Erfahrungsaustausch Spätberufene

Am besten lässt man die Aufnahme während der ganzen Übesession laufen, dann besteht die Chance, dass man es irgendwann vergisst und den ganzen Mist kann man später rausschneiden.;-)
 
2. Tip: Einfach jedes Übungsstück aufnehmen. Das nimmt den Druck: "Jetzt muss es klappen"

Du meinst, beim Üben stundenlang das Aufnahmegerät mitlaufen zu lassen? Und wann hört man sich das dann kritisch an? Zum Einschlafen oder zum Wachwerden? :001:

Mir ergeht es natürlich genauso. Aufnahmegerät einschalten und der Stress ist da. :005: Die Anwesenheit meiner Klavierlehrerin tolerierte ich nach einiger Zeit. Manchmal hat sie heimlich aufgenommen. Die einzigen passablen Aufnahmen meine Klavierspiels wurden heimlich aufgenommen.

Eklige Psychosoße. :030: Es ist so albern und trotzdem so wirkmächtig. Weiß der Henker, was einem da ausgerechnet beim Klavierspiel einen üblen Streich spielt. Ich halte problemlos aus dem Stegreif Reden vor jeder beliebigen Menge Menschen... Tja. Psychosoße halt.

@Albatros2016 Was meinst Du mit dem "Karussell"? Wie muss man sich das vorstellen?
 
Albatros2016 Was meinst Du mit dem "Karussell"? Wie muss man sich das vorstellen?

Ich musste eben kurz überlegen "Karussell" ?? Du meinst das Instrumentenkarussel.

Das haben meine Kinder auch gemacht. Das kommt nach der musikalischen Früherziehung und geht ein knappes halbes Jahr. In der Zeit lernen die Kinder jeden Monat ein anderes Instrumente kennen mit Unterricht. Also meine Kinder hatten je einen Monat Flöte, Klavier, Gitarre, Violine, Schlagzeug. Außer Klavier und Schlagzeug bekommen die Kinder das Instrument auch mit nach Hause zum Üben.
Sinn ist zum einen, den Kindern einfach auch Instrumente nahezubringen, an die sie selber vielleicht nie gedacht haben, aber vor allem um zu gucken, welches Instrument dem Kind eigentlich besonders liegt.

Nach dem Durchlauf gab es mit den jeweiligen Lehrkräften ein Beratungsgespräch. Die achten bei dem Unterricht z.B. auf natürliche Handhabung, Haltung Luftfluss u.s.w.. umso mehr ein Kind schon irgendwie natürlich mit einem Instrument umgeht, umso einfacher wird das Lernen, deswegen gibt es besondere Empfehlungen. Das Kind kann natürlich jedes Instrument lernen und darf es auch kann sich aber eventuell auf Dauer schwertun.

Als Beispiel nehme ich mal meinen Ältesten und seine Ergebnisse.

- Vom Schlagzeug hat uns sein Lehrer dringend abgeraten. Ohren zu halten wäre nicht gerade optimal.:lol:

- Gitarre und Klavier waren o.k., kann er selbstverständich lernen, aber es sind nicht die Instrumente für ihn (im Gegensatz zu meinem 2., dem Klavier dringend empfohlen)

- Violine, Rückmeldung ausgezeichnete natürlichen Bogenhaltung, unbedingte Empfehlung für Bratsche

- Flöte, dort wird auch das Blasen für Oboe, Klarinette, Trompete u.s.w. ausprobiert. Absolute Empfehlung, ausgezeichneter Luftfluss, Instrument am besten Horn, (mein Sohn wollte ursprünglich Trompete lernen)
Uns wurde dann Horn empfohlen, das ist a) vielseitiger b) wärmer vom Klang c) in Orchestern später heißbegehrt.

Er hat dann auch letztendlich das Horn genommen.:-)

P.S. Die Empfehlung bei meinen anderen beiden waren dann jeweils das Klavier, besonders bei meinem Mittleren.
 
