Anfängerfragen, traut Euch!

  • Ersteller des Themas violetta
  • Erstellungsdatum

Also mit Mühe, ja kann ich dafd
greifen. Oktaven sind an sich kein Problem geht auch drüber , also c bis d.

3151 ist angenehmer, aber ich spiele ohne Pedal. Aber vielleicht kann man das ändern, oder ich krieg es so hin. Ob das gebunden sein muss, dazu gibts keine Angaben. Klingt besser in meinen Ohren.
 
Ok, danke nochmal Datenvegetarier, jetzt wo ich weiß, dass es machbar ist, gehts schon viel besser, ich habe ein paar mal das öffnen von f und d wiederholt ( blitzschnell d loslassen, 2 und 5 öffnen, stoppen, in die Taste senken, das ging ganz gut)
 
Ne d muss liegen bleiben. Sonst klingt es zu abgehackt.
 
Wie wäre es, quasi als Vor- oder Zwischenübung, in dem Zweiklang jeweils einen Ton wegzulassen? Also, nur mal a' d' d'' d' zu spielen und dann nur a' d' f' d'? Dabei den Zeigefinger aufs f' nehmen, denn du wirst vermutlich den Zweiklang f'-d'' mit 2-5 spielen. Und dann wieder so spielen, wie es steht.
Oder auch mal die Phrase neu sortieren, also z.B. a' d''f' a' oder d' a' d' a' d''f' etc. Mit dem Tonmaterial experimentieren, andere Kombinationen finden, und dann wieder so spielen, wie es steht.
 
Wie weit "perfektioniert" ihr eure Stücke im Unterricht?
Ich habe mit meiner KL einige größere komplexere Stücke in Arbeit, die wir immer wieder hervorholen und daran im Feinschliff weiterarbeiten. (Standardsatz meiner KL: "das lassen wir jetzt mal liegen").

Dazwischen und parallel habe ich dann immer kleinere Stücke, die ich meist in 1-2 Wochen flüssig spiele. Dann sind sie aber in Sachen musikalischer Gestaltung noch bei weitem nicht ausgereizt. Wir perfektionieren sie im Unterricht aber nicht weiter. Meine KL sieht diese kleinen Stücke - glaube ich - wie Etüden, an denen ich bestimmte Aspekte lernen und üben soll.

Mein musikalischer Anspruch (von dessen Realisierung ich aber natürlich Welten entfernt bin) stört sich daran etwas, weil man natürlich auch diese kleinen Stücke sehr hübsch gestalten könnte.

Auf der anderen Seite kostet das natürlich viel Zeit (auch Unterrichtszeit), in der ich andere Aspekte dann vielleicht nicht lerne? Wenn ich die Stücke ganz allein weiterübe, komme ich dann aber ohne Anleitung oft auch nicht mehr sehr viel weiter. Wenn ich ältere Stücke dann wieder mal hervorhole, merke ich aber manchmal auch, wie sich manches "von allein" verbessert hat.

Wie macht ihr das? Übt ihr jedes Stück mit eurem KL bis zur "Aufführungsreife"? Wieviele Wochen, Unterrichtsstunden investiert ihr in solche kleineren Stücke?
 
@Viva la musica

Ich spiele Stücke ca. 4 Wochen. In der ersten Woche Hände getrennt, bis sie sicher auswendig und "schön" funktionieren. In der zweiten Woche setzen wir die Hände zusammen, meistens im sicheren "Schleichtempo" und in Woche 3 und 4 kommt dann die Geschwindigkeit. (Und meistens auch Hände getrennt vom nächsten Stück)
Das gilt ca. für 80 Prozent der Stücke. Es gibt auch welche an denen wir länger arbeiten, aber dann meistens durch Einbauen von Veränderungen.
Mein KL befindet ein Stück für fertig, sobald ich es ohne Stolperer in der Nähe des Originaltempos beim ersten Versuch durchspielen kann. (Einzelne falsche Töne sind erlaubt, kleinere Unsauberkeiten bei Dynamik oder Phrasierungen auch)

LG, Hekse
 
Wie weit "perfektioniert" ihr eure Stücke im Unterricht?
Ich habe mit meiner KL einige größere komplexere Stücke in Arbeit, die wir immer wieder hervorholen und daran im Feinschliff weiterarbeiten. (Standardsatz meiner KL: "das lassen wir jetzt mal liegen").

