András Schiff

Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Liebe Klavierliebhaber,

András Schiff hat mir schon viele Glücksmomente geschenkt aber was gestern Abend in Bonn passiert ist war derart überwältigend für mich dass ich mein Erlebnis mit Euch teilen möchte.

Am 3. Dezember 2011, ich hatte gerade seit etwa vier Monaten (bei meinem ersten Klavierlehrer) Klavierunterricht, habe ich Herrn Schiff erstmals in der Philharmonie gehört und gesehen und dieser Mann hat mich mit seiner Ausstrahlung und seinen wundervollen Klängen derart fasziniert, dass er mich seit diesem Tag fast magnetisch anzieht wenn er ein Konzert gibt.

Wie ich ja schon in dem anderen Thema geschrieben habe hat Herr Schiff, mein Lieblingspianist, am Sonntag einen im vorigen Herbst begonnenen Zyklus mit Beethoven-Sonaten fortgesetzt und was bei diesem ersten von vier Konzerten im Konzertsaal passiert ist war pure Magie. Eigentlich dachte ich dass ein solches Konzerterlebnis nicht mehr übertroffen werden kann aber gestern Abend hat mich Herr Schiff eines besseren belehrt. Dieses gestrige Konzert hat in einer Weise auf mich gewirkt die mir fast überirdisch erscheint und ich bin noch immer nicht wirklich zurück auf der Erde.

Herr Schiff ist ein in sich ruhender Mann mit fast meditativ gelassener Ausstrahlung und einer stark reduzierten Körpersprache. Wenn er zu seinem (eigenen) Flügel geht (ein etwa 90 Jahre alter Bechstein den er zum Singen bringt) dann scheint er zu schweben, es hat etwas Erhabenes wenn er über die Bühne schreitet. Er macht keine überflüssigen Bewegung um nicht seine Konzentration zu stören. Aber er „spricht“ mit seinen wenigen Gesten mehr als manch einer mit großen Worten.

Vor der „Appassionata“ legt er die Hände auf die Kante der Tastenklappe und hält kurz inne. Um dann eine Klanggewalt zu entfesseln die den Atem stocken lässt. Mit den letzten Klängen der Sonate explodiert seine ansonsten völlig gelassene Körpersprache plötzlich, er reißt den linken Arm in die Luft, schnellt von der Klavierbank hoch und ihm entfährt aus geblähten Wangen eine deutliche Geste der Erleichterung. Alle Konzentration und Anpannung löst sich in diesem Moment und ein Lächeln gleitet über sein Gesicht.

Nach den Bagatellen 126, 1 und 2 spielt Herr Schiff als dritte Zugabe Robert Schumanns Finale aus der C-Dur-Fantasie op. 17. Den wundervollen Klängen lausche ich mit geschlossenen Augen, ich tauche völlig ab in dieser schönen Musik. Während die letzten Töne erklingen schaue ich auf seine Hände. Sie verweilen auf der Klaviatur..., er hält inne..., Stille... Man hätte eine Stecknadel fallen hören. Kein Räupern, keine Bewegung im Publikum. Nur: gebannte Stille.

In mir steigt ein Gefühl auf das ich bereits vor einigen Wochen hatte als ich eine Dokumentation über Claudio Abbado gesehen habe. Sie trägt den Namen „Ich höre die Stille“. In einer Szene verklingt gerade der Schlusschor von „Ein deutsches Requiem“, Ort des Geschehens ist der imposante Große Saal des Musikvereins. Claudio Abbado hält inne, den Rücken weiterhin dem Publikum zugewandt, und es herrscht Stille. Stille anstelle der die vorher genossenen Klänge zerreißenden Ovationen. Es vergehen die Sekunden und es herrscht weiterhin: Stille. Dann gab es in der Dokumentation einen Schnitt und ich habe wie gebannt auf den Bildschirm geschaut. Wie sehr habe ich mir gewünscht irgendwann einmal dieses Erlebnis zu haben. Ein von der Musik völlig in den Bann gezogener Interpret, ein von der Musik ergriffenes Publikum das geduldig aber positiv angespannt wartet bis der Interpret sich gesammelt hat...

