Copyright

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partita

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Liebe Leute,

mir stellt sich gerade eine Frage, die ich hier gerne mal einstellen möchte - vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen!

Wie genau funktioniert das eigentlich mit dem copyright - hat man sowas erst, wenn etwas gedruckt ist (Noten, Buch, Abbildung in einem Buch, ...) oder kann man schon vorher, wenn man es entworfen, aber es noch nirgends erschienen ist, ein copyright bekommen? Oder hat man es ganz automatisch (z.B. wenn man ein Stück geschrieben hat und seinen Namen drüber schreibt).

Ganz blöde Frage, wahrscheinlich stecke ich jetzt auch Haue ein von einigen, aber es ist mir wurschd, da ich es einfach nicht besser weiß: Reicht es, einfach auf das Ding das berühmte (c) mit seinem Namen daneben zu malen, um das Gedankengut zu sichern?

Es geht in meinem konkreten Fall nicht um ein Stück, sondern um etwas, das ich später einmal in einem Buch verwenden möchte.

Liebe Grüße,
Partita
 
cwtoons

cwtoons

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Ein Copyright hat man nach Erstellung eines eigenen Werkes automatisch. Das geschaffene Werk ist per se von Anfang an geschützt. Munter drauflos kopieren geht nicht.

In der Praxis ist das Urheberrecht dann anschliessend ein Riesenthema. Da werden sich hier sicher noch viele mitteilen. Wenn es um einen konkreten Sachverhalt geht, rate ich zu einem Anwalt.

CW
 
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partita

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Danke für deine rasche Antwort, CW!

Ein Copyright hat man nach Erstellung eines eigenen Werkes automatisch. Das geschaffene Werk ist per se von Anfang an geschützt. Munter drauflos Kopieren geht nicht.
Ja, aber der Punkt ist ja, wenn ich es nun an jemanden weitergebe, der es wiederum weitergibt usw. und es dann eines Tages jemand nimmt und vor mir irgendwo in einem Buch veröffentlicht, dann hab ich ja so meine Mühe und Not, nachzuweisen, dass die Idee und das Ding an sich ursprünglich von mir stammt, oder?

LG,
P
 
cwtoons

cwtoons

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Eine Kopie beim Notar zu hinterlegen ist keine schlechte Idee.

Aber das, was Du beschreibst, ist schon der "konkrete Fall". Frag' lieber einen Anwalt, vor allem dann, wenn es um Kohle gehen könnte.

CW
 
HoeHue

HoeHue

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Ein Copyright hat man hierzulande überhaupt nicht. Das ist irgend so 'ne Rechtsnorm von jenseits des großen Teichs. Das Urheberrecht liegt hierzulande beim Urheber. Auch schon vor einer Veröffentlichung. Und ein C in einem Kreis hat dafür auch keine Bedeutung.
Vielleicht einfach mal das UrhG durchblättern?
 
Dimo

Dimo

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Eine Kopie beim Notar zu hinterlegen ist keine schlechte Idee.
Stimmt. Die Idee hat nur einen Nachteil - der Notar kostet erstmal Geld ;)

Frag' lieber einen Anwalt, vor allem dann, wenn es um Kohle gehen könnte.
Der Anwalt arbeitet in der Regel auch nicht umsonst ;)
der Punkt ist ja, wenn ich es nun an jemanden weitergebe, der es wiederum weitergibt usw. und es dann eines Tages jemand nimmt und vor mir irgendwo in einem Buch veröffentlicht, dann hab ich ja so meine Mühe und Not, nachzuweisen, dass die Idee und das Ding an sich ursprünglich von mir stammt, oder?
Klar.
Ein Ausweg, den ich für meine Kreativarbeiten gefunden habe: Ich veröffentliche einzelnes davon im Internet. 8) Dann kann ich das Datum der Veröffentlichung jederzeit nachweisen (Zeugen gibts ja dann auch ;)) und jemand anders, der die Kreativarbeit "klaut" und vor mir kommerziell veröffentlichen will, hat keine Chance.
Weiterer Vorteil: Wenn jemand Kostproben der Kreativarbeit ansehen möchte, kann ich einfach verlinken - und betreibe damit kostenlos Werbung für meine Kreativarbeit.
Nachteil: Es lohnt sich kommerziell nicht mehr, die öffentlich zugängliche Kreativarbeit einzeln zu veröffentlichen (wohl aber in einem Sammelband mit bisher unveröffentlichten Arbeiten).
 
