Falscher Ton bei Barenboim???

Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.
So, nun, gibt es demnach eventuell über 100 Mitschuldige an ggf. unmoralischen oder gar möglicherweise psychoterroristischen Vorkommnissen, da müssen sich viele also kräftig an die Nase fassen.

Das gesamte Arbeits-Klima in unseren karrierelastigen Institutionen bedarf tiefgreifender demokratischer Veränderungen und geschlechtergerechter Umstrukturierungen.

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Mirga Grazinyte Tyla


https://www.br-klassik.de/aktuell/b...oche-weinberg-kaddish-grazynite-tyla-100.html
 
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Mir schwirrt die ganze Zeit ein Kanon dazu im Kopf herum, der sich zwar auf den Chorgesang bezieht, aber offensichtlich auch aufs Orchester übertragbar ist. ;-)

Chorgesang ist Diktatur,
da ist von Demokratie keine Spur,
die Sänger singen singen singen immer nur,
was der Chorleiter will...
Ganz stur, ganz stur!
Dazu lohnt sich zu lesen:
http://divergences.be/spip.php?article3120&lang=de

Und einen Alternativtext gibt's auch dazu.

LG von Rheinkultur
 

Sehr schön, danke.
Unsere ehemalige Chorleiterin und meine spätere Gesangslehrerin hat gerne folgendes Spiel mit dem Chor bzw. dem Gesangsschülerensemble gespielt.

Sie gibt uns keinen Einsatz sondern der sollte von uns alleine kommen. Das erfordert sehr viel Achtsamkeit allen MitsängerInnen gegenüber. Die ersten Male ging das natürlich völlig in die Grütze, aber meistens klappte es beim 3. oder 4. Versuch und wir haben einen sauberen Einsatz hinbekommen.

Sie hat das auch gerne eingesetzt, wenn die einzelnen Stimmen mehr für sich gesungen haben, anstatt auf die anderen zu hören und sich zu vermischen.
 
"typisch deutsch", natüüürlich... Korinthenkackeriei ist übrigens immer dann super, wenn kein Fehler passieren darf. Gehirnchirurgen, Tiefseetaucher und Astronauten wissen, was ich meine.
 
Und es war nicht als Korinthenkackerei gemeint. Er spielt da etwas anderes als im Text steht und ich wollte nur wissen, warum …. Von mir aus kann H. Barenboim spielen was er will … da komm ich sowieso nie hin … was hier typisch Deutsch sein soll erschliesst sich mir nicht.
 

Besonders das Trio war entsetzlich.
 
Ich habe sogar gewagt, es mit meinem Spiel zu vergleichen, was ich sonst (aus Gründen, die man sich denken kann :004:) nicht mache. :geheim:
Damit kannst du eigentlich nur relativ gut abschneiden.
:007:

Das Ganze Stück war ausgesprochen traurig, aber in einem anderen Sinn als der Anlass dem es galt. Ich kann mir die Kommentare vorstellen, wenn das jemand hier im Forum als seine Einspielung so präsentieren würde.
 
Ich kann mir die Kommentare vorstellen, wenn das jemand hier im Forum als seine Einspielung so präsentieren würde.

Ich stelle mir lieber nicht die Kommentare des Herrn Barenboim vor, wenn einer seiner Orchestermusiker so unter seinen Möglichkeiten spielen würde. :angst:

Davon abgesehen spielt er trotz der offensichtlichen Gedächtnislücke im Trio immer noch weitaus richtiger als "jemand hier im Forum". Wenn ein Amateur das hier so abliefern würde, gäbe es keine hämischen Kommentare, da bin ich sehr sicher. Denn für einen Amateur wäre das musikalische Niveau immer noch weit überdurchschnittlich - bei aller berechtigten Kritik an Barenboim.
 
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Und es war nicht als Korinthenkackerei gemeint. Er spielt da etwas anderes als im Text steht und ich wollte nur wissen, warum …. Von mir aus kann H. Barenboim spielen was er will … da komm ich sowieso nie hin … was hier typisch Deutsch sein soll erschliesst sich mir nicht.
lass ihn doch, dies macht den wahren Künstler aus, wenn alle das was auf dem Blatt steht genau so spielen würden, wäre es doch todlangweilig:denken::lol:
 

Damit kannst du eigentlich nur relativ gut abschneiden.
:007:

Das Ganze Stück war ausgesprochen traurig, aber in einem anderen Sinn als der Anlass dem es galt. Ich kann mir die Kommentare vorstellen, wenn das jemand hier im Forum als seine Einspielung so präsentieren würde.
So ungefähr habe ich bei meinem ersten (zum Glück nicht Solo-)Auftritt* als Anfänger mit der Gitarre auch gespielt. Natürlich gleich mit Gurt im Stehen und alles blind greifen. Das Äquivalent zum Trio war bei mir, als das iPad mit dem Lead-Sheet rumgesponnen hat und es erstmal schön Freistil weitergehen mußte - wohlgemerkt bei einem Lied, das ich zum ersten Mal gespielt und noch nie geübt hatte.

:lol:

*(Der Vorteil so einer Spontanaktion mit gerade mal einer Minute Vorbereitungszeit ist aber, daß ich quasi gar keine Zeit hatte, um Lampenfieber zu entwickeln. Der Nachteil ist, daß mich jetzt ca. 30 Leute als Gitarristen kennen. :005:)
 
lass ihn doch, dies macht den wahren Künstler aus, wenn alle das was auf dem Blatt steht genau so spielen würden, wäre es doch todlangweilig

Danke für den Hinweis. Ich habe diese Argumentation in meiner Klavierstunde gegenüber meiner russischen Klavierlehrerin ins Feld geführt …. weiss jemand eine(n) gute(n) Klavierlehrer(in) in München und Umgebung? Zitat: "Ich will meine Zeit nicht mehr an einen wahren Künstler verschwenden …" Danke Destenay :008:
 
Nein, er wies mich auf einen Ton auf der ersten Seite hin, der in den diversen Ausgaben oder dem Autograph unterschiedlich war (weiß leider nicht mehr, worum es genau ging..).

Das war wohl der arpeggierte Akkord der Linken ganz am Ende der Einleitung. d-g-d' oder d-g-es'.
Darüber gibt es Glaubenskämpfe! Ich hab immer es' gespielt und unterrichtet.
 
@Alter Tastendrücker wo sind die Glaubenskämpfe? Die Samnelausgaben 2. Hälfte 19. Jh. hatten die die verharmlosende Pseudokorrektur d-g-d-b statt Chopins d-g-es-b - allerdings Liszt schrieb dazu "mir ist es lieber", es findet sich in der Klindworthedition, Saint-Saens kanzelte die Verharmlosung humorig ab (sinngemäß: heutzutage sind Dissonanzen so begehrt wie Trüffel, da ist die "Korrektur" doch peinlich) - einzig amüsant daran ist, dass die 1.Ballade noch schärfere Dissonanzen als diese enthält (die sind den wohlmeinenden Korrektoren wohl entgangen...) Natürlich ist d-g-es-b richtig.
 

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