Zurück zum gestrigen Abend. András Schiff sitzt also nach den letzten Klängen von Schumanns Finale mit geschlossenen Augen am Flügel, es herrscht sekundenlang Stille, dann löst er die Hände von den Tasten und hält noch immer inne. Er hat mir (und zahlreichen Anwesenden ebenso) gestern dieses überwältigende Glücksgefühl, dieses Geschenk, gemacht, dass Claudio Abbado dem Publikum in Wien gemacht hat (und sich und den Interpreten). Dann kann sich das Auditiorium nicht mehr zurückhalten und frenetischer Applaus und Bravo-Rufe erklingen. Und dann: Stehende Ovationen... Ich bin völlig ergriffen in Tränen ausgebrochen und es hat noch eine Weile gedauert bis ich wieder klaren Verstandes war.

Was für ein Konzerterlebnis!

Wenn ich die Suchfunktion richtig benutzt habe dann gibt es kein Thema das sich mit diesem außergewöhnlichen Künstler beschäftigt. Daher würde ich mich gerne mit Euch über ihn austauschen und wüsste gerne ob Ihr auch solch beglückende Erlebnisse bei seinen Konzerten hattet, wie Ihr zu ihm steht und welche Wirkung seine Musik auf Euch hat.

Liebe Grüße
Marlene
 
cwtoons

cwtoons

Dabei seit
Apr. 2011
Beiträge
8.691
Reaktionen
6.784
Ich habe ihn leider noch nicht live gesehen und kenne ihn nur aus dem Fernsehen und natürlich von Youtube. Für mich am eindrucksvollsten sind die Bach-Interpretationen. Das liegt allerdings auch an meiner persönlichen Vorliebe für JSB.

Schiff scheint eine ziemlich souveräne Persönlichkeit zu sein.

CW
 
Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Schiff scheint eine ziemlich souveräne Persönlichkeit zu sein.
Ja, das ist er wirklich. Das wird aber besonders deutlich wenn man ihn auf der Bühne erlebt. Voriges Jahr war ich spät dran mit den Karten und habe leider nur welche im Rang ergattern können. Dieses Jahr sitze ich in unmittelbarer Nähe des Flügels und diese Nähe macht schon einen gewaltigen Unterschied zum Sitzplatz im Rang.
 
D

dussek

Dabei seit
Mai 2009
Beiträge
255
Reaktionen
53
Ich habe Schiff nur einmal gehört vor fast 20 Jahren. Er hat damals das WK II gespielt, es war grandios. Vor allem hat mich damals auch beeindruckt, dass ihm die fürchterliche Sommerhitze in dem unklimatisierten Konzertsaal anscheinend nicht das Geringste ausgemacht hat, während ich selbst allein schon vom konzentrierten Zuhören am Ende vollkommen ausgelaugt war. :smile:
 
Moderato

Moderato

Dabei seit
Jan. 2009
Beiträge
3.991
Reaktionen
2.312
Leider habe ich András Schiff noch nicht live gehört. Aber ich war höchst beeindruckt über seine erste Einspielung der Goldberg Variationen. Das ist schon einige Jahre her. Zu der Zeit kannte ich vor allem die zweite Einspielung von Glenn Gould. Ich fand nun das Spiel von Schiff sprechender und klanglich farbiger. Das wiederholte sich dann bei seinen anderen Bachinterpretationen. Seitdem bewundere ich Schiff auch sehr. Vor kurzem war hier ein Link auf eine Masterclass mit Beehthovensonaten. Abgesehen davon, daß ich sein Englisch sehr gut verstanden habe, glaube ich auch immer gut verstanden zu haben, was er seinem Schüler nahe bringen wollte.
Marlene, Du bist zu beneiden, daß Du diesen bewundernswerten Pianisten so nahe und live erleben konntest.
Übrigens war vor einigen Tagen eine komplette Sendung im WDR3 Klassikforum, also fast 3 Stunden, im Interviewstil. Das war auch sehr beeindruckend.

