Impromptu, in As-Dur Op.142,2 von Schubert

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Astrid, 20. Mai 2007.

  1. Astrid
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    Astrid

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    Hallo zusammen,

    gestern war ich im Kino und habe "vier Minuten" gesehen. Ein Klasse-Film!!! Und noch erstrecht, wenn man bedenkt, dass die Schauspielerin Herzsprung beim Casting noch nicht mal Klavier spielen konnte.......
    Klar wurde sie teilweise gedoubelt aber eben nicht immer. Und das, was ich gesehen habe, sah schon ziemlich gut aus. Fand ich jedenfalls.

    Besonders hat es mir im Film das o.g. Stück von Franz Schubert angetan.
    Ich habe mir mal die Noten dazu ausgedruckt und möchte es mal versuchen. Meine Klavierlehrerin treffe ich erst wieder am Donnerstag.

    Von euch würde ich jetzt nur gerne wissen, ob es schon jemand gespielt hat?
    Ob es mit 2 Jahren Erfahrung überhaupt zu schaffen ist? Sind irgendwelche "Tücken" versteckt, die ich nur noch nicht gesehen habe?
    Ich fand es vom hören, vom sehen (wenn es sogar eine nicht klavierspielende Schauspielerin kann....;) ) und von den Noten her eigentlich nicht soooo schwer. Aber vielleicht täusche ich mich?

    Liebe Grüsse
    Astrid

    P.S.: den Film kann ich echt empfehlen. Die beiden Frauen spielen grandios!!
     
  2. .marcus.
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    .marcus.

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    hallo astrid,

    Das Stück ist echt klasse.
    Als ich dieses Impromptu von Schubert gespielt habe, hatte ich schon länger als 2 Jahre Unterricht und ich hatte eigentlich keine wirklich großen Probleme. Der Mittelteil ist aber nicht ohne. :p
    Ich weiß nicht, wie du mit gebrochenen Akkorden zurechtkommst, die kommen ja da ständig vor.
    An deiner Stelle würd ichs mal versuchen. Auch wenn du vlt vorerst nur den ersten Teil hinbekommst, den anderen kann man ja später nachholen.
     
  3. chief
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    chief Guest

    Hallo Astrid, über dieses Stück wurde hier im Forum schon viel geschrieben, ich gebe jetzt nochmal meinen Senf dazu vor Beginn der Fingersatzdiskussion.
    Das Stück ist nicht alzu schwierig und schön melodisch. Es ist durchaus spielbar das Allegretto hat zwar einige doppelt erniedrigte Akkorde, aber das kriegste schon hin.
    Beim Trio mit den Triolen sieht das anders aus, hier kommt es auf legato und Tempo an, fang langsam an und steigere das Tempo.
    Da nach hast du es geschafft, es kommt wieder das Thema.
    Ich hoffe dir geholfen zu haben.

    Gruß Chief

    P.S. Ist übrigens auch so ein Klassik Gassenhauer.
     
  4. Astrid
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    Astrid

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    gebrochene Akkorde?
    doppelt erniedrigte Akkorde? :shock: :shock:

    Wir sprechen aber hier nur vom 2. Satz, gell???

    Von solcher Art Akkorden habe ich noch nie gehört, aber muss auch gestehen, dass ich eher Praxis- als Theorie-Unterricht habe.

    Daher habe ich diese Akkorde vielleicht sogar schon mal gespielt und kenne nur die Bezeichnung dafür nicht.

    Was also ist ein gebrochener Akkord? Ist es dasselbe wie ein doppelt erniedrigter ?

    Unwissende Grüsse
    Astrid
     
  5. chief
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    chief Guest

    Astrid ich habe auch wenig Ahnung will es aber versuchen mit meinen Worten zu erklären.
    Es geht hier 1. um das Allegretto, wenn ein Kreuz vor einem Ton steht wird der erhöht. Wenn ein b vor einem Ton steht wird der erniedrigt. Immer um einen halben Ton. Nun gibt es auch aber den Fall, das 2 bb vor einem Ton stehen, dann wird der doppelt erniedrigt, das meine ich damit.
    In dem Stück gibt es keinen zweiten Satz, sondern das Trio.
    Das mit den gebrochenen Akkorden ist falsch, es sind Triolen beachte die 3 unter den Noten.

    Gruß Chief
     
  6. Hartwig
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    Hartwig

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    Impromptus von Schubert

    Hallo Astrid,
    besagtes Impromptu gehört zum Repertoire jedes Klavierschülers. Wann es gut spielbar ist, weiß ich nicht, aber es lohnt sich auf jeden Fall, damit anzufangen.
    Wie schnell man den Mittelteil dann hinbekommt, ist meiner Meinung nach gar nicht so wichtig, das wird mit der Zeit. Meistens wird er wohl sowieso zu schnell gespielt (Ansichtsache).
    Das wäre aber ein Stück, das Du zu unserem nächsten Treffen schon vorspielen könntest, egal in welchem Tempo.

