Legato wie?

Hallo,

Ich habe keine Ahnung, ob dieses beschriebene Rutschen von weiss nach schwarz 'sliden' genannt wird. Ich wollte nur der Aussage widersprechen, das gäbs nicht. Bei einstimmigen Melodien würde ich es eher nicht anwenden, sondern, wie gesagt, bei vollgriffigen Sachen, die man legato haben will, bei Mendelssohn oder Reger findet sich da jede Menge.

Lg
 
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Hallo Rolf, vielen Dank für die Infos.

Mir war bislang nicht bekannt, dass es derartige Techniken gibt.

Weder hat irgendein Klavierlehrer noch irgendein Klassikpianist, von denen ich einige gut kenne, Derartiges jemals erwähnt, und auch irgendwelche Fingersätze oder Hinweise in Klaviernoten haben so etwas bislang nicht suggeriert.

Gibt es irgendwo ein Video, wo man eine derartige Spieltechnik sich mal angucken kann?

Ich habe gerade mal im Kratzert nachgeguckt - er nennt und beschreibt eine derartige Legatotechnik aber nur für den Daumen, nicht aber für z.B. den kleinen Finger.

Außerdem regt er sich darüber auf, dass diese Techniken erschreckend wenig bekannt seien, sogar auf konzertierendem Niveau, und demzufolge viele ausgebildete Pianisten seines Erachtens nicht wirklich spielen könnten.

Kann ich, da ich ja nicht Konzert-, sondern Jazzpianist bin, mit leben, dass ich zu dieser nicht unbeträchtlichen Gruppe technisch Unbedarfter dazugehöre :-D

Aber wieder mal was gelernt :love:
 
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Gibt es irgendwo ein Video, wo man eine derartige Spieltechnik sich mal angucken kann?
ob auf YT weiß ich nicht, aber in einer Sendung über Anatol Ugorski (im öffentlich rechtlichen TV) beispielsweise war das zu sehen: da hat er ein cantabile-legato mit einem Bleistift (sic) auf den Tasten demonstriert (und es klang besser als das gefingerte des Schülers)
 
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Olli macht uns dazu ein Video auf seinem Kartoffelklavier! Sorry, couldn't resist ...

Also als Amateur komme ich sicher auch ohne die Technik aus. Nur der Vollständigkeit halber noch eine Frage an Rolf: Hab ich das richtig verstanden - es funktioniert so ähnlich wie ein Glissando?
 
Dank an alle! Ich begreife jetzt, dass man sich bei diesen Legatobögen doch etwas denken soll. Es soll swingen. Ob ich das hinkriege, ist eine andere Frage, aber sicher erstrebenswert. Mit lockerem Handgelenk spiele ich eigentlich immer oder versuche es wenigstens.
 
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Olli macht uns dazu ein Video auf seinem Kartoffelklavier! Sorry, couldn't resist ...

Also als Amateur komme ich sicher auch ohne die Technik aus. Nur der Vollständigkeit halber noch eine Frage an Rolf: Hab ich das richtig verstanden - es funktioniert so ähnlich wie ein Glissando?


Nein, Karsten...kommst Du nicht... . Wenns mal richtig abgeht, hast Du verloren, wenn Du nicht hochsliden kannst.

@hasenbein :

Ich habe gerade mal im Kratzert nachgeguckt - er nennt und beschreibt eine derartige Legatotechnik aber nur für den Daumen, nicht aber für z.B. den kleinen Finger.

Leg das beiseite....( Es gibt mindestens zwei Methoden, mit Rolf's sogar drei, BEIDE hochzusliden, Daumen, wie auch kleinen Finger. Die eine (nicht von Rolf genannte ) ist eine ZUSAMMENZIEHENDE Bewegung ( "pull" ) ( z.B. von c-h auf cis-b ), um sie auszuführen, müssen die Noten, die getroffen werden wollen, INNERHALB der Handspanne und der zuvor betätigten liegen PLUS GREIFBEWEGUNG ( grasping ) der beiden, kl. Finger und Daumen ), die andere ist eine schwierigere, DAMIT kombinierte Bewegung ( "push" ) , z.B. bei Oktaven-hochsliden. ) SEHR gut ist rolfs Ansatz, er ist nützlich für beide genannten UND separat.

LG, Olli!
 
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