ich brauche mal Hilfe mit einem Fingersatz

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Astrid, 25. Feb. 2007.

  1. Astrid
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    Astrid

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    Hallo zusammen,

    zuerst wäre ich froh, wenn mir jemand sagen kann, wie ich überhaupt so ein Stück Noten hier als Bild reinbekomme :)

    Gibt es da ein Programm? Da könnte ich die Noten schnell reinschreiben und dann hier einsetzten. Geht das?

    Und sonst müsste ich es euch hier sehr mühsam erklären, denke ich. Ginge aber notfalls auch.

    Vielleicht hat aber auch jemand das selbe Stück?
    Es ist ein Walzer von Chopin. In einer Walzersammlung (Urtext) ist es das vorletzte Stück und hat keinen Namen.
    Drüber steht Brown Index 133, Paris 1840
    Am Anfang steht noch Sostento.
    Es geht um Takt 14 und 15.

    Na, mal sehen, ob hier einer durchsteigt......

    Hoffnungsvolle Grüsse
    Astrid
     
  2. Astrid
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    Astrid

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    Hallo Rosenspiess,

    leider hat dieser Walzer eben keinen Namen.
    Im Heft meiner Lehrerin (diese blauen von G. Henle Verlag) heisst es nur "Anhang"
    In meinem Heft (Könemann) sind drei Sterne drüber......

    Und sonst habe ich schon alle Nummern und Infos, die über dem Stück stehen, aufgeschrieben.
    Es hat noch 3 "b", und zwar: a,h und e haben ein "b" .

    Als ziemlicher Laie, weiss ich nicht wie man die Tonart herausfindet :oops:
    (Asche auf mein Haupt!!!)

    Liebe Grüsse
    Astrid
     
  3. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Ah, Moment, ich habe ihn gefunden.....und in exakt Deiner Ausgabe!


    Ich nehme an, Deine Frage bezieht sich auf die rechte Hand.
    Ich schlage Dir ab Takt 14 diesen durchgehenden Fingersatz vor:

    Takt 14: 2-4-1-2-5-31
    Takt 15: 52-31-52-31-42-21

    Grüße,
    Rosenspieß.
     
  4. Astrid
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    Astrid

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    Vielen Dank Rosenspiess!!!!

    Interessanterweise habe ich von meiner Lehrerin einen anderen Fingersatz, mit dem ich aber eben nicht so zurecht kam. Darum habe ich hier mal gefragt :D
    Zur Verteidigung meiner Lehrerin muss ich aber sagen, dass sie mir den Fingersatz mal so schnell, schnell, bevor ich ging aufgeschrieben hat.
    Vielleicht hätte sie in Ruhe auch einen anderen gemacht.

    So, ich probiere deinen jetzt mal aus und werde dann berichten.

    Bis später also
    Astrid
     
  5. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Und nochmal ich: :-)

    Der Walzer steht in Es-Dur (F rische B rötchen ES sen.......)

    Der Wechsel von 31 (letzte Achtel in Takt 14 (C und A) auf 52 in Takt 15 (F und As) könnte Dir spanisch vorkommen. Hier musst Du den zweiten Finger über den Daumen übersetzen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. Feb. 2007
  6. Sabri
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    Sabri

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    Hallo,
    Takt 15 habe ich noch diesen:
    52,31,52,41,53,21

    den finde ich zum Schluss "bequemer".

    mfg
     
  7. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Stimmt, der ist zum Schluss bequemer, aber zwischendrin dafür etwas unbequemer :-) Wie man's auch macht, man muss sich irgendwo ein wenig bemühen :-)

    Ich habe die schon eingetragenen Fingersätze aus der Urtext-Ausgabe übernommen und die anderen nur eingefügt, dachte, das könnte sonst zuviel Verwirrung stiften......



    Jetzt würde mich auch noch der Fingersatz von Astrids Lehrerin interessieren.
     
  8. Astrid
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    Astrid

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    Tja, also der Fingersatz meiner Lehrerin ist folgender:

    1 2 1 2 5 21 für den Takt 14
    51 42 53 21 54 21 für Takt 15

    ich ende im Takt 13 mit Finger 2, darum fängt sie im Takt 14 mit dem 1. Finger an.

    Und bitte, falls es total daneben ist, zerreist sie nicht in der Luft, sie hatte wirklich nicht viel Zeit!!!!

    @ Rosenspiess:
    habe eben nur mal kurz an der ersten Variante herumprobiert. Ich habe etwas Mühe mit dem Wechsel von 5 auf 31 im 14. Takt. Da sind meine Finger zu kurz und mit 21 geht es besser. Nur dann kann ich nicht so problemlos mit 52 im 15. Takt weiter machen.
    Aber ich übe weiter und dann wird das schon irgendwie werden.

    @ Sabri:
    deins muss ich jetzt auch noch probieren. Nehme dann das, was für mich am besten geht. Vielen Dank!

    Liebe Grüsse
    Astrid
     
  9. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Na sowas! Der von Deiner Klavierlehrerin ist wirklich der beste. Ohne die Berücksichtigung der schon vermerkten Fingersätze wäre ich da wohl auch draufgekommen (hoffe ich zumindest :-) )

    Sorry, so viel Eitelkeit musste jetzt gerade mal sein ;-)


    54 würde ich halt durch 53 ersetzen. Das ist nun aber wirklich Geschmackssache. Ich würde mal den Fingersatz Deiner Lehrerin verwenden, sie kennt schließlich auch Deine Hände.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. Feb. 2007
  10. Astrid
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    Astrid

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    Und Rosenspiess,

    woran erkennt man nun, dass es ES Dur ist?

    Liebe Grüsse
    Astrid
     
  11. Astrid
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    Astrid

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    und nochmal ich:

    ach, das freut mich jetzt, dass meine Klavierlehrerin so ein glückliches Händchen hat :)

    Aber bei ihrem Fingersatz bekomme ich Probleme im Takt 15:
    von 51 nach 42 gleich am Anfang verknote ich mir fast die Finger :(

    Da ist mir die andere Variante aber lieber.....

    und legato soll es doch auch noch sein.....

    Gruss
    Astrid
     
  12. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Hallo Astrid,

    die Kreuze und die B's, die die Tonart bestimmen sind immer die selben.

    Es gibt Merksätze:

    für die Kreuze: G eh D u A lter E sel, H ole FIS che. G-Dur ein Kreuz, D-Dur zwei Kreuze usw.... EIN Kreuz ist immer Fis, wenn es zwei Kreuze sind, bleibt das Fis erhalten und das Cis kommt hinzu, die beiden bleiben bei drei Kreuzen erhalten usw..... Dur-Tonleitern haben Halbtonschritte zwischen der 3. und der 4. Stufe und der 7. und der 8.. Ansonsten bestehen sie aus ganzen Tönen. Du kannst also mal versuchen, bei G beginnend, eine Durtonleiter aufzubauen und wirst sehen, das Du ein Fis brauchst um den Halbtonschritt zw. 7 und 8 hinzubekommen.

    Der Merksatz für die B's ist: F rische B rötchen ES sen AS sessoren DES GES undheitsamtes.

    Studiere z. B. unter musica.at den Quintenzirkel. Aussen stehen Großbuchstaben, die Du mit diesem Merksatz abschreiten kannst. Das sind die Durtonarten. Innen stehen die jeweils parallelen Molltonarten. Das heisst, beim G aussen steht innen ein e. Wenn Du beim E beginnend also mit den Tönen von G-Dur eine Tonleiter spielst, ist das e-moll äolisch, bzw. natürlich.
    Moll ist ein Kapitel für sich, das jetzt hier zu weit führen würde. Ob ein Stück in Dur oder Moll steht, kann man einerseits am Klang hören. Eine einfache, aber nicht immer richtige Faustregel ist es, sich den ersten und den letzten Akkord des Stücks, bzw. des Teils anzusehen. Hat ein Stück ein Kreuz und endet auf einem Akkord auf E, steht es mit hoher Wahrscheinlichkeit in Moll.

    Musica.at erklärt dies ganz einfach und anschaulich und bildet auch den Quintenzirkel ab.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. Feb. 2007
  13. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Nochmal ich :-)


    Legato ist es auch noch wenn Du nur von As nach G eng bindest. Dann kannst Du bequem den zweiten über den ersten setzen und den vierten abheben um ihn in Position zu bringen( natürlich möglichst legato aber nicht sooooo streng).
     
  14. Stilblüte
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    Stilblüte

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    den ersten Spruch kenne ich auch so, für den zweiten gibt es lustige Alternativen:

    Frische Brötchen essen Asse des Gesanges
    Frische Brötchen essen Astronauten des Geschwaders
    (Frisches Brot essen alle Deutschen gern- aber die letzen beiden Wörter sind nicht ganz passend).

    Kennt zufällig jemand noch einen anderen Spruch als den mit dem Esel, der Fisch holen soll...?
     
  15. Astrid
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    Astrid

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    Hallo Rosenspiess,

    vielen Dank für diese Ausführung.
    Ich kannte bisher nur die Merksätze für die Töne ansich.
    F ritz A ss C itronen Eis
    E s G eht H urtig D urch F leiss

    So habe ich früher die Töne gelernt im Violinschlüssel.

    Und die Moll und Dur Tonleitern und das alles werde ich mir wohl mal anschauen, aber ich frage mich ein bisschen, wozu man das braucht, wenn man einfach nur ein Stück spielen möchte....
    Ist das sooooo wichtig?

    Liebe Grüsse
    Astrid
     
  16. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Ich gestatte mir, diese Frage mit einem ganz lapidaren "Ja" zu beantworten :-)
     
  17. Astrid
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    Astrid

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    @ Rosenspiess:

    wahrscheinlich wird das hier zu lang jetzt, oder?
    Und hat ja auch nichts mehr primär mit meiner Frage zu tun.

    Aber falls du in Frankfurt dabei sein solltest (ich meinte du kommst später oder so?), dann könnten wir da ja nochmal ansetzen....
    Wenn du willst.

    Einen schönen Sonntag noch und jetzt muss ich aber auch mal ein bisschen
    üben ;)
    Oder erst mal Mittag essen?
    Mal sehen.

    Liebe Grüsse
    Astrid
     
  18. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Kein Problem, Astrid, ich fand es auch nicht zu langwierig. Ich finde einfach, man kann diese Frage mit nichts als einem schlichten "Ja" beantworten. Darum habe ich das so gemacht :-)


    Viele Grüße,
    Rosenspieß.
     
  19. Zeisig
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    Zeisig Guest

    "Ist das sooooo wichtig?"
    Rosenspieß' lapidares "Ja" ist richtig, muß aber natürlich begründet werden, wobei allerdings das Wort "wichtig" noch der Eingrenzung bedarf: "Wichtig" ist gar nix, schon gar nicht das Musikmachen. Aber wenn man denn schon Musik macht, wäre es dann nicht sinnvoll, die Sprache und ihr Vokabular zu kennen? Kleines Beispiel aus dem hier diskutierten Stück: In, nach meiner Ausgabe, Takt 19 gibt es einen Baßvorschlag. Hat man keinerlei Kenntnis von Tonarten- und Akkordlehre, macht der keinen Sinn. Mit ein wenig Kenntnis aber sieht man sofort, daß es der Grundton der darüberliegenden Harmonie ist (Dominant7 zu Es), und dadurch wird auch klar, wie man ihn spielen muß, nämlich als vorausgenommenen Baßton, den man klingen läßt (mit dem Finger oder mit dem Pedal, egal) und nicht etwa als kurzen Vorschlag sofort wieder aufhebt. Zugegeben, das kann man sich mit ein wenig Klangsinn vielleicht auch noch ohne Theorie zusammenreimen. Aber welchen Sinn macht es, eine Sprache sprechen zu wollen, deren Grundlagen man nicht versteht?
    Das mag nicht sooo wichtig sein, aber sooo schwierig sollte es eigentlich nicht sein, sich die 12 Buchstaben des Quintenzirkels zu merken, die in Wahrheit nicht 12, sondern nur 7 sind. Deren Abfolge sich durch Merksprüche einzuprägen, halte ich für ziemlich überflüssig, weil sie sich von allein ergibt, wenn man das Prinzip nur erst einmal verstanden hat und sie sich darum selber ableiten kann. Das Alphabet aus 26 Buchstaben kann man doch auch problemlos hersagen ohne Merksprüche, obwohl das im Gegensatz zum Quintenzirkel keinerlei Logik in sich birgt und völlig willkürlich ist.
    Und: Die Musik, die man da spielt, wurde von einem Komponisten entworfen, der in dieser Logik gedacht hat und sie völlig verinnerlicht. Verstehe ich seine Sprache, indem ich mich weigere, sie zu lernen?
     
  20. Rosenspieß
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    Rosenspieß Guest

    Hallo Zeisig,

    in guter Tradition hast Du natürlich wieder mal grundsätzlich recht. Ich möchte aber noch folgendes anmerken:

    selbst in einem Internetforum ensteht bisweilen so etwas wie eine Lehrer-Schüler-Konstellation. Natürlich nur für Augenblicke.
    Ich nehme mal an, dass Du im Unterrichten erfahren bist und so wird es Dir ein geläufiges Phänomen sein, dass Schüler sich vor den bedrohlichen erscheinenden, weil noch nicht ergründeten theoretischen (und oft auch den technischen) Grundstrukturen der Musik zuweilen ängstigen und -in der Hoffnung, es möge "auch so gehen"- vor deren Ergründung zurückschrecken. Dieser Zahn sollte Leuten, denen man ein Vorankommen gönnt, unbedingt gezogen werden. Wenn hierzu Merksprüche helfen, finde ich sie gut.
    Sicherlich gibt es auch viele Leute, die viel mündiger ihre eigene Ausbildung in die Hand nehmen. (Astrid, das ist NICHT an Dich gerichtet) Die sind aber nicht die Regel. Wichtig ist das Ergebnis: Leute wollen wollen ihr Klavierspiel fortentwickeln. Wenn wir Ratschläge erteilen, sollte die Erreichung dieses Ergebnisses zu befördern unser Ziel sein.
    Wobei ich Dir unbedingt zustimme: es ist nicht soooo schwierig diese Dinge zu erlernen und sie sich dann auch zu merken. Daher verfahre ich bei meinen Schülern und auch hier im Internet und fast nur in dieser Beziehung nach dem Motto (sicherlich geprägt von meiner Erfahrung im Unterrichten): friss, oder stirb. Es gehört dazu, sich mit diesen simplen Grundlagen auszukennen. Das müssen Schüler den Lehrern einfach glauben. Sollten sie es tun, werden sie es auch noch erfahren.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Feb. 2007