Daumen Gelenksattel Arthrose

hyp408

hyp408

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Hallo, hat jemand mit so etwas Erfahrung? Gibt es spezielle Übungen? Wie beeinflusst so etwas den Entwicklungsfortschritt beim Klavierspiel in den nächsten Jahren?

Habe bisher nur wenige Probleme, aber das ganze ist wohl nicht wirklich kurierbar und soll mit dem Alter schlimmer werden ... Ach ja, ist die linke Hand. :(

Gruss

Hyp
 
kreisleriana

kreisleriana

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Übungen gibt es keine speziellen bei Rhizarthrose,Bewegung ist prinzipiell gut,also sollte auch Klavierspiel eher günstig sein,zu vermeiden sind aber unbedingt starke Belastungen wie Schaufeln,wo starker Faustschluss erforderlich ist.
Günstig sind Moorbäder,Heublumenbäder,chondroitinsulfat(z.B Condrosulf) zum Einnehmen,Magnetfeldtherapie ist einen Versuch wert,wenn auch wissenschaftlich umstritten.
 
Marlene

Marlene

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Hallo Hyp,

wenn Du keine Angst vor Spritzen hast, dann würde ich einen Therapeuten aufsuchen, der/die sich mit Neuraltherapie auskennt. Ich habe damit bei dem einen oder anderen Problem sehr gut Erfahrungen gemacht. Alternative: Jemand der sich mit den Präparaten von VitOrgan auskennt (auch Injektionen). Diese Präparate sind aber recht teuer. Aber die Wirkung ist erstaunlich, auch bei Arthrose.

LG,
Marlene
 
PianoCandle

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Hallo hyp408,
mach dich mal
HIER
schlau...
Ich habe gerade vor ein paar Monaten schmerzhafte Störungen an der linken Schulter gehabt und hier auch in einem anderen Faden davon berichtet. Mir hat die Stoßwellentherapie sehr geholfen. Bis auf minimale fühlbare Irritationen bei starken Bewegungsausschlägen sind keine Beeinträchtigungen geblieben.

Gruß
Martin
 
S

Stewardess

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Ist es denn bei Dir ganz sicher Arthrose? Bist Du schon soooo alt? Männlich? Weiblich? Ansonsten empfehle ich eine umfangreiche Diagnostik. Ich bin selbst ein körperliches Wrack und schleppe mich unter anderem mit Steifheit der Hände rum.

Man könnte folgendes machen: ANA, ENA, CCP- Ak, BSG und CRP. Entweder vom Hausarzt oder Rheumatologen. Glutenunverträglichkeit oder Vitamin D Mangel in Kombi mit Magnesiummangel kämen auch noch in Frage. Der Gang zu einem GUTEN Endokrinologen lohnt sich auch immer. top-docs.de
 
C

chiarina

Guest
Lieber hyp408,

das ist natürlich Mist und ich wünsche dir sehr, dass sich die Arthrose im Rahmen hält!!! Klar ist Arthrose nicht gerade förderlich für das Klavierspielen, aber meine 60jährige Schülerin hemmt sie nicht sonderlich, obwohl die wirklich starke Arthrose hat. Chopin-Etüden wird man damit vermutlich nicht mehr spielen können, aber es ist mehr drin, als man denkt und letztlich machen die Finger, auch die arthritischen, doch das, was der Kopf bzw. das Ohr will.

Klavier spielen ist für bzw. gegen Arthrose auf jeden Fall sehr günstig!

Liebe Grüße und alles Gute!!!

chiarina
 
kreisleriana

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impingement Mir hat die Stoßwellentherapie sehr geholfen.

Martin

Impingement Syndrom der Schulter ist etwas völlig anderes als Rhizarthrose,Stoßwellentherapie gehört nicht zu den üblichen Therapien bei Sattelgelenksarthrose.
Neuraltherapie ist oK,wirkt aber nur bei aktivierter Arthrose,intraartikuläre Cortiosoninjektionen kann man auch machen,aber ebenfalls ausschließlich bei akut aktivierter Arthrose,was bei hyps Berschriebung nicht zutrifft.
 
