Wie heißt diese Bluestonleiter?

  • Ersteller des Themas newbie123
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newbie123

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Hallo

meine Lehrerin hat mir heute eine Bluestonleiter gegeben und zwar:

c,d,es,e,g,as,a

Ich habe mal bei wikipedia geguckt und kann diese Bluestonleiter dort so nicht finden. Meine Lehrerin hat noch etwas von Pentatonik im Zusammenhang mit dieser Bluestonleiter gesagt.

Kann mir jemand sagen, wie sie auf diese Bluestonleiter kommt und wie diese heißt und wie ich sie einordnen kann?
 
B

Barpianodilettant

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Hallo,


das wäre die C-Dur-Bluesskala, wenn das as nicht wäre. Bist Du Dir
mit den Tönen sicher?

Zur Klärung:

Dur-Pentatonik:

1 2 3 5 6 (in C: C D E G A)

Moll-Pentatonik:

1 b3 4 5 b7 (inC: C D Eb F G Bb)


Noch eine Blue Note dazu, dann spricht man im
Allgemeinen von der Bluestonleiter:

in Dur:

1 2 b3 3 5 6 (inC: C D Eb E G A)

in Moll:

1 b3 4 b5 5 b7 (in C: C D Eb F Gb G Bb)


Desweiteren kann man diese Tonleitern auch vermischen bzw.
zusammenfügen:


1 2 b3 3 4 b5 5 6 b7
 
N

newbie123

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Ja, bin mir absolut sicher, habe noch ihre schriftliche Aufzeichnung:

c,d,es,e,g,as,a
 
P

pianomobile

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Als "die" Bluesskala wird oft C Eb F Gb G Bb C genannt.
c,d,es,e,g,as,a ist mir als Bluesskala nicht bekannt.

Das reimt sich ja sogar :p.
 
N

newbie123

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Das ist die Bluesskala in a-Moll.

Eigentlich müsste es bei a anfangen, also:

a c d es e g as a

Dabei ist "es" die blue note und "as" ein leitender Ton zu "a".

Spiel einfach mit der linken Hand einen a-Moll Akkord und spiel die Tonleiter so wie ich es dir aufgeschrieben habe.

Hallo

danke dir. Allerdings soll es auf jeden Fall die C-Dur Tonleiter sein (oder C-Moll??), insofern hat meine Lehrerin wahrscheinlich etwas verwechselt. Denn ich soll mit der rechten Hand eben mit der C-Dur-Bluestonleiter (oder C-Moll, keine Ahnung) improvisieren und mit der linken Hand soll ich die Töne c und g als Zweiklang dazu spielen im Wechsel mit c und a als Zweiklang. So das ich am Schluss eben dieses 12-Taktige Bluesschema lerne. Insofern kann sie nur eine Bluestonleiter mit Grundton c gemeint haben und nicht mit Grundton a. Hat sie wohl was verwechselt, werde sie mal danach fragen.

Ja, das werde ich mal machen.
 
filmklang

filmklang

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Das "as" ist halt nur etwas verdächtig, weil es das so nicht gibt :D
Also was hier wieder alles geschrieben wurde! Und dann immer gleich die Lehrer verdächtigen!

Natürlich ist das die C-Dur - Blues Tonleiter -- oder a-moll, je nachdem, wo man anfängt. Das schöne am Blues ist ja gerade, dass es "die Blues - Tonleiter" gar nicht gibt, und fast jeder chromatische Ton, zur "richtigen" Zeit gespielt eine Blue-Note sein kann, aber das hatten wir hier ja so oft schon.
Schlicht falsch ist jedoch zu sagen, das ist keine Bluestonleiter, weil man sie zB bei Wikipedia nicht so findet. Ich spiele den Blues schon seit Jahren recht erfolgreich ;) genau so.
Glaubt ruhig etwas mehr euren Lehrern und schlagt nicht alles bei Wikipedia nach, die absolute Wahrheit gibt es zumindest in den moderneren Richtungen in der Musik sowieso nicht. (In den älteren aber auch nicht ;))
Gruss Till
 
