Klavier-Zubehör wird nicht an Privatperson verkauft?

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Scaramouche

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Hallo zusammen!
Ich möchte Intoniernadeln kaufen, aber die Zulieferer verkaufen angeblich nur an Firmen.

Heißt das, ich muss vom Ausland Zubehör beziehen, damit ich meinen EIGENEN Flügel SELBST intonieren kann?

Und was ist das denn in einer freien Marktwirtschaft für ein Gebahren?
Von wem geht das aus?

Kann mir jemand weiter helfen?
 
A

Anatol Analogon

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Und was ist das denn in einer freien Marktwirtschaft für ein Gebahren?
Tja, freie Marktwirtschaft heißt eben auch, daß jeder frei entscheiden kann, wem er was verkauft...

(Tatsächlich dürfte da eine Reihe von Aspekten reinspielen: Unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten im Firmengeschäftsverkehr, Gewährleistungsregelungen beim Verkauf an Endverbraucher, usw. Es gibt ja auch in anderen Bereichen Hersteller und Großhändler, die grundsätzlich nur an Firmenkunden verkaufen – Stichwort METRO. Möglicherweise gibt es in Deutschland doch einen Händler, der auch an Privatkunden verkauft, eventuell ist auch der Privatkundenmarkt in dem Bereich einfach zu klein. Dann mußt Du Dich entweder tatsächlich im Ausland umtun oder einem Klavierbauer schöne Augen machen. :p)
 
klaviermacher

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Tja, wenn er unbedingt sein Klavier tot stechen will, soll er doch mal Mutti`s Nähkästchen räubern...

:D
 
P

Pianosupply

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Gibt auch Händler, die an Privatpersonen verkaufen...;)

LG
Patrick
 
Bassplayer

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Zumindest kann man Akupunktur-Nadeln als Privatperson erwerben. Damit müsste es doch auch klappen und in den Hammerköpfen kann auch wieder das Chi des Spielers ungehindert durchfließen ;-)
 
Drahtkommode

Drahtkommode

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Wie? Ich hab neulich ne Intoniernadel problemlos gekauft?!?
Und der Verräter ist sogar in diesem Faden... :D

Es grüßt
Die Drahtkommode
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

S

Scaramouche

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Also by the way: Ich habe vor 15 Jahren schon einmal meinen neu befilzten (damals) Ibach-Flügel selbst intoniert und das Ergebnis war deutlich besser, als das so mancher Profis, die regelmäßig wegen der Zeitersparnis in den Hammerscheitel stechen und dann mir noch erzählen wollen, das wird heute so gemacht.

Was die Intonation eines Klavier oder Flügels angeht, bin ich regelmäßig von den sogenannten "Profis" enttäuscht worden.
Der vorletzte Klavierbaumeister hatte bei meinem Klavier die Hämmer neu abgezogen, als ich dann fragte, warum er es nicht intoniere, sagte er, das koste zu den vereinbarten 500.- Euro zusätzlich. Und schließlich sagte er, er mache es, wenn ich ihm sage, welche Töne er intonieren soll.

Darf sagen, selbst bin ich Berufsmusiker und habe 3 Flügel (Berdux, Ibach, Boston) und zwei Klaviere (Rosenkranz und Neupert).
 
klaviermacher

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Also wenn Du nix kaputt machst, dann nimm Nähnadeln. Kannst ja mal probieren welche Stärke für den Filz am geeignetsten ist. Die gibts von Stärke 1 - 8 zu kaufen.

LG
Michael
 
Klavier Volker

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Wenn Du als Privatmensch Klavierbauer Zubehör kaufen willst, dann google mal Meyne Klavierteileshop, da bekommst Du alles. Wenn es dann auch mal etwas besseres von Jahn, Renner, Baumgärtel sein darf, dann wendest Du dich vertrauensvoll an Patrick Prüfer Piano Supply, auch hier im Forum zu finden.

Gruß Volker

P.S. Ich bestelle auch gerade Stimm und Intonierzubehör :D
 
Klavierretter

Klavierretter

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Aber... bitte... wenn man noch nie intoniert hat, und meint, das mal selber versuchen zu wollen... auf jeden Fall an einem Instrument versuchen, an dem man "nichts kaputtmachen" kann. Das Intonieren ist meist eine Einbahnstraße... einmal zu weit, gibt es kaum noch einen Weg zurück. Es ist nicht wie beim Stimmen, dass man zu hohe Töne wieder runter und zu niedrige Töne einfach wieder rauf stimmen kann... hat man den Hammerkopf "kaputt" gestochen, ist er hin und wird nie wieder richtig schön klingen...
LG Georg
 
S

Scaramouche

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Aber... bitte... wenn man noch nie intoniert hat, und meint, das mal selber versuchen zu wollen... auf jeden Fall an einem Instrument versuchen, an dem man "nichts kaputtmachen" kann. Das Intonieren ist meist eine Einbahnstraße... einmal zu weit, gibt es kaum noch einen Weg zurück. Es ist nicht wie beim Stimmen, dass man zu hohe Töne wieder runter und zu niedrige Töne einfach wieder rauf stimmen kann... hat man den Hammerkopf "kaputt" gestochen, ist er hin und wird nie wieder richtig schön klingen...
LG Georg
Völlig richtig und ich wäre froh, wenn jeder Klavierbaumeister das beherzigen würde. Bei meinem Boston sind aus diesem Grund ein paar Töne völlig stumpf in der Mittellage. Ich hatte es erwähnt, er hat in den Scheitel gestochen und somit den ansonsten erstaunlich schönen Klang, was man an einzelnen Tönen wahrnehmen kann, drittklassig gemacht. Hoffe, beim nächsten Abziehen lässt sich noch etwas daran verbessern.

Und selbst mache ich mich an die alten Flügel.
Hatte beispielweise bei dem Berdux einen anderen Klavierbaumeister, der nur die Mechanik einstellte und den Flügel für schlecht hielt. Dieser klang auch sehr knallig und scheppernd. Den habe ich dann selbst bearbeitet und ich finde, es ist ein wirklich guter Flügel, was auch zwei Pianisten inzwischen bestätigten.
Und was aus dem alten Ibach noch wird, mal sehen.
 
K

Klavierbauermeister

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. Bei meinem Boston sind aus diesem Grund ein paar Töne völlig stumpf in der Mittellage. Ich hatte es erwähnt, er hat in den Scheitel gestochen und somit den ansonsten erstaunlich schönen Klang, was man an einzelnen Tönen wahrnehmen kann, drittklassig gemacht. .
Kenne ein paar Boston und bei diesen sind zahlreiche Töne derart dumpf und tot daß auch abziehen nichts geholfen hat. Glaube kaum daß die jemand so intoniert hat - das hat irgendeinen anderen Grund.
 
 

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