Flageolett

Flageolett

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Hallo hyp408,
solange sich deine Beschwerden in Grenzen halten, denk mal nicht an diese ganzen
Spezialtherapien. Jede Injektion( grad in ein Gelenk) ist auch ein Infektionsrisiko,ob es hilft, steht immer noch auf einem anderen Blatt. Das Gelenk, der Knorpel usw. wird nur bei Bewegung und normaler Belastung ernährt, also ist Schonen jetzt völlig verkehrt, Klavierspielen damit kein Problem, im Gegenteil. Je nach Verlauf wirst du irgendwann stärkere Schmerzen haben und Bewegungseinschränkungen, die dann am Klavier hinderlich sein können. Aber ich stimme Chiarina zu, vielleicht gehen dann wirklich belastende Sachen nicht mehr.Eine Prognose, wie stark die Probleme werden, gibts natürlich nicht. Eine stärkere Bewegungseinschränkung entsteht meist durch Muskelverkürzungen, wenn man z.B. aufgrund von Schmerzen bestimmte Bewegungen meidet. Das hast du jetzt schon in der Hand. Wie wärs mal mit einem Besuch beim Osteopathen, der kann meist richtig gute Erfolge erzielen, das wäre auch jetzt schon angezeigt.
Gruß, flageolett
 
Tastenjunkie

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Hallo!

Bei Arthrose, egal in welchem Gelenk, gibt es kein Patenrezept. Und wie bei allen Krankheiten ohne Patentrezept gibt es eine Unzahl von Mittelchen, Verfahren und Methoden, die helfen sollen. Und wie immer in der Medizin gibt es sowohl für jede Methode als auch dagegen (angeblich) seriöse Studien, die deren Wirksamkeit klar belegen oder widerlegen. Ich will Dich jetzt nicht zusätzlich verwirren, aber gerade weil das oben genannte der Fall ist, solltest Du sachte vorgehen und Dir Zeit nehmen, verschiedene Dinge auszuprobieren. Mit etwas Glück findest Du dann bald eine Lösung, die bei Dir wirkt. Wenn Du nicht vom Klavierspielen lebst und es momentan trotzdem ganz gut geht, dann hast Du diese Zeit auch. Der Gang zu einem guten Rheumatologen ist mit Sicherheit der erste sinnvolle Schritt.

Probiere zuerst die nicht-invasiven Methoden aus (Also ohne ins Gelenk reinstechen, aufschneiden etc.), denn damit wird es nicht selten sogar schlimmer. Dazu gehört auch die Radiosynovioorthese, dabei wird ein ß-Strahler in das Gelenk gespritzt. Wenn der Nuklearmediziner darin sehr erfahren ist, kann das sehr gute Ergebnisse liefern. Damit habe ich beruflich selbst zu tun, wenn's aktuell wird teile ich gerne genaueres mit. Aber diese Methode kommt erst in Betracht, wenn das meiste andere schon ausgereizt ist.

Klavierspielen hilft sicherlich, das Fortschreiten zu verzögern. Bewegung der Hände (natürlich nichts grobes wie Presslufthammer, Fließenlegen, Meißeln ;-) ) ist immer gut. Außerdem WÄRME! Sieh zu, dass Du immer warme Hände hast. Aber das gehört auch in die Hausmittelchenschublade, was allerdings nicht schlecht sein muss, im Gegenteil.

Gute Besserung!

PS: Keine Panik! Arthrose schreitet meist sehr langsam fort, wenn überhaupt!
PPS: Die genaue Bezeichnung ist "Daumensattelgelenkarthrose" bzw. "Rhizarthrose" auf Schlau. Natürlich muss diese Diagnose ersteinmal gesichert sein, bevor man behandeln kann!
 
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Marlene

Marlene

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Bei Neuraltherapie muss man nicht zwangsläufig ins Gelenk injizieren! Und ob etwas wissenschaftlich belegt ist oder nicht (eine schönes Beispiel für diesen Glaubenskrieg ist die Homöopathie) ist doch egal - Hauptsache es hilft. Wer heilt hat Recht! Mich hat die Neuraltherapie (auch Arthrose eines Gelenkes) jedenfalls vor der Operation bewahrt. Und war durch Injektionen ANS Gelenk.
 
violapiano

violapiano

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Hallo,

ich wünsche auch gute Besserung, hoffentlich wirds bald wieder!
Wahrlich, ein Patenrezept gibts nicht.
Man muss probieren, was gut tut. Gefahrlos ausprobieren kann man Wärme und Kälte.

Wann treten Schmerzen auf? Wo genau? Ich denke, man muss es genauer analysieren.
Wenn dir Wäre gut tut, kannst du zum Beispiel im Wasser Bewegungsübungen machen, das entspannt die Muskulatur und belastet das Gelenk nicht.