Dazwischen und parallel habe ich dann immer kleinere Stücke, die ich meist in 1-2 Wochen flüssig spiele. Dann sind sie aber in Sachen musikalischer Gestaltung noch bei weitem nicht ausgereizt. Wir perfektionieren sie im Unterricht aber nicht weiter. Meine KL sieht diese kleinen Stücke - glaube ich - wie Etüden, an denen ich bestimmte Aspekte lernen und üben soll.

Mein musikalischer Anspruch (von dessen Realisierung ich aber natürlich Welten entfernt bin) stört sich daran etwas, weil man natürlich auch diese kleinen Stücke sehr hübsch gestalten könnte.

Auf der anderen Seite kostet das natürlich viel Zeit (auch Unterrichtszeit), in der ich andere Aspekte dann vielleicht nicht lerne? Wenn ich die Stücke ganz allein weiterübe, komme ich dann aber ohne Anleitung oft auch nicht mehr sehr viel weiter. Wenn ich ältere Stücke dann wieder mal hervorhole, merke ich aber manchmal auch, wie sich manches "von allein" verbessert hat.

Wie macht ihr das? Übt ihr jedes Stück mit eurem KL bis zur "Aufführungsreife"? Wieviele Wochen, Unterrichtsstunden investiert ihr in solche kleineren Stücke?
Jedes Stück hat bei mir die volle Aufmerksamkeit, egal ob es kurz oder lang ist und ich kann auch an kleineren Stücken durchaus mehrere Wochen bis Monate feilen, bis ich endlich zufrieden bin. Anfangs wurden tatsächlich Stücke beiseite gelegt, bei denen ich nicht weiter kam als bis „gerade mal eben so“. (Liegt daran, daß ich als Wiedereinsteiger viel „verbrannte Erde“ habe und oft im mittleren Schwierigkeitsgrad sehr gefordert bin.)
Das wird seltener. Liegt daran, daß sich Vieles erst „setzen“ muß.
Die Übezeit zu Hause und im Unterricht verteile ich ganz unterschiedlich. Steht ein besonders wichtiger allgemeiner Aspekt gerade im Vordergrund, dann lege ich darauf den Fokus, egal, ob es das Hauptstück ist oder nicht. Da können 90 Minuten für ein paar Takte knapp sein.

Die alten Stücke setze ich sehr bewußt ein. Die nehme ich mir genau dann vor, wenn ich das Gefühl habe, daß ich feststecke. Daran ziehe ich mich dann selber aus dem Sumpf, weil die Fortschritte gerade dort sehr deutlich zu hören sind.und schon läuft es auch bei den aktuellen Stücken besser. Das schönste Antidepressivum, das man sich denken kann! 😉
 
Wie weit "perfektioniert" ihr eure Stücke im Unterricht?
Ich habe mit meiner KL einige größere komplexere Stücke in Arbeit, die wir immer wieder hervorholen und daran im Feinschliff weiterarbeiten. (Standardsatz meiner KL: "das lassen wir jetzt mal liegen").

Dazwischen und parallel habe ich dann immer kleinere Stücke, die ich meist in 1-2 Wochen flüssig spiele. Dann sind sie aber in Sachen musikalischer Gestaltung noch bei weitem nicht ausgereizt. Wir perfektionieren sie im Unterricht aber nicht weiter. Meine KL sieht diese kleinen Stücke - glaube ich - wie Etüden, an denen ich bestimmte Aspekte lernen und üben soll.

Mein musikalischer Anspruch (von dessen Realisierung ich aber natürlich Welten entfernt bin) stört sich daran etwas, weil man natürlich auch diese kleinen Stücke sehr hübsch gestalten könnte.

