Staccato Beethoven Pathetique erster Satz

Ogerich

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23532-c1f6b35c75746ccfd69c3b5d43b41fd2.jpg 23533-bfd7780170f0dd4ad01df47a0a6ae1c1.jpg Liebe Freunde, könnt Ihr mir bitte mal Eure Ansichten zur Handhabung des Staccato bei Beethoven in der Urtextausgabe von Henle äußern?
Ich finde, es klingt besser, wenn man das nicht quasi „zupft“ sondern eher als eine Art non-legato mit einem bisschen Akzent begreift, wenn Ihr versteht, was ich meine. Ich häng mal zwei Fotos von den entsprechenden Passagen an, Ihr werdets eh kennen...
 
mick

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Was hat die Urtextausgabe denn damit zu tun, wie man das Staccato spielt? :denken:
 
Ogerich

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Üblicherweise gibt man die Quelle an, wenn man zitiert, und das ist in diesem Fall Henle Urtext. Ich weiß nicht, ob oder wie das in anderen Ausgaben steht.
 
rolf

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Ich weiß nicht, ob oder wie das in anderen Ausgaben steht.
....ulkig, die Bilder stehen auf dem Kopf...

Ich kenne keine Ausgabe von op.13 ohne staccato Zeichen.

Angesichts des hohen Tempos im Kopfsatz halte ich es für müßig, sich über gezupft oder non legato den Kopf zu zerbrechen - schnell, leise und staccatissimo, nix verschleifen!
 
A

Alter Tastendrücker

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Staccato ist bis ins 19. Jh. nicht einfach so kurz als möglich, sondern etwa halbe Dauer! Das entschärft die Stelle doch deutlich. Viel wichtiger im Kopfsatz der OP. 13 Sonate finde ich das nicht-Crescendo bei den aufsteigenden Vierteln und das sehr originelle Crescendo bei den absteigenden Staccato Halben im ersten Thema.
 
rolf

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Staccato ist bis ins 19. Jh. nicht einfach so kurz als möglich, sondern etwa halbe Dauer!
...wörtlich genommen bedeutet das, dass die Komponisten vor 1800 kein staccato kannten... ;-)

Je höher das Tempo, umso unsinniger wird die Regel "ungefähr halber Notenwert": das lässt sich im Kopfsatz op.13 bzgl der stacc Viertel gar nicht kontrollieren, wenn man diesen - wie erforderlich - sehr schnell spielt.
 
A

Alter Tastendrücker

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Je höher das Tempo, umso unsinniger wird die Regel "ungefähr halber Notenwert": das lässt sich im Kopfsatz op.13 bzgl der stacc Viertel gar nicht kontrollieren, wenn man diesen - wie erforderlich - sehr schnell spielt.
Es ging mir hier eher ums Üben!
Es ist halt doch ein großer Unterschied, ob man bei langsamen Üben verkrampft versucht ein scharfes stacc. zu erzeugen oder ob etwas entspannter eher etwas längere Töne und Doppelgriffe zulässt!
 
Ogerich

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Staccato ist bis ins 19. Jh. nicht einfach so kurz als möglich, sondern etwa halbe Dauer! Das entschärft die Stelle doch deutlich. Viel wichtiger im Kopfsatz der OP. 13 Sonate finde ich das nicht-Crescendo bei den aufsteigenden Vierteln und das sehr originelle Crescendo bei den absteigenden Staccato Halben im ersten Thema
...gell!! Man kennt das so anders, als es eigentlich dasteht. Das mit dem Nicht Crescendo beim Aufstieg und dafür Crescendo beim Abstieg ist mir auch aufgefallen. Im Unterschied zu Rolf bin ich nicht der Meinung, dass das so superschnell gespielt werden muss, das passt gar nicht zum Charakter. Schon schnell, aber nicht „virtuos“, sondern - eben, wie du sagst, halber notenwert etwa und quasi akzentuiert gedacht.
 
 

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