Falscher Ton bei Barenboim???

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Ich persönlich stelle mir den Ablauf alternativ möglicherweise so vor:

nach völlig desaströsen anweisungswidrigen wiederholten Fehlplanungen und schnoddrigen Flaxereien der "Bürokraft"/ sog. Managerin, wurde er laut und deutlich, ohne weitere körperliche Beeinträchtigung.

Das ist strafrechtlich jedenfalls nicht hinreichend relevant.

Insbesondere berücksichtige man in der Bewertung der subjektiven möglichen "Tat"seite seine persönliche sehr "kumpelhafte" eher südländische Lebensart, wo nicht nordeuropäische distanzierte Maßstäbe unterschiedslos ohne weiteres geltend gemacht werden können. Er ging zu seiner Überzeugung davon aus, dass er als Vorgesetzter die Mitarbeiterin lediglich nachdrücklich zur Ordnung rufen wollte ohne irgendwelche nachteiligen Absichten.

Ich möchte mal beispielsweise soviel sagen, dass es selbst heute schon eine Herausforderung für diplomierte Kommunikations und Kulturwissenschaftler ist, zu beurteilen, ob man Kopien von Notenmaterial noch unter Orchestergrabenbedingungen lesen kann, ohne als Sterndeuter reussieren zu müssen....:008:, wenn schon an solchen vergleichsweise harmlosen Aufgaben versagt wird, brauch über andere Angelegenheiten wohl kaum diskutiert werden, am besten man macht alles selbst und verläßt sich auf niemanden.....

Man sollte mal erinner, wie nach dem Krieg aus nichts Gold gemacht wurde, und nicht ziu knapp,

einen schönen Nachmittag in die Runde,

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was ganz anderes gehört in vielen Ausgaben im Andante 545 ergänzt:023::

Takt 47 LH 1. 16tel cis statt c :026:


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Nachtrag
das h statt b an der eigentlich fraglichen Stelle spielete ich gerade dankbar mehrfach genauso, bringt es doch die gewisse Vorläufigkeit eines kurzen fast träumerischen Atemholens, eines zauberhaften Zwischenhaltes besser zum Ausdruck, als das zu schwerfällige b .


nicht zu sehr sturen und stieren, es ist letztlich nur ein Klangvorschlag, kein Klanggesetz, wir können Mozart hier eh nicht fragen ;-)
 
nicht zu sehr sturen und stieren, es ist letztlich nur ein Klangvorschlag, kein Klanggesetz, wir können Mozart hier eh nicht fragen

Nein, wir können ihn nicht fragen. Aber wir können ihn analysieren und ein paar banale Dinge feststellen: Zum Beispiel, dass dieser Andante-Satz ein streng symmetrisch aufgebautes Rondo ist, dessen sämtliche Abschnitte exakt 8 Takte lang sind und alle auf praktisch dieselbe Art und Weise kadenzieren: ohne Alterationen, die die Kadenz verschleiern und ohne eine melodische Antithese zur jeweils stattfindenden harmonischen Entspannung. Das ist kein Zufall, sondern klar gewolltes Konstruktionsprinzip, denn an dieser Stelle erwartet der geneigte Zuhörer einen Liedsatz und kein Rondo. Mozarts Kunstgriff besteht nun darin, dieses formale Rondo inhaltlich wie einen Liedsatz klingen zu lassen - mit harmonisch und melodisch klar abgegrenzten Abschnitten, die allesamt in einer liedhaften Kadenz zur Ruhe kommen. Von daher ist das b in Takt 39 keineswegs schwerfällig, sondern folgerichtig und im Zusammenhang dieser Sonate auch nicht gegen ein h austauschbar, ohne die Gesamtbalance des Satzes zu stören. Warum das h auch kleinräumig betrachtet nicht günstig ist, habe ich weiter oben schon erläutert.

Ob du nun h oder b spielst ist, selbstverständlich deine Sache, aber
die gewisse Vorläufigkeit eines kurzen fast träumerischen Atemholens, eines zauberhaften Zwischenhaltes
ist reine Rabulistik und hat mit einer künstlerisch fundierten Entscheidung nicht das Geringste zu tun. Benennen wir es als das, was es ist: Willkür.
 
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Mir schwirrt die ganze Zeit ein Kanon dazu im Kopf herum, der sich zwar auf den Chorgesang bezieht, aber offensichtlich auch aufs Orchester übertragbar ist. ;-)

Chorgesang ist Diktatur,
da ist von Demokratie keine Spur,
die Sänger singen singen singen immer nur,
was der Chorleiter will...
Ganz stur, ganz stur!
 