Gruß
Manfred
 
Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Vor allem hat mich damals auch beeindruckt, dass ihm die fürchterliche Sommerhitze in dem unklimatisierten Konzertsaal anscheinend nicht das Geringste ausgemacht hat, während ich selbst allein schon vom konzentrierten Zuhören am Ende vollkommen ausgelaugt war. :smile:
Das meine ich mit meditativer Ruhe, er scheint über diese Dinge erhaben zu sein was mich sehr beeindruckt.

Leider habe ich András Schiff noch nicht live gehört.
Das lässt sich ja ändern... :)

Vor kurzem war hier ein Link auf eine Masterclass mit Beehthovensonaten.
Voriges Jahr hat er in Bonn einen Meisterkurs gegeben und auch dabei hat er mich sehr fasziniert. Seine Ruhe und Geduld – davon könnte ich eine Portion gebrauchen.

Übrigens war vor einigen Tagen eine komplette Sendung im WDR3 Klassikforum, also fast 3 Stunden, im Interviewstil. Das war auch sehr beeindruckend.
Davon habe ich leider erst gestern Abend von meinem Sitznachbarn erfahren. Ich habe gerade mal danach gegoogelt aber zu András Schiff und WDR nur dies gefunden:

WDR 3 Variationen - WDR MEDIATHEK

Marlene, Du bist zu beneiden, daß Du diesen bewundernswerten Pianisten so nahe und live erleben konntest.
Ich kann noch zweimal: Am Samstag unter anderem die Hammerklaviersonate und am nächsten Dienstag op. 109, op. 110 und op. 111.
 
Babsbara

Babsbara

Dabei seit
März 2009
Beiträge
387
Reaktionen
262
Liebe Marlene,

nach deiner schönen Beschreibung freue ich mich nun ganz besonders darauf, dabeizusein, wenn Herr Schiff am 8. Dezember hier in Brüssel auftritt. Danach kann ich gern mehr über meine Eindrücke schreiben.

In diesem Konzertzyklus werde ich überhaupt eine Reihe weiterer herausragender Pianisten hören und sehen können, nachdem ich im Laufe der letzten Saison schon tolle Konzerte mit Andsnes, Blechacz, Leonskaja, Lang Lang, Perahia und Zimerman besuchen konnte. Neben Schiff freue ich mich auf Sokolov im November, Andsnes mit seinem 2. Teil der Beethoven-Klavierkonzerte und später nochmal Lang Lang, Blechacz und Kissin.

LG,
Barbara
 
Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Liebe Barbara,

ich bin gespannt was Du über das Konzert am 8. Dezember berichten wirst.

Der von Dir erwähnte Grigory Sokolov ist hinter András Schiff mein zweitliebster Pianist und ich freue mich schon auf sein Konzert im Frühjahr 2014 in Köln.

LG,
Marlene
 
Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Anlässlich des dritten Konzerts von András Schiff mit Klaviersonaten von Beethoven (diesmal op. 90, op. 101 und die „Hammerklaviersonate“) beim Beethovenfest in Bonn hoffe ich, dass diejenigen hier mitlesen die ich mit den folgenden Sätzen anspreche.

Das gestrige Konzert geriet leider zur Zitterpartie und in diesem Zusammenhang sind mir einige Beiträge bei Clavio in den Sinn gekommen. Das sind zum einen Beiträge, welche Geräusche während des Konzerts zum Inhalt haben (Husten, Blättern im Programmheft, Knistern mit Bonbonpapier, geräuschvolle Bewegungen im Gestühl). Und zum anderen erinnerte ich mich an die Gewissensfrage von Stilblüte. Denn ich hatte zu Beginn des Konzerts leider Gelegenheit einige Minuten darüber nachzudenken.