Eklige Psychosoße. :030: Es ist so albern und trotzdem so wirkmächtig. Weiß der Henker, was einem da ausgerechnet beim Klavierspiel einen üblen Streich spielt. Ich halte problemlos aus dem Stegreif Reden vor jeder beliebigen Menge Menschen... Tja. Psychosoße halt.

@Albatros2016 Was meinst Du mit dem "Karussell"? Wie muss man sich das vorstellen?

Ich brauche dazu nicht mal ein Klavier, mir würde vor Publikum selbst eine Blockflöte aus den schweißnassen Händen rutschen. Bei "Alle meine Entlein". Vor Menschen reden, auch aus dem Steht seit, kann ich ebenfalls problemlos.
 
Gestern Abend beim Üben habe ich bemerkt, dass es mir gelungen ist rechts die Melodie lauter zu spielen, als die linken aufgelösten Begleitakkorde. Ich habe dann ganz bewusst versucht, einzelne Töne hervorzuheben und es hat geklappt. Freu, freu, freu. Die Hände werden langsam unabhängig.:-D
 
Mir ergeht es natürlich genauso. Aufnahmegerät einschalten und der Stress ist da. :005: Die Anwesenheit meiner Klavierlehrerin tolerierte ich nach einiger Zeit. Manchmal hat sie heimlich aufgenommen. Die einzigen passablen Aufnahmen meine Klavierspiels wurden heimlich aufgenommen.

Eklige Psychosoße. :030: Es ist so albern und trotzdem so wirkmächtig. Weiß der Henker, was einem da ausgerechnet beim Klavierspiel einen üblen Streich spielt. Ich halte problemlos aus dem Stegreif Reden vor jeder beliebigen Menge Menschen... Tja. Psychosoße halt.

Ich hatte ja vor ein paar Wochen erst ein Spontan-Gig vor 30 Menschen mit einem Instrument, das ich (noch) nicht beherrsche und das lief erstaunlich gut, trotz Notfall-Improvisation zwischendrin, weil zu allem Überfluß auch noch das digitale Leadsheet ausfiel.

Ganz entscheidend war sicherlich, daß ich vorher keinerlei Zeit hatte, mich mental in die "Vorspielsituation" reinzusteigern, weil ich erst eine Minute vorher von dem ungeplanten Ständchen erfuhr - aber man will ja seine Mitmusiker auch nicht hängenlassen. So habe ich dann alles ausgeblendet und mich voll aufs Geräusche produzieren konzentriert. Für "Wo bin ich gerade und was passiert hier mit mir?" war keine Kapazität mehr übrig. :005:
 
Hatte gestern auch wieder meine Stunde...musste wegen Verschlafen(ja die Uni stresst mich) mitm Taxi hinfahren...der Taxifahrer sieht meine Notenblätter in der Hand und schaltet Classic Radio an...läuft da erstmal der 3. Abschnitt der Mondscheinsonate :D Also bessere Einstimmung kann es ja nicht geben :)
Meine Lehrerin ist ein Fan von Bach und hat die Blätter der Fuge an der Wand hängen, natürlich im alten Design, sieht wirklich hübsch aus, bin am überlegen, ob ich das vielleicht auch für meinen Raum mache :)
Bisschen traurig war ich dann aber doch...hatte aus Spaß die Noten der Hungarian Rhapsody NR 6 ausgedruckt und sagte spaßeshalber :,, So, das nehmen wir erstmal zum aufwärmen'' Sie hat die Blätter angeschaut, kurz gelacht...hatte aber den Eindruck, dass sie das Stück nicht mal kennt :(

Nun ein paar Fragen an die Profis...wie ich ja bereits sagte, kann ich aktuell nur mit links üben wegen meinem Handbruch. Ich lerne für meine Verhältnisse ein schweres Stück, aber das ist okay, nebenbei werden andere Dinge gespielt und mein Stück wird eher als Langzeit-Projekt angesehen. Ich hatte vor 3 Wochen echt die Vorstellung, dass ich sagte :,, Das möchte ich bis Januar/Februar spielen können...KL sagte direkt :,, Mach mal lieber Sommer(Spät) drauß''...nun weiß ich warum. Sah so einfach aus, ist es aber leider nicht.

