Aufnahmeprüfungs Repertoire gut genug?

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Julian_Music
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Hallo alle zusammen!
Ich bin momentan 18 Jahre alt, bin auf einer Musikfachschule (also für die Theoretische Prüfung gut vorbereitet) mit Hauptfach Klavier. Danach würde ich gerne mein Bachelore studium für Künstlerisch-Pädagogisch starten wollen und möchte daher wissen, was für Chancen ich hätte mit meiner Auswahl an Stücken (mir ist klar, dass es auch sehr darauf ankommt wie gut ich es spiele. Gehen wir einfach mal davon aus, ich spiele sie gut):

Bach WTK 1, Präludium und Fuge in d moll
Beethoven Sonate Nr. 27 in e moll
Brahms Intermezzo Op. 118 nr. 2
Chopin trois nouvelles etudes Nr. 2
Prokofiev vision fugitives (1-4, da bin ich aber noch unsicher ob ich vllt lieber ein einzelnes aber längeres stück spielen sollte)

Bis ich eine Aufnahmeprüfung machen kann dauert zwar noch eine Weile, da ich momentan an Krebs erkrankt bin und kaum zum üben komme, doch trotzdem wäre mir eine Antwort von euch sehr wichtig!
Eine Schule bei der ich es auf jeden Fall versuchen will ist die Musikakademie in Wiesbaden. Der Anspruch dort ist ein bisschen niedriger. Aber würde es natürlich auch auf normalen Hochschulen probieren wollen. Welche Chancen hätte ich mit dieser Auswahl an Stücken? Sollte ich ein Stück auf jeden fall austauschen aus dem repertoire?
 
Stilblüte
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Lieber Julian,

Wenn du noch Zeit hast, könntest du noch eine andere Etüde üben, die trois nouvelles sind eher unüblich. Manchmal wird noch Neue Musik verlangt, das könntest du dazunehmen, um die Hochschulauswahl zu vergrößern. Hast du Kontakt zu Hochschullehrern? Hast du guten Klavierunterricht?

Erstmal jedoch gute Besserung! :-)
LG Stilblüte
 
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Julian_Music
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Lieber Julian,

Wenn du noch Zeit hast, könntest du noch eine andere Etüde üben, die trois nouvelles sind eher unüblich. Manchmal wird noch Neue Musik verlangt, das könntest du dazunehmen, um die Hochschulauswahl zu vergrößern. Hast du Kontakt zu Hochschullehrern? Hast du guten Klavierunterricht?

Erstmal jedoch gute Besserung! :-)
LG Stilblüte
Erst einmal vielen Dank für die Antwort!
Das mit der Etüde hab ich mir schon gedacht, aber ich hab gehofft eine unübliche wtüde würde vllt auch ganz gut ankommen, da es nicht jeder zweite spielt. Aber ich habe noch genug Zeit um mir eine andere auszusuchen! Eine die ich auch gerne spielen würde wäre op. 25 nr. 2.

Ich habe vor sobald mein Repertoire sitzt Kontakt mit meinem Wunschlehrer in Wiesbaden aufzunehmen.
Mein Klavierunterricht ist meiner Meinung nach sehr gut! Mein Lehrer unterrichtet seit 40 Jahren auf dieser Musikfachschule und hat nebenher einen Lehrauftrag als Klavierlehrer am Leopold-Mozart Zentrum der Universität Augsburg. Bei ihm habe ich in einem halben Jahr mehr gelernt als in den Jahren davor! Er hat mir geholfen bei der Auswahl meiner Stücke, findet diese auch geeignet für Prüfungen. Aber um sicher zu gehen Frage ich hier um andere Meinungen und Vorschläge zu hören.
 
mick
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Op. 25 Nr. 2 ist eine der leichtesten Chopin-Etüden. Weil sie beinahe inflationär in AG III bei Jugend Musiziert gespielt wird, hat sie den Ruf einer "Anfänger-Etüde". Ob das für eine Aufnahmeprüfung im pädagogischen Fach eine Rolle spielt, weiß ich nicht, aber wenn möglich, würde ich eine andere Etüde wählen. Op. 10/5 ist auch nicht allzu schwierig, op. 10/8 sollte evt. auch noch im Bereich des Möglichen sein.
 
