Beethoven: Sonate Nr. 31 As-Dur, op. 110, 1. Satz (Paris / Köln)

pianovirus
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Beim diesjährigen Amateurwettbewerb in Paris habe ich in der 1. Runde den Kopfsatz von op. 110, zusammen mit der Sinfonia aus Bachs c-Moll-Partita gespielt. Gereicht es hat es damit zum sogenannten "Viertelfinale", einer Zwischenrunde ( / 'Fegefeuer' ;-) ), in welcher Kandidaten landen, die die Jury wohl interessant genug findet, deren Darbietung aber insgesamt nicht ganz so überzeugend war, dass sie sich damit direkt für das Halbfinale qualifizieren. Dieses Jahr gingen neun Kandidaten den direkten Weg ins Halbfinale und drei weitere qualifizierten sich über das Viertelfinale. Wie die meisten ja sicherlich schon erfahren haben war Johannes (Joh) einer der sechs Finalisten.

Ich habe leider wieder einmal festgestellt, dass es mir vor allem immer noch an Sicherheit und Nervenruhe fehlt. Von meinen musikalischen Ideen konnte ich glaube ich einiges umsetzen (habe mich auch gefreut, dass mehrere Leute dort mit positiver Rückmeldung auf mich zukamen), leider jedoch, so wirkt es auf mich, mit einer Vielzahl kleinerer und auch einigen größeren störenden Unregelmäßigkeiten. Im familiären Umfeld des Probevorspiels, das Jeremias und ich bei Marlene in Köln machen durften (wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchte) war das für mein Empfinden doch deutlich besser. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr ganz allgemein etwas an diesem Problem arbeiten kann (ich weiß noch nicht ganz wie, außer so oft wie möglich vor Leuten vorzuspielen....).

So, genug der Vorrede. Hier sind nun also vorerst einmal zwei Aufnahmen des 1. Satzes (Kritik ist natürlich erwünscht und willkommen); die gesamte Sonate habe ich nun auch schon einige Mal vorgespielt und möchte an einem der kommenden Wochenenden in der Ruhe des Überaums eine vollständige Aufnahme machen.

Paris (nur Audio):

Köln, auf Marlenes wunderbarem Bösendorfer:
 
Pianojayjay
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Welcome back!!! Bei den Videos werden Erinnerungen wach...
 
Marlene
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Lieber Tobias,

es freut mich sehr, dass Du wieder zu uns Clavionisten zurückgekehrt bist und uns mit Deinen Einspielungen begrüßt und erfreust.

Ich hoffe, dass ich dieses Jahr ganz allgemein etwas an diesem Problem arbeiten kann (ich weiß noch nicht ganz wie, außer so oft wie möglich vor Leuten vorzuspielen....).

Falls Du irgendwann in der Nähe von Köln sein solltest oder nach Köln kommen möchtest, dann stünde einer Wiederholung/Fortsetzung Deines (Eures) Probevorspiels meinerseits nichts im Wege.

Für all Deine weiteren Vorhaben wünsche ich Dir beglückende Momente und viel Erfolg.

Liebe Grüße
Marlene

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie"
Ludwig van Beethoven
 
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pianochris66
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Hallo lieber Tobias,

sehr schön, dass Du wieder im Forum aktiv bist. Das lässt nicht nur auf einen zusätzlichen Rätselteilnhemer hoffen:-) sondern vor allen Dingen auf einen regen Austausch wie in der Vergangenheit. Freut mich sehr!

Respekt fürs erreichte Viertelfinale, beim nächsten Mal spielen die Nerven bestimmt besser mit, ich würde bei solchen Wettbewerbssituationen wohl keinen Ton richtig treffen:-).

Liebe Grüße
Christian
 
pille
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Ich freue mich auch sehr, dass Du wieder da bist.
Tolle Aufnahmen!

Welcome back,

Wolf
 
Pianojayjay
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Gerne Marlene! Tobias fühlte sich bei uns auch wohl und wurde verwöhnt! Er kommt sicher gerne wieder ;)
 
pianovirus
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Danke Euch allen für die Rückmeldungen! Ich hatte die Beteiligung hier im Forum auch sehr vermisst.

