei sind da auch die Chancen größer, dass ich mal Erfolg haben könnte.;) (Habe Tenorstimme)LOL.
    Ich habe allerdings eher vor in Richtung populär gehen, wobei ich erst geschwankt hebe, was ich machen werde. Aber vielleicht ist ja auch ein Spagat möglich.
    Wie ist denn das vorsingen ausgegangen? Singst du noch?

    Viele Grüße von Sebastian GBY
     
  3. Guendola
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    Guendola

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    Apropos singen, wolltest du nicht die Waschmaschine singen? Ich lade gerne noch mal den Klavierpart hoch, falls du den nicht selbst spielen möchtest :D
     
  4. Chopin-Liebhaber
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    Chopin-Liebhaber

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    Stimmt! Jetzt wo du´ s sagst/schreibst kann ich mich wieder dran errinnern :D
    Hab die Noten ich auch noch irgendwo. Ich hatte es damals glaub ich sein gelassen, weil ich Zuhause nur ein MP3Player - Mikro habe.
     
  5. tastenblog.de
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    Koexistenz von Klavier und Gesang

    Hallo Chopin-Liebhaber,

    Wo hast Du Dich denn angemeldet? Musik(hoch)schule? (Privat/Gruppen)unterricht? ...? Gibt Hiob jetzt auch Gesangsunterricht :D ???

    Du solltest keinesfalls aufhören, Klavier zu spielen! Singen und Klavierspiel "befruchten" sich gegenseitig.

    Nein, heute singe ich nicht mehr. Auch das Singen, wie das Musizieren insgesamt, habe ich 1995 aufgegeben und erst vor knapp eineinhalb Jahren mit der Anschaffung eines (digitalen) Klaviers wieder aufgegriffen.

    Von Anfang 1989 bis Ende 1993 hat mir ein Wuppertaler Gesangsprofessor der MHS Köln im Rahmen eines Stipendiums kostenlos wöchentlichen Gesangsunterricht erteilt. Ich hätte damals klassischen Gesang studieren können, was leider nicht möglich war, da ich noch an einer anderen Hochschule eingeschrieben war, um mein technisches Studium abzuschließen und ich dieses in den letzten Zügen hätte abbrechen müssen.

    Zur gleichen Zeit bestand für mich auch die Möglichkeit, bei Prof. Ingeborg Reichelt in Düsseldorf und bei Thomas Quasthoff in Detmold bzw. damals bei ihm privat in Hannover mit dem Gesangsstudium zu beginnen. Das hätte ich mal besser gemacht ... Damals hat mir wohl der Mut gefehlt, die sehr schwerwiegende Entscheidung eines Studienabbruchs zugunsten einer ungewissen Musiker-Zukunft zu treffen ...

    Beste Grüße aus dem Rheinland

    tastenblog.de
     
  6. Chopin-Liebhaber
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    Chopin-Liebhaber

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    Hiob? Wieso? Versteh ich nicht:confused: ...egal
    Ich habe vor auf die Musikschule Freiberg zu gehen. Und wenn die sich nicht bald melden, werd ich wohl mal nachhaken müssen. Das kommt halt davon wenn man sich die Mühe macht, die Voranmeldung persönlich und bei der Schulleitung abgibt. Da landet man in irgendeiner Schublade, und wird dann einfach vergessen.
    Ich habe zumindest vor Einzelunterricht zu nehmen. Ich finde, dass ist einfach effektiver

    Ich werde ja auch nicht aufhören, nur werde ich mir eben keinen Unterricht dafür leisten können.

    Meine Hochachtung,
    Das ist es eben, dieses Risiko! Besonders bei klassischem Gesang ist m.E. Gesangsausbildung sehr wichtig. Entweder man kann nicht ohne , und kann sich auch die Zeit dafür nehmen, oder man kann es eben nicht zum Profi schaffen. Um so schlechter, wenn einem nur die Zeit gefehlt hat.:(
    oftopic: Ist bei Minesweepers übrigens ähnlich.;-)