Bombastisches Orgelstück

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Digedag

Digedag

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Hallo,
da ich demnächst die Gelegenheit habe an einer etwas größeren Orgel zuspielen habe ich eine Bitte an euch.
Kennt ihr ein Orgelstück das:
-nicht zu lang ist
-relativ schnell zu erlernen ist
-leicht ist
-wo man viele Register ziehen muss/kann/darf/soll
-die Noten sollen kostenlos sein

Euer Digedag
 
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Axel

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Das Zeug gibt es ja schränkeweise. Da kommen alle üblichen Verdächtigen der frz. Romantik infrage, aber auch Märsche aus dem viktorianischen England.

Was kann denn die Orgel gut?
Wie lang ist "nicht zu lang"?
Was ist für dich "leicht"?

Grüße
Axel
 
DonBos

DonBos

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Der Introductions-Choral aus der "Suite Gothique" op. 25 von Leon Boellmann erfüllt im Endeffekt alle deine Bedingungen (Noten gibts auf IMSLP).

Der Nachteil: Diese "Suite Gothique" ist unglaublich "totgenudelt"... soll heißen, fast jeder hatte sie mal unter den Fingern (vor allem auch fast jeder zweifelhafte Hobbyorganist wie z.B. ich...:oops:) - ändert aber nichts dran, dass der Choral verhältnismäßig leicht zu lernen ist, die Aufführung kurz dauert und dass dort durchaus viele Register gezogen werden können um das fff zu realisieren.

(Hier zum Anhören von Minute 0:00 bis 2:38 - http://www.youtube.com/watch?v=ueU4CDjn3v0)
 
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Digedag

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@Axel Ich zitiere:
"Was kann denn die Orgel gut?"
Die Orgel ist eine mittelgroße Kirchenorgel mit 3 Manualen

"Wie lang ist "nicht zu lang"?"
ca. 5 Min.

"Was ist für dich "leicht"?"
wenig Kreuze/bs
leicht zu erlernen (bis Sonntag)
 
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Digedag

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@ DonBos

Vielen Dank ich hoffe ich kann es bis dahin einüben.
 
Axel

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Bis Sonntag ist natürlich knapp.

Bekannt:

Sigfrid Karg-Elert: NUN DANKET ALLE GOTT (Marche triomphale) op. 65 - YouTube

Notre Dame de Paris Pipe Organ Vierne Plays Vierne (3) - YouTube


Wenn es nicht Mainstream sein soll:

Thomas Adams: Festival March (Allegro Pomposo) - YouTube

P. Fletcher - Festival Toccata - Diane Bish - The Joy Of Music - YouTube

Wenn es effektvoll schnell gehen soll ist Gordon Young ein guter Tipp. Leider noch nicht gemeinfrei zu haben.

Wenn es Suite gothique sein muss, finde ich das Menuett schöner. Übrigens das einzige auftaktige Menuett der Musikgeschichte. Da muss dem guten Boellmann etwas entgangen sein...

Grüße
Axel
 
Axel

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Nö, aber es ist kein Menuett. Nur weil Beethoven diese Variation im Tempo eines Menuetts gespielt haben will, wird daraus noch kein Tanzsatz.

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich bin gerade mal die Suiten von Bach und Händel und diverse Einzelstücke durchgegangen. Isfried Kayers Partiten habe ich zufällig auch gerade hier liegen. Ich finde kein einziges auftaktiges Menuett. Das klappt auch mit der Schrittfolge nicht wirklich, die läuft volltaktig und über 2 Takte.

Grüße
Axel

Nachtrag: Beethoven schreibt den Auftakt auch in den Sonaten öfter. Es wäre interessant zu wissen, ob zu seiner Zeit das Menuett tatsächlich noch getanzt wurde oder das für ihn eine völlig verselbstständigte Form geworden ist. Das könnte eine Erklärung für Boellmann sein, der vermutlich Beethoven am Klavier gespielt hat, aber eher wenig ältere Musik. Ganz abgesehen davon, dass in der Gotik andere Tänze in Gebrauch waren. Boellmann geht hier offenbar recht pauschal mit "alter" Musik um.
 
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chiarina

Guest
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich bin gerade mal die Suiten von Bach und Händel und diverse Einzelstücke durchgegangen. Isfried Kayers Partiten habe ich zufällig auch gerade hier liegen. Ich finde kein einziges auftaktiges Menuett. Das klappt auch mit der Schrittfolge nicht wirklich, die läuft volltaktig und über 2 Takte.
Lieber Axel,

ich dachte vor allem an Menuette Mozarts. M.W. wurden in seiner Zeit Menuette getanzt.

Beispielsweise:

http://conquest.imslp.info/files/imglnks/usimg/8/83/IMSLP173361-PMLP116885-KV_1.pdf

http://petrucci.mus.auth.gr/imglnks/usimg/8/85/IMSLP106842-PMLP217656-Mozart_K_15oo__Transc.RSB_.pdf

Liebe Grüße

chiarina
 
rolf

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Es wäre interessant zu wissen, ob zu seiner Zeit das Menuett tatsächlich noch getanzt wurde oder das für ihn eine völlig verselbstständigte Form geworden ist.
...Chopins Walzer wurden nicht getanzt, Walzer sind sie aber dennoch ;) und zu den Menuetten in Sinfonien von Haydn und Mozart hat man während der Aufführungen das Tanzbein ebenfalls nicht geschwungen ;) ...und irgendwas raunt mir zu, dass zu Menuetten auf der Kirchenorgel ebenfalls wenig bis gar nicht getanzt wurde - - schon ca. Mitte des 18. Jh. verwandelte sich der ehemalige höfisch-aristokratische Tanz in seine stilisierte instrumentale Form; und Auftakte betreffen die Melodie, nicht den typischen Rhythmus.
 

Axel

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KV 1 ist mir auch im Laufe des Tages eingefallen. Das ist in der Tat ein schlagendes Argument, da Mozart wohl hier schon an ein tanzbares Menuett gedacht haben wird. Ich seh schon, das langt für eine Dissertation. Wo, wann und unter welchen Bedingungen wird ein Menuett auftaktig.
 
Digedag

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Ich meine sowas wie Die Triomelodie von "Land of Hope and Glory"

Digedag
 
Axel

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Ok, der große viktorianische Hymnus. Dann probier den Mittelteil aus Brewers Marche heroique (da würde mich mal interessieren, was zuerst da war, Brewer oder Elgar) und Wesleys Choral Song.

Grüße
Axel
 
LMG

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@Menuette mit Auftakt:

Chopin hat auch eins :) - und ein ganz besonders knuffiges (mit Auftakt) !!

Sonate c-Moll, Op. 4, Satz Menuetto.

LG, Olli
 
Axel

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Mich hätte vor allem interessiert, welches Stück zuerst da war. Wer hat da von wem abgeschrieben?

Tatsächlich, hat noch keiner hochgeladen. Na egal, alte Knacker wie ich können sich noch dran erinnern, dass es kein Internet gab und man für Noten in so komische Läden gehen musste....:D

Hier gibt es eine Einzelausgabe: B-Note Musikverlag - Brewer - Marche heroque Es-Dur

Grüße
Axel
 
 

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