Liebe Marlene, ich würde mich wirklich freuen, diese Möglichkeit wieder einmal wahrnehmen zu dürfen. Es war ein wunderbarer Tag bei Dir, der ja, auch einmal ganz abgesehen von der (für mich sehr wichtigen und hilfreichen) Vorspielerfahrung noch viele weitere Highlights musikalischer, sozialer und kulinarischer Natur mit sich brachte.

Wenn ich die großzügige und herzliche Gastfreundschaft von Jeremias und seiner Frau hier in der angemessenen Ausführlichkeit schildern würde, dann hätten die beiden vor lauter anklopfenden Besuchern sicherlich überhaupt keine Ruhe mehr!!! :drink:
 
Moderato
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Hallo Tobias,

ich freue mich auch sehr, daß Du wieder zurück bist. Die As-Dur Sonate komplett live von Dir gespielt habe ich sehr genossen.

Gruß
Manfred
 
Fips7
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Hallo Pianovirus,

ich möchte mich den anderen anschließen: es freut mich, dass du hier wieder mit von der Partie bist! Ich selbst bin ja nicht mehr sehr aktiv, lese aber noch mit, was mit interessiert. Und da sind mir deine Einspielungen abgegangen in den letzten Monaten.

Deinen ersten Satz von Beethovens op. 110 aus Köln habe ich mir neulich schon angehört, nachdem Marlene den Link gepostet hatte. Nun stellst du dem Video die Aufnahme aus Paris gegenüber. Ich finde, dass du den Satz sehr schön spielst. Aber was du hier schreibst...
Ich habe leider wieder einmal festgestellt, dass es mir vor allem immer noch an Sicherheit und Nervenruhe fehlt.
...das kann ich nachvollziehen und in der Paris-Aufnahme auch hören. Ich spüre da eine gewisse Schüchternheit, Zurückhaltung, Zaghaftigkeit - oder wie man es nennen soll - in deiner Interpretation.
Mir liegt es ja eher fern, bei Klavier-Wettbewerben anzutreten, aber es sind sicher gute Möglichkeiten, Auftritte zu üben. Ich hoffe, du bleibst dabei und lässt uns dann immer daran teilhaben.

Grüße von
Fips
 
pianovirus
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Danke auch Euch beiden, Manfred und Fips! Schön von Euch zu hören; mit Manfred hatte ich ja schon das Vergnügen in Köln, aber von Dir, Fips -- wirklich lange nichts mehr gehört! Ich hoffe, Du wirst auch über die Zeit auch wieder ein bisschen aktiver hier sein, so dass es auch von Dir ab und zu etwas zu hören (oder zumindest zu lesen) gibt!

Beim Thema "Wettbewerb" muss man denke ich wirklich zwischen den Motivationen für Amateur- bzw. professionellen Pianisten unterscheiden. Für Amateure gibt es ganz abgesehen vom Wettbewerbsaspekt viele Beweggründe, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen: Auftrittserfahrung sammeln, andere Verrückte kennenlernen bzw. wiedertreffen, lange Nächte mit viel Rotwein, natürlich viel Musik, und viel Inspiration..... Für mich war es das dritte Mal, und bisher jedes Mal eines der absoluten Jahreshighlights. Schade, dass Du das so kategorisch abzulehnen scheinst für Dich selbst.

Was meine Parisaufnahme angeht, so sehen wir das wohl ganz ähnlich. Wie gesagt, dieses Jahr möchte ich diesem Problem mehr Aufmerksamkeit schenken...es ist sicher nichts, was sich von heute auf morgen bessert, aber ich glaube schon, dass das möglich ist.

Liebe Grüße,
pianovirus
 

Fips7
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Ja, ich habe mich hier nur noch lesend und in den letzten Monaten sowieso nur sporadisch aufgehalten. Es gab einfach zu viel anderes zu tun, - so viel, dass ich sogar nur spärlich zum Klavierspielen gekommen bin. Deshalb sind meine Stücke auch nie bis zur Vorspielreife gelangt. Nach wie vor habe ich vor, Szymanowskis op. 3 irgendwann aufzunehmen, aber derzeit wird das noch nichts. Ich müsste mich da richtig reinhängen.

Das mit den Wettbewerben ist so eine Sache. Ich bin da etwas hin- und hergerissen. Einerseits ist mir die Verbindung von dem, um was es bei Musik geht, mit dem Gedanken eines Wetteiferns fremd. Andererseits könnte man das auch von der "sportlicheren" Seite sehen und den Spaß, den so ein Wetteifern ja auch mit sich bringt, in den Vordergrund stellen. Und vielleicht hast du recht, dass ein Amateur-Wettbewerb sowieso etwas anderes ist als ein Profi-Wettbewerb.
Was mir an vielen Amateur-Wettbewerben aber nicht gefällt, ist das, was Inaki heute schon geschrieben hat, nämlich dass dort auch studierte Pianisten teilnehmen dürfen. Das widerspricht völlig meinem Verständnis einer Amateur-Veranstaltung. Denn nur, weil ein Pianist nicht hauptberuflich als solcher tätig ist, ist er doch ein professionell ausgebildeter Musiker, der immer in einer anderen Liga spielt als wirkliche Amateure.
Es ist auf jeden Fall interessant zu hören, dass die Teilnahme an diesen Wettbewerben für dich immer ein "Jahreshighlight" war. Scheint also großen Spaß zu machen. Ich werde aber zunächst wohl eher wieder einen Auftritt anstreben wie vor drei bzw. vier Jahren im Rahmen eines kleinen Konzerts. Wenn die Zeit reif ist... ;-)

Grüße von
Fips
 
pianovirus
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Nach wie vor habe ich vor, Szymanowskis op. 3 irgendwann aufzunehmen, aber derzeit wird das noch nichts. Ich müsste mich da richtig reinhängen.

Es gibt leider keinen A***-tritt-Smiley; ein solcher wäre wohl angesichts des letzten Satzes in obigem Zitat angebracht! ;-) Ich würde mich jedenfalls über so eine Aufnahme von Dir sehr freuen.

Das mit den Wettbewerben ist so eine Sache. Ich bin da etwas hin- und hergerissen. Einerseits ist mir die Verbindung von dem, um was es bei Musik geht, mit dem Gedanken eines Wetteiferns fremd. Andererseits könnte man das auch von der "sportlicheren" Seite sehen und den Spaß, den so ein Wetteifern ja auch mit sich bringt, in den Vordergrund stellen. Und vielleicht hast du recht, dass ein Amateur-Wettbewerb sowieso etwas anderes ist als ein Profi-Wettbewerb.

Ich verstehe Deine Vorbehalte, auch wenn ich das für mich selbst nicht so sehe. Ich denke nicht, dass die Musik notwendigerweise degradiert (oder drastischer ausgedrückt, 'entweiht') werden muss, wenn man sie auch im Rahmen eines solchen freundlichen Wetteiferns zum Klingen bringt.

Was mir an vielen Amateur-Wettbewerben aber nicht gefällt, ist das, was Inaki heute schon geschrieben hat, nämlich dass dort auch studierte Pianisten teilnehmen dürfen. Das widerspricht völlig meinem Verständnis einer Amateur-Veranstaltung. Denn nur, weil ein Pianist nicht hauptberuflich als solcher tätig ist, ist er doch ein professionell ausgebildeter Musiker, der immer in einer anderen Liga spielt als wirkliche Amateure.

Ich finde das völlig ok, solange die Leute wirklich nicht als Pianist oder Klavierlehrer ihr Geld verdienen. Im Gegenteil finde ich es bewundernswert, wenn es jemand geschafft hat, z.B. ein Klavier- und ein Medizinstudium in seinem Leben miteinander zu vereinbaren.

Es ist auf jeden Fall interessant zu hören, dass die Teilnahme an diesen Wettbewerben für dich immer ein "Jahreshighlight" war. Scheint also großen Spaß zu machen.

Absolut!!!

Ich werde aber zunächst wohl eher wieder einen Auftritt anstreben wie vor drei bzw. vier Jahren im Rahmen eines kleinen Konzerts. Wenn die Zeit reif ist... ;-)

Das ist klasse. Wenn das wieder einmal soweit sein sollte, würde ich sehr gerne dazu anreisen!!
 
Pianojayjay
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Ich freue mich jetzt auf die beiden Wettbewerbe mit Tobias in Paris im Mai und im September in Aachen! Ist zwar kurz vor der Hochzeit aber ich habe grünes Licht ;)
 
Fips7
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