    Viel Spaß beim Üben und baldigen Erfolg

    Gruß Hartwig
     
  7. Astrid
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    Astrid

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    Hallo Hartwig,

    du kannst es ja einfach nicht lassen, mich immer wieder ans Vorspielen zu erinnern, was? ;)

    Aber wenn ich mir die Threads durchlese, die es bisher zu diesem Stück schon gab (danke für den Hinweis chief), dann stehen mir schon die Haare zu Berge.....

    Triller hier und Triolen da und so weiter.
    Ich sehe mich schon wieder monatelang an diesem Stück herumwerkeln, um es dann mehr schlecht als recht spielen zu können.

    Vorallem wird meine Lehrerin mich erstmal mit dem Stück, das ich momentan gerade üben muss, nicht aufhören lassen. Das muss ich erstmal fertig machen :(

    Liebe Grüsse und man sieht sich.....
    Astrid
     
  8. Astrid
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    Astrid

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    Hallo nochmal,

    und jetzt habe ich in meiner CD-Sammlung sogar noch eine Aufnahme gefunden, so dass ich sogar in etwa weiss, wie es sich dann mal anhören sollte :D

    Astrid
     
  9. chief
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    chief Guest

    Astrid, nicht aufgeben, das Ding ist zu bewältigen, können sogar Scrajabin Spieler hier im Forum.
    Denke an den Text, Oh seelig... ein Kind noch zu sein oder so ähnlich.

    Gruß Chief
     
  10. .marcus.
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    .marcus.

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    chief schrieb oben:
    Also das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen. Nach dem Auftakt des Trios z.B. findet sich im darauffolgenden Takt die Tonfolge f,as,des1. Das ist der Akkord Des-Dur, nur eben nicht alle Töne gleichzeitig, sondern nacheinander. So definiere ich einen gebrochenen Akkord. Das ganze Trio ist voll von diesen solchen Tonfolgen.

    marcus
     
  11. chief
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    chief Guest

    Das sind keine TONFOLGEN sondern Triolen!!!

    Wir haben es hier mit einem 3/4 Takt zu tun, zähl doch bitte mal wie ein Maikäfer 1-2-3.

    Zum Thema gebrochene Akkorde geh doch mal bitte in die Jazz Ecke wo Henglo den Cmaj7- gebrochen erklärt.

    Chief
     
  12. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Also hier werden doch Kategorien durcheinander geworfen. "Triole" ist eine metrische Kategorie; und "gebrochene Akkorde" sind harmonisch-melodische Gebilde: Eine als normaler Akkord gleichzeitig erklingende Menge von Tönen wird bei einzeln aufeinander folgender Spielweise als "gebrochener Akkord" bezeichnet. Werden davon jeweils 3 auf eine Zählzeit gespielt, ist das ganze halt triolisch.
     
  13. Hartwig
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    Hartwig

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    Ich stimme WuWei zu.

    Gruß Hartwig
     
  14. chief
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    chief Guest

    Das ist schon richtig was ihr da sagt, im Volksmund und in der Notensatztechnik (Sibelius) werden diese Stellen als Triolen (Tuplet) bezeichnet.
    Nochmal zur Theorie.Willy Schneider, Musiklehre für jederman sagt:
    Die Notenwerte können auch in anderer Weise als durch Halbierung unterteilt werden. Bei Dreiteilung entstehen TRIOLEN, bei Füfteilung QUINTOLEN usw.

    Gruß Chief
     
  15. chief
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    chief Guest

    Norman Lloyd sagt:
    Eine Triole wird angezeigt, indem man ein 3 oberhalb oder unterhalb der Noten setzt; wenn sich eine Triole mehere Male wiederholt, wird die 3 nach den ersten Triolen ausgelassen.
    Das trifft doch wohl auf unseren Schubert zu, oder fehlt mir da was?

    Gruß Chief
     
  16. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Das mag schon sein. Die Frage ist nur, warum du es nicht gleichzeitig als gebrochene Akkorde ansehen kannst.
     
  17. chief
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    chief Guest

    Ich sträube mich nicht dagegen, wie ich aber oben schon auführte ist das in der Praxis nicht üblich, vielleicht in der klassischen Harmonielehre.

    Chief
     
  18. Franz
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    Franz Guest

    Es ist in der Praxis sehr wohl üblich!!!

    Hier hab ich's schon erklärt:
    https://www.clavio.de/forum/showthread.php?p=23549#post23549

    Ehrlich gesagt kann ich nicht nachvollziehen und es wird langsam peinlich, mit welcher Penetranz du auf deinem "Blech" bestehst.
     
  19. chief
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    chief Guest

    Also kann ich davon ausgehen, dass Norman Lloyd im Großen Lexikon der Musik
    über Triolen Blech erzählt.

    Gruß Chief
     
  20. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Heilig's Blechle ...