Kaltstart Performance beim Vorspiel


Levi R.
Levi R.
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Ich war ja noch nie dabei und weiß nicht wie das konkret abläuft. In jedem Falle werde ich berichten...

Wie organisiert ihr das mit Einspielen bei Euren Vorspielen, wenn 10 Schüler hintereinander ans gleiche Instrument sollen ? Dann müsste es "schalldicht" ja einen kzweiten Raum mit Instrument geben an dem sich immer "der/die nächste" einspielt. Das findet man ja höchstens in Musikschulen oder Hochschulen vor. Nicht mal der "gemeine" Gemeindesaal hat diese Möglichkeiten ... von Privathaushalten ganz abgesehen.


Ist "Eh klar"
Moin,

Erstmal viel Erfolg bei deinem Konzert. Das wird schon 🎶.
Und zu deiner Frage: Wenn möglich würde ich vorher immer eine Generalprobe stattfinden lassen. Da kann jeder das Klavier und die Gegebenheiten kennenlernen und sich drauf einstellen.

Musikalische Grüße
Levi
 
S
StefanN
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Der KL sollte es doch minimal ermöglichen, dass bis ca. eine Viertelstunde vor Beginn jeder Schüler für 10 Sekunden (ja, zehn Sekunden) mal die Grundakkorde des jeweiligen Stücks und was kurzes Läufiges spielen lässt. Dieses bisschen "Einspielen" wirkt Wunder.

Ich habe sowas immer sehr unauffällig schnell gemacht, während die Leute noch am Tratschen sind und sich aus ihren Jacken schälen.

Bei diesem g-Moll-Prélude würden mir der erste Takt, eine Oktavstelle und ein linke-Hand-Lauf (aus dem Mittelteil) genügen. Knapp zehn Sekunden, aber die Klavierkiste ist dann in meinen Händen.
 
ChristianN
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Der KL sollte es doch minimal ermöglichen, dass bis ca. eine Viertelstunde vor Beginn jeder Schüler für 10 Sekunden (ja, zehn Sekunden) mal die Grundakkorde des jeweiligen Stücks und was kurzes Läufiges spielen lässt. Dieses bisschen "Einspielen" wirkt Wunder.
Zum einen denke ich, dass sowas wahrscheinlich doch schon geht. Zum anderen kann ich kann ja nun doch Bach "Siciliana" quasi zum Einspielen vorneweg spielen und danach habe ich ein Gefühl wie die Kiste tickt und die erste Aufregung ist auch schon weg. Also so "kalt" wie befürchtet wird der Kaltstart dann zum Glück doch nicht.

In jedem Falle Danke an Alle für Eure tollen Tipps und Hinweise.
 
ChristianN
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Nachdem ich am Wochenende (wg. gr. Orchesterkonzert) keinerlei Zeit hatte Klavier zu üben, habe ich heute morgen das "Kaltstart-Experiment" gestartet und ohne vorher einen Ton gespielt zu haben eine Aufnahme gemacht. Ziel war: Auswendig durchkommen, Aufnahme ohne Schnitt, eben wie beim Vorspiel.

Ich denke die Kalauer auf der ersten Seite sind z.T. den kalten Händen geschuldet, aber viel wichtiger "ich bin (mal wieder) zu schnell gestartet". Das Tempo hier ist ca. 100 und eigentlich ist meine Zielmarke eher 95 und niedriger. Die 5 Metrononzahlen zuviel bringen mich in Ernstfall um.

Aber nun hier die Aufnahme. Lasst mich aber bitte nach dem Anhören "weiterleben".



Update: Eine Version bei der ich eingespielt war findet ihr hier.
 
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Peter
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Bechsteinfan
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Glückwunsch! Vorspielreif ist es nicht, aber zu einem KL-und-ihre-Schüler-Vorspiel reicht es allemal.

