Fitnesstraining für Pianisten

Eigengewichtsübungen, bei denen der ganze Körper gesamt-koordinativ involviert ist.

Dazu kann ich auch das Buch "Fit ohne Geräte" von Mark Lauren sehr empfehlen.
Eigengewichtsübungen für jeden Fitness-Stand, überall durchführbar.

Muss aber zugeben, dass ich die Übungen nur phasenweise regelmäßig mache. Manchmal hab ich einfach keinen Bock drauf und mir ist das zu eintönig bzw. ich stelle fest dass mentale Fitness immer die Basis ist.
Eine ausgiebige (Berg-)Wanderung wirkt da wahre Wunder bei mir. Aber das ist sicher sehr individuell...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu kann ich auch das Buch "Fit ohne Geräte" von Mark Lauren sehr empfehlen.

Ich trainiere auch schon ein paar Jahre mit diesem Buch, allerdings nur über den Winter als Ausgleich zum Mountainbiken/Rennradfahren im Sommer. Die Trainingspläne im Buch sind für mich eine grosse Stütze um zu trainieren, ohne fehlt mir ansonsten die Motivation.
 
Ich habe gestern voll übermotiviert durch diesen Faden mir so ein Liegestützentraining auf YT angesehen und auch gleich ausprobiert. Ich kann nämlich keine einzige Liegestütze. :015:
Heute dann einen Mordsmuskelkater gehabt (liegestütze kann ich immer noch nicht, aber fleissig Vorübungen gemacht..).
Als ich dann dem besten Ehemann von allen, dem ich einen in jeder Hinsicht mir vergleichbaren Untrainigszustand attestieren würde, heute morgen von meinem Muskelkater vorgejammert habe, turnt der mir der aus dem Stand ohne jede Vorübung noch vor dem ersten Morgenkaffee fünf Liegestützen vor. :blöd:
Anschließende Büroumfrage unter den Sportskanonen unter den Kolleginnen ergab, dass die auch alle keine Liegenstütze können. Kann es sein, dass Frauen da irgendwie physisch benachteiligt sind????
 
Dazu kann ich auch das Buch "Fit ohne Geräte" von Mark Lauren sehr empfehlen.
Eigengewichtsübungen für jeden Fitness-Stand, überall durchführbar.

Muss aber zugeben, dass ich die Übungen nur phasenweise regelmäßig mache. Manchmal hab ich einfach keinen Bock drauf und mir ist das zu eintönig bzw. ich stelle fest dass mentale Fitness immer die Basis ist.
Eine ausgiebige (Berg-)Wanderung wirkt da wahre Wunder bei mir. Aber das ist sicher sehr individuell...
Das Gute bei "Trainieren wie im Knast" ist, dass es in Leveln abläuft. Man hat also zum einen stets konkrete Ziele, auf die man hinarbeitet (z.B. Endzahl von 15-20 schrägen Liegestützen zu schaffen, um dann fortzuschreiten zum nächsten Level "weniger schräge" oder gar "normale" Liegestütze), zum anderen kann man sich immer wieder auf die Schultern klopfen, dass man jetzt schon bei dem und dem Level in der Progression ist.

Zudem macht man die Übungen ja nicht mal täglich, und jeder Workout ist nur kurz (alles zusammen so 30 Minuten). Das macht es leicht.

Früher habe ich es auch immer nicht geschafft, irgendwelche Körperübungen konsequent durchzuziehen. Jetzt fällt es mir leicht und macht mir Spaß, und an den Off-Days denke ich sogar "schade, heute muss ich ja pausieren".
 
Motivation ist natürlich der Knackpunkt. Zuhause fehlt mir manchmal die Energie um Liegestützen etc. zu machen und ich fühl mich dann auch regelrecht müde...wenn ich dann mal wieder einen hohen Berg als Ziel habe, renn ich 1000-2000 Höhenmeter hoch und strotze plötzlich nur so vor Energie.

Also, irgendwelche Ziele setzen, kann sicher motivieren. (Aber die herrliche Aussicht aufs Tal als Belohnung hat man nach den Liegestützen halt nicht ;)).
 
