Chopin-Mazurka H-Dur op.7 No. 1

Geli

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Hei!
Ich möchte gern wissen, wie Ihr bei dieser Mazurka im dritten Teil die ersten sieben Takte spielt, in meinen Noten soll durchgehend das Pedal gehalten werden. Find ich ein bißchen merkwürdig, macht das jemand von Euch?
LG
Geli
 
.marcus.

.marcus.

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Hi Geli,

in meiner Ausgabe steht auch, dass man das Pedal die ganze Zeit halten soll. (Vielleicht weil die Harmonie in der linken Hand liegen bleibt). Das ist aber eindeutig zuviel. Ich würde allerhöchstens ganztaktiges Pedal benutzen, aber eher noch weniger.
Grundsätzlich rate ich dir das Pedal so einzusetzen, wie es dir am besten gefällt.

Gruß

marcus
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Das ist eine gute Frage! Chopin wollte hier offensichtlich einen verschwommen, "fernen" (wegen pp und sotto voce) Klang, sowas wie eine ferne Erinnerung an glückliche Zeiten in der polnischen Heimat (Mazurkas sind ja das polnischste, was man sich vorstellen kann.)

Ich würde in den Takten mit dem Bordunbass ges/des das Pedal ab und zu (wenn der Klang zu dick wird) ein bißchen loslassen, aber so, daß etwas von dem vorherigen Klang in das neue Pedal herüberklingt.

Im Hauptteil (am Stückanfang) würde ich jedoch nicht wie notiert das Pedal über ganze Takte halten, sondern pro Viertel wechseln.


...und noch eine kleine Korrektur: die Mazurka op.7 Nr.1 hat 2 b Vorzeichen, ist also in B-dur ;)


Haydnspaß
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Geli, mich würde noch der Herausgeber Deiner Noten und das Erscheinungsjahr interessieren. In meiner Edition-Peters-Ausgabe sind häufige Pedalwechsel vorgesehen. Vermutlich hat der kritische Revisor (Hermann Scholtz) hier eine Schludrigkeit Chopins in der Notierung ausgebügelt.

Ich protestiere heftigst gegen die Bezeichnung "Schludrigkeit"! :p
Chopin war sehr gewissenhaft in seiner Notation und es ist für mich absolut einleuchtend und überzeugend, daß in den besagten 7 Takten ein gehaltenes Pedal notiert ist. Nur daß man es eben auf den heutigen Klavieren/Flügeln so nicht mehr spielen kann. Aber daß es sich um einen von Chopin ausdrücklich gewünschten Spezialeffekt handelt, steht für mich außer Frage.

Dann kommt so ein "Herausgeber" daher und entfernt diesen Spezialeffekt einfach kommentarlos - eine Unverschämtheit, wenn ihr mich fragt!
Dummerweise sind die Texthinweise meiner Paderewski-Ausgabe der Mazurki auf Polnisch, so daß ich nicht weiß, ob es hier in den Originalen Abweichungen gab. Ich kann's mir aber nicht vorstellen.

Haydnspaß
 
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Geli

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Hallo Haydnspaß;
Du hast Recht es ist B-Dur, ich hab´ leichtsinnigerweise von meiner CD abgeschrieben, da steht doch tatsächlich H-Dur, einwandfrei ein Druckfehler!!
Danke für Deine Hilfe!

Rosenspieß,
ich hab die Noten aus dem Internet, "Cinq Mazurkas" unter dem Titel steht "A Monsieur JOHNS de la Nouvelle-Orleans", was immer das bedeuten mag!
LG
GEli
 
Hartwig

Hartwig

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Hallo Geli,
die Mazurka können wir am Sa, den 14.7. hier spielen, zumal ich sie damals ja mit meinem Lehrer eingeübt hatte.
Einmal ansehen und ich müßte sie wohl wieder drauf haben.
Ich spiele im 3. Teil mit Pedal durchgehend bis 2 Takte vor der f-Stelle, also den Takt mit "poco rall" ohne Pedal, bei "a tempo" und "f" dann wieder Takt für Takt.
Wir können es ja aufnehmen und hier dann reinstellen, wenn es anhörbar klingt.

Gruß Hartwig

PS: ich habe die Edition Schott, bestimmt schon 50 Jahre alt.
 
Geli

Geli

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Hallo Hartwig,
prima, ich bring meine Noten auch mit, freu mich auch schon auf die Mozart/Grieg-Version.
LG
Geli
 
 

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