Mittlerweile bekomme ich die Sprünge schon gut hin, Tastenfindung in Geschwindigkeit ist halt eine Frage des Übens...aber mein größtes Problem liegt bei 2:31....(Link füge ich unten ein). Dieses sehr schnelle AP kann ich einfach nicht spielen...gibt es dafür Tipps oder bestimmte Methoden zum lernen? Das Größte Problem ist tatsächlich meine Fingerhaltung...Selbst bei Trockenübungen spielt mir der 4. Finger einen Streich. Ich brauche ihn nicht, aber er will mitmachen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst, beim Üben stundenlang das Aufnahmegerät mitlaufen zu lassen? Und wann hört man sich das dann kritisch an?
Gar nicht?:denken:
Es geht ja nicht darum das du dich gegen hörst, weil du ne schöne Aufnahme von irgendwas möchtest.
Sondern darum, dass du nicht mehr in Panik verfällst wenn du am aufnehmen bist, weil du die Situation gewöhnt bist.

Ob du jetzt wirklich etwas aufnehmen möchtest oder nur üben gehst... Die Aufnahme läuft eh mit, das ist der Gedanke dahinter:super:
 
Und bevor ich es vergesse.,..mein größtes Problem aktuell ist natürlich das Pedal...

Anstatt Note-(halten) nächste Note (loslassen+drücken)-Note bin ich die ganze Zeit auf Noten-Halten-Loslassen-Note-Halten....
Gibts überhaupt irgendetwas, was das Gehirn so fordert? Am Ende muss doch eigentlich jeder Bereich gleichzeitig genutzt werden...
 
Und bevor ich es vergesse.,..mein größtes Problem aktuell ist natürlich das Pedal...

Anstatt Note-(halten) nächste Note (loslassen+drücken)-Note bin ich die ganze Zeit auf Noten-Halten-Loslassen-Note-Halten....
Gibts überhaupt irgendetwas, was das Gehirn so fordert? Am Ende muss doch eigentlich jeder Bereich gleichzeitig genutzt werden...
Das ist wie der linke Fuß beim Autofahren: Am Anfang muß man es mühsam lernen und irgendwann macht der alles automatisch. ;-)
 
Hallo ! Ich habe auch mal eine Frage: Was ist richtiger , wenn man ein neues Stück anfängt . Soll man erst die Melodie ( re. Hand ) üben und später dann die Begleitung ( li.Hand ) Oder umgekehrt . Oder Takt für Takt beides zusammen ?
 

Ich dachte , dass es grundsätzlich eine Übemethode gibt .
 
Ich dachte , dass es grundsätzlich eine Übemethode gibt .

Klar gibt es die!

Sie besteht darin, die Spezifika des Stückes zu erkennen und angemessen anzugehen. :001:

Danke für die Beschreibung. Mir ging es eher darum, was das mit DIR zu tun hat aufgrund Deiner Schilderungen:
Also eigentlich bin ich immer noch bei 30 Minuten, weil erst noch das Instrumentenkarussell abgeschlossen sein muss, dann können wir erst klären, ob ich bei meiner jetzigen Zeit bleiben kann, oder ob er versuchen muss Zeiten zu verschieben. Und eigentlich (zum 2.) sollte letzte und diese Woche Klavier beim Karussell dran sein, das hat sich jetzt aber aus organisatorischen Gründen verschoben und er hätte heute damit nach meinem Unterricht 30 Minuten frei gehabt.

30 Minuten ist, das hast Du selbst gemerkt, dramatisch wenig. Mir schien es, als gebe es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Instrumentenkarussell und Deiner Klavierstunde. :konfus: Das habe ich halt nicht verstanden. :-)

hatte aber den Eindruck, dass sie das Stück nicht mal kennt

Hat dieser Eindruck ein gutes Gefühl bei Dir ausgelöst? :007:
 
Hallo ! Ich habe auch mal eine Frage: Was ist richtiger , wenn man ein neues Stück anfängt . Soll man erst die Melodie ( re. Hand ) üben und später dann die Begleitung ( li.Hand ) Oder umgekehrt . Oder Takt für Takt beides zusammen ?