Was alles nicht klappt, weißte ja selbst am besten. Aus meiner Sicht (Achtung! Ich selbst spiele weit unter diesem Niveau) klingt es noch sehr unausgereift (also unter dem Motto: Das braucht noch 1-3 Jahre).
Anfang kalte Hände, hmm, ok. Zum Ende hin klingt es so als würde Dir die Puste ausgehen. Aber das ist bei Schülervorspielen immer! so. Es wird ja nix vorgespielt, was man eigentlich kann, sondern immer nur etwas, an dem man gerade arbeitet. Von daher alles gut.
 
ChristianN
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Was alles nicht klappt, weißte ja selbst am besten. Aus meiner Sicht (Achtung! Ich selbst spiele weit unter diesem Niveau) klingt es noch sehr unausgereift (also unter dem Motto: Das braucht noch 1-3 Jahre).
Eingespielt und in niedrigerem Tempo klappt es schon noch besser und ich habe etwas mehr Zeit mich darum zu kümmern Musik zu machen. Bei dem für mich zu hohen Tempo bleibt halt wahnsinnig viel auf der Strecke.

Zum Ende hin klingt es so als würde Dir die Puste ausgehen.
Völlig korrekt, das ist vor allem bei meinem zähen Kawai GL-30 so. Wenn ich auf dem Schimmel spiele, komme ich deutlich entspannter hinten raus. Es ist schlicht die viele Energie, die der GL-30 braucht, verbunden mit der Unfähigkeit schnell genug (und später dann überhaupt) wieder die Hände zu entspannen.

sondern immer nur etwas, an dem man gerade arbeitet.
Richtig. Ich habe lange überlegt ob es klug ist diese sehr mäßige Aufnahme hier zu posten, aber da es in dem Thread um "Kaltstart" geht, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe nicht das für mich derzeit maximal mögliche gepostet...sondern eben den Kaltstart.

@Peter Danke für Deinen ehrlichen Kommentar ! Alle anderen scheinen so verschreckt, dass sie sich gleich gar nicht mehr trauen zu posten :016:
 
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susa
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@ChristianN Wie kam es zu der Auswahl des Stücks?
(Mich hat es gestern bei den Stücken, die ich zu 150% konnte zerlegt. Eingespielt (ganze 5 Minuten) auf einem schönen Yamaha Flügel. Vorgespielt auf einem über 100 Jahre altem Flügel (den ich vorher nicht anspielen durfte). Bin immer noch frustriert…)

Wenn ihr insgesamt alle die aktuellen Stücke vorspielt: mach dir keinen Stress! Solange du cool bleibst und bei ein paar misslungenen Stellen nicht schreiend rausläufst, wird das schon. Es geht um nix ;–)

Komplett OT: Keine Ahnung, wie Teilnehmer von wichtigen Klavierwettbewerben oder Aufnahmeprüfungen die Nerven behalten. Da hängt ja die ganze Karriere dran
 
ChristianN
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Das ist schlicht das was derzeit im Unterricht in Arbeit ist. Nach dem Vorspiel werde ich es wohl erst mal zur Seite legen...und später darauf zurückkommen.

Mich hat es gestern bei den Stücken, die ich zu 150% konnte zerlegt.
Das tut mir Leid. Was hast Du gespielt und "in welcher Form" hat es Dich zerlegt ?

Wenn ihr insgesamt alle die aktuellen Stücke vorspielt:
So ist das wohl.

bei ein paar misslungenen Stellen nicht schreiend rausläufst,
Ich nicht, aber vlt. die Zuhörer ;-)
 
susa
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@ChristianN Habe meine 3 Prüfungsstücke gespielt (siehe Unvollendete Einspielungen). Die Fremden Länder wurden etwas fremder… Bin eine Taste versetzt aufgekommen. Hab das dann bis zur nächsten Phrase im Rhythmus durchgezogen. Aber nachher hat mich meine Tochter getröstet und zugegeben, dass sie sich auch etwas verspielt hat. Fand sie aber nicht schlimm und war einfach nur stolz, dass sie die Prüfung überhaupt gemacht hat.
Highlight bei mir war: wurde gefragt, ob ich im Violinschlüssel oder Bassschlüssel vom Blatt singen will. Hab dann beim Prüfer nachgefragt, wie viele Frauen er kennt, die Bass singen…

Zu deinen Zuhörern: da rennt keiner schreiend raus, jeder weiß, dass es ein Schülervorspiel ist!
 
