Flügel-Dämpfer regulieren

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Klavierfreund56

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Ich habe folgendes Problem: Bei meinem neuen Flügel funktioniert die Dämpfung in den unteren zwei Oktaven nicht einwandfrei, sodass beim Spiel manchmal Töne mitschwingen und den Klang verschmutzen. Der Klavierbauer hat nun die entsprechenden Dämpfer reguliert. Aber anstatt die Drähte mit den Schrauben zu regulieren hat er die Drähte gekröpft. Ist das eine übliche und erlaubte Praxis? Der Flügel ist ja noch neu und ich möchte die Garantie nicht verlieren. Übrigens musste er nach nur zwei Monaten erneut regulieren.

Klavierfreund56
 
P

Pianosupply

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Es kommt halt darauf an, worann es gelegen hat, dass der Dämpfer nicht sauber abgedämpft hat. Wenn es nun weg ist, wird der Klavierbauer das schon richtig gemacht haben.
Und es ist normal, dass ein Neuinstrument nochmal nachreguliert werden muss. Das liegt daran, dass sich die Filze und Leder erst noch setzen müssen.

Also mach dir mal nicht soviele Gedanken und nutze die Zeit lieber zum Spielen :) :klavier:

LG
Patrick
 
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jensen1

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Die Dämpfung wird mit den Schrauben bzw. Piloten lediglich auf gleichmäßiges Abheben eingestellt. Für die Dämpfungswirkung ist aber auch die Position des Dämpfers auf der Saite entscheidend und vor allem auch, dass der Dämpferdraht ohne Widerstand durch die Garnierung läuft. Sowohl wenn der Dämpfer nicht sauber auf die Saite aufsetzt als auch wenn der Draht nicht mit geringster Reibung durch die Garnierung läuft, ist die Dämpfung beeinträchtigt. Für diese Fälle wird der Draht entsprechend gekröpft. Das ist nicht nur erlaubt, sonder so notwendig und richtig.
 
Marlene

Marlene

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Laienfrage nachdem ich bei Google nichts eindeutiges entdeckt habe: Handelt es sich bei der Garnierung um die Filzstreifen, welche bei S&S rot und bei Bechstein grün sind?
 
klavierrestaurator

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garnierung ist... genau das was du sagst... wenn es eine führung aus holz und einen stift aus metal gibt, dann wird das holz garniert (mit kaschmier beklebt), dass alles geräusch- und reibungslos läuft... das selbe gibt es bei den tasten...
lg
emmanuel
 
klavierrestaurator

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ah das ist ja was anderes. eine saitenauflage/polster... hat das einen spezifischen namen eigentlich (weiß ich auch nicht)? und dient dazu, dass die saiten von der agraffe (der "mssingknopr" wo die saiten durchlaufen) bis zum stimmwirbel nicht in der luft hängen. was zum mitklingen dieses teils und dem rutschen der saiten (am stimmwirbel) nach unten führen würde. normalerweise ist das ein mit filz beklebtes holzteil.
 
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Fine

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ah das ist ja was anderes. eine saitenauflage/polster... hat das einen spezifischen namen eigentlich (weiß ich auch nicht)? und dient dazu, dass die saiten von der agraffe (der "mssingknopr" wo die saiten durchlaufen) bis zum stimmwirbel nicht in der luft hängen. was zum mitklingen dieses teils und dem rutschen der saiten (am stimmwirbel) nach unten führen würde. normalerweise ist das ein mit filz beklebtes holzteil.
Werden die nicht auch Plattengarnierungen genannt?
Ich habe leider ein schlafendes Baby auf dem Bauch herumliegen und kann nicht in meine (schlauen?) Bücher schauen, aber aus dem Bauch heraus...
Insofern würde ich Marlene recht geben.
Hier wurde aber doch von den Garnierungen im Dämpferrechen geschrieben. Gibt ja jede Menge Garnierungen (*yammi*) im Klavier.
So und jetzt gehe ich auch mal schlafen, hier haben bestimmt noch andere erhellendes beizutragen :).

Auf die Ursprungsfrage wurde ja eigentlich schon geantwortet. ich bekräftige es nochmal.
Dämpferdrähte kröpfen ist regulärer Arbeitsgang beim regulieren von Dämpfungen.

LG Fine

Offtopic PS

Marlene

Laienfrage nachdem ich bei Google nichts eindeutiges entdeckt habe: Handelt es sich bei der Garnierung um die Filzstreifen, welche bei S&S rot und bei Bechstein grün sind?
Die alten S&S Nussbaum Flügel haben übrigens auch grüne Plattengarnierungen??. Daran und am stehenden Nussbaum Furnier im Innenrimm kann man schnell die nachträglich umlackierten Flügel erkennen.
 
 

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