Erfahrungsaustausch Spätberufene

  • Ersteller Ersteller Sonnendeck
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  • #2.961
@GeneralBass Was die genaue Definition eines Spätberufenen ist, weiß ich auch nicht 😉
Zumindest dürftest Du schon deutlich weiter sein als ich:021:

Hast Du die ganze Zeit durchgängig gespielt und hattest auch Unterricht?

Ich glaube auch, dass ich jetzt eine ganz andere Motivation und auch Herangehensweisen habe, als ich es vor 20 Jahren oder so gehabt hätte.

Was war denn damals bei dir die Motivation anzufangen und wie hat es sich über die Zeit verändert?
 

  • #2.962
Hast Du die ganze Zeit durchgängig gespielt und hattest auch Unterricht?
Neee ich hab leider für ein paar Jahre abgebrochen, das ärgert mich gerade auch extrem. Bevor ich abgebrochen hab war ich schon recht gut. Würde ich sagen. Jetzt habe ich wieder mit ernsthaftem Unterricht angefangen (letzten guten Unterricht hatte ich 2018) aber mir fällt das leider sehr viel schwerer als früher und ich musste quasi nochmal von vorne anfangen, weil ich leider post covid bekommen hab. Das schlimmste daran ist, dass man sich die Stücke da einfach nicht mehr so gut merken kann, deswegen hab ich angst, dass ich für immer bei max 3 seitigen Stücken bleiben muss .-.
 
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  • #2.963
Vielleicht kann ich demnächst in diesem Thread auch was beitragen. Ich werde nun nach sage und schreibe 45 Jahren Pause wieder mit Klavierunterricht anfangen und bin schon gespannt wie ein Flitzebogen. Vor ein paar Jahren hatte ich mir ein Klavier gekauft und versuche seit dem autodidaktisch wieder auf den Stand zu kommen wo ich mal war (einfache Mozart Sonaten u.ä.). Mittlerweile bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, dass dies ohne fachkundige Unterstützung nicht sehr effektiv ist. Mein zukünftiger Klavierlehrer ist ein Student, von dem ich momentan nicht viel mehr weiß, außer dass er genial spielen kann.
 
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  • #2.964
Neee ich hab leider für ein paar Jahre abgebrochen, das ärgert mich gerade auch extrem. Bevor ich abgebrochen hab war ich schon recht gut. Würde ich sagen. Jetzt habe ich wieder mit ernsthaftem Unterricht angefangen (letzten guten Unterricht hatte ich 2018) aber mir fällt das leider sehr viel schwerer als früher und ich musste quasi nochmal von vorne anfangen, weil ich leider post covid bekommen hab. Das schlimmste daran ist, dass man sich die Stücke da einfach nicht mehr so gut merken kann, deswegen hab ich angst, dass ich für immer bei max 3 seitigen Stücken bleiben muss .-.

Das stelle ich mir sehr herausfordernd vor, weil du ja bereits erlebt hast, wie es auch anders sein kann:020:

Ich finde es super, dass du wieder mit Unterricht angefangen hast, und drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Fortschritte dich schneller wieder in die Richtung führen, wo du mal warst bzw. wo du hin möchtest, als du im Moment vielleicht befürchtest.
 
  • #2.965
@Depinus Oh wie schön :chr01:

Wann geht es denn los? Ich würde mich sehr freuen, wenn du dann deine Erfahrungen teilen magst😊
 
  • #2.966
einfache Mozart Sonaten
:lol: Selbst wenn da "facile" draufsteht - es ist kein "facile" drin, Verbrauchertäuschung. Es gibt keinen "einfachen" Mozart.
Erst heute wieder gehört: Bei Mozart ist jedes Stück eine Oper, keine "schöne Marmelade". (nach N.de Harnoncourt)
Hab selber nach zig Jahren wieder angefangen und bleibe immer wieder bei Mozart hängen..aber "einfach" geht anders. Nebenher brauche ich auch immer mal was Leichteres.
Dir viel Freude beim Wiedereinstieg!
 
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  • #2.967
Ich habe mir in meiner Naivität das Nannerl Notenbuch geholt, weil dachte, dass ich vielleicht neben dem Üben für den Unterricht daraus bisschen was spielen kann, wenn ich zwischendurch mal Zeit übrig habe.

Wenn ich sehe, was der 5-8jährige Mozart da geschrieben hat, dann brauche ich an die anderen Sachen noch sehr lange nicht mal denken:007: und Zeit hab ich dafür natürlich auch keine übrig:021:
 
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  • #2.968
:lol: Selbst wenn da "facile" draufsteht - es ist kein "facile" drin, Verbrauchertäuschung. Es gibt keinen "einfachen" Mozart.
Erst heute wieder gehört: Bei Mozart ist jedes Stück eine Oper, keine "schöne Marmelade". (nach N.de Harnoncourt)
Hab selber nach zig Jahren wieder angefangen und bleibe immer wieder bei Mozart hängen..aber "einfach" geht anders. Nebenher brauche ich auch immer mal was Leichteres.
Dir viel Freude beim Wiedereinstieg!