Was war passiert:

Wir hörten bereits einige Minuten von op. 90 und während Herr Schiff in wundervollem pp gespielt hat erscholl von hier und da ungehemmter Husten. Die Verursacher machten sich deutlich hörbar nicht einmal die Mühe den Husten irgendwie abzumildern. Kein Husten in Armbeuge oder Stoff der Jacke. Mir wurde ganz flau im Magen (dem es eh schon nicht gut ging weil ich etwas falsches gegessen hatte). Und plötzlich hielt Herr Schiff inne, sprach die Störenfriede mit: „Diese Musik geht nicht mit Husten!“ an und verließ die Bühne. Applaus erklang als Zustimmung und Warnung an die Huster. Zum Glück besannt Herr Schiff sich der vielen stillen Zuhörer und nahm wieder an seinem Bechstein, Baujahr 1921, Platz. Die Huster haben sich dann ein wenig in Acht genommen aber die Sorge, dass Herr Schiff das Konzert abbrechen könnte blieb die ganze Zeit erhalten. Zum Glück ging alles gut.

Ich finde: Wer erkältet ist und sich mit Hustenreiz quält der soll kein klassisches Konzert besuchen - ich habe das bereits so gehandhabt. Eine solche Rücksichtnahme sollte eigentlich selbstverständlich sein. Sie ist es aber leider nicht.

Die Beethovenhalle war ausverkauft, somit befanden sich 1.400 Besucher im Konzertsaal. Davon haben vermutlich 10 oder 15 durch Husten die Konzentration von Herrn Schiff sowie den Klanggenuss der meisten Zuhörer gestört. Zudem gab es zahlreiche Besucher die vermutlich in Lederkleidung anwesend waren denn mit jeder Bewegung war ein deutlich hörbares knautschendes Geräusch zu vernehmen. Nicht nur ich wurde mit diesem Klangphänomen konfrontiert das während ppp-Stellen sehr störend war.

Jetzt stelle ich Euch mal eine Gewissensfrage: Dürfen 1.385 Zuhörer sich mit dem Interpreten solidarisch erklären und für Ruhe sorgen indem sie die 15 Störenfriede bitten die Tür von außen zu schließen und zwar molto presto?

Aber trotz dieser Gedanken, des Bangens und der Störenfriede war es wieder ein wundervolles Konzert und mir kam es erneut vor, als würde Herr Schiff deutlich mehr Klangfarben erzeugen können als andere Pianisten. Diese absolute Kontrolle über seine Finger und somit die Klänge sind faszinierend und wundervoll anzuhören. Und wenn ich bedenke welche Leistung es erfordert drei Sonaten ohne Pause hintereinander (es gab nur einen kurzer Abgang von der Bühne vor op. 106) und dann noch zwei Zugaben zu spielen ist das umso beeindruckender. Und das Ganze ohne eine einzige Note vor seinen Augen.
 
M

Monique

Guest
Dazu muss ich auch was sagen :Ich fand es als ausgesprochene Unverschämtheit so hemmungslos in den Saal zu husten. Ausgerechnet ( des öfteren ) bei den pp Stellen, wo man die Musik in sich, mit all seinen Gefühlen aufnehmen will , dachte man nur " Hoffentlich fängt jetzt keiner an zu husten !" Man hat sich mehr auf`s Husterei konzentriert als die wunderbare Musik von Herrn Schiff zu geniessen. Ich hatte einmal wirklich den Drang auf die Bühne zu gehen und die Huster zu bitten den Saal zu verlassen. Noch heute bin ich von diesem Gebaren gestern schockiert und beschäftigt mich ,sonst würde ich hier nicht dieses Statement abgeben.
So ein Konzert hab ich noch nie erlebt, wo ein Pianist wegen der Husterei den Saal, mitten in seinem Konzert,den Saal verlässt. Ausserdem ist irgendwo im Saal noch eine Tasche o.ä.runtergeflogen. Man hörte Gummischuh quietschen und ständig irgendwas rascheln.
Ich habe Herrn Schiff bewundert . Trotz dieser unseligen Geräuschkulisse hat er nachdem er wieder zurückkam mit einer stoischen Ruhe das Konzert beendet .
Ganz zum Schluss ,nach dem letzten Ton , lässt er seine Hände noch sekundenlang auf den Tasten und lässt den Ton ausklingen .Das ist für mich immer der Höhepunkt meiner bewegten Gefühle. Aber auch da ,dachte ich nur : Hoffentlich hustet jetzt keiner !!

