Erster Satz aus op. 110

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alibiphysiker

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Vor ein paar Tagen habe ich (für eine Bewerbung) den ersten Satz aus der Klaviersonate op. 110 von Beethoven aufgenommen. Ich habe nun etwas damit gehadert, von dieser (für mich sehr "monolithisch" konzipierten Sonate) nun ausschließlich den ersten Satz einzustellen... Aber wenn die Aufnahme schon auf youtube liegt, kann ich sie hier ja auch teilen!


Ein paar Kleinigkeiten gefallen mir nicht so gut, aber im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden. Und ja, ich kann es kaum abwarten, dass die Friseure bald endlich wieder öffnen! :-D
 
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claclavier

claclavier

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Leider bin ich nicht gut genug um eine qualifizierte Konzertkritik zu verfassen. Das gelingt mir als Anfänger nur in unzulänglichen Worten. Und die erwähnten Unregelmäßigkeiten hört eben nur der Fachmensch.
Ein tolles Stück hat du dir ausgesucht. Ich hatte diese Sonate noch nie gehört, nun aber durch dich und deinen Post kennengelernt. Was man in diesen Forum alles lernen kann.
Danke fürs Teilen. :blume:

PS. Hatte Liszt nicht auch solche Haare?
 
.marcus.

.marcus.

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Lieber Daniel,

jetzt bin ich auch mal dazu gekommen, mir deine schöne Aufnahme anzuhören. Das ist so ein diffiziler Satz, gespickt mit (musikalisch) lauter heiklen Stellen. Ich finde, du machst das schon hervorragend. Mir persönlich hätte es noch etwas ruhiger/gelassener sein können. Sehr cool fand ich das Ende, das bei dir keines ist, sondern unmittelbar den zweiten Satz fordert. Da ist die Fortsetzung schon mitgedacht, was man sehr gut hören kann.

lg marcus
 
Drahtkommode

Drahtkommode

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Gefällt mir schon sehr gut, sehr schöner Anschlag und Klang, Würde vielleicht an der einen oder anderen Stelle über gewisse Spannungspausen (sprich kleine Ritardandi) nachdenken, was meinst du?
 
Marlene

Marlene

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Es passiert selten, dass mich Beethovens Musik so berührt, wie Du es mit diesem Satz vermocht hast.

Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt.
 
K

klaros

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Lieber Daniel,
das ist unendlich schön. Was soll ich dazu sonst sagen, außer, dass ich tief berührt, aber nicht überrascht bin.
 
F

Felix Hack

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eine tolle Aufnahme, Dein feinsinniges Spiel hat mich richtig gefesselt! Spontan hab ich gedacht, dass Dir (dazu brauchst keine Dauerwelle vom Friseur) auch eine Schubert-Sonate total gut stehen würde:-) Viel Glück für Deine Bewerbung!
 
alibiphysiker

alibiphysiker

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Hallo allerseits,

vielen Dank für eure ganzen Anmerkungen und Antworten! Ist ja lustig: Fünf Tage lang schreibt keiner etwas, und dann auf einmal das halbe Forum :-D.

Ein tolles Stück hat du dir ausgesucht. Ich hatte diese Sonate noch nie gehört, nun aber durch dich und deinen Post kennengelernt. Was man in diesen Forum alles lernen kann.
Tatsächlich ging es mir ähnlich. Ich habe die Sonate vor einigen Jahren auch erst durch dieses Forum (nämlich durch die Einspielung von @pianovirus ) kennengelernt, und war direkt sehr von diesem Stück eingenommen.