Anschließende Büroumfrage unter den Sportskanonen unter den Kolleginnen ergab, dass die auch alle keine Liegenstütze können. Kann es sein, dass Frauen da irgendwie physisch benachteiligt sind????
Sind sie, denn Frauen haben im Schnitt bei vergleichbaren Voraussetzungen nur ca. 2/3 der Maximalkraft von Männern, dafür aber einen höheren Fettanteil. Ungerecht, nicht wahr? Was ganz speziell bei euch hinzukommen mag, ist z.B. eine Liegestützvorerfahrung deines Mannes aus der Jugend und/oder eine unterschiedliche Intensität in den Alltagsbewegungen. Wer von euch beiden schleppt z.B. die Getränkekisten?
Trotzdem können auch Frauen Liegestütze lernen, allerdings bei fehlenden Grunderfahrungen nicht in zwei Tagen. Und damit schließt sich der Kreis zum Klavierspiel, bei dem bekanntermaßen auch viel Geduld beim Erlernen neuer Stücke/Bewegungen erforderlich ist.
 
Wie kann man so etwas nur schreiben! Reiner sexistischer Biologismus! Geschlecht ist lediglich ein soziales Konstrukt! Ich kenne eine Frau, die problemlos 50 Liegestütze schafft!
 
Soviel zu Soldatinnen in der Infanterie und Polizistinnen in den Hundertschaften…
 
Wie kann man so etwas nur schreiben! Reiner sexistischer Biologismus! Geschlecht ist lediglich ein soziales Konstrukt! Ich kenne eine Frau, die problemlos 50 Liegestütze schafft!
Klimperline (so wie ich sie kenne) macht weitaus mehr Liegestützen als Du Dir ausmalen kannst, wenn sie das so wollte, da bin ich mir ganz sicher 😊 Ich denke, sie spricht da aus Erfahrung aus der Arbeit mit ihren Trainingsgruppen und ihrer Berufung zur Sportlehrerin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Schultergelenk ist auch im Alltag sehr wichtig und ich wüsste spontan nicht, wie man die Rotatorenmanschette mithilfe von Eigengewichtsübungen trainieren soll.
Z.B. mit Schulterliegestützen (man stützt sich dabei auf den Unterarmen ab). Auch gut: Ausgestreckten Arm nach außen z.B. gegen einen Türrahmen drücken (Handfläche nach innen), halten, entspannen...
 

Macht hier keiner oder keine Ballett? Koerperspannung bei flexiblen Armen, viel Dehnung, Rumpfstabilitaet, Schultern moeglichst unten, Kraft ist auch gefragt und vor allem Gleichgewicht. Jedenfalls waere das nicht so richtig "Sport" mit stinkigen Umkleiden in Fitnessstudios mit seltsamer Musik, haha...und gar nichts zum Fingerbrechen wie Handball oder so.
 
hat übrigens auch Arnold Schwarzenegger betrieben, weil es die Koordination trainiert.

Ballett erfordert in meinen Augen eine extrem hohe, wenn nicht sogar von allen Künsten die höchste Körperbeherrschung. Und bisher habe ich eine perfekte gemeinsame synchrone Verbeugung am Ende eines Auftritts weder bei Musiker/innen noch bei Schauspieler/innen gesehen. Immer wirkte es, wenn auch teilweise nur minimal, unbeholfen. Balletttänzer/innen hingegen beherrschen die gemeinsame Verbeugung als perfekte, vollkommen synchrone Vollendung. Nur ein Detail, aber es sagt eigentlich alles.

Interessant wäre auch, was @LaSylphide dazu sagen könnte.
 
hat übrigens auch Arnold Schwarzenegger betrieben, weil es die Koordination trainiert.

Ballett erfordert in meinen Augen eine extrem hohe, wenn nicht sogar von allen Künsten die höchste Körperbeherrschung. Und bisher habe ich eine perfekte gemeinsame synchrone Verbeugung am Ende eines Auftritts weder bei Musiker/innen noch bei Schauspieler/innen gesehen. Immer wirkte es, wenn auch teilweise nur minimal, unbeholfen. Balletttänzer/innen hingegen beherrschen die gemeinsame Verbeugung als perfekte, vollkommen synchrone Vollendung. Nur ein Detail, aber es sagt eigentlich alles.

