Ich kann keine Oktave greifen, was nun?

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Stewardess

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Anatol Analogon

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Ich fürchte, vorerst wirst Du nicht viel mehr tun können als klavierzuspielen und Dich in Geduld zu üben.

Die gute Nachricht: Für eine erwachsene Hand gibt es normalerweise keine anatomischen Gründe, die einen Oktavgriff verhindern würden. Allerdings muß sich die entsprechende Beweglichkeit und Dehnbarkeit der Hand erst entwickeln. Ein Scheitern ist damit aber noch lange nicht in Sicht.

Die weniger gute Nachricht ist: Womöglich wird das länger dauern als die kommenden drei Wochen. Damit könnte es dann ratsam sein, erstmal ein anderes Stück auszusuchen. Um welches Stück geht es eigentlich? Wer hat es ausgewählt? Und wesentlich: Welches Intervall kannst Du mit links greifen (was noch bequem und was maximal)?
 
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Stewardess

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Baxx

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Die Sachen von Thiersen sind sehr repetitiv und führen bei einem Anfänger schnell zu Verkrampfung. Wenn es denn unbedingt ein Stück von Thiersen sein soll, dann solltest du es nicht länger als 15 min am Stück üben.
>Was Oktaven anbelangt: Ich bin mir sicher, dass sich die Griffweite deiner Hände mit der Zeit von selbst vergrößert, auch mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen.
Du musst dir nur die nötige Zeit zugestehen und nichts erzwingen wollen.
 
rolf

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Nebenbei übe ich Sachen von Bach, die mir gut gefallen.
mein Tipp hierzu:
befasse dich mit den zweistimmigen Inventionen von Bach - da hast du für die nächsten zwei Jahre genug zu tun und das gottlob mit fantastischer Musik, und das ohne Oktaven greifen zu müssen.

...weiß dein Lehrer von deinem Problem mit den Oktaven? ...mich wundert die Auswahl
 
NewOldie

NewOldie

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Hallo Stewardess,

lass das Stück ruhig ruhen.

Sieh es meinetwegen als Schrottplatz:D für technische Übungen.

Vorschlag: Übe einfach die erste Em Sequenz, täglich kurz (wenige Minuten) über längeren Zeitraum (Wochen), bevor du dann langsam die Figuration von G, Hm und D dazunimmst.
Und bevor du die dazwischen liegenden Harmonietöne des Akkordes parallel zum Oktavgriff angehst, einfach die Oktave alleine üben.
Also nur E/e mit Daumen und Zeigefinger und nicht die Töne G und H noch dazwischen klemmen, falls es eh schon bei der Oktave hakt.

Musikalisch gesehen ist das Stück kein Verlust.:p
folge da lieber dem Ratschlag von rolf.

Lieber Gruß, NewOldie
 
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hasenbein

hasenbein

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...weiß dein Lehrer von deinem Problem mit den Oktaven? ...mich wundert die Auswahl
Stewardess, genau das ist der Punkt: Dein Klavierlehrer ist Schrott!

Sonst hätte er a) schon gemerkt, daß Du so eine kleine Handspanne hast (ein guter Lehrer achtet da von vornherein drauf) und mit Dir dieses Problem adressiert und Dir erklärt, inwieweit das die Stückauswahl einschränkt, und b) hätte er nicht ausgerechnet Comptine vorgeschlagen, das sogar doppelt scheiße ist: 1) weil es die ganze Zeit Oktavgriffe erfordert und 2) weil es ein doofes Stück ist.

Mit einem einigermaßen brauchbaren Lehrer wärst Du gar nicht erst auf den Gedanken gekommen, hier im Forum dieses Problem zu schildern.

Kündigen, Lehrer wechseln. Peng, aus.

LG,
Hasenbein
 
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Stewardess

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hasenbein

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Ich fahre nachher nach Hamburg rein und könnte einen Schwung Noten mitnehmen.

Ich glaube mein Klavierlehrer hält mich für bescheuert, komme regelmäßig mit anderen Sachen an, als die die ich als Hausaufgabe hatte... wechsel kann ich nicht. Da nützt das Geschimpfe auf den Lehrer nichts. Hier gibts keinen anderen weit und breit.
Letzteres stimmt mit Sicherheit nicht!

Wenn Du im Umkreis von Hamburg wohnst, sollte es problemlos möglich sein, einen anderen Lehrer zu finden!
 
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Stilblüte

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Such dir in Hamburg einen gut sortierten Notenladen und frag direkt dort nach passenden Noten. Je nachdem wie weit du schon bist könnten Menuette aus der Klassik etwas für dich sein (Haydn Mozart Beethoven), auch Clementi-Sonatinen wären möglich, evtl. Schumann Album für die Jugend, wenn es gefällt auch Bartók Mikrokosmus, ggf. Debussy Children's Corner.
Von Bach gibt es auch noch andere schöne Stücke - kleine Präludien und Fughetten, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach. Evtl. wäre das Heft "Toll in Moll" was für dich, das ist so ein Klavierstücke-Heft in Grün-Lila Batik-optik (...) mit verschieden schweren Stücken in Moll quer durch die ernstzunehmende Klavierliteratur.

Gruß Stilblüte
 

P

partita

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Liebe Stewardess,

erstmal hat Hasenbein sicher recht wegen des Lehrers - bitte schau dich ernsthaft nach einem anderen um! Es wird ganz sicher einen guten Lehrer geben! In Hamburg gibt es darüber hinaus auch eine Musikhochschule, dort gibt es nicht zuletzt auch Klavierstudenten, die sicher auch Schüler nehmen (und zumindest diejenigen, die ich hier von meiner Hochschule kenne, die Unterricht geben, kämen nie auf die Idee so unorganisiert in den Unterricht zu kommen oder die Individualität der Handbeschaffenheit nicht zu berücksichtigen! Beides ein absolutes No-Go!).

Dass du eine Krankheit hast, die dich einschränkt, ist natürlich sehr schade - aber es ist leider eine Sache, mit der man entweder lernen kann zu leben und das Beste daraus zu machen oder aber man kann jeden Tag erneut daran verzagen. Da es wunderbare Klavierliteratur gibt, bei der du keine Oktavgriffe benötigst, würde ich mir zumindest in puncto Klavierspiel da erstmal keine Gedanken drum machen! Im Übrigen kann Klavierspielen sogar sehr förderlich sein, wenn man solche Erkrankungen hat (und das Klavierspiel richtig angeht, sprich insbesondere NICHT die Hand überlastet mit etwas, das sie nicht können kann! *grr* das ärgert mich ja richtig, sowas zu lesen... und sowas will Klavierlehrer sein... *grr*). Gerade die Bach-Inventionen trainieren sehr schön eine gleichmäßige runde Geläufigkeit und das mit nicht zu großer Spanne - sie könnten also nicht nur machbar, sondern sehr gut für deine Beweglichkeit sein! Darüber hinaus schulen sie polyphones Denken und Hören sowie die musikalische Gestaltung einzelner Stimmen und die Klangbalance zwischen ihnen. Insofern möchte ich Rolf da sehr beipflichten und dich dazu animieren, die Inventionen einfach einmal als Ganzes zu kaufen und dich da durch zu spielen.

Interessant finde ich die Konstellation, dass der Lehrer dem Schüler die Comptine verpasst und sich der Schüler eine Invention raussucht - normalerweise kenne ich das andersrum ;)

herzliche Grüße und ganz viel Freude beim Klavierspiel,
Partita
 
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Anatol Analogon

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Versuche doch, Bartóks Mikrokosmos zu bekommen. Der bietet viel Beschäftigungsmaterial und erspart Dir sehr lange jegliche Oktavgriffe. Laß Dich nur nicht von der scheinbaren Einfachheit der Stücke täuschen! Die Beschäftigung damit kann Dich sehr schnell musikalisch wie technisch ein gutes Stück weiterbringen.

Wegen der Oktaven solltest Du ganz gelassen bleiben. Die dafür nötige Beweglichkeit Deiner Hand wird über kurz oder lang schon kommen. (Du hast in Deiner Vorstellung geschrieben, daß Du vor etwa einem Vierteljahr 36jährig mit dem Klavierspielen angefangen hast. Da ist es eigentlich ganz normal, wenn die Hand nicht so flexibel ist wie bi jemandem, der im Kindesalter begonnen hat.) Mit Hinblick auf Deine Arthritis solltest Du aber mit allzu aggressiven Dehnungsübungen sehr zurückhaltend sein.
 
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Stewardess

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NewOldie

NewOldie

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Ok, ich hab mir jetzt eine kleine Liste zusammen geschrieben, was ich kaufen will.

Mal ne blöde Frage: gibt es Noten eigentlich nicht in Ringbuchform? Diese Notenhefte rutschen immer weg. Das könnte man komfortabler lösen.
gibt es für die Inventionen mit neutral eingespielter CD, benutze ich selbst.

Bach - Inventions & Sinfonias (2 & 3 Part Inventions) (Alfred Masterwork Edition: CD Edition): Bach, Johann Sebastian: 0038081234380: Englische Bücher

Lieber Gruß, NewOldie
 
fisherman

fisherman

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Mal langsam... wenn das stimmt
Du hast in Deiner Vorstellung geschrieben, daß Du vor etwa einem Vierteljahr 36jährig mit dem Klavierspielen angefangen hast.
, sind dann die empfohlenen Stücke wirklich vernünftig? Ich bezweifle das gerade mal!

Sollte das stimmen, Stewardess, so schau mal in den Faden "Von Ängern für Anfänger!"
 
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Stewardess

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