Artur Cimirro

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Gefällt mir nicht besonders, zumindest die ersten 5 Minuten bislang. Zu wenig Pedal, zu viel zu scharfes staccato, die Virtuosität kommt irgendwie nicht so rüber und das Stück hat einen zu leichten Charakter.
 
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Davon abgesehen, dass die Aufnahme schrecklich nach Digi klingt, bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass er "definitiv mehr Beachtung verdient". Woran machst du das fest?
 
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Ich hatte früher oft einen derartigen Reflex, wenn ich gesehen habe, oh, unbekannter Pianist spielt Liszt h-Moll.
Aber die wurde auch schon (durchaus gut) an unserer städtischen Musikschule bei einem Schülerkonzert gespielt.

Ist heutzutage nicht mehr so besonders.
 
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Reflexe habe ich diesbezüglich keine; ich habe das Stück auch nicht verlinkt, weil ich der Meinung bin, dass es aussergewöhnlich ist, dass er das spielt. Das wäre ja nichts weiter als die 100.000ste Einspielung dieser Sonate.

Ich finde den Künstler unter anderem interessant, weil er den Mut hat Dinge begründet anders zu machen als der Mainstream. Er nimmt wohl musikalische Hermeneutik sehr ernst, hat auch ein Buch darüber geschrieben (ich hab's nicht gelesen).

Über diese Sonate spricht er ein wenig, insbesondere über Stakkato und die Benutzung des Pedals:

http://opusdissonus.com.br/master-class_002_cimirro-liszt-sonata.mp3

Ob er damit richtig liegt, kann ich nicht beurteilen, ich habe die Sonate ja noch nicht mal selbst gespielt, aber ich finde es gut, wenn junge Künstler eigene Wege gehen, die überzeugend klingen, anstatt denen hinterher zu rennen, von denen die Allgemeinheit annimmt, dass sie recht haben.

Der Hartmut
 
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ich sehe gerade, dass der Link in meinem letzten post nicht auftaucht. Wen das interessiert, das ist ein mp3, dass er in den Kommentaren auf YT verlinkt hat. (man findet es leicht, es gibt nicht allzuviele Kommetare...)

Der Hartmut
 
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Ich habe diesen Namen noch nie gehört. Wenn man auf seine Homepage geht stellt man fest, dass er wohl extrem fleißig ist. Alleine die Liste seiner Transkriptionen von Werken anderer Komponisten für die linke Hand oder 2 Hände, neben seinen eigenen Kompositionen, ist ja wirklich äußerst umfangreich:puh:.
 
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Wo ich’s mir mit einer Hand nicht mehr vorstellen konnte waren die Girlanden ab Takt 35, und mittendrin f - b‘ greifen... aber gut, das sind eh Bereiche wo ich mir in absehbarer Zeit keine Gedanken machen muss :009:
 

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Ich finde den Künstler unter anderem interessant, weil er den Mut hat Dinge begründet anders zu machen als der Mainstream.
Das ist für mich grundsätzlich überhaupt kein Qualitätskriterium, weder positiv noch negativ.

Wenn das "anders machen " Selbstzweck ist, ist es allerdings schon negativ.
All die großen Meister, die Sachen anders gemacht haben, haben nicht künstlich etwas anders gemacht, sondern das gemacht, was die für gut hielten und das war dann anders.

Man könnte auch Bach mit jede Menge Pedal spielen. Wäre auch anders als der Mainstream, klingt aber nicht gut, weil es nicht zu Charakter passt.

Und die h-Moll Sonate hat keinen leichten beschwingten Charakter wie eine Haydn-Sonate, deshalb finde ich die Interpretation einfach nicht gut.
 

Stilblüte

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@Hartmut Die zweihändige Version ist arg dünn und enthält ein paar komische "Fehler". Wäre mir der Mühe nicht wert, solange ich zwei Hände habe.
 
 

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