Ich hoffe nur , dass nächsten Die. ein würdevolleres Publikum im Saal anwesend ist. Dienstag ist dann der Abschluss des Beethovenzyklus für Andràs Schiff. Und für mich .!
So das musste ich jetzt mal los werden
LG an alle die das lesen Monique
 

C

Curby

Guest
Jetzt stelle ich Euch mal eine Gewissensfrage: Dürfen 1.385 Zuhörer sich mit dem Interpreten solidarisch erklären und für Ruhe sorgen indem sie die 15 Störenfriede bitten die Tür von außen zu schließen und zwar molto presto
Nein. Wo kommen wir da hin? Gehustet wird überall. Der Herr Schiff soll sich, solange da keiner am verrecken ist, einfach zusammenreißen.

Ganz zum Schluss ,nach dem letzten Ton , lässt er seine Hände noch sekundenlang auf den Tasten und lässt den Ton ausklingen
Also ich nehm immer meine Pfoten vom Klavier, wenn die letzte Taste gedrückt wurde. :D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
M

Monique

Guest
Lieber Curby !
Dass hin und wieder mal gehustet wird , ist normal ,aber was ich gestern erlebt habe, war ein fast ununterbrochen Räuspern und Husten . Ich finde das ist auch eine Zumutung für die anderen Konzertbesucher, die ja auch alle gestört werde , nicht nur der Pianist.ER hat seine Professionalität gezeigt, als er sein Konzert zu Ende gespielt hat.
 
Marlene

Marlene

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
12.836
Reaktionen
10.021
Richtig, Curby, gehustet wird überall. Aber man muss es ja nicht hinaus bellen wie eine Dogge die einer Katze ansichtig wird. Ein wenig Disziplin und Beherrschung kann nicht schaden. Wenn mir ein Husten in der Kehle steckt versuche ich mich zu beherrschen und räuspere an Stellen die geräuschvoller sind und mein Räuspern verdecken. Es geht nicht nur um Herrn Schiff, der sich Deiner Ansicht nach "zusammenreißen" soll, sondern um mehr als 1.300 Besucher die still waren und sich ebenfalls von dem Husten gestört gefühlt haben.

Schade, wenn man die Finger sofort von den Tasten reißt und das Stück nicht noch auf sich wirken lässt. Aber das kann jeder im stillen Kämmerlein handhaben wie er möchte. Dem Publikum hat dieses Innehalten von Herrn Schiff gefallen denn es hat wieder diese "knisternde" Stille geherrscht nach seinem Vortrag.
 
C

Curby

Guest
Schade, wenn man die Finger sofort von den Tasten reißt und das Stück nicht noch auf sich wirken lässt. Aber das kann jeder im stillen Kämmerlein handhaben wie er möchte. Dem Publikum hat dieses Innehalten von Herrn Schiff gefallen denn es hat wieder diese "knisternde" Stille geherrscht nach seinem Vortrag.
Das kann ich auch, ohne dass ich wie in Schockstarre und dem Orgasmus nahe nach dem Drücken der letzten Taste wie versteinert verharre und lethargisch in die Luft starre (schon bei vielen Pianisten gesehen, ja).

Ja Bastly ich bin ja so unprofessionell. Ich trainiere diese Schockstarre jetzzt mal 1h am Tag.
 
M

Monique

Guest
Bastly ,da kann ich Dir nur beipflichten ! Auch was Curby`s "Pfoten " angehen !!!
In der Kölner Philarmonie ist an den Verkaufständen der Programme , ständig ein Körbchen mit Hustenstillern . Und da gibt es auch Leute, die dann hemmungslos sich die Fäuste vollmachen , weil ja die Bonbon sooooooo "teuer" sind , und man da ja mal was kostenlos bekommt. Also ich finde ,einige Leute haben einfach keinen Anstand. Das gilt eben auch über das Verhalten eines Konzert`s

Und Curby , ich glaube Du bist einfach nur ein realistischer Mensch und lässt warscheinlich keine Gefühle zu .Ich gehe in ein Konzert und komme manchmal mit Tränen in den Augen raus, weil mich die Musik so ergriffen hat. .
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom