Bastelklavier Baustelle 3: Kawai VPC1

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Peter
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Bechsteinfan
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Keine Ahnung wie schwer dein Bechstein von der Spielart ist
Leichter als das MP10; die leichtgängigste Mechanik, die ich je gespielt habe. Ich habe aber auch jahrelang auf einem Yamaha CLP gespielt, was deutlich schwergängiger als das MP10 war. Und ich durfte auch schon auf einem frisch sanierten Flügel spielen, der für mich extrem schwergängig war. So schwergängig, dass ich darauf mein "Repertoire" kaum spielen konnte. Aber auch der war für andere Amateure und Profis absolut in Ordnung.
Sprich: Die Streuung ist bei analogen Instrumenten meiner Erfahrung nach größer als bei Digis. Mit der richtigen Technik ist das aber kein Problem. Profis konnten sich sowohl auf meinen Bechstein als auch auf den schwergängigen Flügel innerhalb kürzester Zeit einstellen.

Mein Fazit ist daher: Wenn man auf der RM3, die ich eher zu den leichtgängigeren Mechaniken zähle, Ermüdungserscheinungen oder Umstellungsprobleme hat, glaube ich nicht dass es an der Mechanik liegt.
Oder!, und das kann ja durchaus sein, dass die RM3 im VPC1 anders reguliert/verbaut ist als im MP10. Oder dass das Zusammenspiel mit der Software Schwächen hat. Oder oder oder.... würde gerne mal ein VPC ausprobieren. :-)
 
Annaklena
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Wahrscheinlich ist das wirklich von Modell zu Modell verschieden, würde ich mal annehmen. Ich kann es nur annehmen, da ich ja keine Vergleichsobjekte habe und es nicht selbst ausprobieren kann, wie ich das empfinden würde. Ich muss aber sagen, dass ICH kein Vergleichsmaßstab bin. :001: Ich bin eine ältere Frau mit grundsätzlich weniger Kraft als ein Mann oder als auch viele Frauen und generell jüngere Menschen. Also erscheinen mir Sachen schwer, die jüngeren oder stärkeren Leuten gar nicht schwer erscheinen. Zudem bin ich momentan in keinem guten Gesundheitszustand, was mir den Anschlag zusätzlich schwerer erscheinen lässt, da ich nicht jeden Tag spielen kann. Und jeden Tag, den ich nicht spiele, merke ich natürlich.

Als ich ganz regelmäßig jeden Tag auf dem VPC1 gespielt habe, so gut wie jeden Tag, erschien mir der Anschlag nicht so schwer wie jetzt. Es gab eine kleine Übergangsphase von meinem alten Roland-Digitalpiano aus den 90er Jahren auf das VPC1, aber dann lief es gut. Ich fand insbesondere die Möglichkeiten mit der Dynamik, die ich vorher am Roland nicht hatte, obwohl es auch gewichtete Tasten hatte, aber einen viel leichteren Anschlag, begeisternd. Ich konnte plötzlich alles, was ich spielte, viel besser musikalisch gestalten.

Dahin möchte ich gern zurück und hoffe, dass meine Gesundheit es bald einmal wieder zulässt. Bis dahin bin ich allerdings sehr, sehr froh über mein neues Casio CT-S1, das ein erstaunlicher Klavierersatz ist in meinem augenblicklichen Zustand. Das hätte ich niemals gedacht von so einem kleinen 61-Tasten-Keyboard. Ich bin froh, dass die Technik sich immer weiterentwickelt und dass Casio dieses für mich jetzt sehr nützliche Teil kürzlich entwickelt hat. Gerade richtig für mich jetzt, sonst würde ich ziemlich verzweifeln. Aber das ist meine spezielle Ausnahmesituation im Moment, die man nicht auf andere übertragen kann.

Und ja, @Peter, Du solltest unbedingt einmal ein VPC1 ausprobieren. Es würde mich sehr interessieren, was Du im Vergleich zu Deinem MP10 sagst. Ich finde, das VPC1 ist schon etwas Tolles. Aber es kommt eben immer auf die Umstände an, ob man dieses Tolle auch genießen kann. Schade, aber leider wahr. Vor allem, wenn man älter und kränker wird. Altwerden ist einfach ...:013:
 
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Universaldilettant
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Halten wir also fest:

Das VPC1 hat eine leichtgängige Mechanik laut @Peter , welche aber definitiv schwergängiger ist als eine KDP120 Mechanik laut @Universaldilettant und auch als ein Casio CT-S1 laut @Annaklena, was nicht unbedingt schlimm sein muss für den musikalischen Ausdruck, aber problematisch sein kann wenn man auf besonders leichtgängige Klaviaturen angewiesen ist (Alter... Gesundheit... leichtgängige ungewichtete Klaviere die daneben stehn....)


Kann ich nur unterstreichen :cry2:
 
S
schmickus
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Ich habe heute aus Spaß an der Freud' ein MP11SE und ein VPC1 angespielt. Der Rechner am VPC1 war leider ziemlich lahm, so dass es hörbare Latenzen gab. Gar nicht so leicht, diesen verzögerten Höreindruck vom eigentlichen Spielgefühl zu trennen.
VPC1: "Normales" Niedergewicht und Aufgewicht, aber ich habe vergeblich den Auslösepunkt gesucht.
MP11SE: Für meinen Geschmack etwas zu leichtes Spielgefühl, die Tasten fielen mir fast weg. Auch hier kein Auslösepunkt zu finden.
Beide Tastaturoberflächen waren mir zu glatt.
 
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VPC1: "Normales" Niedergewicht und Aufgewicht, aber ich habe vergeblich den Auslösepunkt gesucht.
Das ist jetzt merkwürdig, da er bei meinem DEUTLICH zu spüren ist, insbesondere wenn man ihn "sucht"..

MP11SE: Für meinen Geschmack etwas zu leichtes Spielgefühl, die Tasten fielen mir fast weg. Auch hier kein Auslösepunkt zu finden.
Beide Tastaturoberflächen waren mir zu glatt.
Deckt sich mit meiner Beobachtung, das die GF (Grandfeel) leichter ist als die RM3. Die Tasten sind da länger und die Hebelverhältnisse anders.
Die Tastenoberflächen find ich bei Kawai sehr angenehm, da keine spürbare Textur, aber auch nicht spiegelglatt und dann schnell klebrig (wie die günstigen Yamaha Tastaturen, soweit ich mich erinnere.
 
Annaklena
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Der Auslösepunkt ist bei mir auch deutlich zu spüren. Und was die Oberfläche der Tasten betrifft: Soll das Sandpapier sein? 😄 Ich finde die Oberfläche sehr angenehm. Nicht glatt, sondern sehr griffig. Es gibt viele Klaviere, die glattere Tasten haben. Aber das ist natürlich Geschmackssache und auch Ansichtssache, was man unter "glatt" versteht. Ich wollte keine ganz glatten Tasten haben (mein altes Roland hatte die. Damals gab es wahrscheinlich nichts anderes), ich finde es gerade richtig am VPC1. Und nebenbei bemerkt auch am Casio CT-S1. Sehr angenehme, nicht ganz glatte Tasten. Für ein Keyboard sehr außergewöhnlich, finde ich.
Interessant finde ich beim Casio, dass auch musikalischer Ausdruck möglich ist mit den Tasten. Fast mehr als bei meinem alten Roland. Aber das ist jetzt nur ein ganz subjektiver Eindruck. Und ganz sicher nicht mit einer tollen Tastatur wie der vom VPC1 zu vergleichen, wo man ganz anderen dynamische Möglichkeiten hat. Aber dennoch wie gesagt erstaunlich bei so einem kleinen Keyboard mit zwar anschlagsdynamischen, aber nicht gewichteten Tasten. Die heutige Zeit ist unglaublich, was das betrifft.
Mir scheint, @schmickus, dass Du sehr viel Kraft hast. Oder ein so erfahrener Pianist bist, dass ich mich da als arme Anfänger-Amateurin nur verstecken kann. (Das auf jeden Fall. Anfängerin. Das steht überhaupt nicht zur Debatte. 😉) Es ist immer ein sehr persönlicher Eindruck, wie man eine Tastatur empfindet. Und ich bin einfach nur begeistert, was die Technik da möglich macht, obwohl es kein richtiges Klavier ist. Aber es ist wirklich absolut Geschmackssache.
Ich hatte vor dem Casio kurz ein Yamaha-Keyboard von dem Yamaha-Händler hier geliehen, und die Yamaha-Tastaturen gefallen mir überhaupt nicht. Von den paar, die ich hier anspielen konnte. Es gibt ja eine Menge mehr, die hier nicht erhältlich sind. Die Tasten an dem Keyboard waren total glatt, was ich zwar nicht furchtbar fand, aber doch nicht so das, was ich gern hätte. Und auch der Anschlag war nicht mit meinem Casio jetzt zu vergleichen. Aber ich weiß, dass es eine Menge Leute gibt, die ganz begeistert von Yamaha sind. Und die haben natürlich auch recht. Von ihrem Standpunkt aus. Ich mag Kawai lieber und jetzt neuerdings auch Casio (was ich nie gedacht hätte, weil ich immer noch denke, das ist doch ein Spielzeughersteller. Aber die haben in den letzten Jahren anscheinend gewaltig aufgeholt).
 
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