Chopin Mazurka B-Dur, Op. 7 Nr. 1

Kref

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Hallo

Ich wage es gleich noch mal, diesmal im bewegen Bild.


Ich kämpfe bei dem Stück wie man hört noch mit Agogik (meine Endlosbaustelle) und Dynamik. Tipps gerne gesehen.
 
D

Datenvegetarier

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Hallo Thorsten,

ich spiele diese Mazurka nicht selbst und kann nur Allgemeines dazu schreiben. Ich finde, du hast sie wirklich schön gespielt. Sie ist leicht und luftig und unbeschwert, ganz schwerelos. Das ist herrlich, aber gleichzeitig geht für meinen Geschmack dadurch ein bisschen die Tiefe verloren.
Ich würde eine Mazurka durchaus mit Pfeffer würzen, ff auch mal fortissimo spielen, das traut sich deine linke Hand vielleicht noch nicht. Das ganze Stück befindet sich dadurch auf einem recht schmalen Dynamikniveau, das schreibst du ja selbst. Die rechte Hand ist prima. Du mußt sozusagen nur den oberek entfesseln.
Versuch doch mal, an den f und ff Stellen links wirklich Gas zu geben, ein Baßfundament zu legen, über das der wilde Tanz hinwegfegen kann. Stell dir vor, wie die verrückten Polen die Beine hochwerfen, vielleicht hilft das.
Wie du siehst, ich bin kein Lehrer. Alles in Allem mein Urteil: gut gemacht! Jetzt einfach noch etwas fester.
Ich freue mich auf weitere Einspielungen.

Gruß,
Felix
 
Kref

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Ich würde eine Mazurka durchaus mit Pfeffer würzen, ff auch mal fortissimo spielen, das traut sich deine linke Hand vielleicht noch nicht. Das ganze Stück befindet sich dadurch auf einem recht schmalen Dynamikniveau, das schreibst du ja selbst. Die rechte Hand ist prima. Du mußt sozusagen nur den oberek entfesseln.
Versuch doch mal, an den f und ff Stellen links wirklich Gas zu geben, ein Baßfundament zu legen, über das der wilde Tanz hinwegfegen kann. Stell dir vor, wie die verrückten Polen die Beine hochwerfen, vielleicht hilft das.
Hallo und danke für die Kritik.

Ich hab das Stück mit meinem Klavierlehrer noch nicht durchgenommnen. Wir haben es uns vor zwei Wochen gemeinsam rausgesucht und ich konnte es bislang noch nicht wirklich mit ihm besprechen, letzte Woche musste wegen Krankheit ausfallen. Er hat mir wohlgemerkt vor einiger Zeit gesagt, dass ich dringend an meinem pianissimo und piano arbeiten muss. "Laut kannst du ja schon recht gut" waren seine Worte :) entsprechend spiele ich derzeit alles im ersten Üben ein bisschen mehr piano als dem Stück vielleicht gut täte.

Ich hab mich gerade aber noch mal rangesetzt, diesmal nur mit Audio, und ein bisschen mehr Gas gegeben.

https://soundcloud.com/user-468992210/mazurka-op-7-nr-1

Habe jetzt das Gefühl, dass mir die Dynamik machmal, vor allem im ersten Zwischenteil, auch an unpassenden Stellen soweit nach oben geht, dass der Ton unnötig scharf wird. Aber zumindest im Hauptthema passt es ganz gut.
 
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Datenvegetarier

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Danke für die neue Aufnahme, die gefällt mir noch besser. Ich erkenne da für meinen Geschmack keinen zu scharfen Ton. Nach wie vor plätschert es ein wenig dahin, die linke Hand schnurrt wie ein Uhrwerk. Versuche einmal, den dritten Schlag zu betonen, nicht den ersten. Es ist ja eine Mazurka, kein Walzer. Das erfordert ein wenig Umgewöhnung.
Ein paar Aufnahmen der Großen hast du bereits gehört, nehme ich an? Gerade bei Arthur Rubinstein auf youtube reingehört, bei dem "fetzt" es links. Er betont (leicht) den dritten Schlag, dadurch kommt Spannung in den Rhythmus, etwas wird komprimiert und wieder losgelassen. Kein friedlich fließendes Bächlein, eher Wildwasser.
 
 

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