Kennt jemand diese Klavierbaufirma?

Walter

Walter

Dabei seit
31. Jan. 2008
Beiträge
1.168
Reaktionen
757
Hallo Ihr Klavierkenner und Kennerinnen,

eine Kollegin von mir hat an mich die Frage gestellt, ob ich die Klaviermarke kenne, wie alt das Instrument wohl ist, ob es sich lohnt zu investieren usw.
Rein äußerlich ist es ein sehr ansehliches Möbel. Eine saubere Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich, aber wenn jemand eine sachdienliche Auskunft hätte ... ?

Vielen Dank!

Walter
 

Anhänge

  • Bild 3 klein.jpg
    Bild 3 klein.jpg
    245,5 KB · Aufrufe: 90
  • Bild 2 klein.jpg
    Bild 2 klein.jpg
    296,8 KB · Aufrufe: 80
  • Bild 5 klein.jpg
    Bild 5 klein.jpg
    277,6 KB · Aufrufe: 77
  • Bild 1 klein.jpg
    Bild 1 klein.jpg
    292,2 KB · Aufrufe: 79
  • Bild 4 klein.jpg
    Bild 4 klein.jpg
    259,9 KB · Aufrufe: 65
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Hallo Walter,

Es ist ein Klavier mit Oberdämpfer-Mechanik und wenn nicht Dein ganzes Herz dran hängt würde ich kein Geld in die Hand nehmen.
Ich weiß, diese älteren Klaviere verführen durch ihrem Charme. ;-)

LG
Michael
 
Walter

Walter

Dabei seit
31. Jan. 2008
Beiträge
1.168
Reaktionen
757
Hallo Michael,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Trotzdem wäre es interessant: wie kann man rauskriegen, wie alt das gute Stück ist?

Aber das gute Stück so einfach zum Sperrmüll? Was kann man den sinnvolles damit anstellen?
Bernhard Ballas würde vielleicht eine Hausbar darin einrichten oder sonst was, aber es ist alles so aufwendig!
Sperrmüll??? :shock: :(

Ich gebe das weiter an meine Kollegin.

Liebe Grüße

Walter
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Ja ist ein Oberdämpfer, aber die Römhild Klaviere waren sehr gut....hier würde sich der Umbau zum Unterdämpfer durchaus lohnen - zumal es ein echt schönes Instrument als auch Möbel ist....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Hallo Michael,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Trotzdem wäre es interessant: wie kann man rauskriegen, wie alt das gute Stück ist?

Aber das gute Stück so einfach zum Sperrmüll? Was kann man den sinnvolles damit anstellen?
Bernhard Ballas würde vielleicht eine Hausbar darin einrichten oder sonst was, aber es ist alles so aufwendig!
Sperrmüll??? :shock: :(

Ich gebe das weiter an meine Kollegin.

Liebe Grüße

Walter
Nein nicht Sperrmüll!
Das Klavier ist von 1890, und wenn man es liebt kann man es schon richten. Man muss es sich ansehen. Auf keinen Fall umbauen zu einem Unterdämpfer, da der ursprüngliche Charakter wg. der neuen Anschlagslinie im Übergang verloren geht.
LG
Michael
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Nein nicht Sperrmüll!
Das Klavier ist von 1890, und wenn man es liebt kann man es schon richten. Man muss es sich ansehen. Auf keinen Fall umbauen zu einem Unterdämpfer, da der ursprüngliche Charakter wg. der neuen Anschlagslinie im Übergang verloren geht.
LG
Michael

Wie bitte ??? Die Anschlagsline der Hämmer verändert sich, wenn man einen Umbau von Ober- zum Unterdämpfer macht ???
Vielleicht in Österreich....
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
schon oft gemacht ;-)
 
S

Styx

Guest

Jo, wennst n paar Baßsaiten abzwackst könnt des gehen...feheln nachher bloß n paar Töne. :D Es mag allerdings möglicherweise eventuell unter Umständen OD Klaviere geben wo es möglich ist die Hammerlinie bei zu behalten - mir persönlich ist allerdings ein solches noch nicht untergekommen (wenn wir mal Geradsaiter ausklammern).