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Julian_Music
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Op. 25 Nr. 2 ist eine der leichtesten Chopin-Etüden. Weil sie beinahe inflationär in AG III bei Jugend Musiziert gespielt wird, hat sie den Ruf einer "Anfänger-Etüde". Ob das für eine Aufnahmeprüfung im pädagogischen Fach eine Rolle spielt, weiß ich nicht, aber wenn möglich, würde ich eine andere Etüde wählen. Op. 10/5 ist auch nicht allzu schwierig, op. 10/8 sollte evt. auch noch im Bereich des Möglichen sein.
Danke für die Antwort! Das stimmt wohl... aber leider werde ich op. 10/5 defintiv nicht spielen da ich dieses Stück wirklich so gar nicht mag. Auch wenn es wohl besser wäre als die op. 25/2, ist es klüger etwas zu wählen was mir auch gut gefällt für sowas... 10/8 ist wunderschön aber ich befürchte es ist ein kleines bisschen zu hoch gegriffen für jetzt. Vielleicht in einem Jahr.
Wie wäre es mit 10/9 oder 25/1? 25/7 ist zwar einer meiner liebsten aber wohl viel zu einfach für eine Prüfung, oder?
 
mick
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Op. 10/9 geht sicher, op. 25/7 ebenso sicher nicht. Auf Wettbewerben, wo in der (meist) ersten Runde eine Chopin-Etüde als Pflichtstück gefordert wird, sind in der Regel op. 10/3, op. 10/6, op. 25/2 und op. 25/7 ausgeschlossen. Op. 25/1 kann man auch spielen. Die ist aber schwieriger, als der erste Anschein vermuten lässt und verlangt bereits eine äußerst gut entwickelte Anschlagskultur, wenn sie nicht hölzern wirken soll.
 
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Julian_Music
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Op. 10/9 geht sicher, op. 25/7 ebenso sicher nicht. Auf Wettbewerben, wo in der (meist) ersten Runde eine Chopin-Etüde als Pflichtstück gefordert wird, sind in der Regel op. 10/3, op. 10/6, op. 25/2 und op. 25/7 ausgeschlossen. Op. 25/1 kann man auch spielen. Die ist aber schwieriger, als der erste Anschein vermuten lässt und verlangt bereits eine äußerst gut entwickelte Anschlagskultur, wenn sie nicht hölzern wirken soll.
Ich werde mal mit den wissenwas ich hier jetzt gelesen habe mit meinem Klavierlehrer sprechen und schauen waser denn denkt was am besten fürmich geeignet wäre von den Stücken, die ich sicher nehmen könnte! Danke für die Infos bisher! Ich werde auch nochmal schauen, ob ich Kontakt mit dem Lehrer aufnehemen kann, bei dem ich unterrichtet werden will in Wiesbaden. Mal schauen was er meint. Vielleicht geht am ende des tages die Trois Nouvelles Etude 2 ja doch? Ist diese wirklich eine schlechte Idee oder einfach eine unübliche Wahl?
 
Stilblüte
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Es muss nicht unbedingt Chopin sein! Wenn du magst, schau mit deinem Lehrer auch nach anderen Etüden - Liszt, Rachmaninov zum Beispiel. Wenn du Wiesbaden anvisierst könntest du auch noch an andere kleinere Hochschulen und Konservatorien denken, z.B. Cottbus, Regensburg, Osnabrück (?), Augsburg... Wie schwierig die AP jedes Jahr zu bestehen ist, hängt auch immer vom Jahrgang ab. Wenn sich 50 bewerben und die Hälfte davon ohne Diskussion durchfällt, du aber zu den besseren 25 gehörst, hast du eine echte Chance - wenn sich 150 bewerben und 50 davon auf jeden Fall bestehen könnten, ist es schwieriger. Gerade wenn du nicht in die ganz großen Städte wie München, Köln, Berlin etc. schaust, kannst du dir evtl. Chancen ausrechnen.
 
alibiphysiker
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Kurz zu den Etüden: Wenn Chopin nicht verlangt ist, würde ich wirklich überlegen, auf einen anderen Komponisten zurückzugreifen. Auch die Kommission freut sich hier meist, mal etwas anderes zu hören! In künstlerischen Studiengängen ist Chopin oft irgendwie der "Goldstandard", aber nach meiner Erfahrung wird das in KüPäd-Studiengängen nicht so eng gesehen.

Ich habe damals Skrjabins op. 8 No. 2 gespielt, welche mir viel besser lag, als die Chopinetüden, die ich bisher geübt habe. Gut an den Skrjabin-Etüden aus op. 8 ist übrigens auch, dass sie verhältnismäßig kurz sind, und den Ruf haben "schwer zu sein".

Auch von mir eine gute Besserung! (Und zur "Aufmunterung": Eine mir bekannte Klavierprofessorin hatte in ihrem Studium mit einer Krebserkrankung zu kämpfen, hat diese überwunden, und es ging dann für sie auch alles gut weiter :-) )
 
Tastatula
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Es gibt auch klasse Etüden von Debussy
 
 

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