ChristianN
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So, nach @Peter 's und @susa 's gut gemeinter, aber auch ehrlicher Kritik nerve ich nochmal und stelle eine Aufnahme "nach 3 Stunden Üben" zur Verfügung, d.h. 'warm'gespielt im Wortsinne. Vlt. hat ja noch irgendjemand Lust mein Gestöpsel anzuhören...

Wenn es beim Vorspiel so "rauskäme", wäre ICH sehr zufrieden. Besser geht zur Zeit nicht, ist halt wirklich ein (für mich) extrem schweres Stück, das mich sicher noch Jahre begleiten wird.



p.s. In einem Stück auswendig durchgespielt.
 
susa
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@ChristianN Mein Problem ist, ich kenn das Stück sehr gut (Aufnahmen, selber spielen kann ich es nicht). Wenn es jemand hört, der es nicht kennt: es klingt beeindruckend. Und da sind wir beim Schülerkonzert: die meisten kennen die Elise, den Anfang davon. Das wars. Also: du wirst beeindrucken :001:
 

C
Cheval blanc
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Hallo @ChristianN ,
Ich habe mir nur Deine erste Kaltstart-Aufnahme abgehört. Abgesehen von den paar Mißgriffen und der Konditionsschwäche gegen Ende finde ich Deine Interpretation überzeugend. Man kann es sicherlich als Virtuosen-Zirkusstück aufmotzen, aber ob „lauter und schneller“ dem Charakter guttun, wage ich zu bezweifeln. Die Ruhe kommt vor allem dem Mittelteil zugute. Also laß Dich nicht verrückt machen - und mach auch Dich selber nicht verrückt. Viel Erfolg beim Konzert!
 
Felix
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@ChristianN Ich finde die zweite Aufnahme richtig gut. Die erste ist auch nicht schlecht, die bessere Vorbereitung merkt man der zweiten aber an. Das ist ein Stück, das du früher oder später beherrschen wirst, die Unsicherheiten sind deshalb wohl keiner Rede wert, die hörst du selbst und wirst sie wegüben.
Mich interessiert der Klang. Rachmaninoff assoziiere ich mit Überschwang, Vollgriffigkeit, verschwenderischen Akkorden für sechs, sieben oder mehr Finger pro Hand. Das soll freilich so sein, kann aber schnell zu viel werden, wenn man sich hinreißen läßt. In den Rahmenteilen würde ich das Spiel etwas ausdünnen, harmonisch strenger pedalisieren, dynamisch mehr abstufen, jeden Akkord sauber auflösen. Ist das nicht so ein freches stakkato-scherzando Stück? Damit eine Geschichte erzählen, das Stück interessant machen! Variation, Abwechslung, Mut zu Eigenarten.
Allerdings kenne ich mich mit Rach nicht aus, kann auch alles falsch sein, komme vom zarten Chopin. Danke für die Einspielungen!
 
ChristianN
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Rachmaninoff assoziiere ich mit Überschwang, Vollgriffigkeit, verschwenderischen Akkorden für sechs, sieben oder mehr Finger pro Hand. Das soll freilich so sein, kann aber schnell zu viel werden, wenn man sich hinreißen läßt.
Das ist ein sehr guter Punkt. Wahrscheinlich ist das genau das was @Peter mit "sehr unausgereift" oben meinte. Ich werde mal sehen ob ich da kurzfristig noch etwas verbessern kann. Zumindest mit dem Pedal sollte noch was machbar sein. Vlt. muss ich mir einfach etwas mehr Zeit gönnen beim Spielen um nicht über manche Stellen drüberhudeln zu müssen und damit harmonischen Kauderwelsch zu erzeugen.

