Wagner: Einzug der Götter in Walhall - Klavier-Arrangement

Tormentor

Tormentor

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Hallo zusammen,

habe ich die Tage endlich mal eingespielt: Ein kleines Klavier-Arrangement zum furiosen Orchesterfinale aus Wagners Rheingold (1869). Mehr Des-Dur als hier geht wohl nicht.... Ich spiele das aus zugegeben nicht ganz unironischen Gründen gerne bei der Begrüßungsveranstaltung der neuen 5er-Klassen bei uns an der Schule; so natürlich auch dieses Jahr wieder. :003: Vielleicht gefällt's ja dem ein oder anderen. Noten kann ich liefern.



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LG

Dustin
 
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Ein gelungenes Arrangement. Ich hab‘s jetzt nicht mit fem Klavierauszug verglichen. Was hast du abgeändert bzw. wie bist du vorgegangen?

Allerdings ist das nicht der Einzug der Götter, sondern der Beginn der zweiten Szene „Freie Gegend auf Bergeshöhen“.
 
Davon gibt es mindestens zwei sehr bekannte Klaviertranskriptionen, an denen man sich messen lassen muss - nämlich von Liszt und von Brassin. Ob es da eine weitere braucht, die diesen nicht annähernd das Wasser reichen kann? Ich weiß es nicht.

Allerdings ist das nicht der Einzug der Götter, sondern der Beginn der zweiten Szene „Freie Gegend auf Bergeshöhen“.
Nein. Da kommt zwar auch das Walhall-Motiv vor, aber das hier ist schon das Ende vom Rheingold (mit größeren Strichen darin).
 
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Hallo zusammen,

habe ich die Tage endlich mal eingespielt: Ein kleines Klavier-Arrangement zum furiosen Orchesterfinale aus Wagners Rheingold (1869). Mehr Des-Dur als hier geht wohl nicht.... Ich spiele das aus zugegeben nicht ganz unironischen Gründen gerne bei der Begrüßungsveranstaltung der neuen 5er-Klassen bei uns an der Schule; so natürlich auch dieses Jahr wieder. :003: Vielleicht gefällt's ja dem ein oder anderen. Noten kann ich liefern.



LG

Dustin

SUPER!!! :pokal:

Bitte noch mehr da von.

Könntest bittschön vielleicht noch die Noten zum Ausdrucken hier einstellen?
 
Danke! Hab lange dran rumgebastelt und Teile hin und her geschoben, bis es sich für mich passend angehört hat. Zeitweise hab ich auch mit dem Gedanken gespielt, nach einer Modulation noch das Finale der Götterdämmerung anzuheften.... Würde harmonisch sogar passen. Aber schien mir dann zu groß für den eigentlichen Anlass in der Schule. :D Habe mich hauptsächlich auf die Orchester-Elemente konzentriert und die Gesangslinien, die ja bei Wagner oft wie eine Art Sekundärmelodie/Kontrapunkt wirken, erstmal weggelassen. Ebenso wie den zweimaligen Einschub des Rheintöchter-Gesangs, was ich im Rückblick etwas schade finde, da ich gerade den aus Harmonikgründen absolut faszinierend finde.

Was hast du abgeändert bzw. wie bist du vorgegangen?

Na ja, ich starte "offiziell" mit dem rein orchestralen Zwischenspiel nach FROHs "Zur Burg führt die Brücke [...]", überspringe wie gesagt die Rheintöchter und LOGEs Monolog und ende dann mit dem buchstäblich recht eintönigen Db-Dur-Overkill "während die Götter auf der Brücke der Burg zuschreiten, fällt der Vorhang." ;-)
 
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Davon gibt es mindestens zwei sehr bekannte Klaviertranskriptionen, an denen man sich messen lassen muss - nämlich von Liszt und von Brassin. Ob es da eine weitere braucht, die diesen nicht annähernd das Wasser reichen kann? Ich weiß es nicht.
Natürlich kann man sich auch derart arbeitsaufwändiger Literatur widmen, aber braucht man s wenn s anders auch geht?

Ich für meinen Teil hab ned die Zeit mich am Tag 6 h ans Klavier zu setzen um mir artistische Verrenkungen reinzuziehen.

Kannst Dich an 2013 in HH noch erinnern?

So geht s doch auch irgendwie, selbst auf einem verstimmten Bösi:

 
Also doch einige Wagnerianer hier... :party: Top gespielt, Henry, und wirklich sehr schönes Arrangement! Die Überleitungen haben mir besonders gut gefallen, auch dass du wieder mit dem Valhalla-Motiv schließt. Und alles dann auch inklusive "niedlich, neidlichem Volk"... ;) Hast du das auch ausnotiert?