Aber mal zu dem Instrument hier; Gründerzeitklavier mit Oberdämpfung, altes Markenklavier (also mit Sicherheit kein 0815 Massenproduktionsoberdämpfer aus den Gründerzeitjahren). Der Umbau zum Unterdämpfer wird den Klang nachhaltig verändern und sollte nur in Betracht gezogen werden wenn die Dämpfung nicht zufriedenstellend zu richten ist. Man kann allerdings in das Gehäuse auch ein neues Klavier einbauen, dafür sollte man dann aber recht tief in die Tasche greifen um dem Klangvolumen der Größe gerecht zu werden, also etwas in der Richtung "Bechstein Concert". Ein billiges Kleinklavier in einem so imposanten Gehäuse wäre purer Snobbismus, dann kann man auch gleich ne Hausbar daraus basteln.

Ich für meinen Teil würde das Instrument in der Originalkonstruktion belassen und überholen, solche Instrumente verfügen über ein beeindruckendes Volumen, auch sollte hier vielleicht mal der Vorteil einer Oberdämpfungsmechanik erwähnt werden: die Spielart ist die eines Flügels ähnlicher, da hier nicht wie beim Unterdämpfer gegen die (Dämpfer)Federn angespielt werden muß.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht lohnt es sich natürlich nicht ein Oberdämpferklavier zu überholen, da es sich einfach nicht gut verkaufen läßt.

Viele Grüße

Styx
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Nein Styx...das geht bei vielen Modellen auch ohne Basssaitenverlust...lol...
Ich verstehe aber nicht, dass Du und Klaviermacher sich gegen einen Umbau wehren, da das was rauskommt i.d.R. besser ist als das was vorher da war. Außerdem wirkt sich der Umbau positiv auf die Spielart aus und man(n) hat danach ein wirklich gutes Instrument und der Wiederverkaufswert steigt gleich ganz erheblich, da es ja nach dem Umbau ein Unterdämpfer ist.....und kein Oberdämpfer mehr...
Mag sein, dass sich der "Charakter" ändert....aber das bedeutet ja keinenfalls etwas negatives...ganz im Gegeteil....
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Bisher ist jeder Umbau der von unseren Vorfahren als "besser verkäuflich" , "bekommt bessere Spielart" . "wird schöner" , "entspricht mehr dem Zeitgeschmack" usw.usf. im nachhinein jeweils als wertmindernd und kaputt gerichtet heraus gekommen.

Angefangen hat es mit den hübschen Stutzflügel. Falls jemand das nicht weiß: Die Bezeichnung Stutzflügel kommt daher, dass man 220-250cm lange, spitz zulaufende Hammerklaviere, die nach ein paar Jahrzehnten aus den Herrschaftshäusern und Schlössern mit großen Räumen ausgemistet wurden, nicht fort geworfen sondern umgebaut hat. Die Saiten kamen weg und der lange Spitz wurde abgeschnitten. Die Mensur verändert, neue Stege montiert und hinten eine Platte dran gebaut. Sie wurden auf ca. 160 cm gestutzt oft mit etwas (hochmodernen) Schmiedeeisen verstärkt und konnten so wieder verkauft werden an Leute mit weniger Platzangebot im Zimmer. Das waren die ersten Stutzflügel. Heutiger Wert genau null. Unschätzbare Instrumente fielen so dem Zeitgeschmack zum Opfer.

Weitere Schandtaten unter der Bezeichung "Verbesserung" gab es derer viele. Man denke an die vielen Mechanikumbauten, Gehäuseumbauten, durch die Epochen. Sie stehlen jeweils dem Instrument mehr als sie ihm geben. Nur ganz selten wurden dadurch Serienmängel behoben. Nur weil heute trockener Nachklang "modern" ist, würde ich ein solches Klavier nicht umbauen. Es verliert seinen ganzen Charme für immer. Könnte man ja gleich schwarze MDF-Platten dran montieren, wie so oft jetzt, weil Nuss und Kerzenhalter grad nicht mehr gefragt ist. Das wird übrigens auch serienmäßig jetzt gemacht... Leider!

LG
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Bisher ist jeder Umbau der von unseren Vorfahren als "besser verkäuflich" , "bekommt bessere Spielart" . "wird schöner" , "entspricht mehr dem Zeitgeschmack" usw.usf. im nachhinein jeweils als wertmindernd und kaputt gerichtet heraus gekommen.