Ist das nicht so ein freches stakkato-scherzando Stück? Damit eine Geschichte erzählen, das Stück interessant machen! Variation, Abwechslung, Mut zu Eigenarten.
Dazu ermutigt mich mein KL auch jede Stunde. Für mich ist das Stück weniger "frech", sondern eher "martialisch". Ich empfinde es als eine sich unaufhaltsam aufbauende Bedrohung/Macht, die zunächst ganz harmlos daherkommt (Marschthema), sich dann als heroisch tarnt (Es-Dur-Stelle), es dann mit Verführung versucht (Mittelteil), um sich letztendlich aus dem Hinterhalt (ppp in T. 50) in ihrer ganzen Brutalität Bahn zu brechen. Diesen Bogen über 5 Minuten zu ziehen wird noch ein hartes Stück Arbeit.

Allerdings kenne ich mich mit Rach nicht aus, kann auch alles falsch sein, komme vom zarten Chopin.
Für mein Empfinden absolut genau richtig, sehe ich genauso.

Gerne, hab selbst dabei am meisten gelernt ;-)
Danke für Deine konstruktiven Hinweise !
 
V
Viva la musica
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Den Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Aufnahme zu hören, ist toll! Aber deine Zuhörer werden ja keinen Vergleich haben, deswegen wirst du bestimmt mit beiden Versionen gut ankommen! Wir drücken die Daumen!

Und vielen Dank für die Einspielungen! Waren eine sehr schöne Morgenbegleitung! :011:
 
Kalivoda
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1. Völlig unbekanntes Klavier (wohl ein Yamaha mit sehr leichtgängigen Tasten, sagt der KL); zum Üben habe ich ein Schimmel C-126 und einen strammen GL-30 zur Verfügung
Das ist das Leben eines Klavierspielers: immer wieder ein anderes Instrument. Deshalb: unbedingt einspielen am Instrument.

2. Totaler Kaltstart, keine Möglichkeit vorher sich auch nur minimal einzuspielen
Egal, wo so ein Schülervorspiel stattfindet, sollte es immer eine Möglichkeit zum Einspielen geben. Dazu sollten natürlich alle Schüler rechtzeitig da sein. Wenn beim Einspielen die anderen Schüler oder sonstige Gäste zuhören, macht das doch nichts. So ist nunmal die Situation und das sollte Dein KL auch berücksichtigen. In einer solchen Vorspielsituation so tun, als wäre es ein professionelles Konzert mit seinen Gepflogenheiten, ist einfach fehl am Platz.

Ansonsten hilft, je nachdem wie lange die Anfahrt dauert, sich auch schon zu Hause einzuspielen. Dann sind Deine Finger im Zweifelsfalle nicht mehr ganz kalt.
 
Felix
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Für mich ist das Stück weniger "frech", sondern eher "martialisch". Ich empfinde es als eine sich unaufhaltsam aufbauende Bedrohung/Macht, die zunächst ganz harmlos daherkommt (Marschthema), sich dann als heroisch tarnt (Es-Dur-Stelle), es dann mit Verführung versucht (Mittelteil), um sich letztendlich aus dem Hinterhalt (ppp in T. 50) in ihrer ganzen Brutalität Bahn zu brechen.
Ja, darauf kann ich mich einlassen :005:
 
F
Flieger
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@ChristianN Wir sind bei dem Stück wohl ungefähr auf dem gleichen Niveau. Für den Klassenabend ist es gut genug, denke ich. Was dir sicher hilft, ist, dass du dich von Fehlern nicht aus dem Konzept bringen lässt und gut weiterspielst.

