Hygrometer

  • Ersteller Ersteller seemawn
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  • #101
Das wäre dann ja eine richtige Messung und nicht Schätzung. Huch!

Der Haken an der Geschichte ist: die Messung macht Mühe, das wird nix im Alltag.

Ich mach das viel einfacher: Einfach gut 45% anstreben, dann passt das schon, auch wenn ein nennenswerter Messfehler dabei sein sollte. Das Pianino wird das einfach aushalten müssen, ist ja nur ein Yamaha.

Es war auch nach anderthalb Jahren ziemlich verstimmt, das verstimmte auch den Klavierstimmer. Er will jetzt in zwei Wochen nochmal kommen und nacharbeiten und drohte sogar mit einem vielleicht nötigen dritten Besuch. Meine ab und zu ausgesprochenen Ermahnungen an die Gattin, doch endlich diesen Fachmann einzuladen, wurden in der Folge konsequent mit anderen und prioritären Notwendigkeiten "beiseitegewischt".

Der muss wohl recht streng gewesen sein … :egelTeufel: … wahrscheinlich ärgert es ihn, dass ein so junges und doch auch recht passables Instrument gleich mal so gründlich vernachlässigt wird. Der muss sich sicher oft genug mit alten, staubigen Kästen herumg'fretten, die wenig Spaß bei der Arbeit machen.
 
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  • #102
Wer sich für das Thema Luftfeuchte interessiert, hier ein anschauliches Video:

 
  • #103
Wie überprüfst du die tatsächlichen Luftfeuchtewerte?

Indem ich Hygrometer aufstelle.

Das besten funktionierende Hygrometer ist meine Haut. (…)
Mein Wohlbefinden dürfte so in etwa mit dem meines Instruments übereinstimmen.

Auch wenn es meine Frage nicht beantwortet hat, kann ich deine Erläuterungen nachvollziehen. Bei mir sind es die Augen, die bei Werten um 40 % leiden.

Würde mein
laufen, dann hätte ich jetzt genug Luftfeuchtigkeit und hätte gar nicht nach den Hygrometern gefragt. Aber aufgrund einer Verletzung der Rotatorenmanschette bin ich derzeit nicht in der Lage, den Deckel des Gerätes abzuheben.

Beim Salztest hatte keines der Hygrometer 75 % erreicht, die Werte waren nach acht Stunden: Venta 70,2 (vorher 46,3), neues TFA Dostmann 30.5011 65,6 % (vorher 40,1) und altes TFA Dostmann 30.5011 67,8 % (vorher 40,1). Was lerne ich daraus: Die TFA liegen richtig, Venta- und Haar-Hygrometer zeigt ca. 5 % zu wenig an.

Ich warte auf die überfällige Lieferung (jemand beim Händler hat meine Bestellung verschlampt), damit mit zwei Venta LW45 die erforderliche Luftfeuchtigkeit für Zwei- und Dreibeiner erreicht werden kann.
 
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  • #104
  • #105
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  • #106
Neu wohlfeil um sage und schreibe 2.000 € — auch noch ohne Prüf- und Eichzertifikat. Ich denke, dieser Anspruch schießt ein wenig übers Ziel hinaus.
Bei (wie ich herauszulesen glaube) hochwertigen (und offensichtlich mehreren?) Tasteninstrumenten sollte dies im Blick auf die Werterhaltung wohl kein Thema sein.
 
  • #107
Neu wohlfeil um sage und schreibe 2.000 € — auch noch ohne Prüf- und Eichzertifikat.

Ich denke, dieser Anspruch schießt ein wenig übers Ziel hinaus.
Als günstigere Alternative schlage ich ein Schleuderpsychrometer vor, das man sich mit etwas Geschick auch selbst basteln könnte:

luftfeuchte2.jpg
 
  • #108
Selbst für ein 100.000-Euro-Instrument wird es egal sein müssen, ob es nun 43,2 oder 47,6% rel. Feuchte ausgesetzt wird. Es ist eben so, das Leben ist kein Wunschkonzert. Das pure Wissen um Kommastellen bringt den Besitzer nicht weiter, die Luftfeuchte kann sich mehrmals täglich ändern und ist (außer vielleicht in einem Terrarium) nicht auf einzelne Prozentpunkte genau kontrollierbar.