Angefangen hat es mit den hübschen Stutzflügel. Falls jemand das nicht weiß: Die Bezeichnung Stutzflügel kommt daher, dass man 220-250cm lange, spitz zulaufende Hammerklaviere, die nach ein paar Jahrzehnten aus den Herrschaftshäusern und Schlössern mit großen Räumen ausgemistet wurden, nicht fort geworfen sondern umgebaut hat. Die Saiten kamen weg und der lange Spitz wurde abgeschnitten. Die Mensur verändert, neue Stege montiert und hinten eine Platte dran gebaut. Sie wurden auf ca. 160 cm gestutzt oft mit etwas (hochmodernen) Schmiedeeisen verstärkt und konnten so wieder verkauft werden an Leute mit weniger Platzangebot im Zimmer. Das waren die ersten Stutzflügel. Heutiger Wert genau null. Unschätzbare Instrumente fielen so dem Zeitgeschmack zum Opfer.

Weitere Schandtaten unter der Bezeichung "Verbesserung" gab es derer viele. Man denke an die vielen Mechanikumbauten, Gehäuseumbauten, durch die Epochen. Sie stehlen jeweils dem Instrument mehr als sie ihm geben. Nur ganz selten wurden dadurch Serienmängel behoben. Nur weil heute trockener Nachklang "modern" ist, würde ich ein solches Klavier nicht umbauen. Es verliert seinen ganzen Charme für immer. Könnte man ja gleich schwarze MDF-Platten dran montieren, wie so oft jetzt, weil Nuss und Kerzenhalter grad nicht mehr gefragt ist. Das wird übrigens auch serienmäßig jetzt gemacht... Leider!

LG
Michael

Was haben den diese Ausführugen deinerseits mit dem Umbau vom Oberdämpfer zum Unterdämpfer zu tun. In den 60 igern wurde viel Schindluder getreiben, bezüglich Gehäuse usw...aber dies alles hat mit diesem konkreten Fall nichts, aber auch gar nichts zu tun...

Die einfache Behauptung: "Bisher ist jeder Umbau der von unseren Vorfahren als "besser verkäuflich" , "bekommt bessere Spielart" . "wird schöner" , "entspricht mehr dem Zeitgeschmack" usw.usf. im nachhinein jeweils als wertmindernd und kaputt gerichtet heraus gekommen." ist absolut unhaltbar und hat mit der Realität nichts zu tun.
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Es gibt Leute, die alles machen, was machbar ist. Es geht nicht um Sinn, sondern um Machbarkeit. Seien es 150 Staudämme im Amazonasgebiet oder Wolkenkratzerstädte in der Wüste. Das ist Realität! Diese "Realität" wirst Du überall finden. Man kann sich damit identifizieren, es als Programm übernehmen oder nicht. Ich sage nicht, dass man so einen Umbau nicht machen kann oder ich nicht auch machen könnte, sondern dass das Klavier dann verloren ist. Du behauptest es würde "sich lohnen". Das ist eine krasse Fehleinschätzung! Wieso wurde in den 60 ern viel "Schindluder" getrieben? Es waren genau so Leute am Werk wie Du, mit dem gleich edlen Gedanken - nämlich dass "es Sinn" macht. Niemand der Kollegen damals machte absichtlich Schindluder.
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
So ein Quatsch...Staudämme, Woklenkratzer in der Wüste ? Das Klavier ist verloren ?? Warum ?? Das ist eine nur eine Behauptung die im Raum steht...deine persönliche Meinung...das ist alles. Bei einem Gehäuseumbau wird die Stilrichtung verändert...das ist das Schindluder der 60iger...heute würde man dies nicht mehr machen. Man baut auch keine Rastencembalos mehr...sondern nur noch historische Nachbauten...alles schön und gut.

Aber:

1. ist das Klavier nicht historisch
2. steigert der Umbau den Wert des Instrumentes und zwar von einem Liebhaberwert zu einem realen Marktwert
3. ist die Entwickung bezüglich der Klaviermechanik im wesentlichen abgeschlossen und wird seit nunmehr fast 100 Jahren nahezu identisch in jedes Instrument eingebaut (einige bauen eine Feder mehr ein, die anderen benutzen bewegliche Rollen, wieder anderes bauen Magneten ein, und wieder andere benutzen Carbon statt Holz...(mal sehen ob sich das durchsetzt)) Der Marktanteil dieser etwas veränderten Instrumente liegt aber höchstens bei 10 Prozent.
4. Aussagen über Charakter usw... sind reine subjektive Ansichten deinerseits und haben bei einer neutralen Bewertung der Sachlage nichts verloren...
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Warum so ungehalten?