Ich höre in vielen Stücken Mozarts eine außergewöhnliche "Leichtigkeit".

Das täuscht, sie sind nicht leicht zu spielen, zumindest ich bin nicht in der Lage dazu.
 
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  • #2.971
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  • #2.972
Für Kinder schon...

Von Arthur Schnabel stammt der Spruch: "Mozart ist zu leicht für Kinder und zu schwer für Erwachsene."
Leider bin ich kein Kind mehr. Manchmal wünscht man sich die Unbefangenheit zurück.
 
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  • #2.973
Ich dachte, ich poste hier mal wieder, wie es so läuft, und vielleicht gibt es ja noch andere spätberufene (Wieder)Anfänger, die Lust haben zu berichten :023:

Seit einem halben Jahr habe ich nun KU und bin insgesamt echt happy. Das Klavierspielen/-üben ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil in meinem Alltag. Bis auf wenige Ausnahmen sitze ich täglich am Klavier, im Schnitt meistens eine Stunde, tendenziell eher länger. Am meisten freue ich mich darüber, dass ich mir damit keinen großen Druck mache. Wenn ich müde oder erledigt vom Tag bin, sage ich mir „heute reicht auch nur ein bisschen“ und dann wird es meistens trotzdem deutlich länger… und wenn nicht, ist es auch ok.

Dadurch merke ich natürlich Fortschritte und die motivieren gleichzeitig wieder. Im Moment bewege ich mich so langsam auf das Ende der RKS zu, wobei ich aber nicht alle Stücke spiele. Meine KL sucht immer die raus, die aus ihrer Sicht am meisten „bringen“ oder schön klingen ( wir haben zum Glück scheinbar einen sehr ähnlichen Geschmack:003:).
Zur Zeit stehen eher Etüden und Technik im Fokus, sie legt sehr viel Wert auf musikalisches Spiel und Ausdruck, daneben arbeiten wir gerade daran, dass ich entspannt spiele. Manchmal ist es schon echt frustrierend, dass die Finger einfach nicht so wollen wie ich, dabei übe ich ganz nebenbei auch noch geduldig zu sein:007:

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch andere berichten, wie es so läuft, was ihr gerade so spielt und wir uns ein bisschen austauschen können.
 
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  • #2.974
Mein Übepensum sieht ähnlich aus wie bei Dir. Seit einem knappen halben Jahr hat das Klavier allerdings wieder Konkurrenz bekomnen. Nach vielen Jahren Pause hab ich mein Schlagzeug wieder ausgemottet und in e umgewandelt. Es steht jetzt neben dem Flügel* und da sitze ich dann auch immer mal ein halbes Stündchen dran (meist aber zusätzlich). Das bringt mir sogar was für's Klavier, weil ich für das Schlagzeug zur Auffrischung nach und nach eine Schule durcharbeite und die Rhythmuserkennung beim Notenlesen davon enorm profitiert.

Notenlesen ist überhaupt mein großer Schwachpunkt. Ich arbeite jeden Tag daran und es tut sich was aber mit fast 50 geht das eben langsamer. Ja, auch ich bekomme viele Lektionen in Geduld...

Aktuell bin ich an Clair de Lune. Mein erster Debussy. Die ersten Wochen waren übel. Ich war kurz davor es sein zu lassen. Ich fand das viel schwerer als den Brahms, den ich davor gespielt habe. Mittlerweile geht es halbwegs aber von schön und dem Tempo was die meisten spielen, ist das noch meilenweit entfernt. Meist habe ich nur ein Stück an dem ich richtig arbeite. Für die Blattspiel Übungen suche ich mir jeden Tag was leichteres aus irgendwelchen Schulen oder Sammlungen. Beim Debussy hatte ich aber jetzt Sorge, dass ich den über die Ferien dann satt habe. Daher haben wir jetzt noch zusätzlich Mendelssohns Lieder ohne Worte (30,3) angefangen. Eine Wohltat im Vergleich. Und vermutlich hab ich den vor den Ferien schon durch. Mein Lehrer hat den zweiten Satz der Pathetique als nächstes vorgeschlagen. Das war auch auf meiner Wunschliste, hatte ich aber noch gar nicht mit ihm besprochen. Daher hat mich das natürlich sehr gefreut.
 
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  • #2.975
Aktuell bin ich an Clair de Lune.
Ein wunderschönes Stück ... aber die verlangten Wechsel zwischen "Triolen" und geraden "Achteln" sind schon etwas kniffelig (tatsächlich sind die "Triolen" natürlich Achtel ... und die "Achtel" sind lediglich punktiert ... das Stück steht ja in 9/8 und nicht in 6/8).
Sobald die 16tel in der linken Hand zu rollen beginnen, wird das unendlich viel einfacher (auch wenn die Arpeggien anfangs herausfordernd sind).

Ich fand das selbst nicht ganz so einfach zu lernen ... und ich spiele seit meinem 16 Lebensjahr durchgängig fast jeden Tag (ich hatte allerdings nie Unterricht). An Clair de Lune habe ich mich auch erst am ende meiner 40er gewagt.