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cwtoons

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Anwalt arbeitet in der Regel auch nicht umsonst
Stimmt. Ich übrigens auch nicht.

Bevor sich aber jemand - partita - nach Ratschlägen oder Erfahrungen von hier mitlesenden juristischen Amateuren - mich eingeschlossen - richtet, ist es besser, Geld an der richtigen Stelle zu investieren. Wir wissen ja gar nicht, um was es geht, ob da richtig Kohle im Spiel ist oder ob es nur um klitzekleine Kreativleistungen in welcher Art auch immer geht, die eh keiner mitkriegt.

CW
 
Stilblüte

Stilblüte

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Wir wissen ja gar nicht, um was es geht, ob da richtig Kohle im Spiel ist oder ob es nur um klitzekleine Kreativleistungen in welcher Art auch immer geht, die eh keiner mitkriegt.
Ich schätze, das Problem liegt darin, dass Partita das auch (noch) nicht weiß. Für etwas, das keiner mitkriegt, braucht man kein Geld ausgeben und sich auch keine Sorgen machen. Aber wenn hinterher jemand anders die große Kohle damit schäffelt, ärgert man sich... Und da Partita ernsthaft darüber nachdenkt (und keine kurzsichtige, unrealistische, naive Person ist), ist davon auszugehen, dass der zweite Fall möglicherweise eintreten könnte, wenn sie ihres geistigen und schriftlichen Eigentums beraubt würde.
Gleichzeitig weiß sie aber wohl noch nicht, ob sie jetzt den Jahrhundertbestseller landen wird oder ob die Idee doch im Sande verlaufen könnte, sonst hätte sie sicher längst alles verfügbare Geld investiert :D
 
fisherman

fisherman

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Bitte auch mal zum Thema "Geschmacksmuster" informieren. Das war früher eine sehr preiswerte Möglichkeit des Schutzes. Wie es heute aussieht, weiß ich nicht.
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Ein Copyright hat man hierzulande überhaupt nicht. Das ist irgend so 'ne Rechtsnorm von jenseits des großen Teichs. Das Urheberrecht liegt hierzulande beim Urheber. Auch schon vor einer Veröffentlichung. Und ein C in einem Kreis hat dafür auch keine Bedeutung.
Meine Erinnerung sagt mir. daß die Dinge etwas komplizierter sein könnten, ohne daß mich mich dazu natürlich fachlich äußern könnte. Viele meiner Kollegen sind dazu übergegangen, ihre Seminarunterlagen mit einem Urheberrechtsvermerk zu versehen. Und in einem Fall, wo ein Student solche Unterlagen einfach für seine Hausarbeit bei jemand anderem abgekupfert hat, was es just dieser Vermerk, der ihn letztlich auf die Nase fallen ließ.
 
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pianolisch

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theoretisch hat man das Urheberrecht im Moment des entsehens seiner eigenen Kreation. Um das Urheberrecht auch in der Praxis handzuhaben, gibt es eben Institutionen wie die Gema, die ich jedoch hier nicht fördern will.
Eine neue Möglichkeit die auch besser dem heutigen Zeitgeist entspricht ist "Creative Commons". Hier kann man selbst entscheiden, welche Lizens man für sein geitiges Eigentum verwenden will.. Lohnt sich da mal reinzuschauen! ;)
 
 

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