Klavierspielen lernen ohne Lehrer?

  • Ersteller des Themas Anja1328
  • Erstellungsdatum
Anja1328

Anja1328

Dabei seit
Dez. 2014
Beiträge
8
Reaktionen
4
Hey ihr Lieben,

ich wollte euch mal fragen, ob ihr irgendein Klavier-Lernbuch oder DVD empfehlen könnt, mit dem ich vielleicht das richtige Klavierspielen lernen könnte, mir gehts vorallem darum, Noten lesen zu können. Geht das überhaupt ohne richtigen Klavierlehrer? Ich spiele seit meinem 3. oder 4. Lebensjahr Klavier. Aber ohne Noten, ich spiele nach Gehör. Wenn ich einen Ton höre, kann halt nicht sagen, welche Note es ist, aber welche Taste auf dem Klavier ;-) mit 5 konnte ich schon zweihändig spielen, mittlerweile ist mein längstes Stück der Türkische Marsch von Mozart. Aber ich finde es so mühsam, mir immer die Tasten zu merken.. Da wär es viel einfacher, ich könnte endlich Noten lesen ;-)
Vielleicht habt ihr paar gute Tipps.
Viele Grüße,
Anja
 
Stilblüte

Stilblüte

Super-Moderator
Mod
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
10.303
Reaktionen
13.661
Wenn es wirklich nur ums Notenlernen geht, kannst du das auch allein. Das System ist sehr logisch und strukturiert.
Wenn du aber dein Klavierspiel verbessern und wirklich weiterkommen möchtest, brauchst du einen Klavierlehrer. Der wird sich umgucken. Endlich mal eine Schülerin mit umgedrehten Verhältnissen. Statt "Kann schon notenlesen, aber nicht spielen" diesmal "Kann schon spielen, aber nicht Noten lesen" :D
 
Anja1328

Anja1328

Dabei seit
Dez. 2014
Beiträge
8
Reaktionen
4
Ohje. Der arme Lehrer würde in Ohnmacht fallen, wenn er meinen "Fingersatz" sieht, :-D
 
S

Shari

Guest
Liebe Anja,

ich habe zwar zwischendurch mal für zwei Jahre Unterricht genommen, momentan aber lerne ich autodidaktisch. Die Noten habe ich mir im Alter von 6-8 Jahren selbst beigebracht. Ich glaube aber, dass das als Kind etwas einfacher ist. Ich würde dir, zumindest für den Anfang einen Klavierlehrer empfehlen, sonst kann es sein, dass du bald frustriert aufgibst.
 
rolf

rolf

Dabei seit
Feb. 2008
Beiträge
27.957
Reaktionen
18.060
Ich glaube aber, dass das als Kind etwas einfacher ist.
das Notenlesen zu lernen ist als Kind leichter denn als Erwachsener glaubst du? (du glaubst das, weißt es aber nicht?)

Stellen wir uns vor, eine vierköpfige Familie aus Schilda oder Hannover zieht nach Russland, weil der Vati als Inschinör bei Gasprom ne super Stelle kriegt (ganz doll viel Kohle und so) - ja, da müssen nun Vati, Mutti, Drittklässlersohn und Kindergartentochter das kyrillische Alphabet lernen. Wenn Vati und Mutti keine Baumschulnuppel sind, dann werden die das schneller drauf haben als ihr Nachwuchs :)

Die Notenschrift ist keine Fertigkeit, sondern ein recht schlichtes (leicht begreifbares) Zeichensystem.
 
H

hpesch

Dabei seit
Mai 2014
Beiträge
219
Reaktionen
49
Ich kann music2me.de empfehlen. Dort wird das Notenlesen systematisch beigebracht und der Schwierigkeitsgrad der Lieder steigt ganz allmählich an. Der Nachteil bei Internet-Kursen ist natürlich, dass man kein Feedback hat. Manchen liegt es, manchen nicht.
 
Boogieoma

Boogieoma

Dabei seit
Mai 2013
Beiträge
1.091
Reaktionen
2.216
Hallo Anja,
was für eine Musikrichtung bevorzugs Du ? Falls es in die Rock-Pop-Richtung geht kann ich Dir "Play Piano" von Margret Feils empfehlen. Sie erklärt gut die Noten, im Buch sind viele Songbeispiele als Noten und es gibt eine CD dazu, wo Du Dir das Stück auch anhören kannst.
Viele Grüße
Boogieoma
 

Anja1328

Anja1328

Dabei seit
Dez. 2014
Beiträge
8
Reaktionen
4
Hallo Anja,
was für eine Musikrichtung bevorzugs Du ? Falls es in die Rock-Pop-Richtung geht kann ich Dir "Play Piano" von Margret Feils empfehlen. Sie erklärt gut die Noten, im Buch sind viele Songbeispiele als Noten und es gibt eine CD dazu, wo Du Dir das Stück auch anhören kannst.
Viele Grüße
Boogieoma
Hallo Boogieoma, Vielen Dank für den tollen Tipp!
 
S

Styx

Guest
Ein guter Klavierlehrer ist natürlich immer die beste Entscheidung - mir ist allerdings jetzt persönlich keiner in Freising bekannt.
Ich muß eingestehen daß ich selbst nun auch nicht gerade der Blattspieler bin, hab halt die Melodie einfach zu schnell im Kopf, als daß ich mich da noch mit Noten plage.
Mein Prof. hat mal gemeint, die Notensicherheit kommt mit dem regelmäßigen üben vom Blatt, da hat er sicherlich Recht gehabt - nur sind dann Sachen sinnvoll wie Microkosmos von Bartok, also Sachen die ned so schnell ins Ohr gehen.