Interessant wäre auch, was @LaSylphide dazu sagen könnte.
Ja, stimmt, aber ist es nicht gut, wenn die Koordination trainiert wird? Ballett ist jedenfalls meiner Meinung nach sehr fasznierend und unterbewertet. Es vereint apollinische und dionysische Welten, die Gestik ist ähnlich direkt emotional wie Musik. Aber auch so auf Laienniveau und als Training doch eigentlich nicht schlecht.
 
Jedenfalls waere das nicht so richtig "Sport" mit stinkigen Umkleiden in Fitnessstudios
Haha, schön wäre es. Ernsthaft betrieben ist Ballett eine schweißtreibende, anstrengende Sportart und von daher riechen auch die Umkleidekabinen in Ballettstudios nicht nach Rosen. Ich habe Eiskunstlauf betrieben und Ballett gehörte selbstverständlich zum Training dazu. Von daher oute ich mich als Tochter einer hauptberuflichen Balletttänzerin (Theater) als einigermaßen balletterfahren. Obwohl ich den Ballettunterricht wegen der immer gleichen und sehr streng korrigierten Bewegungen insgesamt eher langweilig fand, habe ich mich trotzdem immer auf ihn gefreut. Warum wohl? Ballettstunde bedeutete gleichzeitig eine ganze Stunde mit Bewegung zu Klaviermusik, gefolgt von Proben für Auftritte zu klassischer Musik. Und ja, die Finger blieben unversehrt, was man von den Fußzehen aber nicht behaupten konnte...
Um zum Ausgangsthema zurückzukommen:
Balletttänzer/innen hingegen beherrschen die gemeinsame Verbeugung als perfekte, vollkommen synchrone Vollendung.
Selbstverständlich ist Ballett für Pianisten geeignet und sei es nur zur Erarbeitung eines selbstsicher wirkenden Auftretens und einer perfekten und stilvollen Verbeugung am Ende des Konzertes, gerade auch als Solist!:005:
 
Ernsthaft betrieben ist Ballett eine schweißtreibende, anstrengende Sportart und von daher riechen auch die Umkleidekabinen in Ballettstudios nicht nach Rosen.
Das stimmt, aber es gibt relativ wenig Männer im Laienbereich....daher sind die Umkleiden dann im Vergleich zu dem, was ich sonst kenne, relativ sauber. :005:
Die Zehen der Männer bleiben auch einigermaßen verschont. Es sind zwar immer die gleichen Übungen, aber, wie Du schon sagtest, macht trotzdem Spaß und fördert gute Haltung und Stabilität.
 
Ok, Du bekommst den Foto-Ekelpreis des Monats... :tra192:
 
zum Fadenthema:

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Dinger hier nützlich sein könnten, zumindest für fortgeschrittene Spieler.

Screenshot 2021-08-18 193942.png

Damit kann man die Finger-HEBE-Muskeln trainieren*. Diese werden im Alltag nie trainiert, beim (anspruchsvolleren) Klavierspiel braucht man sie aber intensiver, zum Beispiel wenn man viel schnelle Läufe spielt.

Dabei kann das Problem entstehen, dass den Fingerhebern dann die Puste ausgeht (Ausdauer). Wenn man die gezielt trainieren würde, dann würden mehr Blutgefäße angelegt werden für bessere Durchblutung, mehr Energiereserven in diesen Muskeln eingelagert werden und so weiter, sprich: die Ausdauer würde verbessert (aber auch nur diese).

Wenn man keine Probleme mit der Ausdauer der Heber hat, braucht man das auch nicht zu versuchen. Auch dann nicht, wenn man einfach durch normales Üben die Ausdauer steigern möchte.

Ich selbst hab' die bisher nicht benutzt, mache das aber vielleicht mal.

Und wenn man das macht: Vorsicht vor Überlastungen! (Sehnen usw.) nicht übertreiben damit. Viel hilft nicht viel!
____
*beziehungsweise die Finger-"Strecker"
 
Zuletzt bearbeitet:

Zurück
Top Bottom