N

newbie123

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Natürlich ist das die C-Dur - Blues Tonleiter -- oder a-moll, je nachdem, wo man anfängt. Das schöne am Blues ist ja gerade, dass es "die Blues - Tonleiter" gar nicht gibt, und fast jeder chromatische Ton, zur "richtigen" Zeit gespielt eine Blue-Note sein kann, aber das hatten wir hier ja so oft schon.
Schlicht falsch ist jedoch zu sagen, das ist keine Bluestonleiter, weil man sie zB bei Wikipedia nicht so findet. Ich spiele den Blues schon seit Jahren recht erfolgreich genau so.
Glaubt ruhig etwas mehr euren Lehrern und schlagt nicht alles bei Wikipedia nach, die absolute Wahrheit gibt es zumindest in den moderneren Richtungen in der Musik sowieso nicht. (In den älteren aber auch nicht
Du meinst also ich kann das so als C-Bluestonleiter annehmen? Gibt es denn einen bestimmten Namen für genau diese Bluestonleiter? Aber es gibt doch, soweit ich das bis jetzt weiß, tatsächlich 3 Blue-notes (die verminderte 3., 5. und 7. Stufe der Durtonleiter) und dieses as gehört wohl eben nicht dazu (weil es ja die verminderte 6. Stufe wäre)?!

Wenn ich die von meiner Lehrerin angegebene C-Bluestonleiter annehme, und ich auf f und g dieselbe Bluestonleiter bilden will, dann müsste doch herauskommen:

f, g, gis, a, c, cis, d

g, a, ais, h, d, dis, e

Ist das so richtig?

Noch eine allgemeine Frage: Ist es richtig das sich eine Bluestonleiter im Grunde aus einigen Tönen der jeweiligen (Dur- oder Moll-)Tonleiter, plus einiger Bluenotes zusammensetzt? Und die verschiedenen Bluestonleitern halt eben jeweils aus einer unterschiedlichen Kombination beider (Tonleitereigenen Tönen und Bluenotes meine ich)?
 
filmklang

filmklang

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Hallo, lies doch einfach noch einmal kurz, was ich geschrieben habe, da sind doch fast alle diese deine Fragen beantwortet.
Allgemein wird als Grundlage der Bluestonleiter die Pentatonik angesehen, also als Referenz nimmst du einfach die schwarzen Tasten, dann hast du ab Es eine "Moll" - und ab Fis eine "Dur" Bluestonleiterngrundlage. (Anm. Anführungszeichen deshalb, weil Dur und Moll und Pentatonik (Modal) eigentlich nicht zusammengehören.)

Ich füge nun zu den schwarzen Tasten meistens noch das a (verm Quinte bei moll und kl. Terz bei Dur)und das d (gr. Septime bei moll und überm. Quinte bei dur) für bluesfeeling dazu, diese Noten könnte man nun als "blue - notes" bezeichenen.
Aber jede andere kann auch zu einer blue-note werden.
"Erbsenzählen" finde ich bei Blues, das ja eine "Bauch"-Musik ist, nicht angebracht!!
 

B

Barpianodilettant

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Hallo,

zu Deiner Frage:

Also prinzipiell stimmt das schon, ich würde aber eher sagen,
eine Bluestonleiter (wie auch immer) kommt von einer Pentatonik (Dur/Moll).
Dazu gesellen sich dann Blue Notes.

Prinzipiell ist es schon möglich im Blues auf jeder Stufe die entsprechende
Bluestonleiter aufzubauen. Allerdings ist es für Dich wohl eher praktikabel,
EINE Tonleiter über alle drei Akkorde zu verwenden und die Wirkung auszuprobieren.


@ filmklang: Natürlich ist immer alles irgendwie möglich und für Dich als erfahrenen Musiker praktikabel, aber als Anfänger sollte man zunächst
beim "allgemein Anerkannten" bleiben - und ein as ist das nun mal nicht, so oder so. :trompete:
 
N

newbie123

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Habe mal probiert mit der von meiner Lehrerin vorgeschlagenen Bluestonleiter zu improvisieren, das Ergebnis, also der Klang, gefällt mir jedoch nicht, daher habe ich mich entschlossen folgende Bluestonleiter zu benutzen:

c, es, e, f, ges, g, bb, c

Wenn ich nun die gleiche Bluestonleiter mit dem Grundton g oder f bilden will, muss ich doch nur die Halbtonschritte abzählen und diese dann übertragen, oder?