Auf der anderen Seite kostet das natürlich viel Zeit (auch Unterrichtszeit), in der ich andere Aspekte dann vielleicht nicht lerne? Wenn ich die Stücke ganz allein weiterübe, komme ich dann aber ohne Anleitung oft auch nicht mehr sehr viel weiter. Wenn ich ältere Stücke dann wieder mal hervorhole, merke ich aber manchmal auch, wie sich manches "von allein" verbessert hat.

Wie macht ihr das? Übt ihr jedes Stück mit eurem KL bis zur "Aufführungsreife"? Wieviele Wochen, Unterrichtsstunden investiert ihr in solche kleineren Stücke?

Bei mir läuft es ähnlich ab.

Dazu habe ich auch gerade etwas im Späteinsteigerfaden geschrieben.
Wir haben z.B jetzt gerade nach einem halben Jahr mal wieder das C Dur Praeludium hervorgeholt und feilen jetzt weiter, manches hätte ich vor einem halben Jahr noch gar nicht umsetzen können. Hätten wir da wochenlang dran rumgefeilt, hätte mich das wahrscheinlich ziemlich frustriert.
So gab es einige andere Stücke und Aufgaben dazwischen, die dem Praeludium trotzdem zugute kamen.

Manche Stücke sind auch schnell abgehakt, ich denke, es geht dann eher darum Strukturen zu erkennen und einuge Bewegungsabläufe klar zu machen, die dann manchmal in nachfolgenden Stücken wieder auftauchen, die musikalisch mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Trotzdem lege ich mir auch selber immer mal wieder ein Stück auf das Pult, dass wir im Unterricht zwar abgehakt haben, da es für meinen KL erst einmal seinen Zweck erfüllt hat, aber mit dem ich noch nicht zufrieden bin und arbeite immer wieder weiter daran.
 
Ich lerne keine Stücke. Ich lerne (hoffentlich) Klavierspielen.

Beispiel aus meiner letzten Unterrichtsstunde: Ich habe mein aktuelles, (wie immer) zu wenig geübtes, Stück vorgespielt. Es lief "exemplarisch", also mit den Fehlern und Hängern und Unsauberkeiten, die ich auch beim Üben beobachtet habe. Mein KL hat aber ein ganz anderes, bei mir bekanntes Problem, wieder aufgegriffen: Das Metrum. Wir haben also die restlichen 80 Minuten im Wesentlichen mit Übungen zum Erkennen, Fühlen, Spielen, Varieren, Üben ... des Metrums verbracht. Die ersten ca. 60 Minuten komplett ohne Bezug zum aktuellen Stück, dann wieder mit Bezug auf ein paar wenige Takte des aktuellen Stücks. Um genauer zu sein, auf die ersten drei Takte, rechte Hand. Diese drei Takte im 3/4-Takt bestehen aus nix anderem als einer 16tel Pause gefolgt von 17 16tel-Noten a' ...

Interessant dabei: Ich habe dann am nächsten Tag ganz brav erst einige der vorgeschlagenen Übungen gemacht (mit dem oben genannten Tonmaterial). Dann bin ich ins eigentliche Stück eingestiegen. Und es klang (zumindest in meinen Ohren) direkt deutlich besser, "musikalischer" und es lief sogar flüssiger.
 

Wie macht ihr das? Übt ihr jedes Stück mit eurem KL bis zur "Aufführungsreife"? Wieviele Wochen, Unterrichtsstunden investiert ihr in solche kleineren Stücke?
Bei mir läuft es so: Während an den aktuellen Stücken gefeilt wird, bekomme ich ein neues Stück mit nach Hause. Das übe ich dann zunächst ohne Anweisung (außer evtl. Fingersatz), bis ich es relativ sicher spielen kann und dabei alles bisher Gelernte auch allein umsetze. Zwischenzeitlich werden die anderen Stücke abgeschlossen und dann wird das neue Stück besprochen.
Meine KL geht bei den Stücken dann über mehrere Unterrichtswochen sehr kleinteilig durch, auch z. B. mit Übevarianten, Hände einzeln und zusammen. Ein Stück wird abgeschlossen, wenn alles Besprochene beim Spielen umgesetzt werden kann. Da kann beim letzten Vorspielen schon noch ein Patzer vorkommen, aber das Stück ist an sich fertig und kann als Repertoire gepflegt werden.
 