Könntest bittschön vielleicht noch die Noten zum Ausdrucken hier einstellen?

Scan ich die Tage mal und stell's hier ein.

Davon gibt es mindestens zwei sehr bekannte Klaviertranskriptionen, an denen man sich messen lassen muss - nämlich von Liszt und von Brassin. Ob es da eine weitere braucht, die diesen nicht annähernd das Wasser reichen kann? Ich weiß es nich

Schon ein bisschen arrogant und spielpraxisfern der Kommentar. Wie Henry richtig bemerkt hat, hat nicht jeder die Zeit, mehrere Stunden am Tag teils nur zum Selbstzweck schwere Liszt-Transkriptionen zu üben und dann auch dauerhaft "frisch" zu halten. Ich tingel mit zwei Jobs zwischen Uni und Schule hin und her und bin froh, wenn ich Arrangements habe, die ich entspannt von Blatt spielen kann und die auch vom zeitlichen Umfang zum Anlass passen (s. oben). Bei aller Achtung vor Liszt, aber manchmal ist Singer/Waack bzw. Kleinmichel die bessere Wahl bei Wagner-Transkriptionen. Dieses ständige Arpeggieren irgendwelcher Akkorde in Tredezimlage klingt im Sforzato auch einfach viel weniger kraftvoll als dasselbe Gedöns in enger Lage. Trotzdem hab ich großen Respekt vor seiner Transkriptionsleistung. Für meine Abschlussprüfung hab ich damals u. a. auch Liszts Fassung der Tannhäuser-Ouvertüre einstudiert, weil die mit Abstand wirklich die beste Klavier-Transkription ist (in Auszügen auf meinem Yt-Channel).
 
Das sehe ich ähnlich. Dieses Arrangement ist klanglich gut gesetzt. Gegenüber Wagners-Orchester-Klang hat ohnehin ein Klavierarrangement keine Chance. Was hier jedoch gut zum Tragen kommt, ist die Kompaktheit des Klangs.
Na ja, ich starte "offiziell" mit dem rein orchestralen Zwischenspiel nach FROHs "Zur Burg führt die Brücke [...]", überspringe wie gesagt die Rheintöchter und Loges Monolog und ende dann mit dem buchstäblich recht eintönigen Db-Dur-Overkill "während die Götter auf der Brücke der Burg zuschreiten, fällt der Vorhand." ;-)
Meine Frage oben bezog sich darauf, ob du die Partitur oder Klavierauszüge genutzt hast.
 

Meine Frage oben bezog sich darauf, ob du die Partitur oder Klavierauszüge genutzt hast.

Sorry, ganz überlesen. Hab Kleinmichels Auszug genommen. Den find ich sehr transparent, d. h. sinnvoll auf das Wesentliche reduziert. An Partituren nerven mich bei sowas immer die transponierenden Instrumente. :p Bei Zeiten werd ich das aber nochmal überarbeiten und um die Rheintöchter und ein paar Gesangslinien erweitern. Dafür brauch dann aber schon des Meisters vollständige Partitur. ;-)
 
Für meine Abschlussprüfung hab ich damals u. a. auch Liszts Fassung der Tannhäuser-Ouvertüre einstudiert
Also sorry, wer die grausam schwierige *) Tannhäuser-Ouvertüre auch nur halbwegs spielen kann, müsste die höchstens mittelschwere Walhall-Transkription mehr oder weniger vom Blatt hinkriegen. Irgendwas passt da nicht ganz zusammen.

*) Ich halte die Tannhäuser-Transkription für das mit Abstand schwierigste Stück, was Liszt je geschrieben hat. Das Ding streift ohne Frage die Grenzen des überhaupt Spielbaren.
 
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Ein grandioser Lärm, muß einem aber nicht gefallen - oder?
 
Top gespielt, Henry, und wirklich sehr schönes Arrangement! Die Überleitungen haben mir besonders gut gefallen, auch dass du wieder mit dem Valhalla-Motiv schließt. Und alles dann auch inklusive "niedlich, neidlichem Volk"... ;) Hast du das auch ausnotiert?
Vielen Dank nochmal, aber ich muß zugeben, daß ich mir des einfach mal nach dem Gehör zusammengeschustert habe.

Schon in sofern ist für mich natürlich Deine Notation und Einspielung sehr wichtig, weil ich bei mir noch sehr viel Verbesserungsbedarf sehe - gerade beim Walhallmotiv sind mir hier bei mir noch so einige Fehler aufgefallen.
 

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