Liedbegleiter gesucht

  • Ersteller des Themas Clavissima55
  • Erstellungsdatum

@Clavissima55 Am Besten suchst Du eine Musikschule in Deiner Nähe, und schaust, ob es dort klavierspielende Menschen gibt, die an solchen gemeinsamen Unternehmungen Freude hätten.
Der erste Punkt ist schonmal, daß Pianisten nicht "begleiten", wenn sie Schumann oder Brahms spielen. Das ist kammermusikalisches gemeinsames Musizieren. Beim "Begleiten" ist die begleitende Person nur mit dabei und hat kein eigenes Anliegen. Ich weiß, daß viele Menschen den Begriff benutzen, aber er ist zum Glück im Aussterben begriffen, deshalb für dich gleich der Tipp, ihn nicht zu verwenden.
Weiterhin sind diese Partien durchaus anspruchsvoll und es könnt schwierig sein, aber durchaus nicht unmöglich, jemanden zu finden.
Das wollte ich Dir nur eben sagen, ich hatte den Eindruck, daß Dir das evtl. nicht bewusst ist.
Viel Erfolg bei der Suche!
 
@agraffentoni , das ist ja auch ein alter Begriff, der früher üblich war. Dadurch wird er aber nicht richtiger. Im Englischen Sprachraum sprach man früher von "accompanist" und heute von "collaborative pianist".
 
Es sei auch die Frage erlaubt: Wenn Gerold Huber der Pianist von Christian Gerhaher ist, ob dann Christian Gerhaher der Sänger vom Gerold Huber ist...nur mal so gefragt...
 
@Clavissima55 Am Besten suchst Du eine Musikschule in Deiner Nähe, und schaust, ob es dort klavierspielende Menschen gibt, die an solchen gemeinsamen Unternehmungen Freude hätten.
Der erste Punkt ist schonmal, daß Pianisten nicht "begleiten", wenn sie Schumann oder Brahms spielen. Das ist kammermusikalisches gemeinsames Musizieren. Beim "Begleiten" ist die begleitende Person nur mit dabei und hat kein eigenes Anliegen. Ich weiß, daß viele Menschen den Begriff benutzen, aber er ist zum Glück im Aussterben begriffen, deshalb für dich gleich der Tipp, ihn nicht zu verwenden.
Weiterhin sind diese Partien durchaus anspruchsvoll und es könnt schwierig sein, aber durchaus nicht unmöglich, jemanden zu finden.
Das wollte ich Dir nur eben sagen, ich hatte den Eindruck, daß Dir das evtl. nicht bewusst ist.
Viel Erfolg bei der Suche!


Stimmt! Dann sage ich lieber "gestalten" als "begleiten". OK. In den klassischen und romantischen Violinsonaten war der Klavierpart mindestens so schwer wie der Geigenpart. Ich denke, das schon etwas beurteilen zu können, denn ich spiele Klavier UND Geige.
 

Ich fand heute eine Klavierspielerin und freue mich, nun zu beginnen.
 
Dieser Thread kann nun gelöscht werden.
 
@Clavissima55 ...und es kommt nicht auf den Schwierigkeitsgrad an, sondern darauf, daß man die Musik gemeinsam erlebt und gestaltet. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten.
"Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe ist für den Pianisten nicht schwierig zu spielen, wenn man den Notentext betrachtet. Aber der/ die Klavierspielende treibt das Geschehen unaufhaltsam voran.
Bei einem Horrorfilm z.B. ist die Musik auch keine Begleitung. Wenn man den Ton ausschaltet, merkt man es sehr schnell. Eine helle Szene mit Blumen und grüner Wiese wird gruselig, wenn die Musik eine ungute Stimmung heraufbeschwört....
Viel Freude beim gemeinsamen Tun und Entdecken!
 
@playitagain: Wenn der Pianist den Sänger begleitet, dann passiert nichts. Dann klingt der Vortrag fade, egal, wie der Sänger sich müht. Hätte der Komponist Sologesang komponieren wollen, hätte er sich den Klaviersatz sparen können. Es handelt sich hier um Kammermusik. Da begleitet niemand . Natürlich gibt es begleitende Elemente, wie in jeder Musik, sei es Symphonie, oder Klavierstück oder Lied. Um beim Beispiel von Schumanns "Ich grolle nicht" zu bleiben, könnte man den Eindruck haben, daß die Funktion der Akkorde begleitend sind. Wenn man sie begleitend spielt, verliert das Lied alle seine Kraft.
Ich finde es immer sehr schade, wenn Pianisten sich hinter dem Sänger zurücknehmen, dann wirkt das Spiel blass und ich langweile mich...
 

Zurück
Top Bottom