Lieber Daniel,

jetzt bin ich auch mal dazu gekommen, mir deine schöne Aufnahme anzuhören. Das ist so ein diffiziler Satz, gespickt mit (musikalisch) lauter heiklen Stellen. Ich finde, du machst das schon hervorragend. Mir persönlich hätte es noch etwas ruhiger/gelassener sein können. Sehr cool fand ich das Ende, das bei dir keines ist, sondern unmittelbar den zweiten Satz fordert. Da ist die Fortsetzung schon mitgedacht, was man sehr gut hören kann.

lg marcus
Danke für die lieben Worte! Meinst du mit "gelassener" hauptsächlich das Grundtempo oder die vom Tempo unabhängige Grundstimmung? Also: Hättest du es dir explizit langsamer gewünscht oder nur in einer "ruhigeren Stimmung", aber nicht unbedingt langsamer?
Gefällt mir schon sehr gut, sehr schöner Anschlag und Klang, Würde vielleicht an der einen oder anderen Stelle über gewisse Spannungspausen (sprich kleine Ritardandi) nachdenken, was meinst du?
Zunächst einmal danke für die Blumen! Zum Timing: Das empfinde ich gerade bei diesem Satz sehr heikel, da er einerseits (bei zu langen Pausen) schnell auseinanderfällt aber (bei zu "kurzen" Pausen) auch schnell strukturlos wirkt. Der Mittelweg ist hier (finde ich) sehr schwer zu treffen und ist mir noch nicht völlig gelungen.

@Marlene @klaros @Felix Hack (euch zitiere ich mal nicht einzeln, damit es hier etwas übersichtlicher bleibt): Vielen Dank für eure lieben Worte. Ich glaube für jeden Musiker ist es mit am schönsten, wenn Leute vom eigenen Spiel berührt werden. Danke euch dafür :-).
 
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Marlene

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Fünf Tage lang schreibt keiner etwas, und dann auf einmal das halbe Forum

Ich hätte es mir schon früher angehört, aber das Video hat „geruckelt“. Dieses Problem wird hoffentlich bald ein Ende haben, denn im Mai soll endlich (mit einem Jahr Verzögerung) der Lichtwellenleiter verlegt werden.

Ich glaube für jeden Musiker ist es mit am schönsten, wenn Leute vom eigenen Spiel berührt werden.

Und weil wir das erneut erleben möchten, freuen wir uns auf das nächste Treffen in Haus Fichtenley – wann immer dies stattfinden möge.
:-)
 
Stilblüte

Stilblüte

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Lieber Daniel,

Mit dieser wunderbaren Einspielung beweist du mal wieder, welch enorme Entwicklungsfähigkeit dir inne wohnt, und das scheint mir eines deiner größten Potentiale zu sein: Dass du dich so schnell und professionell weiterentwickelst! Das ist bei weitem nicht selbstverständlich. Seit dem letzten Video hört und sieht man, dass es einfach immer weiter geht bei dir :002:
Deine Haltung sieht natürlicher und gesünder aus, und die Klänge werden noch schöner und sorgfältiger geformt. Wenn ich da an unsere erste Begegnung beim Clavio-Treffen 2014 in Würzburg zurückdenke, wo ein junger Klavier-Enthusiast die Ravel-Sonatine spielte (toll, aber noch nicht ganz professionalisiert) und dich nun höre, bin ich umso gespannter, wie dein Spiel fünf Jahre in der Zukunft klingen wird. Bisher scheint es keine Grenze zu geben... wieso auch :003:

Noch nicht ganz so perfekt an dieser Aufnahme finde ich deinen Umgang mit den Parametern der Zeit: Tempo, Metrum, Agogik, Rubati etc. Es passt für mein Empfinden noch nicht immer logisch zusammen, bzw. fließt manchmal nicht stimmig mit der Musik. Teilweise ist das auch subjektiv, und nicht immer kann man alle Ideen oder Bedürfnisse gleichermaßen bedienen - z.B. dem Nachgeben und Raum geben von Spannungsmomenten oder einzelnen Klängen auf der einen Seite, und dem Spielfluss und großen Zusammenhang auf der anderen Seite. Natürlich schließt sich das nicht grundsätzlich gegenseitig aus, aber man kann sich etwas mehr zur einen oder anderen Seite hin orientieren... Das balanciert sich immer weiter aus mit der Zeit und dem Ausprobieren, Hören, Rückmeldung erhalten und Ausbilden des eigenen Musikverständnisses.

Jedenfalls freuen wir uns alle auf das Treffen bei @Marlene wenn wir dich endlich live im Konzert erleben können... Wann immer das auch sein mag. Es wird bestimmt kommen!
 
 

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