Ansonsten würde ich auch nicht unbedingt sehr schonen, sondern sehen, was geht, ohne dass massive Schmerzen auftreten. Gegen den Schmerz würde ich nicht üben.

Ansonsten kann es nie schaden, die Klaviertechnik auf Verspannungen zu untersuchen, und, wenn vorhanden, genau zu lokalisieren und zu lösen.

Ansonsten schließe ich mich an mit Neuraltherapie, das kann gut helfen.
Auch mit Phlogenzym habe ich gute Erfahrungen gemacht.

LG
violapiano
 
kreisleriana

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Bei Neuraltherapie muss man nicht zwangsläufig ins Gelenk injizieren!.

bei Neuraltherapie wird NIE ins Gelenk injiziert.Man verabreicht pro Injektion < 0,1 ml Lidocainhydrochlorid intracutan(nicht subcutan),deswegen brennt es ziemlich,und zwar beim Gelenk rund herum,über Muskel-Triggerpunkten,auch mal in eine Gelose rein(das ist dann aber ausnahmsweise intramuskulär) und natürlich in Narben.

Bei intraarticulären Injektionen(ins Gelenk) dagegen verwendet man entweder Hyaluronsäure als "Knorpelaufbau"oder mischt Lidocainhydroclorid mit kristallinem Cortison zur Entzündungshemmung.
 
hyp408

hyp408

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Also erstmal herzlichen Dank für alle guten Tipps und die Genesungswünsche. Und klar - bevor ich da jemanden mit einem scharfen Messer ranlasse oder mir was ins Gelenk (oder knapp daran vorbei) spritzen lasse, werde ich die ganze Sache natürlich erst mal noch beobachten. Ein weiterer guter Ansatz ist wohl auch die Radiotherapie ... mal sehen. Bisher gehts ja noch ganz gut, nur manchmal beim Daumenuntersatz merke ich es. Da es die linke Hand ist, wird es auch gut möglich sein, diese erstmal nicht allzustark zu belasten. Wir werden sehen wie es sich entwickelt und unterdessen werde ich unverdrossen weitermachen (es gibt ja sogar Leute die würden noch einen Baum pflanzen wenn sie wüssten das am nächsten Tag die Welt untergeht ... na ja, so weit isses noch nicht.;-) ) Wollte eben auch nur mal wissen, ob das weitverbreitet ist und ob es da Standardmethoden gibt.

Also Grazie nochmal

Gruss

Hyp
 
L

lisavery88

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Wählen Sie eine Diät, die speziell für Sie, wird es Ihnen helfen
 
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P

pennacken

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Zum Thema Ernährung/Diät:

Such mal im Netz unter Arachidonsäure (in Verbindung mit Arthrose oder Rheuma).

Viel Erfolg!

LG

Pennacken
 
K

klimperfritze

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Hallo,
ich hatte auch ein Problem damit. Bei mir hat Klavierüben die Beschwerden total verdrängt. Ich habe einen entsprechenden ausführlichen Beitrag auf meinem Blog gestern veröffentlicht. Falls Ihr Lust habt, schaut dort hinein: Fidelio Blog

Gruß von Klimperfritze
 
Moderato

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...Bei intraarticulären Injektionen(ins Gelenk) dagegen verwendet man entweder Hyaluronsäure als "Knorpelaufbau"...
Seltsam, daß ich diesen Faden erst jetzt lese, habe ich doch auch die Probleme im Daumensattelgelenk durch Arthrose. Ich konnte keinen Schlüssel mehr mit der rechten Hand umdrehen, kein Brot mehr schneiden. Klavier habe ich nur noch mit der linken Hand geübt, vor allem Oktaven konnte ich nicht schmerzfrei spielen. Erstmal habe ich mich geschont und solche Dinge vermieden. Der Orthopäde hatte wohl auch eine Entzündung vermutet, und hat Blutegel als Assistenten :D benutzt. Das hat aber nichts genutzt, weil es nicht entzündet war. Dann hat er vor 2 Jahren 5x Hyaluronsäure gespritzt. Ich kann nun gut damit leben, bin aber vorsichtig bei Griffen mit großer Kraftanwendung. Die Griffweite auf der Klaviatur ist rechts eingeschränkter als links, aber Nonen kann ich noch greifen. So behindert es mich nicht mehr beim Klavierspielen. Wenn die Beschwerden wieder schlimmer werden, die Hyaluronsäure soll sich ja verbrauchen, dann lass ich die Behandlung wiederholen.

Gruß
Manfred

Gruß
Manfred
 
 

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