Insofern halte ich die Ausgabe für ein für meteorologische und wissenschaftliche Zwecke qualifiziertes Instrument für überflüssig.
 
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  • #109
Kommt hinzu, dass erstens die eigentlich relevante Messgröße "Holzfeuchte" nur äusserst träge mit einigen Wochen Verzögerung der Luftfeuchte hinterher läuft, und dabei von deren kürzeren Schwankungen überhaupt nichts mitbekommt. Und dass zweitens die Luftfeuchte in Wohnräumen lokal recht unterschiedlich ausfallen kann, und wand-, boden- oder deckennah bzw. in Abhängigkeit vom wechselnden Luftzug so unregelmäßig ausfallen und schwanken wird, dass ihre ständige präzise Messung in Bezug auf die irgendwann resultierenden Holzfeuchtewerte eine geradezu irreführende Genauigkeit vorgaukeln dürfte...

Um die Holzfeuchte in langfristig vernünftigen Grenzen zu halten, reicht daher eine grobe integrale Erfassung der Luftfeuchte unmittelbar in Nähe des Resonanzbodens völlig aus. Selbst das billigste digitale Hygrometer vom Wühltisch wird in seiner (Un-)Genauigkeit dieser Aufgabe gerecht. Stattdessen ernsthaft eine teure Überwachung mit aufwendig geeichten Präzisionsgeräten anzustreben fände ich geradezu absurd - um nicht zu sagen heillos übertrieben (und beinahe peinlich inkompetent, hüstel... (-:) außer natürlich man hat Spaß an der Freud')
 
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  • #110
Selbst das billigste digitale Hygrometer vom Wühltisch wird in seiner (Un-)Genauigkeit dieser Aufgabe gerecht.
Möglicherweise. Ich habe sowohl mit "preiswerten" mechanischen als auch digitalen Hygrometern schlechte Erfahrungen gemacht. Das mechanische (in Kombination mit einem Thermometer, nicht justierbar) zeigt derzeit 75 % relative Luftfeuchte an, und das digitale (in Kombination mit Thermometer und einer Funkuhr) das ganze Jahr hindurch immer 20 %. :blöd:
Meine digitale Wetterstation zeigt derzeit einen realistischen Wert von 46 % relativer Luftfeuchte; in der Bedienungsanleitung ist eine Genauigkeit von +/- 5 % angegeben.
Deshalb: Augen auf beim Hygrometerkauf! :004:
 
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  • #111
... und das digitale (in Kombination mit Thermometer und einer Funkuhr) das ganze Jahr hindurch immer 20 %.
Und vielleicht kiekt man da auf das in dreieinhalb oder drölfdreiviertel Jahren ermessene "Minimum", und sollte mal in die Anleitung gucken ... <duck>
 
  • #112
  • #113
Deshalb: Augen auf beim Hygrometerkauf! :

Ach was, diese übliche "Genauigkeit" der einfachen digitalen Schätzeisen reicht doch für den Zweck aus. Klar kann man da immer mal Pech haben und ein defektes Gerät erwischen... Die Zuverlässigkeit wird im Fall der billigen Digitalen aber kaum mit dem Preis korrelieren, es sind Massenprodukte. Die Genauigkeit vielleicht schon eher, falls für mehr Geld auch tatsächlich selektierte Sensoren mit besserer Kennlinie verbaut sind, was einem die technischen Daten dann eigentlich verraten müssten. Aber ich glaube kaum, dass so eine höhere Messgenauigkeit notwendig ist und tatsächlich mehr Schutz vor Resonanzbodenrissen bieten würde. Dann lieber mehrere billige aufstellen, oder welche mit Funk und Loggingfunktion zur Aufzeichnung der Verläufe...
 
