Arrangement für Saxophonquartett

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weber18

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Hallo!

Ich möchte einen vierstimmigen Choral für ein Saxophonquartett arrangieren, bestehend aus Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon.

Der Choral hat zwei Kreuze vorgezeichnet, steht in D-Dur.

Da Sopran- und Tenorsaxophon bekanntlich in B gestimmt sind und Alt- bzw. Baritonsaxophon in Es, muss ich das natürlich entsprechend transponieren. Bevor ich damit loslege, möchte ich mich einmal absichern, ob meine Gedanken so korrekt sind:

-Alle vier Saxophone werden im Violinschlüssel notiert.

-Da Sopran- und Tenorsax in B gestimmt sind (und somit eine große Sekunde tiefer klingen als notiert), lautet für diese beiden Instrumente die Tonart E-Dur und ich muss alles einen Ganzton höher notieren.

-Da Alt- und Barisax in Es gestimmt sind (und somit eine große Sexte tiefer klingen als notiert), lautet für diese beiden Instrumente die Tonart H-Dur und ich muss alles eine große Sexte höher notieren.

Ist das so korrekt? Wollte mich nur kurz absichern.

Liebe Grüße
weber18
 
mick

mick

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Ist nicht ganz korrekt. Sopransaxophon wird einen Ganzton höher notiert, Altsaxophon eine große Sexte, Tenorsaxophon eine große None und Baritonsaxophon eine große Sexte plus eine Oktave. Alle im Violinschlüssel, das ist richtig.

Überlegen solltest Du, den Satz eventuell nach Des-Dur zu transponieren. Die Saxophonisten würde es freuen ...

LG, Mick
 
Rheinkultur

Rheinkultur

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Sopransaxophon wird einen Ganzton höher notiert, Altsaxophon eine große Sexte, Tenorsaxophon eine große None und Baritonsaxophon eine große Sexte plus eine Oktave. Alle im Violinschlüssel, das ist richtig.

Überlegen solltest Du, den Satz eventuell nach Des-Dur zu transponieren. Die Saxophonisten würde es freuen ...
Mit verschiedenen Holzblasinstrumenten hat das Saxophon gemeinsam, dass auch die tiefen Instrumente stets im Violinschlüssel notiert werden und die Tiefoktavierung dazukommt: Beim Tenorsaxophon wäre dies die große Sekunde plus eine Oktave (zusammen eine große None). Kreuztonarten sind bei den Spielern von B- und Es-Instrumenten eher unbeliebt, zumal sie die Intonationsproblematik nicht gerade leichter machen und viele Verzierungen liegen grifftechnisch ungünstig. Wird Des- oder Es-Dur als Grundtonart festgelegt, geht vieles deutlich leichter von der Hand. Klanglich ist diese Besetzungswahl sehr reizvoll, sie hat ein wenig vom Klang mancher Orgelregister - ein von mir geschriebenes Saxophonquartett wurde auf einer CD mit barocken, vorbarocken und zeitgenössischen Werken kombiniert, klingt wirklich schön.

LG von Rheinkultur
 
 

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