Ausbildung

  • Ersteller Ersteller julianbrandt36
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  • #21
Und erst der Geruch der aus Geiz mit ein paar Dioden märklintauglich gemachten Lima-Lok, wenn man den Rückwärtsgang einlegen wollte.....
Ach stimmt, da gab es ja auch noch Lima, diese Billig-Scheißmarke...
Ich nutzte Dioden übrigens, um mittels Abschneiden der einen Halbwelle die Geschwindigkeit der Loks realistischer zu machen.
Ja, ich gebe alles zu! Aber sobald ich von zu Hause auszog, verkaufte ich den ganzen Krempel (auch Baukästen usw.) zugunsten eines Yamaha* Clavinova...
 
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  • #22
Märklin konnte sich halt nicht jedes Elternhaus leisten.
 
  • #23
Märklin konnte sich halt nicht jedes Elternhaus leisten.
Wohl wahr. Selbst das häusliche TRIX war nur (kurzzeitig) deswegen da, weil in Papas großer Druckerei die Essener Spielwarenläden zum Fotografieren Spielzeug eingeliefert hatten, und dann zu faul waren, das nach den Fotos wieder abzuholen. Da konnte er für'n Zehner oder so (statt 49,- DM) eine Runde TRIX Grundpackung für Weihnachten abgreifen.

Und als wir umzogen, verschwindibuste auch das. Später sah ich meine Dinger beim Soester Cousin wieder... Papa hatte die Schore an seinen Schwager vertickert. Wahrscheinlich noch ein Plus erwirtschaftelt...
Sein Bekenntnis: Eine Modelleisenbahn ist unchristlich, ist ein Moloch - ein Gott, der gefüttert und gefüttert werden will, und doch Zufriedenheit immer nur kurzzeitig vergönnt.

Dann gab es den Distler-Porsche. 3-Volt-Motor, und am Bowdenzug fernschaltbares Dreiganggetriebe, samt Gummisaugnapf fürs Lenkrad.
 

  • #24
Ich denke heute noch gerne an die sehr attraktive Frau, deren Ehemann lieber mit seiner Modelleisenbahn spielte als mit seiner Gattin ;-)
 
  • #27
Ich hatte mir eine der ersten CDs gekauft ca. 1997 mit klassischer Klaviermusik. Drauf waren Stücke u.a. von Liszt Ung.Raps.Nr.2 und Chopin Op.66. Die gefielen mir so, dass ich das auch lernen wollte. Ich kaufte mir ein Digitalpiano, kopierte Noten in der Bibliothek und fing an Sonatinen zu üben (mit 50). Ich hatte so viel Klavier gelernt als Autodidakt, dass ich 2011 schon die Chopin Etüden 10.5 und 10.12 ohne Noten spielen konnte. Nun brauch ich aber doch noch mal einen Lehrer, kann auch online, oder ein sog. Meister-Kurs sein.
 
  • #28
Ich nutzte Dioden übrigens,
Ich auch. Als 12-Iähriger tauschte ich alle einfachen Lichtschalter gegen Serienschalter um und hängte über eine Seite eine Diode. So konnte man auf halbe Helligkeit schalten.
 
  • #29
Du hast also den Dimmer erfunden! :idee:
 
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  • #31
Du hast also den Dimmer erfunden! :idee:
Nicht ganz. Die Diodenlösung war auch nicht immer passend, flackerte bei manchen Glühbirnen und funktionierte bei Leuchtstofflampen gar nicht.
Aber ich benutze sie noch heute beim Lötkolben über einen Schnurschalter. Da verbrennen die Spitzen nicht so schnell.
 
  • #32
Ich habe in dem Alter mal aus Versehen ein Radio gebaut (wirklich wahr).
Das kenn ich!. Eine Schaltung hat sicher ungewollt Ortssender empfangen wie eine Antenne und dann irgendwo demoduliert und verstärkt.
Ich hab mal als Student absichtlich ein Radio gebaut mit dem Körting Synchro-Demodulator, diese Radios waren nämlich patentiert und sehr teuer. Hatte erst ewig nicht funktioniert und lag in der Ecke rum.
 
  • #33
Habe im Alter von ca. sechs eine Cousine im Möhnetal Klavier spielen gesehen. Hat mich instantan fasziniert, so sehr, dass ich bei sparsamer Weigerung der Ellies, ein Klavier anzuschaffen (angehende Häuslebauer) mit sieben Jahren selber loszog auf ein Tasteninstrument - eine Hohner Melodica. Von erspartem Taschengeld, fünf Pfennig pro Lebensjahr und pro Woche - plus den fünf Mark, die sich unsere Oma von der Rente absparte, damit wir auf dem Soester Allerheiligenmarkt Spaß haben konnten. 6,95 DM, bei Spielwaren Hochherz am Potsdamer Platz, Ende des Grandwegs. Wo heute die Dresdner Bank drin ist, und es gegenüber bei meinem Weinfreund die besten Erdnüsse im ganzen Westfalenlande gibt. Und natürlich guten Wein.

Habe diese grüne Melodica stolz zur Oma geschleppt. Allen Erwachsenen fiel die Kinnlade runter - was der Zwerg da angestellt hatte. Schwesterchen machte dick Theater, wollte auch eine Melodica. Die gab es dann an Weihnachten. Die Sparsamkeit der Ellies hielt an. Mit elf eine Violine bekommen, und Unterricht. Der neue Spar-Käfer VW 1200 A, 4.385,- DM im Oktober 1965, ein Jahr nach dem Hausbau, war wichtiger. Dann bekam ein Schulkollege ein neues Klavier - ich schaffte es, sein altes Klavier zu uns zu Hause umzudirigieren. Da war ich dann schon 17. ... Viel zu spät für eine Pianistenkarriere.

Als unsere Mutter 85 wurde, konzertierten wir Kinder für sie auf unseren Melodicas. Ich hatte Schwesterchen und Brüderchen wieder welche besorgt, nachdem ich zuvor auf dem Dortmunder Flohmarkt wieder eine grüne Melodica in NOS fand, new old stock, unglaublich alt, aber noch nie benutzt. Meinen Flügel* konnte ich ja schlecht mitschleppen zur Mutter. Also kleines Konzert mit anderen Tasteninstrumenten. Meine Cousine, Initiatorin meiner lebenslangen Klavierleidenschaft, ist im letzten Herbst in Aachen leider verstorben.

Hat jetzt Google genug Infos abgesammelt, um mich in den Folgewochen mit Werbung anzutrollen? Ich brauche nix, hab schon alles.


Das ist sehr süß.
 
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