Es ist wunderschöne Musik ... einer meiner Lieblinge (zum Spielen und zum Hören).


Das Notenlesen wird sicher immer besser werden ... das braucht halt Übung.
 
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  • #2.976
Das zählen geht sogar ganz gut, nach dem ersten Schock, dass ich einen doch deutlich unterschiedlichen Rhythmus im Anfangsteil im Ohr hatte... Ich hab mir aber vorher auch nie bewusst Profiaufnahmen angehört.

Richtig fies finde ich Takt 37 folgende. Da gelingt mir noch nicht, das flüssig zu spielen und die Oberstimme zu betonen.
Und für 45ff und die Akkorde ab Takt 18 hab ich gefühlt ewig gebraucht.

Ich weiß, dass die Henle Einstufung sehr mit Vorsicht zu genießen ist aber eine 5 ist das für mich auf gar keinen Fall. Vor allem wenn der Mendelssohn nur eine Stufe drunter liegen soll. Da sind für mich Welten dazwischen.

@DerOlf kennst Du diese Aufnahme?

Und ich war positiv überrascht vom langsamen Tempo von Lang Lang.
 
  • #2.977
@DerOlf kennst Du diese Aufnahme?
Die kannte ich bisher nicht.

Kennst du die Wachsrollenaufnahme von Debussy selbst?
Die geistert auch bei Youtube rum.
Der Klang ist zwar unterirdisch ... aber der Ausduck ist der Hammer ... gerade bei dem Tempo.

Ich habe mir Das Stück vorgenommen, nachdem ich das Alter meines Klavieres bestimmt hatte. Das ist ungefähr so alt, wie Clair de Lune.
 
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  • #2.978
@Sunshine Yellow Das hört sich insgesamt ja echt gut an. Schlagzeug als Ergänzung zum Klavier kann ich mir super vorstellen. Wie lange spielst du denn schon Klavier? Die Stücke sind ja nicht mehr ganz-frischer-Anfänger-Niveau😅

Notenlesen im Violinschlüssel geht bei mir gut durch die Flötenerfahrung. Lustig ist, dass es sofort schwieriger wird, sobald es aus dem begrenzten „Flötenbereich“ raus geht und natürlich im Bassschlüssel. Und vor allem das parallele Lesen der beiden Zeilen überfordert mich oft. Aber gaaaaanz langsam beginnt auch da ein Gewöhnungseffekt.

Claire de Lune würde ich auch sehr gerne mal spielen🤩 das dauert aber noch...

Ich kann mir vorstellen, dass es Sinn macht, bei einem „größeren“ Stück, für das man länger dran sitzt, auch immer mal was anderes weniger forderndes dazu zu spielen. Im Moment spiele ich ja nur die kleinen Stücke aus der RKS, aber merke schon, dass mir die Abwechslung ganz gut tut.
 
  • #2.980
Kennst du die Wachsrollenaufnahme von Debussy selbst?
Ja, kenne ich aber das ist wohl nicht Debussy selbst. Er hat zwar Welte Rollen Aufnahmen von Stücken aus der Suite gemacht aber Clair de Lune war da nicht dabei. In der Aufnahme sind die Triolen auch nicht triolisch gespielt und für mein Empfinden ist das deutlich zu schnell. Aber da kann nan sich ja eh trefflich drüber streiten.

Wie lange spielst du denn schon Klavier?
Fünfeinhalb Jahre, davon knapp vier mit ordentlichem Unterricht. In meiner Jugend habe ich immer mal Selbstlern-Versuche unternommen, bin aber über ein paar Akkorde nicht hinaus gekommen.


Und vor allem das parallele Lesen der beiden Zeilen überfordert mich oft.
Mich überfordern Hilfslinien, viele Noten auf einmal und manchmal verwechsele ich auch im System z.B. h und d, da ich die Linien einfach falsch sehe. Ich hab auch null Orientierungssinn und bei IQ Tests ist diese "welcher Würfel passt zu dieser Vorlage"-Aufgabe bei mir absolut hoffnungslos. Vielleicht liegt es daran, vielleicht an der fehlenden Übung oder dass ich sehr schnell auswendig spiele und dann lieber auf die Tasten als die Noten schaue oder an einer Kombination aus allem.
Ich nehme mir jeden Tag 10-20 Min einfachere Stücke vor. Das mache ich aber auch schon 2-3 Jahre. Es wird auf jeden Fall besser aber richtig gut wird das wohl nie.
dass mir die Abwechslung ganz gut tut.
Wenn mich ein Stück richtig packt, brauche ich nichts anderes. Dann lenken mich andere Stücke eher ab. Neben Kadenz-/Tonleiterübungen und Blattspiel sind eh nur noch 30-45 Min für aktuelle Stücke übrig. Wenn ich die noch verteilen würde, wäre mir das zu wenig, um bei größeren Sachen halbwegs voran zu kommen.
 

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