Wieviel Zeit braucht das Üben am Tag?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von theo, 16. Jan. 2007.

  1. theo
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    theo

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    Hallo alle zusammen,
    ich habe hier ja schon einige gute Tips bekommen und bin nun voller Hoffnung, daß ihr mir weiterhelfen könnt. Mein Sohn (6 Jahre) spielt jetzt schon 2 Jahre Klavier und hat im letzten Vierteljahr auch einen riesigen Sprung gemacht. Er nimmt das tägliche Üben wie das Zähneputzen hin, genießt auch mal Ausnahmen und seit wir das neue Klavier haben (und an wirklich jedem Flügel, den er findet) setzt er sich auch zunehmend selbst dran und spielt oder improvisiert. Es hat sich eine Übungszeit von täglich 10 min bis max. 25 min eingeschlichen (manchmal auch nur 5 min), und er lernt die Stücke auch wirklich schnell, ist das an Zeit genug oder zu wenig oder auch zu viel, wer hat da Erfahrung mit dieser Altersgruppe?

    Gruß Theo
     
  2. Toccata
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    Toccata

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    Hallo!
    Also ich denke, wenn er es freiwillig macht und sich gerne zum Klavier setzt - und so hört es sich nach deinen Schilderungen an - ist es bestimmt nicht zu viel. Falsch wäre es, wenn du ihn jeden Tag zum Klavier hintreiben würdest obwohl er lieber spielen würde, denn dann vermasselt man ihm jegliche Freude am Klavierspiel und im schlimmsten Fall vielleicht sogar an der Musik.
    Nimmt dein Sohn regulären Unterricht? Wenn ja, dann hat er ja schon mit 4 Jahren zu lernen begonnen. Alle Achtung!
    Ich glaube in diesem Alter ist es in erster Linie vorrangig, dass es ihm Spaß macht. Wichtiger finde ich eher das regelmäßige Üben - ob das jetzt 5 oder 25 Minuten Übezeit sind, ist dabei nicht so wichtig. Es soll selbst Freude am Spielen und an seiner Musik haben, dann lernt er am allermeisten!
     
  3. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Da ist m.E. schon eine wichtige Stufe erreicht: Das Üben in den Alltag fest zu integrieren. Meine Tochter hat mit ca. 6 Jahren begonnen, und ich habe von Anfang an auf täglich 30 Minuten Üben beharrt. Das hat mitunter Kämpfe gekostet, im antiautoritär angekränkelten Freundes- und Bekanntenkreis "aufgeklärtes" Stirnrunzeln geerntet und auch den Hausfrieden hin und wieder strapaziert, aber es hat Früchte getragen. Auf noch ausstehendes Üben muss nicht mehr hingewiesen werden, sondern die Übungsdauer wird sogar wundersamerweise allmählich von ganz allein verlängert.
     
  4. theo
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    theo

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    Hallo Wu wei und Taccata,

    vielen dank für die schnellen Antworten, es erleichtert mich ja, daß ich ersteinmal keine Rabenmutter bin, wenn ich jeden Tag auf das Üben hinweise, mittlerweile ist es so, daß das Üben manchmal nicht sooo viel Spaß macht, aber er dann von sich aus jetzt sehr gern immer wieder spielt. Seine Klavierlehrerin ist auch sehr zufrieden mit ihm, und er bewundert sie abgöttisch und läßt sich auch immer wieder etwas von ihr vorspielen. Ich würde jedoch nie, nie wieder einen (sich nur durchschnittlich begabten) 4jährigen zum Klavieruntericht bringen, wir haben tatsächlich harte Kämpfe ausgefochten. Das Alter jetzt ist viel besser, da sind sie schon vernünftiger und wissen mehr, was sie wollen (oder auch nicht wollen).