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Impulsiver Führungsstil zur Leistungssteigerung des Ensemble ist in gewissen Grenzen nicht so sonderlich problematisch.

Anders, wenn musikfremde Motive, z.B. Motive der Wollust eine Rolle spielen, dort gehört kräftig aufgeklärt:

"Placido Domingo hatte sich nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe geäußert und argumentiert, manche Regeln und Standards, an denen wir gemessen werden – und gemessen werden sollten – seien in der Vergangenheit sehr anders gewesen.:angst::denken::dizzy:

Elf weitere Frauen werfen Plácido Domingo sexuelle Belästigung vor."

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https://www.tagesspiegel.de/kultur/...erheben-vorwuerfe-gegen-domingo/24984598.html

https://www.welt.de/kultur/klassik/...lacido-Domingo-von-neun-Frauen-angeklagt.html
 
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Impulsiver Führungsstil zur Leistungssteigerung des Ensemble ist in gewissen Grenzen nicht so sonderlich problematisch.

Ein Klima der Angst zu verbreiten, ist alles andere als unproblematisch. Es gefährdet letztendlich die Gesundheit (zumindest eines Teils) der Mitarbeiter. Und dauerhaft leistungssteigernd ist es sowieso nicht.

Dirigenten wie Simon Rattle, Kirill Petrenko oder Mariss Jansons zeigen, dass absolute Spitzenleistungen auch ohne äußerliches Machtgehabe dauerhaft möglich sind. Das sind für mich Vorbilder!
 
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Dirigenten wie Simon Rattle, Kirill Petrenko oder Mariss Jansons zeigen, dass absolute Spitzenleistungen gänzlich ohne äußerliches Machtgehabe dauerhaft möglich sind. Das sind für mich Vorbilder!
Das finde ich sehr gut.

Nur sollte man beim fast 8 Jahrzehnte streitenden Schlachtross etwas entspannt bleiben, insoweit nicht wirklich strafrechtlich relevante Ereignisse ruchbar werden.

Gehört unterbunden, ohne Zweifel.

Nur sollten die Musiker mal gemeinschaftlich den Mund auftun, auch der Orchestervorstand und nicht immer nur vornerum so und hintenrum so.....

Wenn Majestro mehrfach fragt, "Wollt ihr mich noch?" und die Orchester-Herde brüllt fast fanatisch jaaaa, ja bittschön.....

Er hat mehrfach angeboten zu gehen, wenn die Musiker ihm nicht mehr vertrauen....

und Orchester"beamte" die kurz vor der Pension stehen oder gar Musikprofessoren sind bräuchten keine Nachteile oder Schikanen zu befürchten...., warum sagen diese nichts, jedenfalls nichts Verwertbares
 
Der von agraffentoni verlinkte Artikel beschreibt doch ganz gut, wie "höher gestellte" Musiker (Professoren, Dirigenten ....) in früheren Jahren uneingeschränkt Macht ausüben konnten und durften, wenn sie wollten.

Diese Machtausübung ging von Schikane, Psychoterror bis hin zu sexueller Belästigung, Vergewaltigung etc.. Es gab Abhängigkeitsverhältnisse und Rahmen wie die der Odenwaldschule und katholischen Kirche, die solche Machtausübung unterstützten/ermöglichten.

Heute hat sich viel geändert und darüber bin ich sehr froh! Die Gesellschaft ist wacher geworden, Tabus wurden gebrochen und so müssen sich nun auch die "Machtausüber" zu ihrer großen Verwunderung umstellen.

Liebe Grüße

chiarina
 
Wenn Majestro mehrfach fragt, "Wollt ihr mich noch?" und die Orchester-Herde brüllt fast fanatisch jaaaa, ja bittschön.....

Die "Orchester-Herde" hat Barenboim eine Menge Privilegien und Geld zu verdanken. Ob sich das in einer Zeit nach Barenboim in dem Maße aufrecht erhalten lässt, ist mehr als fraglich. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.
 
Diese Machtausübung ging von Schikane, Psychoterror bis hin zu sexueller Belästigung, Vergewaltigung etc.. Es gab Abhängigkeitsverhältnisse und Rahmen wie die der Odenwaldschule
Das gehört auf ganzer Linie aufgearbeitet, nur sollte dann auch möglichst breit berichtet und nicht nur sensationslüstern auf eine Exempel-Person, ggf. auch tagespolitisch motiviert, eingekeilt werden.
 

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