So das herauskäme:

f, as, a, bb, b, c, es, f

g, bb, b, c, des, d, f, g

Ist das richtig?
 
M

MaBa

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Wenn ich nun die gleiche Bluestonleiter mit dem Grundton g oder f bilden will, muss ich doch nur die Halbtonschritte abzählen und diese dann übertragen, oder?

So das herauskäme:

f, as, a, bb, b, c, es, f

g, bb, b, c, des, d, f, g

Ist das richtig?
Das ist zwar richtig, aber nicht üblich. Du spielst die gleiche Bluestonleiter einfach über alle drei Akkorde.

Gruß
 
N

newbie123

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Ok, danke.

Nun habe ich aber noch ein weiteres Problem. Wenn ich mit der linken Hand das Bluesschema spiele (also immer die abwechselnden Zweiklänge auf C, F und G) und mit der rechten Hand eben dazu mit der Bluestonleiter (nur c) improvisieren will, dann hört sich das irgendwie nicht gut an. Kann es sein, das man die Bluenotes nur zu einem bestimmten Zeitpunkt spielen sollte?

Wenn ich z.B. mit der linken Hand den D-Dur-Grundakkord spiele und mit der rechten mit den Tönen der D-Dur-Tonleiter improvisiere, dann hört sich das immer gut an, d.h. ich kann mit der rechten fast machen was ich will und es kommt immer etwas sich gut anhörendes dabei heraus.

Warum ist das bei dem improvisieren mit der Bluestonleiter im Bluesschema nicht so?
 
B

Barpianodilettant

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Hallo,


man sollte sich nicht auf den Blue Notes ausruhen, eher schon auf Tönen
des jeweiligen Akkords.

Allerdings solltest Du solche Sachen dann konkret mit Deiner Lehrerin durchgehen
 
M

MaBa

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Nun habe ich aber noch ein weiteres Problem. Wenn ich mit der linken Hand das Bluesschema spiele (also immer die abwechselnden Zweiklänge auf C, F und G) und mit der rechten Hand eben dazu mit der Bluestonleiter (nur c) improvisieren will, dann hört sich das irgendwie nicht gut an. Kann es sein, das man die Bluenotes nur zu einem bestimmten Zeitpunkt spielen sollte?
Hast du schon mit deinem Klavierlehrer gesprochen, wie du die Tonleiter anwenden sollst?

Wenn ich z.B. mit der linken Hand den D-Dur-Grundakkord spiele und mit der rechten mit den Tönen der D-Dur-Tonleiter improvisiere, dann hört sich das immer gut an, d.h. ich kann mit der rechten fast machen was ich will und es kommt immer etwas sich gut anhörendes dabei heraus.

Warum ist das bei dem improvisieren mit der Bluestonleiter im Bluesschema nicht so?
Ich denke, das liegt an der Wahl der Tonleiter und an der Begleitung. Sowohl deine Tonleiter als auch die Begleitung klingt stark nach Dur und dadurch sehr nach Boogie. Ich kann mir gut vorstellen, daß hier Tonleiterwechsel erwünscht ist. Ohne Tonleiterwechsel muß man hier sehr aufpassen

Wesentlich bluesiger klingt die "Moll"-Bluestonleiter (C Eb F Gb G Bb C) über Dominantseptakkorde. Obwohl hier noch mehr Reibungen entstehen, klingen dieser Blues dann gefälliger. Diesen Reibungen, wie z.B. gleichzeitiges Auftreten von eb (Melodie) und e (im C7), werden auch selten verhindert. Gerade sie machen den eigentlichen Reiz im Blues aus.

Hier habe ich eine kleine Blues-Improvisation eingespielt, die zeigen soll, daß die gleiche Bluestonleiter sehr gut über alle Akkorde eines normalen Blueses funktioniert. Ich habe allerdings gemogelt, ich hab Begleitung und Solo nacheinander eingespielt. ;)

Gruß
 
 

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