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  • #114
Ich habe ein ganz normales analoges Haarhygrometer. Da ist eine Stellschraube dran. Alle paar Monate das Teil für 2 Stündchen in ein feuchtes Tuch einpacken und nachkalibrieren, ich stelle es dann zwischen 95 und 98% ein. Damit ist man an der realen Luftfeuchtigkeit schon ganz gut dran. Das kalibriert zwar nur den Offset und nicht die Spanne, aber immerhin - gut genug, finde ich.

Ob ein Hygrometer im Raum dann "40,1%" oder ""36,8%" anzeigt, wäre mir sowas von egal. Die grobe Richtung muss stimmen. Und ich traue da Haarhygrometern mehr zu als irgendwelchen einfachen digitalen Dingern, zumindest wenn das Haarhygrometer so kalibriert ist, wie ich es beschrieben habe, und das Digitalhygrometer unkalibriert ist.

Bloß weil ein Digitalhygrometer eine Dezimalstelle nach dem Komma anzeigt, heißt es noch lange nicht, das es genau ist. Es kann gut und gerne trotzdem +/- 5% abweichen (was ich auch nicht als zu schlimm erachten würde).

Wichtiger ist vielleicht, wo das Ding platziert ist. Bei mir ist es im Flügel drin und nicht irgendwo im Raum. Ich denke, dass ist der beste Platz dafür.
 
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  • #115
Aber ausstattungsmäßiger Overkill ist halt groß in Mode: nicht kochen können, aber eine Bulthaup- Küche, zum Brötchenholen ist der SUV gerade groß genug. Da muß es dann auch ein Hygrometer sein, das jeder Forschungseinrichtung zur Ehre gereichen würde.
 
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  • #117
Jetzt darf ich endlich den etwas nervig-lauten Luftbefeuchter (Venta LW74 WiFi) täglich länger aktivieren

Bist Du sicher, dass Deiner richtig läuft, also die Verschraubung der Plattenstapelachse absolut fest sitzt?

Auf Stufe 3 ist er wirklich unerfreulich laut. Aber diese Einstellung war (zu meiner Verwunderung) bei mir nicht notwendig. Auf Stufe 1 hat er - auf der Galerie stehend - diesen großen Luftraum mit 45-50 % beglückt. Das besorgen jetzt zwei LW45 (einer oben, einer unten) auf Stufe 1. Den LW74 werde ich wegen meiner Probleme mit der Feinmotorik verkaufen. Vor zwei Wochen wäre mir fast der Deckel auf die Füße gefallen.


LW74_Galerie.jpg
 
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  • #118
Da ist aber auch Volumen! Ein wunderschöner Flügelort.

Aber einen kleinen Vorteil hab ich auch in meinem kleinen aber liebevoll restaurierten Häuschen:
venta.jpeg

Bei mir reicht "Venta ultraleicht" zweimal am Tag ein nasses Handtuch und zusehen, das die Verdunster Wasser haben. ;-)
 
  • #119
Ein wunderschöner Flügelort.
In der Tat. Kurzer Exkurs vom Thema gestattet? Wird der auch für Aufnahmen oder kleine Konzerte genutzt? Und darf ich fragen, um welche beiden Flügelmodelle es sich da handelt? Und gibt es vielleicht sogar Klangbeispiele der Instrumente und ihrer akustischen Umgebung? (Ist die so ohne Teppiche nicht vielleicht etwas hallig?) Fragen...
 
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  • #120
Bist Du sicher, dass Deiner richtig läuft, also die Verschraubung der Plattenstapelachse absolut fest sitzt?

Auf Stufe 3 ist er wirklich unerfreulich laut.
Ich habe 5 Stück davon, 4 im Betrieb, einen daheim. Da haben wir Vergleich: Stufe 1 leise hörbar, Stufe 2 deutlich hörbar, Stufe 3 furchtbar. — Wir haben es gerne ruhig.
 

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