Fingersatz B-Dur Tonleiter


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Jsp
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Darf ich mich da gerade mal anhängen und nach einem vernünftigen Fingersatz für fis-Moll fragen? Bei fis-Moll rechte Hand muss ich mit 2 anfangen wie bei B-Dur, oder?
ja, erstmal den Untersatz beim Wechsel von schwarzer zu weißer Taste, ergibt zwanglos bei natürlichem fis-moll rechts aufwärts
23123123

Dann in den weiteren Oktaven aber 4 auf fis? 🤔
wieso das ? man kommt automatisch mit 3 auf dem oberen fis an, spielt man eine weitere Oktave folgt 4 aus gis und 1 auf a also über zwei Oktaven ergibt sich:
2312312 34123123

Da dies rechts abwärts leichter geschmeidig umzusetzen ist, würde ich diese Tonleiter zunächst abwärts üben, bis sich man einen geschmeidigen Bewegungsablauf verinnerlicht hat, dann erst aufwärts und versuchen dabei die Armführung der Abwärtsbewegung entsprechend zu übernehmen.
 
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StefanN
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Moll und Dur haben doch die gleichen Fingersätze, a-Moll wie C-Dur. Aufwärts und abwärts auch gleich.

fis-Moll ist gleicher Fingersatz wie A-Dur...
also: 3-4-1-2-3-1-2(-3)

bei 2-3 dann 4 oder 1? 4 wäre Quälerei, die 1 hätte für das h einen unbequemen Anmarschweg.

Edit: 2312312 hätte keine 4... wenn's so sein muss...
 
rolf
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...wie sind denn die Fingersatz-Unterschiede zwischen gis-moll und As-Dur? oder c-Moll und C-Dur? oder b-moll und B-Dur?
 
Vanessa
Vanessa
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Für die linke Hand würde das so passen. Entsprechend beginnt man, spielt man von unten, mit der 4
Rechts sieht es wie folgt aus:
Beginne mit der 2 oder 3 und ab a spielst Du den Fingersatz der A-dur Tonleiter. D.h., der vierte Finger ist dann auf dem gis.
Willst Du also Fis moll abwärts spielen, beginnst Du mit der 3 auf dem fis (rechte Hand).

Also doch so, wie's in der Russischen Klavierschule steht! 😊 Über zwei Oktaven auf und ab
R. H.: 23 123 1234 123 12 3 21 321 4321 321 32
L. H.: 4321 321 4321 321 2 123 1234 123 1234

Ich habe da nämlich für die R. H. noch einen anderen Fingersatz gefunden, der vorne 34 statt 23 hat (was du ja auch erwähnst). Da wäre dann halt konsequent die 3 auf dem fis, aber ich glaube, der Fingersatz oben ist mir lieber!
 
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StefanN
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Harmonische Molltonleitern muss man doch sowieso separat befingern wegen diesen unergonomischen übermäßigen Sekunden. Da würde ich mir keine Große Theorie des Fingersatzes mehr ausdenken.
 
rolf
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Hmmm, also bei fis-Moll und Fis-Dur würde ich dann doch kurz überlegen wollen. Wenn die Terz die Farbe wechselt, könnte das in vereinzelten Tonartenpaaren vielleicht was ausmachen? :konfus:
B-Dur, jede b-moll Variante & alle Dur/moll b-Tonleitern funktionieren mit 1 auf c und f.
Das ist kein Zwang, man kann auch anders spielen; ich erwähnte das nur, weil sich bei allen parallelen Skalen bewährt hat, Fingerfolgen mit beiden Daumen gleichzeitig zu finden.
Fis/Ges-Dur 1 auf "h" und "f" ergibt sich von allein (5xs, 2xw), dann könnte man die Daumen auf diesen Tasten auch in moll lassen - könnte man, muss man nicht.
(fis-moll rein und melodisch abwärts dann halt 1 auf e statt "f", ist auch weiß)
 
rolf
rolf
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(denk an Chopins H-Dur, was exzellente Gründe hat!)
(das Tonleitergelände wsswsssw ist leicht zu sehen und zu fühlen)
(das sollte für H-Dur offensichtlich sein - Fis/Ges und Des haben auch alle 5 schwarzen Tasten, also muss dort die Folge wsswsss phasenverschoben vorkommen!)
alle Dur/moll b-Tonleitern funktionieren mit 1 auf c und f
upps - was hat das mit H-Dur-Blabla zu tun?

...das ist eigentlich leicht zu sehen... (oder muss weitschweifig erklärt werden, wie es schon beim ersten Anblick der Klaviatur um h/c und e/f bestellt ist) - daraus lässt problemlos für jede Tonart ein Fingersatz für paralleles spielen (im Oktavabstand) ableiten, bei welchem die Daumen gleichzeitig dran sind, was als zweite Orientierung (abgesehen vom typischen Anblick der Klaviatur als erste Orientierung) sowohl nützlich als auch bzgl der Koordination erleichternd ist.
...aber offenbar hat sich die Kenntnis der "natürlichen Fingersätze"* (ihr Prinzip kommt von der Aufteilung der Klaviatur und den H/Fis/Des-Skalen) nicht weit verbreitet, denn sonst gäbe es keine Fragen nach Tonleiterfingersätzen und es gäbe auch keine zahlreichen unterschiedlichen Fingersätze (und es gäbe keinen Unsinn wie 1 in X-Dur auf anderen Tasten als in x-moll)

Bevor sich Unmut über diesen Beitrag breit macht (womöglich bin ich zu betriebsblind) frage ich nach: sind die Hinweise ausreichend selbsterklärend, oder müsste da erläuternd nachgebessert werden?
_______
* diese sind nicht zu verwechseln mit den speziellen Skalen-Fingersätzen von Busoni, welche für glissando-artige Rasanz sind und anders funktionieren (ihre Parallelität orientiert sich nicht an den gleichzeitigen Daumen, sie sind aber auch erst dann nützlich, wenn es keinerlei Koordinationsprobleme in hohem Tempo gibt)
 
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StefanN
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Auja, wie sieht denn so ein Busoni-Rasanz-Fingersatz in C-Dur aus? :-)

(Dann kann ich die Waldsteinoktaven doch in zwei Händen spielen (das G dann mit der Nase), ohne am Ende zu verbluten und den Schlussakkord nicht mehr lebend zu erreichen.)

(edit: ich glaube, ich habe gleichzeitig an das Oktavglissando im 1. Klavierkonzert gedacht... egal.., der Busoni-Fingersatz interessiert mich wirklich :blöd:)
 

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StefVR
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Ich kann das hier empfehlen:

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DerOlf
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Den Daumen auf weißen Tasten zu nutzen oder zum Umsetzen der Hand weiße Tasten neben verwendeten schwarzen Tasten zu suchen, ist eine sinnvolle Faustregel.

Ab 2 Vorzeichen funktioniert das zuverlässig. Im Umfeld von C-Dur funktioniert es nicht so gut, da es dort nur wenige schwarze Tasten zu benutzen gibt.
Ab 2# hat man dann ein fis und ein cis als günstig gelegene Umsetzpunkte, und ab 2b eben das b und das es.

Der Daumen sollte sich beim Tonleiterspiel um die weißen Tasten kümmern, zu denen er bequem unter den anderen Fingern hindurchrutschen kann. Schwarze Tasten bieten sich dazu an, da sie erstens höher liegen und zweitens kürzer sind. Das erleichtert dem Daumen den Anmarsch.
 
 

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