In der ersten Woche Hände getrennt, bis sie sicher auswendig und "schön" funktionieren.

@Hekse
Interessant, dass du auch die musikalische Ausgestaltung mit beiden Händen getrennt übst, wenn ich es richtig verstanden habe? Ausser bei polyphon angelegten Stücken muss ich immer recht schnell beide Hände zusammensetzen, um das Stück "vertikal" zu denken. Und kann meistens auch erst sinnvoll musikalisch optimieren, wenn ich das Zusammenspiel verstanden und eine Vorstellung davon im Ohr habe. Aber insgesamt klingt es schon so, als ob du alle Stücke sehr gut ausarbeitest!. 4 Wochen bin ich sehr selten mit einem Stück befasst. Ausser mit den Brocken, die immer auf Wiedervorlage sind... ich spiele die Stücke dann schon auch in Zieltempo, aber eben nicht auf dem musikalischen Niveau, das ich mir vorstellen könnte (aber vielleicht auch mit 2 Wochen mehr nicht erreichen würde? :konfus: )
 
ich kann auch an kleineren Stücken durchaus mehrere Wochen bis Monate feilen, bis ich endlich zufrieden
Wow, das klingt sehr vorbildlich und perfektionistisch! :011:
Feilst du dann allein daran weiter oder besprecht ihr das Stück auch weiter im Unterricht?

Das mit der "verbrannten" Erde kenne ich auch so ähnlich. Ich bin ja auch wieder eingestiegen (wenn auch nicht von hohem Niveau). Da kann man dann zwar schon einiges, aber umso mehr dann auch doch wieder nicht... was man dann mühsam und etwas unsystematisch nacharbeiten muss.
 
@DonMias
Wow, das klingt nach einem komplett anderen Unterricht! Habe ich das richtig verstanden, dass du 90 Minuten Unterricht hast? Jede Woche? Das kann man dann in der Tat ja auch kaum nur mit Stücken füllen... aber es klingt auch toll, vielleicht versuche ich mal meine wöchentliche Unterrichtszeit zu erhöhen...
 
Ich glaube, es ist die Mehrzahl der Schüler, die ein Stück nach dem anderen lernt. Das, was @DonMias da schreibt klingt toll, aber nach aller meiner Erfahrung - persönlich und vom hier lesen, scheint mir das eher die Ausnahme zu sein?

Ich spiel die eher einfacheren meiner Stücke bis zur "Perfektion" - im Rahmen meiner noch bescheidenen Möglichkeiten. Die eher schwierigeren Stücke - und das ist die Mehrzahl - spiele ich solange, bis ich damit auch trotz viel üben und behandeln im Unterricht keine Fortschritte mehr damit mache.
 
Habe ich das richtig verstanden, dass du 90 Minuten Unterricht hast? Jede Woche? Das kann man dann in der Tat ja auch kaum nur mit Stücken füllen...
Nicht jede Woche, sondern alle 2 Wochen.

Aber ich kann Dir versichern, mein KL kann auch 90 Minuten mit Stücken füllen. Auch mit einem. Und ggf. auch mit 3 Takten aus einem Stück. Da wird dann aber auch gerne mal dazu gesungen, geklatscht, getanzt, variiert, analysiert, auf die Biographie des Komponisten eingegangen, (musik)historisch eingeordnet, überlegt welche Instrumente die verschiedenen Stimmen und Passagen wohl in einem Orchester übernehmen würden, ...

Oft ist es eher allgemeiner, ganzheitlicher Musik-Unterricht bei dem halt sein Flügel und sein Klavier zum Einsatz kommen, weil die gerade da so praktisch rumstehen. Passt aber auch zu seiner Einstellung, dass man Klavierspielen nicht lernt, indem man nur Klavier spielt.
 

Zurück
Top Bottom