Chopin - Fantasie Impromptu 66

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Hallo zusammen

Ist die rechte Hand rhythmisch gesehen binär oder ternär? Im Bass stehen ja "Triolen" zusammengefasst in zwei Takte zu "Sextolen". Dementsprechend sollten doch im Violinschlüssel Sechzehnteltriolen (Sextolen) stehen? Aber das stehen normale binäre vierer Grüppchen von Noten? Wie geht das musikalisch auf? Das scheint mir ziemlich verwirrend?
:?:
 
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Kann es sein, dass man daher vierer Grüppchen gemacht hat, weil es Notentechnisch sonst ziemlich komplex aussehen würde? Da ja die rechte Hand im Off-Beat (während dem Grundpuls) nach dem Bass gespielt wird und nur auf den Schlag Intervalle entstehen.

Bitte erklärt mir mal ein wenig diese verwirrende Notation! :?:
 
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Achte mal im ersten Takt zB wo der lauf der rechten hand beginnt auf die schreibweise.Der erste und vierte Schlag inder linken Hand in jeder sextolengruppe fallen gemeinsam mit dem in der rechten Hand.Den Rest MUSST DU DAZWISCHEN QUETSCHEN. Anders geht das nicht.Betone in der linken Hand den ersten und vierten Schlag jeder Sextolengruppe übertrieben damit du ein Gefühl für die Betonung bekommst.
Trotz dem Gequetsche muss die linke hand imnmer noch gleichmäßig sein!!


Gruß

Flying Fortress
 
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Das heißt nun soviel wie: Betone in der linken Hand (Bass) immer den Viertel-Schlag (Grundpuls) und quetsche im Violinschlüssel die Noten zwischen die „Triolen“? (…) über zwei Takte hinweg natürlich zusammengefasst zu „Sextolen“ (siehe Notation). :)
 
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(...) Aber dann sind es ja Sextolen in der rechten Hand. Sextolen in einer Zählzeit von nem’ Viertel, also könnte man Sechs Schläge in den Grundpuls setzen (rein theoretisch). Total verwirrend diese Sache.
 
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mathematisch gesehen eigentlich einfach:
nachdem du im gleichen Zeitintervall rechts 4 und links 3 Noten spielst, ist die Zähleinheit (auf die ALLE Töne fallen, links wie rechts) 3x4=12.

Dazwischen quetschen ist für den Anfang vielleicht ok, aber richtig gut klingt es erst, wenn du dieses 12er Zeitmaß möglichst exakt einhältst. Dadurch klingt dieses Stück auch so verdammt schnell - die 12er Teilung wird vom Hörer wahr genommen, obwohl nicht alle 12 Töne gespielt werden (Moiré- Muster).

Um den Rhythmus zu verstehen, ist es hilfreich, sich die 12er Teilung auf ein Papier aufzumalen, und sich graphisch klar zu machen, wo links bzw. rechts Töne gespielt werden. Dann kannst du die 12 Schläge mit dem Metronom anspielen und den Rhythmus rechts und links auf den Tisch klopfen. Bis hierher ist es noch recht einfach - recht schwierig ist es, beim schnelleren Spielen die Genauigkeit beizubehalten :wink:
 
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3 mal 4? Das kapier ich nicht mehr ganz... Meinst du das jetzt in dem ganzen 4/4 Takt oder nur in ¼ (Viertel)?

Hast du ein grafisches Beispiel, an dem man das gut kapiert?
 
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ich hab dir eines gemalt, kann es aber hier nicht einbinden (zumindest weiß ich nicht wie :? )

Wenn du mir deine email- Adresse zukommen läßt, schicke ich es dir.
 
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Ich kann zwar noch nicht Klavierspielen, aber dafür Bruchrechnen. Genau darum geht es hier auch.

Zerlege den Takt in vier Teile! In jedem dieser vier Teile spielst Du mit der linken Hand 3 Töne und gleichzeitig mit der rechten Hand 4 Töne.
Als gemeinsamer Nenner wird das kleinste gemeinsame Vielfache der beiden Nenner verwendet. Das ist bei 3 und 4 eben 12.

Zähle in jedem dieser vier Taktteile bis zwölf! Du teilst ihn somit in Zwölftel.

Die 4 Töne der rechten Hand entsprechen 1/4 des Taktteiles (= 3/12 des Taktteiles) und beginnen bei 1, 4, 7 und 10.
R.H. also: 1-2-3, 4-5-6, 7-8-9, 10-11-12

Die 3 Töne der linken Hand entsprechen 1/3 des Taktteiles (= 4/12 des Taktteiles) und beginnen bei 1, 5 und 9.
L.H. also 1-2-3-4, 5-6-7-8, 9-10-11-12.

Gruß aus Wien
Roman
 

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den letzten Slash im Link muß ich löschen, damit es funktioniert...

Danke Elio :!: :)
 
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Ok, habs gemacht indem ich meinen Beitrag editiert habe!

Aber was ich noch zum Thema anmerken möchte, ich glaube nicht, dass man das ausrechnet (also ich jeden fall nicht :) ). Ich spiele es erstmal mit übertriebener Betonung auf die starken Zählzeiten, dann läuft die linke Hand in ihren Triolen automatisch ab und die rechte setzt man mit ihren 16teln drüber, so mach ich es immer bei Polyrhythmik, ähnliche Rhythmik (4 gegen 3) zum Vergleich findet sich auch in Chopins Etude op posth in f-moll und in seiner f-moll Etude op25/2.

Was übrigens rein rechenmäßig dasselbe ist (nur eben die Betonung nicht)
Viertel gegen punktierte Achtel. Das ergibt auch 4 gegen 3, und das hat bestimmt jeder schon einmal gespielt!
Die Viertel würden dann den Achteltriolen entsprechen, die punktierten Achtel den Sechzehnteln. Mit der Vorstellung lässt sich 4 gegen 3 ganz leicht mit den Händen klopfen. Man muss nur immer darauf achten, dass man möglichst keine Note (bzw kein Klopfen) hervorhebt, dann bekommt man schnell Gefühl dafür.


Gruß,
Elio
 
 

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