Anfängerfragen, traut Euch!

  • Ersteller Ersteller violetta
  • Erstellt am Erstellt am

  • #4.421
Irgendwie dachte ich mir das :) Ich habe auch angefangen, mich nach einem Klavierlehrer umzuschauen. Gibt es eine zweitbeste Möglichkeit?
 

  • #4.422
Gibt es eine zweitbeste Möglichkeit?
Klimpern!
Also einfach spielen, hören, probieren, improvisieren, hören. Das mag wenig nach System klingen, ist aber ein guter Weg, um die Klangvielfalt und Möglichkeiten des Instrumentes kennenzulernen. Musikalischen Backround haste allemal genug dafür.
 
  • #4.423
klimpern - damit werde ich mal anfange.
 
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  • #4.424
Eine Quintole? Fünf Noten! Aber wie heißen die musikalischen "Gebilde" die 10, 12 und 13 Noten enthalten? Google und Copilot nennen unterschiedliche Bezeichnungen.
 
  • #4.425
Mit den lateinischen Zahlen weiterführend gedacht wären das
Deziole
Duodeziole
Trideziole
Ich würde sagen, die kommen so selten vor, dass eine fehlende Vereinheitlichung der Nomenklatur keine großen Auswirkungen hat.
 
  • #4.427
Zehntole, Zwölftole und Drölftole natürlich ... haha.
Du nimmst einfach die Zahl, und hängst ein "tole" hinten dran. Ob du die 6-tole mit "x" oder "chs" schreibst, ist egal.
Wir sagen ja auch "Viertel" und "Achtel" und nicht Quartel und Oktel.
Bis zur 9 habe ich lateinische Zahlen dafür im Kopf ... danach kommen deutsche Zahlen mit der Endung "tole" ins Spiel und sogar die Oktole oder Nontole sind manchmal eine Acht- oder Neuntole.

Ich bin allerdings auch Komponist. Mich interessiert eigentlich nicht, wie es richtig wäre.
Ich will nur, dass mein Opfer weiß, was ich von ihm hören will.
 
  • #4.428
Bis zur 9 habe ich lateinische Zahlen dafür im Kopf ... danach kommen deutsche Zahlen mit der Endung "tole" ins Spiel und sogar die Oktole oder Nontole sind manchmal eine Acht- oder Neuntole.

Neun heißt auf Latein novem und daher Novemole. Nontole gibt es nicht.

Ich bin allerdings auch Komponist. Mich interessiert eigentlich nicht, wie es richtig wäre.
Ich will nur, dass mein Opfer weiß, was ich von ihm hören will.

Dann sollte es doch von Vorteil sein, Begriffe zu verwenden, die eine klare Bedeutung haben und jeder versteht.
 
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  • #4.430
Neun heißt auf Latein novem
Dann ist auch die None falsch benannt.

Ist natürlich Quatsch, denn die None ist nicht einfach die "Neun" sondern eben "der/die neunte".
Eine Ordnungszahl ... und da ist Nonus (DER neunte), bzw. Nona (DiIE neunte) durchaus korrekt.

None ist da wahrscheinlich draus geworden, weil wir im Deutschan die Endung auf "-us" bzw. "-a" durch ein "-e" ersetzt haben.
Lateinische Ordnungszahlen haben einen Genus ... Prim-a/us, Sekund-a/us, Terti-a/us (usw.). und da wir den Intervallen ein "die" voranstellen, wäre die korrekte Endung eigentlich "-a". Und zwar bei allen Intervallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4.431
Dann ist auch die None falsch benannt.

"Latein" und "Musikalisch" sind wohl einfach nicht so identisch, wie es die KI gern hätte.

Ich dachte immer, 'None' käme von 'nona' (die neunte).
wie:
unus <=> primus, ergo 'Prime'
duo <=> secundus, ergo 'Sekunde'
...
novem <=> nonus, ergo 'None'


Ich gebe aber zu, keine letzte Lateinstunde war 1980.

Grüße
Häretiker
 
  • #4.432
Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass die 10er Gruppe Dezimole heißen könnte. Aber ohne Gewähr! Ich hatte nie das Bedürfnis, mir das zu merken. Gebe ich ehrlich zu.

Schön finde ich den Hinweis der kalifornischen Geigerin Laurel Thomsen auf Mary Poppins, wenn es ums "Zählen" von großen Gruppierungen geht:
Octuplets: Found simply as 32nd notes in simple meter, octuplets might also show up as eight notes over three beats in 3/4, or as eight notes over six beats in 6/8.

In any case, Mary Poppins will come to our rescue! We can simply chant "Su-per-ca-li-fra-gil-is-tic" over whatever timeframe we need to fit in our eight notes. We usually phrase runs of eight either as two groups of four or four groups of two. Either way, Supercalifragilistic works!