Viele Grüße

Styx
 
G

Guinnes

Dabei seit
Mai 2014
Beiträge
12
Reaktionen
3
Erst einmal beneide ich dich das du die Stücke nach Gehör spielen kannst.

Das Noten lernen ist total einfach und bedarf nur Konzentration, ich habe mir kleine Zettel an den Spiegel ins Bad gehängt um sie beim Zähneputzen zu verinnerlichen. Bei jedem neuen Stück habe ich mich wie eine Schuljunge hin gesetzte und auf einen Zettel die Noten geschrieben ( wichtig nicht ins Buch, wir wollen beim üben ja weiter lernen) Irgendwann hast du 10 Brücken im Notensystem, wo du genau weißt welche Note es ist und dann weißt du welche drüber und drunter sitzt. Seltene Noten sitzen bei mir selbst nach 2 Jahren mit Lehrer nicht.
 
ChristineK

ChristineK

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.448
Reaktionen
1.735
Es gibt ganz nette Handy-Apps fürs Notenlesen (und Musiktheorie, Intervalle usw.) wie beispielsweise Tenuto. Da kann man das einfach zwischendurch üben.
 
M

Mamamarus

Dabei seit
Dez. 2014
Beiträge
12
Reaktionen
0
na online werden viele Tutorials angeboten..aber selbst habe ich die noch nie probiert
 
LankaDivore

LankaDivore

Dabei seit
Nov. 2014
Beiträge
1.091
Reaktionen
787
Wenn es tatsächlich nur ums Notenlernen geht, bekommst du das ganz prima im Internet und ohne die Hilfe eines Lehrers hin. Vermutlich willst du dann aber auch deine Fähigkeiten, wie Dynamik oder Artikulation verbessern, was ohne Hilfe eines Klavierlehrers kaum möglich sein wird.

Ps. Auch das Fingersätzeschreiben kann dir ein Klavierlehrer beibringen^^
 
E

elli

Guest
Also ich weiß nicht, was hier einige Leute immer mit Schwierigkeiten mit dem Notensystem haben, dass kann man als Erwachsener in weniger als einer Stunde kapieren, schließlich gibt es nur 7 unterschiedliche Tonnahmen, die jeweils mit Vorzeichen um halbe Tonhöhe erhöht oder erniedrigt werden, dann wiederholt sich das ganze in sogenanntem Oktavabstand, d.h. die 8. Note ist die gleiche wie die erste nur eben eine Oktave höher. Bleiben noch Tonlängen, die gehen auch ganz einfach, geht man vom sogenannten 4/4 Takt aus, so gibt eine ganze Note, die den kompletten Takt anhält, dann wird geteilt, die ganze entspricht 2 halben, die halbe 2 vierteln, die viertel 2 achteln, die achtel 2 sechszehnteln, die sechszehntel 2 zweiunddreißigsteln usw. Dann gibt es noch den Punkt hinter der Note, welche dieselbige um ihre hälfte verlängert, also eine gepunktete viertel ist ein viertel und eine achtel Note lang. Pausen sind genauso unterteilt haben nur andere Zeichen. Diese Notation wird dann auch in allen anderen Taktarten beibehalten. Dann gibt es nur noch Erleichterungen, z.b. sehr hohe Noten notiert man eine Oktave tiefer und schreibt eine kleine acht darüber, geht auch von unten nach oben, allerdings behilft man sich da beim Klavier oft auch mit dem Bassschlüssel. Schlüssel besagen nichts anderes, als das bestimmter Ton in seiner Tonhöhe in den Notenlinien festgelegt wird, beim Violinschlüssel z.B. ist es das g auf der 2. Notenlinie von unten in einem fünflinien System.

Das schwierige ist doch mit den Noten eine Tonhöhe auf dem Instrument zu verbinden und den notierten Rhythmus umzusetzen, ganz abgesehen von in Kurzschrift notierten Anweisungen zu Schnelligkeit, Lautstärke und Gestaltung.
Das lernt man am besten beim Erlernen des Instrumentes.

Meines Erachtens ist es völliger Blödsinn, vorher theoretisch die Noten lernen zu wollen. Und diejenigen, die behaupten sie könnten vom Gehör her alles auf dem Instrument umsetzen, aber mit Noten nichts anfangen, sind meiner Meinung nach nur zu faul, sich mal mit ihnen grundlegend zu beschäftigen. Geschichten wurden früher auch nur mündlich weitergegeben, aber Bildung gab es erst, als man die Geschichte aufgeschrieben immer zur Verfügung hatte, ohne einen Leser oder Schreiber als Mittelsmann einzusetzen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
E

elli

Guest
Erst einmal beneide ich dich das du die Stücke nach Gehör spielen kannst.
Sie sagt doch, dass sie sich die Tasten merkt?! Nach Gehör heißt, den kompletten Tonraum vom Klavier im Gefühl haben und mit der gehörten Tonhöhe sofort die richtigen Tasten und dann komplex auch noch die mehrstimmigen Linienführungen sofort heraushören und vom Gehirn in die Finger fließen lassen, ohne überlegen zu müssen. Hier wird aber von Tasten gesprochen, die jemand in der richtigen Abfolge vorspielt und die dann nachgemacht werden und mit dem Gehör allenfalls korrigiert werden. Die Mühe kann man sich mit farbigen Tastenvideos auf you tube machen zB. allerdings ist es mir ein Rätsel wie man so ein umständliches System dem einfachen Notensystem vorziehen kann, gilt auch für Gitarrentabulaturen, das lesen dieser ist mitunter komplizierter als in notenschrift mit Fingersatz......
 
 

Top Bottom