Wieder mal das "Raushören" von Noten...

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Janik

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Hi,
ich kann mich erinnern, schonmal eine ähnliche Diskussion gestartet zu haben...
Und zwar wollte ich mal fragen ob/ wie es möglich ist, nach dem Hören eines bekannten radiosongs etc. ihn 2- oder 3-stimmig zu spielen..
Mir gelingt es inzwischen die Grundmelodie durch Ausprobieren in der richtigen Tonart zu spielen.
Wie kann ich das weiter ausbauen?
danke für eure Hilfe
Liebe grüße fleissja..
 
Guendola

Guendola

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weiter üben und damit anfangen, auch die Begleitung herauszuhören.

Bei Popmusik hat man aber oft das Problem, daß man sich entscheiden muß, was am Klavier wichtig ist, weil man sehr viel weglassen muß. Es ist ja nicht möglich, Bass, Keyboards, Gitarren und Gesang gleichzeitig zu spielen, auch wenn das Klavier ja viele Tasten hat ;)

Ein möglicher Schritt weiter wäre also das Schreiben von eigenen Arrangements, die man selbst spielen kann und die so nah wie möglich am Original bleiben.
 
J

Josef

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Hallo fleissja,

Ich mach das ungefähr so:
- ich hör mir das Lied ein paar Mal an bis ich es im Kopf habe.

- ich überlege mir (im Kopf oder am Klavier), welche Akkorde ich brauche (einfacherweise in in C-Dur, bin Anfänger)
- auf diverse Übergänge, Bridges, Schnörkeleien, usw. wo oft transponiert wird, kann ich verzichten, also brauche ich erst mal nur Strophe und Refrain.
- meist komme ich dann mit Tonika (C), Subdominante (F) und Dominante (G) aus, dazu noch a, e und d. Das ist jetzt Gitarren-Akkord-Schreibweise. Also Dur-Akkorde: C, F, G, Moll-Akkorde: a, e, d.

- ich spiele die Melodie und spiele gleichzeitig oder in einem zweiten Schritt links die entsprechenden Akkorde, als Arpeggio, oder Bass, oder ich lass sie einfach liegen.

- oft kann ich auch rechts zur Melodie den Akkord "dazupacken": ich schau, dass die Melodie der oberste Ton bleibt und spiele zusätzlich tiefere akkordeigene Töne, mit Akkordumkehrungen kriegt man das oft so hin.

- manchmal lass ich auch die Melodie weg, spiel links einen Basswechsel und rechts die Akkorde. Das ist für mich einfacher, also mach ich das öfter, wenn ich dazusinge und sonst drauskäme.

- manche Lieder klingen damit gut, manche so lala. Damit muss ich leben.

- der schwierige Teil für mich war da eigentlich immer eher die linke Hand. Es gibt Bücher mit Arpeggios, Bassläufen usw, sortiert nach Musikrichtungen oder Interpreten. Nach dem Muster: was ist typisch für Billy Joel usw. Eins davon ist "Play keyboard in style of...". Nicht vom Wort Keyboard abschrecken lassen. Die Patterns sollten recht hilfreich sein, wenn es darum geht, einen Song authentischer klingen zu lassen. Ich habs noch nicht wirklich durchgearbeitet, aber es hat mich angesprochen.
Sonst gäbs da noch die "Rock Piano" Reihe, neben vielen anderen.

Viel Spaß!

lg Josef
 
Mindenblues

Mindenblues

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Mir gelingt es inzwischen die Grundmelodie durch Ausprobieren in der richtigen Tonart zu spielen.
Wie kann ich das weiter ausbauen?
.

Ich würde als nächstes dann versuchen, die Harmonien rauszukriegen. Ebenfalls durch Ausprobieren, mit der Zeit entwickelt man einen "Riecher" dafür, wonach es sich harmonisch anhört. Oftmals ist der Basston der Grundton der Harmonie, aber natürlich nicht immer. Mit der Zeit hört man, ob z.B. die Terz oder Quinte im Bass liegt stattdessen. Dieses Heraushören kann man üben, wenn man sich den Klang der Dreiklangsumkehrungen einprägt - wie klingt ein Sextakkord oder ein Quart-Sextakkord.

Und danach das ganze immer weiter verfeinern - eine Passage anhören, nachspielen, wieder anhören, usw.
Solange bis du keine Unterschiede mehr hörst. Das war es dann! :D
 
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Janik

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Vielen Dank!
Ich werde probieren eure hilfreichen Tipps anzuwenden!
 
 

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