Nontuplets and beyond: Played as nine notes divided evenly to fit the span of one beat in simple meter, nontuplets move a bit faster than 32nd notes but not quite as fast as 64th notes. In compound meter we might also find them fitting the span of three eighth notes or even an entire measure in a key signature such as 6/8.

With nontuplets, and any groupings of up to 14 notes, Mary Poppins continues to help. We can simply use as many syllables as we need of "Su-per-ca-li-fra-gil-is-tic-ex-pi-a·-li-do-cious" and find our way. Who knew!

Quelle: https://www.laurelthomsen.com/violin-geek-blog/?id=counting-quintuplets-and-other-large-or-irregular-note-divisions
 
  • #4.433
Dann sollte es doch von Vorteil sein, Begriffe zu verwenden, die eine klare Bedeutung haben und jeder versteht.
Nur, wenn ich gezwungen bin, dem blinden Interpreten die Noten vorzulesen.

Ansonsten darf ich wohl erwarten, dass jemand an den Noten sieht, ob da 4, 6, 8 oder eben 9 Töne unter dem Balken liegen. Ich bin ja sogar so freundlich und schreibe die passende Zahl darüber, sodass das niemand mehr zählen muss.

Ob man dazu korrekterweise Nontole, oder Novemberole sagt, ist eigentlich egal.
Mich interessiert die korrekte Ausführung einfach mehr, als die korrekte Benennung.
Wenn der Interpret das korrekt spielt, darf er es gerne auch "Horst" oder "Gudrun" nennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4.434
Wenn der Interpret das korrekt spielt, darf er es gerne auch "Horst" oder "Gudrun" nennen.

Es geht um Kommunikation.
"OK, liebe Musiker, wir spielen jetzt ab Takt 17 nach Gudrun.", "Du wirkst beim Horst gehetzt." oder "Bei Horst gegen Gudrun ist das Timing schlecht." ist jetzt m.E. nicht so die optimale Kommunikation.

Grüße
Häretiker
 
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  • #4.435
Es geht um Kommunikation
Wenn in dieser Kommunikation "Neuntole" verstanden wird, dann verstehe ich das Problem wohl einfach nicht.
Nicht jeder war auf einem altsprachlichen Gymnasium und hält mangelnde Lateinkenntnisse für ein Zeichen des Kulturverfalls.

Auch mit "Horst" und "Gudrun" wollte ich lediglich ausdrücken, dass mir egal ist, unter welchem Begriff diese rhythmische Figur beim Interpreten abgespeichert ist.
Die passende Rhythmik ist mir an der Stelle wichtiger, als die passende Bezeichnung.
Den korrekten lateinischen Begriff brauche ich nichtmal, um diese Rhythmik zu erklären.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4.436
Wenn in dieser Kommunikation "Neuntole" verstanden wird, dann verstehe ich das Problem wohl einfach nicht.

Das versteht man schon, aber 'Gudurn' und 'Horst' halt nicht.

Nicht jeder war auf einem altsprachlichen Gymnasium und hält mangelnde Lateinkenntnisse für ein Zeichen des Kulturverfalls.

Wo habe ich das getan? Wo!?


Wenn man wissen möchte, woher 'None' kommt:
old school: Lexikon
new school: google, wikipedia
hot shit: KI

Und wenn man - gerade ausprobiert! - none wikipedia als Suchbegriff eingibt, zweiter Treffer bei mir
"...
Als None (von lateinisch nona: „die neunte“ bezeichnet man in der Musik ein Intervall, das neun Tonstufen einer diatonischen, heptatonischen Tonleiter umspannt (z. B. c–d’).
..."

Da braucht man kein Abitur für!


Auch mit "Horst" und "Gudrun" wollte ich lediglich ausdrücken, dass mir egal ist, unter welchem Begriff diese rhythmische Figur beim Interpreten abgespeichert ist.
Die passende Rhythmik ist mir an der Stelle wichtiger, als die passende Bezeichnung.

Wie gesagt, es sei denn, man möchte darüber kommunizieren. Aber ich denke, ich habe Deinen Punkt hinreichend verstanden, wir brauchen das jetzt nicht breit zu treten.

Grüße
Häretiker
 
  • #4.438
Zuletzt bearbeitet:
  • #4.439
So hat denn jeder eine Meinung, manche ahnen etwas, doch die wenigsten haben Ahnung. Am sinnvollsten wäre es nun, die einschlägigen Musiktheorie-Handbücher zu konsultieren, welche Terminologie am geläufigsten ist. Und dann mag jeder sich (am besten alleine) wundern, wenn ihm irgendetwas nicht stringent oder plausibel vorkommt.
 

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