Das kommt wirklich sehr aufs Stück an. Im Prinzip am ehesten beide Ansätze parallel, wobei ich persönlich bei "Liedern mit Begleitung" wie beispielsweise Nocturnes auch gerne erstmal die linke hand übe bis die wirklich sitzt. Und bei längeren Stücken nicht nur von vorne üben sondern von mehreren Stellen aus!
 
Ich dachte , dass es grundsätzlich eine Übemethode gibt .

Das „streng Takt für Takt“ und noch dazu „zuerst Hände getrennt“ kenne ich von früher. Das ist wohl nicht nur für mich passé.
Musikalische Einheiten, Melodien oder Zusammenhänge zu erkennen ist heute mein erster Schritt, das kann die rechte wie die linke Hand betreffen. In Anbetracht der früheren Defizite bleibe ich nicht lange bei „nur einer Hand“ stehen.
An besonders schwierigen Stellen wird auseinanderklamüsert, bis ins Kleinste und dann Ton für Ton außenrum zusammengebaut (vertikal und horizontal).

Ich glaube nicht an „eine Übemethode“, das wäre auch langweilig. Das jeweilige Stück gibt buchstäblich „den Ton an“ wie es geübt werden möchte.
 
Danke für die Beschreibung. Mir ging es eher darum, was das mit DIR zu tun hat aufgrund Deiner Schilderungen:
30 Minuten ist, das hast Du selbst gemerkt, dramatisch wenig. Mir schien es, als gebe es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Instrumentenkarussell und Deiner Klavierstunde. :konfus: Das habe ich halt nicht verstanden.

Ach so, ja den gibt es meine Zeit betreffend.
Die Unterrichtszeit nach mir wäre direkt frei geworden, weil das Mädel aufgehört hat. In diese Zeit ist jetzt eines der Karussellkinder gerutscht. Will es Klavier lernen ist diese Zeit dem Kind vorbehalten., es sei denn die Eltern möchten eine andere Uhrzeit. Ideal wäre für mich jetzt also, das Kind will nicht, dann hat mein KL die für mich geblockt.
Ansonsten versucht er mich zu einer früheren Uhrzeit unter zubekommen und die anderen möglichst etwas weiter nach hinten zu schieben. Das entscheidet sich Anfang Dezember.
 
Nun ein paar Fragen an die Profis...wie ich ja bereits sagte, kann ich aktuell nur mit links üben wegen meinem Handbruch. Ich lerne für meine Verhältnisse ein schweres Stück, aber das ist okay, nebenbei werden andere Dinge gespielt und mein Stück wird eher als Langzeit-Projekt angesehen. Ich hatte vor 3 Wochen echt die Vorstellung, dass ich sagte :,, Das möchte ich bis Januar/Februar spielen können...KL sagte direkt :,, Mach mal lieber Sommer(Spät) drauß''...nun weiß ich warum. Sah so einfach aus, ist es aber leider nicht.
Ich bin kein Profi, ich antworte trotzdem mal. Ich hab schon einige Stücke gespielt, die eigentlich viel zu schwer waren, ich hab mich durchgebissen. Die Stücke dauern dann lange, aber es hat immer viel Spaß gemacht und ich hab viel gelernt. Aber ich glaub, wenn man direkt damit konfrontiert wird, dass man 10 Monate an einem Stück sitzen wird, ist das vielleicht einfach eine Nummer zu groß.

Die Aufnahme der Mondscheinsonate klingt grauenhaft mechanisch, hart, roboterhaft. Wenn Du wissen willst, was wie klingen soll, würde ich bei Youtube nach Aufnahmen der Profis suchen, da findet sich selber so bunter Schnickschnack.
 
Hab den Beitrag mal editiert, was man halb betrunken für ein Zeug schreibt...

Ich kenne viele Version der Mondschein und weiß wie verschieden sie klingen kann, mich wundert es nur immer wieder, dass der Kerl immer ganz oben auftaucht und dann in den Kommentaren vergöttert wird.
 

Zurück
Top Bottom