Wenn sich jemand ein neues Klavier kaufen will, soll er doch.
Wenn Du dann ein schönes Gehäuse herum baust ist das doch OK.

Ein altes Römhildt Klavier bleibt nur dann ein Römhildt, wenn es nicht modernisiert wird und eine andere Mechanik ist nichts anderes als eine Modernisierung. Oberdämpfer spielen sich besser als Unterdämpfer - einzig einen gewissen Nachhall muss man in Kauf nehmen.
 
HoeHue

HoeHue

Dabei seit
17. Nov. 2010
Beiträge
1.259
Reaktionen
122
Ein altes Römhildt Klavier bleibt nur dann ein Römhildt, wenn es nicht modernisiert wird und eine andere Mechanik ist nichts anderes als eine Modernisierung.
Scheisse, nee. Hätte ich den Schriftzug von meinem Grotrian runterreißen müssen? Dabei hat sich die Kollegin vom Klavierbauer so 'ne Mühe gegeben, den wieder schön hinzubekommen. Oder gilt das nur, wenn man eine völlig andere Mechanik, also Unterdämpfer statt Oberdämpfer einbaut? Wie sieht's aus, wenn man eine Mechanik mit Piloten in einen Flügel einbaut, der vorher keine hatte?
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
26. Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.297
Scheisse, nee. Hätte ich den Schriftzug von meinem Grotrian runterreißen müssen? Dabei hat sich die Kollegin vom Klavierbauer so 'ne Mühe gegeben, den wieder schön hinzubekommen. Oder gilt das nur, wenn man eine völlig andere Mechanik, also Unterdämpfer statt Oberdämpfer einbaut? Wie sieht's aus, wenn man eine Mechanik mit Piloten in einen Flügel einbaut, der vorher keine hatte?
Hallo Hoehue,
Die Spielart verschlechtert sich, man kann auch sagen man verdirbt sie. Mein letzter Bechstein wurde deshalb bevorzugt, weil er eben noch die gebundene Mechanik hatte und nicht umgebaut wurde.

LG
Michael
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Hallo Hoehue,
Die Spielart verschlechtert sich, man kann auch sagen man verdirbt sie. Mein letzter Bechstein wurde deshalb bevorzugt, weil er eben noch die gebundene Mechanik hatte und nicht umgebaut wurde.

LG
Michael

So ein Schwachsinn...die Reibung wir geringer, die Trägheit auch und damit die Spielart präziser. Von Verderben kann keine Rede sein...wenn die Tangenten so gut wären, würden die heutigen Pianisten danach verlangen...tun sie aber nicht...aus gutem Grund !
 
S

Spielverderber2012

Dabei seit
29. Sep. 2012
Beiträge
125
Reaktionen
0
Ein altes Römhildt Klavier bleibt nur dann ein Römhildt, wenn es nicht modernisiert wird und eine andere Mechanik ist nichts anderes als eine Modernisierung. Oberdämpfer spielen sich besser als Unterdämpfer - einzig einen gewissen Nachhall muss man in Kauf nehmen.

Achso..und die Römhildt mit Unterdämpfung sind dann schon keine Römhildt mehr....oh, mein Gott..was für ein Wahnsinn !
 
HoeHue

HoeHue

Dabei seit
17. Nov. 2010
Beiträge
1.259
Reaktionen
122
So ein Schwachsinn...die Reibung wir geringer, die Trägheit auch und damit die Spielart präziser. Von Verderben kann keine Rede sein...wenn die Tangenten so gut wären, würden die heutigen Pianisten danach verlangen...tun sie aber nicht...aus gutem Grund !

Das ist ja interessant. Mag sein, daß mein subjektives Empfinden nicht das Maß aller Dinge ist. Aber ich habe noch keinen Flügel angespielt, bei dem mir die Reibung geringer und die Speilart präziser und schneller und schneller vorkam als bei Meinem, nachdem Michael die Finger dran hatte. Schlechtere schon und die dürften in den vielen Fällen Piloten gehabt haben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom