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julianbrandt36

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22.03.2026
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Wie haben Sie mit dem Klavierspielen angefangen? Online-Kurse, Präsenzunterricht, bei einem Lehrer?
 

Wie haben Sie denn angefangen?

CW
 
Das fängt ja gut an.
 

Bei uns zu Hause spielte fast jeder. Ein guter Flügel*, ein gutes, ein schlechtes Klavier. Man fängt an zu klimpern, bleibt dran, bekommt guten Unterricht. Jede Woche, 60 Minuten, natürlich live, natürlich einzel. Und übt.
 
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Bei uns zu Hause spielte keiner. Diese himmlische Ruhe, unterbrochen nur von dem Brummen der Märklin-Eisenbahn, war zu Ende, als der gleichaltrige Junge in der Familie, die über uns wohnte, Klavierunterricht bekam und die Klimperei bei uns zu hören war. Darauf sind meine Eltern abgefahren und damit war ich geliefert - die Klavierlehrerin brauchte nur die Treppe herunterkommen.

CW
 
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Bei uns zu Hause spielte keiner. Diese himmlische Ruhe, unterbrochen nur von dem Brummen der Märklin-Eisenbahn, war zu Ende, als der gleichaltrige Junge in der Familie, die über uns wohnte, Klavierunterricht bekam und die Klimperei bei uns zu hören war. Darauf sind meine Eltern abgefahren und damit war ich geliefert - die Klavierlehrerin brauchte nur die Treppe herunterkommen.

CW
Die sind da nicht drauf abgefahren.
Die fanden dieses falsche Geklimper so nervig, dass sie Rache schworen: "Wartet! Wir halten mit NOCH entsetzlicherem Geklimper dagegen! HARHARHAR!"
Leider bekamst Du dann aber zu allem Überfluss auch noch Bock auf den Scheiß.
 
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Hier gibt es einige ausführliche Berichte:
 
  • #10
Wenn alles entgleist war, brummte leise der Transformator.
 
  • #12
Bei mir war es so, hätte ich die Märklin Eisenbahn früher bekommen (das war erst so mit 6), hätte ich möglicherweise das Klavier im Wohnzimmer nicht weiter groß beachtet.
 
  • #14
Der Märklin-Trafo brummte ordentlich, wenn man die Fahrtrichtung wechselte.
 
  • #15
Wenn ich es brummen hören will, dann esse ich einfach Bohnen.
 
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  • #16
Wo ist denn jetzt der Threadersteller - Eintagsfliege? Hat der vielleicht umgesattelt und sich 'ne Spielzeugeisenbahn gekauft?

CW
 
  • #17
Der Märklin-Trafo brummte ordentlich, wenn man die Fahrtrichtung wechselte.
Bei Dir lagen die Probleme vermutlich eher bei der räumlichen Lokalisierung der Schallquelle:-) Das Geräusch des Umschalters in der Lok dürfte da ein Vielfaches lauter gewesen sein
 
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  • #18
Wenn ich es brummen hören will, dann esse ich einfach Bohnen.
Noch so ein Lieblingsthema von hochmusikalischen Menschen:-) Aber auch bei der Märklin Eisenbahn von früher kam die Nase voll auf Ihre Kosten, wenn man auf Funkentstörung verzichtet hat.
 
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  • #19
Aber auch bei der Märklin Eisenbahn von früher kam die Nase voll auf Ihre Kosten,
Dieses Gemisch von Ballistol und Funkenozon, ich hatte das sofort in der Nasenerinnerung.
:-)
Und erst der Geruch der aus Geiz mit ein paar Dioden märklintauglich gemachten Lima-Lok, wenn man den Rückwärtsgang einlegen wollte.....
 
  • #20
Habe im Alter von ca. sechs eine Cousine im Möhnetal Klavier spielen gesehen. Hat mich instantan fasziniert, so sehr, dass ich bei sparsamer Weigerung der Ellies, ein Klavier anzuschaffen (angehende Häuslebauer) mit sieben Jahren selber loszog auf ein Tasteninstrument - eine Hohner Melodica. Von erspartem Taschengeld, fünf Pfennig pro Lebensjahr und pro Woche - plus den fünf Mark, die sich unsere Oma von der Rente absparte, damit wir auf dem Soester Allerheiligenmarkt Spaß haben konnten. 6,95 DM, bei Spielwaren Hochherz am Potsdamer Platz, Ende des Grandwegs. Wo heute die Dresdner Bank drin ist, und es gegenüber bei meinem Weinfreund die besten Erdnüsse im ganzen Westfalenlande gibt. Und natürlich guten Wein.

Habe diese grüne Melodica stolz zur Oma geschleppt. Allen Erwachsenen fiel die Kinnlade runter - was der Zwerg da angestellt hatte. Schwesterchen machte dick Theater, wollte auch eine Melodica. Die gab es dann an Weihnachten. Die Sparsamkeit der Ellies hielt an. Mit elf eine Violine bekommen, und Unterricht. Der neue Spar-Käfer VW 1200 A, 4.385,- DM im Oktober 1965, ein Jahr nach dem Hausbau, war wichtiger. Dann bekam ein Schulkollege ein neues Klavier - ich schaffte es, sein altes Klavier zu uns zu Hause umzudirigieren. Da war ich dann schon 17. ... Viel zu spät für eine Pianistenkarriere.

Als unsere Mutter 85 wurde, konzertierten wir Kinder für sie auf unseren Melodicas. Ich hatte Schwesterchen und Brüderchen wieder welche besorgt, nachdem ich zuvor auf dem Dortmunder Flohmarkt wieder eine grüne Melodica in NOS fand, new old stock, unglaublich alt, aber noch nie benutzt. Meinen Flügel* konnte ich ja schlecht mitschleppen zur Mutter. Also kleines Konzert mit anderen Tasteninstrumenten. Meine Cousine, Initiatorin meiner lebenslangen Klavierleidenschaft, ist im letzten Herbst in Aachen leider verstorben.

Hat jetzt Google genug Infos abgesammelt, um mich in den Folgewochen mit Werbung anzutrollen? Ich brauche nix, hab schon alles.

 
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