Stilistische Anmerkungen: Ich würde nicht so extrem langsam werden, aber das ist Geschmackssache.
Ich würde bei den Dreiergruppen das Pedal bei der letzten Note auslassen, so dass sie kurz klingt. tatatat, nicht tatatammm.
Dieses verflixte A am rechten Zeigefinger in der zweiten Hälfte des B-Teils - da klingt bei mir die Zwischenstimme auch nicht so deutlich, wie sie soll. (Takte 42 und 44).
Du könntest auch versuchen, das D der Zwischenstimme (Takte 41 und 43) etwas leiser zu spielen. Dann wird das runder.

Jedenfalls wünsche ich dir morgen viel Erfolg!
 
ChristianN
ChristianN
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Ich würde nicht so extrem langsam werden, aber das ist Geschmackssache.
Wo meinst Du genau ? Die ganzen B-Teil oder nur das Ende des B-Teils wo das Tempo bei mir (bewusst) fast steht.

Ich würde bei den Dreiergruppen das Pedal bei der letzten Note auslassen, so dass sie kurz klingt. tatatat, nicht tatatammm.
Das versuche ich zu differenzieren. An den Stellen wo keine punktierte Viertel davor ist, ist mein Plan eigentlich "abzureißen" und bei den punktierten Vierteln liegen zu lassen. Aber die Gefahr ist, dass es dann nicht trocken genug wird. Muss ich mal experimentieren.

Dieses verflixte A am rechten Zeigefinger in der zweiten Hälfte des B-Teils - da klingt bei mir die Zwischenstimme auch nicht so deutlich, wie sie soll.
Ja, diese Stelle hat mich etliche Stunden gekostet. Am Ende habe ich mich für die "Amateur-Version" entschieden. Ich lasse das drunterliegende Fis weg und gehe mit dem Daumen auf das A. Dann geht da viel mehr Druck in das A rein und man hört die Zwischenstimme besser. Schien mir wichtiger, als das sowieso in der Oktave befindlich Fis zu doppeln.

Du könntest auch versuchen, das D der Zwischenstimme (Takte 41 und 43) etwas leiser zu spielen. Dann wird das runder.
Irgendwie sind meine Taktzahlen zum einen Takt versetzt zu Deinen. Das Verflixte A ist bei mir Takt 43/45 und das (verflixte) D steht bei mir in 42/44. Das D liegt halt am li. Daumen und da knallt es schnell mal, wenn man nicht aufpasst :027:, hast Du völlig Recht.
Habe übrigens die Henle-Ausgabe.


Danke für Deine hilfreichen Hinweise !
 
F
Flieger
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@Tempo: Ganz am Ende des B-Teils kann es beliebig langsam werden. Man braucht danach ja "Luft", um eine deutliche Beschleunigung zu spielen, ohne zu schnell für das eigene Können zu werden... ;-)
Da steht in den Noten auch ausdrücklich molto rallentando UND ritardando. Sonst steht nur diminuendo, aber nicht ritardando.
Aber auch an anderen Stellen über das gesamte Stück verteilt (ich glaube, bei fast allen Übergängen) wirst du sehr langsam - wie gesagt, ist Geschmackssache und man findet online unterschiedliche Interpretationen.

Ich finde, auch wenn eine punktierte Viertel davor ist, kann das Pedal mit dem dritten Ton hochkommen. Die punktierte Viertel hatte da schon genug Zeit zu klingen. ;)
Diese Marschbegleitung ist bei mir immer (glaube ich, ich müsste mich beim Spielen einmal genau beobachten) zackig tatatat.

@Taktzahlen: Das ist merkwürdig. Ich habe mir zum Nachschauen gerade einfach diese hier heruntergeladen:
https://www.mfiles.co.uk/scores/rachmaninoff-prelude-in-g-minor.pdf

Ja, auf dem D darf man nicht landen. Da muss idealerweise zuerst die Hand springen und dann der Daumen spielen. Piano. Und die anderen Finger noch leiser.

Ich muss mal ausprobieren, das untere Fis wegzulassen. Das klingt vielversprechend, danke!
 
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