Yamaha CVP-202 OK oder nicht?


D
dagro
Dabei seit
21. Mai 2010
Beiträge
3
Reaktionen
0
Ich brauche mal Eure Hilfe.
Über Google finde ich nicht sooo viel über das Yamaha CVP-202.
Das ist sicher schon älter, aber klanglich gefällt es mir sehr gut.
Mehr als 800-900€ kann ich leider im Moment nicht locker machen, ich brauche aber endlich ein eigenes Piano zum üben.
Was meint ihr, lieber ein neues für den Preis kaufen oder kann ich bedenkenlos ein älteres Modell kaufen? Wie alt das Yamaha CVP-202 ist weiß ich leider nicht.

LG dagro
 
N
Nuri
Dabei seit
15. Apr. 2010
Beiträge
621
Reaktionen
3
Hallo Dagro,

ob das Digi etwas taugt? Schwierig zu sagen. Bei Digitalpianos gibt es schon sehr große Unterschiede.

Auf der Yamaha-Homepage bekomm man nur die Info „dieses Produkt ist im gewählten Land nicht erhältlich“, selbst dann, wenn man die Seite über google.uk., in anderer Spracheinstellung oder sonstwie aufruft. Über das CVP 202 besagt das erst einmal wenig, außer dass Yamaha das Digitalpiano nicht für den deutschen Markt vorgesehen hat und in ebensolchem auch keine Detail preisgeben möchte.

Die einzige Originalinfo von Yamaha, die ich gefunden habe, stammt aus dem britischen Google-cache:

http://webcache.googleusercontent.c...P-202+yamaha+cvp+202&cd=1&hl=en&ct=clnk&gl=uk

Danach besitzt dein CVP 202 eine „Graded Hammer Tastatur“, „Advanced Wave Memory“, 3 Fußpedale und eine 64er Polyphonie.

Meine Kenntnisse über Digitalpianos sind sehr beschränkt und beziehen sich ausschließlich auf Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich beim eigenen Digikauf gewonnen habe. Deswegen: Mit höchster zu Vorsicht genießen!!!

Wenn du mit dem Digi „Klavierspielen“ willst, dann ist es wichtig, eine Tastatur zu haben, die der Klaviatur eines Klaviers möglichst nahe kommt. Bei Yamaha gibt es – soweit ich weiß – 3 verschiedene Varianten: Graded Hammer Standard, Graded Hammer und Graded Hammer 3. Bei der Graded Hammer des CVP handelt es sich also um eine mittlere Qualität. Mein Digitalpiano hat dieselbe Tastatur und der Anschlag ist halbwegs realistisch. Kann man ohne weiteres empfehlen. Graded Hammer 3 liegt einige Preisklassen darüber und wird im Bereich bis 1.000 Euro auch nicht gebraucht erhältlich sein.

Die Angabe „Advanced Wave Memory“ betrifft das System, das die Art, wie du die einzelne Taste anschlägst, erkennen soll und den Klang entsprechend der Anschlagsart gestalten soll. Ein Digi sollte auf jeden Fall lautes und leises Spielen unterscheiden können und je mehr Nuancen es sonst noch gibt, desto ähnlicher wird es dem Klavier. Advanced Wave Memory ist nach meiner Einschätzung guter Standart und auch diesbezüglich ist mehr wesentlich teurer.

Wichtig sind außerdem die Pedale. Das CVP 202 hat drei, sollte es auch, aber allein das sagt noch nicht viel aus. Das rechte Pedal sollte nicht nur getreten oder nicht getreten werden können, sondern es sollte auch Zwischenstufen geben. Die britische Yamaha-Seite sagt darüber wenig aus. Wenn ich raten sollte, würde ich sagen, wenn das CVP sonst alles hat, wird es auch damit ausgestattet sein.

Ansonsten scheint allerlei technischer Schnickschnack vorhanden zu sein, den kein Mensch braucht. Wenn das CVP in einwandfreiem Zustand ist, spricht sicher nichts dagegen.

Was soll denn das CVP kosten? Das Model gibt es offensichtlich schon seit 2003, dein CVP kann also durchaus 7 Jahre alt sein. Aus deiner Anfrage ergibt sich kein konkreter Preis. 800 bis 900 EUR wären jedenfalls zu teuer. Aus den geringen technischen Angaben, die zur Verfügung stehen, lässt sich nichts entnehmen, das darauf schließen ließe, dass das Instrument erheblich besser wäre als ein neues Yamaha zu fast demselben Preis. Das Clavinova 320 dürfte neu für 1.200 bis 1.300 EURO erhältlich sein, das YDP 160, das im Wesentlichen baugleich ist und ebenfalls nicht für den deutschen Markt bestimmt war, bekommt man mit ein bisschen Suchen für ca. 950 Euro.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Liebe Grüße,
Nuri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
I
Igor
Dabei seit
6. Apr. 2010
Beiträge
40
Reaktionen
0
Auf der US-Seite von Yamaha gibt es ein Archiv mit Informationen auch zu älteren Modellen. Hier ist der Link:

http://www.yamaha.com/yamahavgn/CDA/ContentDetail/ModelSeriesDetail.html?CNTID=24819&CTID=203600

Und hier ist der Link zum Handbuch:

http://www2.yamaha.co.jp/manual/pdf/emi/english/cla/CVP202E2.pdf

Wenn ich mir das Handbuch so ansehe, fällt mir auf:
- Kein "Damper Pedal Effect", d. h. der Klang ändert sich nicht, wenn das rechte Pedal getreten wird (bei den CLPs seit den 90ern Standard).
- Kein "continuous damper pedal" (jedenfalls fehlt die Einstellmöglichkeit wie bei den CLPs, die dieses Feature haben - ebenfalls schon seit den 90ern).
- Schließlich: Das Ding hat Hunderte von verschiedenen Instrumenten. Da fragt man sich doch, ob für den Klavierklang genausoviel Sample-Memory reserviert wurde, wie bei einem CLP.

Insbesondere das fehlende "continuous damper pedal" wäre ein K.O.-Kriterium. Das würde bedeuten, das rechte Pedal erkennt nur "An" und "Aus" und keine Zwischenstufen. Damit kann man m. E. nicht sinnvoll Klavier spielen.
 
D
dagro
Dabei seit
21. Mai 2010
Beiträge
3
Reaktionen
0
Letzte Woche habe ich das CVP nur kurz angeschaut. Ich weiß nur, daß es besser klang als andere die für mich bezahlbar sind.
Auch das Spielgefühl fand ich (wenn ich das so als Laie sagen darf) besser als bei den anderen.

Und zu dem übrigen Schnick Schnack was das Teil noch kann. Das finde ich als Ex-Keyboard Klimperin eigentlich nicht soooo schlimm. Das würde ich schon des öfteren mal brauchen, zumal ich ja auch mein Keyboard weggebe (für beides ist auch kein Platz, leider).
Ich würde also schon gerne ein Piano mit ein Rhytmen haben. Die Stimmen Anzahl ist nicht wirklich wichtig.

Vielleicht werde ich einfach nochmal hinfahren, bestenfalls mit erfahrener Begleitung und das besagte Pedal testen lassen (davon habe ich ja leider als Anfängerin noch keine Ahnung).
Vielleicht kann der Verkäufer mir auch mehr zu Alter und so sagen. Ich hab vergessen zu fragen. Ja ich weiß, blöd!!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom