Klavierbank

Sesam

Sesam

Dabei seit
Feb. 2007
Beiträge
1.935
Reaktionen
286
Liebes Forum,

ich überlege mir einen neuen Klaviersitz zu kaufen. Nun bin ich unschlüssig, welchen genau.
Ich hatte bislang einen Schraubhocker, der gehörte aber nicht mir und die Mitbewohnerin hat ihn jetzt verkauft (ich hatte ihn auch mal hier im Forum inseriert). Nun habe ich noch eine Klavierbank, die an den Seiten jeweils leicht nach oben gebogen ist. Das finde ich eher hinderlich, da es sehr bremst beim Verlagern des Gewichtes. Die Klavierbank im Unterricht ist ziemlich klassisch, viereckig und zum Hoch- und Runterschrauben. Eigentlich ganz ok und sie quietscht und wackelt nicht. Manchmal benutze ich daheim auch einen einfachen IKEA Klappstuhl. Der passt von der Höhe und es ist auch mal ganz nett, sich zwischendurch anzulehnen...

Auf was spielt ihr denn so? Gerne mit Foto oder link auf Verkäuferseite. Ich habe bei Michael mal so eine abgefahrene gefederte Klavierbank gesehen? Michael hast du die noch? Intuitiv würde ich zwar eher nach etwas Kompaktem, Stabilem suchen, aber ich will möglichst viele Optionen kennenlernen. Toll wäre auch das Teil hätte rechts und links so beheizte Handförmchen, in denen man zwischendurch kurz die Händchen aufwärmen kann, wenn sie so überhaupt nicht warm werden wollen; bei Frauen ist das manchmal echt ein Problem. Bei mir vor allem im Winter.

LG, Sesam
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
P

Pianosupply

Dabei seit
Jan. 2011
Beiträge
300
Reaktionen
1
Hallo Sesam,


ich habe die Burghardt 105 Capitone SE in Nussbaum mit blauem Echtleder. Halt passend zum Blüthi :) Eine super Bank! Sehr stabil, nur leider sehr schwer, beim Spielen kurz aufstehen und verrücken - nicht so einfach! :)

LG
Patrick
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.111
Reaktionen
9.221
Hallo Sesam, von mir gibts 3 Empfehlungen:

1. Das wäre bei mir die erste Wahl, wenn mir Optik egal wäre. Vorzugsweise mit perforiertem Lederbezug. Hier knarzt niemals irgendwas, die doppelte Breite erlaubt viele Spielpositionen und die Höhenverstellung geht ratzfatz. ANDEXINGER PIANO BENCH LIFT-O-MATIC

2. So was öhnliches hab ich am Klavier: Extra dickes (hartes!) Polster - und ästhetisch absolut neutral. Perfekt für langes Sitzen. Traumhaft! BURGHARDT B 500 H BLACK POLISHED

3. Es geht aber auch preiswerter, vor allem wenn man die Flügeloptik ein wenig aufgreifen möchte. Den hab ich am Flügel und man sitzt ganz hervorragend (was man angesichts der Polsterungsart kaum glauben mag. Bei dem Preis muss man aber damit rechnen, dass es irgendwann mal quietscht (was man aber beheben kann): Thomann KB-85BP

Bei unbegrenztem Budget würde ich den Hintern entscheiden lassen. Ansonsten hat Variante 3 m.E. ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis. Preislich würde ich nicht noch tiefer gehen - überleg mal, wieviel Zeit Du darauf verbringst!

Anmerkung zu Patricks Post: Keine gute Klavierbank ist leicht!!!! ;-) Die von P. empfohlene Bank ist die Markenvariante zu meiner Nr. 3. Tolles Teil. Vor allem kannst Du beim Original die Füße passend zum Flügel wählen. Ja, ich denke, P's Empfehlung ist die beste für Deinen Flügel.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.111
Reaktionen
9.221
Halb OT:
Toll wäre auch das Teil hätte rechts und links so beheizte Handförmchen, in denen man zwischendurch kurz die Händchen aufwärmen kann, wenn sie so überhaupt nicht warm werden wollen; bei Frauen ist das manchmal echt ein Problem. Bei mir vor allem im Winter.
Gleiches Problem hatte meine KL. Bis ihr eine Schülerin Pulswärmer geschenkt hat. Das scheint Wunder zu wirken! Ist im Moment ohnehin angesagt ;-)
 
S

sita

Dabei seit
Juni 2011
Beiträge
361
Reaktionen
41
Preislich würde ich nicht noch tiefer gehen - überleg mal, wieviel Zeit Du darauf verbringst!
Ui, dann gehöre ich wohl zu den Total-Puristen. :D

Ich habe diese hier, nur mit anderem Holz und mit blauem Stoffbezug. Ich finde das reicht völlig aus, zumindest falls man als einzigeR darauf sitzt. Müsste ich ständig die Höhe verstellen, dann wäre mir das Kurbeln auf die Dauer zu nervig.
 
hasenbein

hasenbein

Dabei seit
Mai 2010
Beiträge
8.577
Reaktionen
7.384
Drehhocker geht gar nicht, weil man nicht stabil sitzt, sondern jede nicht genau senkrechte Kraftausübung dazu führt, daß entweder der Körper sich dreht, also die Stellung gegenüber dem Klavier sich verändert, oder aber man sich, um dies zu verhindern, irgendwo zur Stabilisierung anspannen muß.

Sowas hier GEWA music FX Pianobank de Luxe Braun matt ist allenfalls eine B-Lösung, obwohl am weitesten verbreitet (dies aber nur, weil diese Bänke relativ billig herzustellen sind!). Die Dinger fangen unweigerlich an, zu wackeln und zu knarzen. Außerdem ist nicht selten das Höhenverstellen eine nervige, langsame, die Hände anstrengende Arbeit.

Daher bleiben nur 2 vernünftige Möglichkeiten des Klavierbank-Kaufs:

1) Kurbelbänke (z.B. so was http://www.vanbremen.de/files/dsc03234_edited.jpg ); die werden aber eigenartigerweise nur wenig verkauft, Thomann hat z.B. keine einzige im Angebot;

2) Hydraulikbänke (sowas, was Fisherman als erstes verlinkt hat) - die sind eindeutig die absolute A-Lösung, weil hundertprozentig stabil. Halt auch teurer, aber eine überaus sinnvolle und langlebige Anschaffung.

LG,
Hasenbein
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.111
Reaktionen
9.221
In Ergänzung zu Hasis Post: Wenn man nur alleine am Klavier sitzt, braucht man das ganze Höhenverstellungszeug genau ein Mal ... (ansonsten hätte ich mich AUSSCHLIESSLICH für Variante 1 stark gemacht!)

@ sita: Ist ne Altersfrage. Wenn der A... schrumpelig wird, hat mans gerne gut gepolstert ;-). Spass beiseite - ist echt so: Mit 15 knackt man problemlos auf dem Boden, mit 20 brauchts ne Iso-Matte, mit 25 oder 30 wär ne Matratze recht und ab 40 besteht man darauf! (Ab 50 gibt man den exakten Matratzentyp an...). Sita, glaub mir (ich hatte bereits 2 von Deinen Hockern), zwischen der "Puristenvariante" und der noch gut bezahlbaren Variante 3 für 225,- liegen Universen. Und das hat gar nix mit Knarzen oder Höhenverstellung zu tun. Auf richtig guten Hockern sitzt man (fast) automatisch richtig und kann das auch lange mit Komfort genießen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sesam

Sesam

Dabei seit
Feb. 2007
Beiträge
1.935
Reaktionen
286
Allerliebsten Dank an euch für die Antworten bislang.
Also ich tendiere zur Lift-O-Matic Bank. Bei den klassischen Konzertbänken, weiß ich nicht, ob ich so gerne auf diesen gesteppten Beulen sitze. Sind die denn recht weich? Andererseits, wenn man darauf einsinkt, dann ist das ja auch instabil.

Die Preise sind in der Tat ganz schön ordentlich. Ich werde die nächsten vier Wochen versuchen, ein gebrauchtes Objekt zu bekommen über quoka.de oder so. Spricht da etwas dagegen? Durchgesessen, Gewichtsklasse, Apfeltyp, Birnentyp....

Ich warte noch auf Michas Antwort bzgl. seines Federhockers. Und alle anderen können auch noch gerne weiter ihre Sitzmöbel vorstellen. Der Faden ist ja auch für alle ganz informativ.

LG, Sesam
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.111
Reaktionen
9.221
Sesam - ich würde da nix gebrauchtes kaufen! Schaumstoff altert. Holz fängt das Knarzen an. Verkauft werden meist alte Dinger oder unbequeme. Überleg mal - weshalb verkauft man seinen Klavierhocker? Na? Weil man sich einen besseren gönnt! Wird hingegen das Klavierspiel aufgegeben oder tritt ein Todesfall ein, so wird in der Regel das Instrument verkauft - und der Hocker geht mit.

Bei den klassischen Konzertbänken, weiß ich nicht, ob ich so gerne auf diesen gesteppten Beulen sitze. Sind die denn recht weich?
Eben nicht! Knüppelhart - bzw. genau richtig. Ich dachte genauso wie Du, aber ab einer gewissen Preisklasse (V.3) sitzt man auf diesen Beulen unglaublich gut! Die "Täler" dienen vermutlich der "Belüftung" - hier schwitzt man niemals! Probiers aus! Es hat seinen Grund, weshalb die meisten Konzerte mit solchen Hockern stattfinden!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bassplayer

Bassplayer

Dabei seit
Nov. 2011
Beiträge
1.898
Reaktionen
829
Hallo,

ich war vor etwa einem Jahr auf der Suche nach einer Klavierbank. Nachdem ich bessere Qualität wollte als die China-Produkte für etwa 60 Euro, war zunächst eine Burghardt B5 Bank mein Favorit. Ich habe mich aber dann für ein Modell entschieden, dass im Bechstein-Zentrum unter deren Namen verkauft wird und von Homberg hergestellt wird. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Statt des Listenpreises von 225 hat man sie mir für 215 Euro angeboten, obwohl sie nach meinem Farbwunsch bestellt wurde. Mein Klavierstimmer empfiehlt Produkte von Eugen Reiner, fangen aber erst bei 245 Euro (stand vor einem Jahr) an.

Gruß,
Bassplayer
 

fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.111
Reaktionen
9.221
Nun, die Hintern sind verschieden - der eine hat mehr Polster am Körper, der andere weniger. Allen, die zur letzten Gruppe zählen, rate ich von Stühlen und Hockern mit umlaufendem Holzrahmen ab. Man sollte ja sehr weit vorne auf dem Klavierhocker sitzen (also mit halbem Hintern) und da ist eine Polsterung bis zum Rand sehr, sehr angenehm. Außerdem: Das Polster kann gar nicht dick genug sein, solange es HART ist.
 
solartron

solartron

Dabei seit
Apr. 2010
Beiträge
542
Reaktionen
0
Hallo Sesam,

ich empfehle aus eigener Erfahrung ebenfalls die Andexinger Lift-O-Matic, allerdings braucht man sie nicht zwingend in der (Echt-)Lederausführung - es reicht m.E. die einfache 'Stoff-schwarz' Version => Modell # 484.
Für das was geboten wird, ist sie definitiv nicht teuer. - Beim großen 'T' kostet sie unter 230€ - es gibt sie für den gleichen Preis sogar mit zwei versch. 'Sitz-Flächen': 75x33 und 65x33.
Unter den Klaviermöbeln ist sie beim grossen T nicht umsonst auf Verkaufsrang #8. (in '75x33') - Bewertung fast durchgängig 5/5 Sternen.
[Andere Stoffe & Plüsch gegen Aufpreis.]

Mit Gebrauchtkauf u. Spargedanken tust Du Dir in dieser Sache keinen Gefallen. (persönliche Einschätzung).

LG

Sol
 
Sesam

Sesam

Dabei seit
Feb. 2007
Beiträge
1.935
Reaktionen
286
So nun bin ich nach einigem Probesitzen schon etwas gezielter: ich sitze lieber auf einem harten Polster, und wenn dann nur ganz leicht genoppt, auf keinen Fall tiefe Dellen, weil ich dann das Gefühl habe, mich stabilisieren zu müssen. Was mir auch wichtig ist, dass die Bank ein Hochpolster hat, weil mir a) der Holzrahmen nicht gefällt und b) irgendwie doch drückt.

Optisch bin ich inzwischen auch sehr fokussiert: sie muss unbedingt einen kräftig roten Bezug haben, am liebsten aus einem festen unstrukturierten Stoff oder Velours. Leder ist mir zu kalt. Das Gestell muss schwarz sein und die Füßchen sollen unten eine kleine Verdickung haben.

Außerdem darf sie natürlich nicht quietschen und wackeln.

Nun fiel meine engere Auswahl auf eine Bank, die sich auf Nachfrage als sehr teuer erwies (825,-€), die schied dann leider aus. Das nächste Modell war eine Reiner Bank für ebenfalls knapp 500,-€ und somit auch über der Schmerzgrenze. Nun habe ich eine Burghardt Bank im Visier: Burghardt R350

Die Frage ist eben, ob es die auch in rotem Stoff gibt und ob diese Bank von guter Qualität ist? (Eigentlich in umgekehrter Reihenfolge :D)

LG, Sesam
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sesam

Sesam

Dabei seit
Feb. 2007
Beiträge
1.935
Reaktionen
286
Ja, aber das Polster ist mir zu weich (ich hatte auf den vergleichbaren Lift-O-Mat Bänken gesessen). Und sie sieht auch nicht hübsch aus.

Meine jetzige Bank ist von der Härte genau richtig, und sie sieht zum Flügel ganz passend aus, das Problem ist nur: sie hat eine konkave Sitzfläche und das ist eine Katastrophe. Für Bach ist das kein Problem, aber wehe die Hände müssen Ausflüge auf die kontralaterale Seite unternehmen. Die Steigerung davon sind jene antiken Bänke, die rechts und links so eine Art Gitter haben...

LG, Sesam
 
R

Rudl

Guest
Hat jemand eine Ahnung, wo man eine solche Mechanik kaufen kann?

Möchte mir eine Klaviebank selber bauen.

RUdl
 
Bassplayer

Bassplayer

Dabei seit
Nov. 2011
Beiträge
1.898
Reaktionen
829
Die Bank R 350 ist laut Übersicht von Burghardt auch in anderen Farben als schwarz lieferbar und rot gehört bei anderen Bänken ebenfalls zum Programm. Da die Bänke dieser Firma lt. Auskunft diverser Händler unter 200 Euro schon brauchbar sind, nehme ich an, dass dieses Modell in der Funktion keine Probleme machen sollte, kann hier aber nicht aus eigener Erfahrung berichten.
 
R

Raskolnikow

Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
404
Reaktionen
79
Es gibt auch andere Möglichkeiten. Musikalisch übergreifende Kooperationen zum Beispiel.
Neulich habe ich in meinem Überaum verzweifelt nach irgend etwas gesucht das eine angemessene Sitzhöhe bietet für den Flügel. Letzten Endes schaute mich mein Gitarren-Verstärker reizend an und ich entfernte einfach den Tragegriff von ihm und es passte perfekt von der Sitzhöhe (man muss lediglich bedenken, ich sitze gerne etwas tiefer)
Das ist der gute.
Marshall AS50D Akustik Gitarren Combo

Bei Bedarf kann man sich der Bequemlichkeit halber mit dünnen Kissen ausstatten.
Ist eben nur leider eine höchst individuelle Lösung und wohl etwas unpraktisch, sollte man Schüler haben, oder alg. mehrere Leute am Instrument zu Gange sein... :D

Schönen Gruß, Raskolnikow
 
 

Top Bottom